Wie KI Arbeit, Bildung, Wohlstand, Politik und gesellschaftliche Teilhabe verändern könnte.
Einleitung
Christoph Zöller über KI und den Jobmarkt ist ein Gespräch über die Frage, wie künstliche Intelligenz Arbeit, Produktivität, Bildung und gesellschaftliche Strukturen verändern könnte. Der Instaffo-Gründer spricht mit Reza Mehman darüber, ob KI Jobs vernichtet oder langfristig neue Arbeit schafft. Im Mittelpunkt stehen außerdem der schrumpfende Jobmarkt, die Zukunft von Softwareentwicklung, neue Anforderungen an junge Arbeitnehmer und die Rolle von Neugier und selbständigem Denken. Beide diskutieren, ob KI Menschen produktiver macht oder dazu führt, dass sie immer mehr geistige Arbeit abgeben. Das Gespräch geht weit über Technologie hinaus und berührt Wohlstandsverteilung, bedingungsloses Grundeinkommen, Politik, Demokratie, Steuern, Deutschland und gesellschaftliche Identität. Christoph Zöller bleibt grundsätzlich technologisch optimistisch, beschreibt aber gleichzeitig erhebliche Risiken durch wachsende Ungleichheit, Machtkonzentration und Menschen, die bei der Entwicklung nicht mithalten können.
Zusammenfassung
1-Satz-Version: Christoph Zöller und Reza Mehman diskutieren, wie KI den Jobmarkt, Produktivität, Bildung, Wohlstand und die Zukunft Deutschlands verändern könnte.
3-Satz-Version: Christoph Zöller erwartet einen starken Produktivitätsschub durch KI und hält es für möglich, dass langfristig neue Jobs und neue Tätigkeitsfelder entstehen. Gleichzeitig warnt er davor, dass Wissen, Wohlstand und Macht sich stärker bei wenigen Menschen konzentrieren könnten und Teile der Gesellschaft abgehängt werden. Im Gespräch geht es deshalb nicht nur um Technologie, sondern auch um Bildung, Grundeinkommen, Politik, gesellschaftliche Identität und die Frage, welche Systeme sich verändern müssen.
5-Satz-Version: Christoph Zöller ist Gründer von Instaffo und beobachtet den Arbeitsmarkt aus unmittelbarer Nähe. Er widerspricht der einfachen These, dass KI zwangsläufig massenhaft Jobs vernichten muss, weil technologische Revolutionen historisch auch neue Tätigkeiten geschaffen haben. Gleichzeitig sieht er ein reales Risiko, dass die Produktivitätsgewinne ungleich verteilt werden und eine kleinere Gruppe immer mehr Wissen, Vermögen und Einfluss akkumuliert. Für junge Menschen hält er Neugier, intrinsisches Interesse und die Fähigkeit, sich Wissen selbst anzueignen, für wichtiger als die Wahl eines vermeintlich sicheren Berufs. Zum Ende diskutieren Christoph Zöller und Reza Mehman über Grundeinkommen, Politik, Deutschland, gesellschaftliche Zugehörigkeit und Entertainment als möglichen Wachstumsbereich.
Kontext: Wer, Was, Warum
Wer spricht: Reza Mehman spricht mit Christoph Zöller, Gründer von Instaffo. Instaffo wird im Gespräch als Recruiting-Marktplatz beschrieben, der Unternehmen und wechselbereite Talente zusammenbringt.
Worum geht es: Um die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Arbeit, Unternehmen, Produktivität, Bildung, Politik und gesellschaftliche Strukturen.
Warum ist das relevant: KI verändert bereits Arbeitsweisen und Unternehmensprozesse. Das Gespräch stellt deshalb die Frage, welche Fähigkeiten, Berufe und gesellschaftlichen Modelle in Zukunft noch tragen.
Drei Kernfragen:
- Wird KI Jobs vernichten oder entstehen durch technologischen Fortschritt neue Tätigkeiten?
- Welche Fähigkeiten brauchen junge Menschen, wenn Wissen immer leichter verfügbar wird?
- Wie müssen sich Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verändern, wenn Produktivität und Wohlstand immer stärker konzentriert werden?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung: Überblick über KI, Jobmarkt und gesellschaftlichen Wandel
- Zusammenfassung: Das Gespräch in einer, drei und fünf Aussagen
- Kontext: Wer spricht und welche Fragen im Mittelpunkt stehen
- Themen und Einordnung: Die wichtigsten Themencluster
- Kern-Aussagen: Prägnante Aussagen zu KI, Jobs und Gesellschaft
- Häufig gestellte Fragen: Antworten zu Christoph Zöller, Instaffo, KI und Zukunft der Arbeit
- Highlight-Zitate: Starke Originalaussagen aus dem Gespräch
- Das vollständige Gespräch: Das komplette aufbereitete Podcast-Transkript
- Keywords: SEO-Begriffe und Suchphrasen
- Namen und Begriffe: Personen, Firmen, Orte und Fachbegriffe
- Zitierfähige Passage: Kompakte Passage für Zitate und Verweise
- Social-Media-Snippets: YouTube, LinkedIn und Newsletter
- Structured Data: PodcastEpisode-Markup für Schema.org
Themen und Einordnung
KI und Zukunft der Arbeit
Im Zentrum steht die Frage, ob künstliche Intelligenz Arbeitsplätze ersetzt oder neue Tätigkeiten schafft und wie sich bestehende Rollen verändern.
Keywords: KI Jobmarkt, Zukunft der Arbeit, Automatisierung
Produktivität und gesellschaftliche Ungleichheit
Christoph Zöller erwartet große Produktivitätsgewinne, warnt aber zugleich vor einer stärkeren Konzentration von Wissen, Wohlstand und Macht.
Keywords: Produktivität, Ungleichheit, Wohlstandsverteilung
Bildung, Neugier und junge Menschen
Das Gespräch stellt die Frage, ob klassische Bildungswege noch ausreichen und warum intrinsische Neugier und selbständiges Denken wichtiger werden könnten.
Keywords: Bildung, Neugier, Zukunftskompetenzen
Politik, Deutschland und neue Systeme
Beide diskutieren wirtschaftliches Wachstum, Steuern, Rente, Demokratie, Meinungsfreiheit und die Frage, welche politischen Systeme reformiert werden müssen.
Keywords: Deutschland, Politik, Wirtschaftswachstum
Entertainment, Identität und Grundeinkommen
Christoph Zöller beschreibt Entertainment und Erlebnisse als wachsenden Bereich und verbindet die Zukunft der Arbeit mit Fragen nach Sinn, Identität und Grundeinkommen.
Keywords: Entertainment, Grundeinkommen, Identität
Kern-Aussagen
- Christoph Zöller hält KI für einen der relevantesten technologischen Fortschritte seit dem Internet.
- Er erwartet nicht zwangsläufig weniger Jobs, sondern neue Tätigkeiten und veränderte Berufsprofile.
- Das Jevons-Paradoxon dient im Gespräch als Argument dafür, dass sinkende Kosten und höhere Effizienz die Nutzung einer Technologie insgesamt steigern können.
- Ein zentrales Risiko ist aus seiner Sicht nicht nur Arbeitsplatzverlust, sondern eine stärkere Konzentration von Wissen, Produktivität, Wohlstand und Macht.
- KI kann Produktivität massiv erhöhen, ohne automatisch dazu zu führen, dass Menschen weniger arbeiten.
- Junge Menschen sollten sich weniger an vermeintlich sicheren Berufsbezeichnungen orientieren und stärker an Interesse, Neugier und eigener Motivation.
- Wissen ist durch KI und digitale Werkzeuge leichter verfügbar als je zuvor, wodurch die Fähigkeit zur Anwendung wichtiger wird.
- Christoph Zöller hält es für möglich, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen in einer stärker automatisierten Wirtschaft relevanter wird.
- Deutschland bleibt für ihn ein lebenswertes Land, gleichzeitig sieht er wirtschaftliche und politische Systeme unter Reformdruck.
- Entertainment und Erlebnisse könnten an Bedeutung gewinnen, wenn klassische Arbeit weniger Raum im Leben der Menschen einnimmt.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist Christoph Zöller?
Christoph Zöller ist Gründer von Instaffo. Im Podcast beschreibt er Instaffo vereinfacht als eine Art „Airbnb für Jobs“, also als Marktplatz zwischen wechselbereiten Talenten und Unternehmen.
Glaubt Christoph Zöller, dass KI Jobs vernichten wird?
Er hält Arbeitsplatzverluste und große Veränderungen für möglich, widerspricht aber der Vorstellung, dass weniger Jobs der einzige denkbare Ausgang sind. Historische technologische Revolutionen hätten auch neue Tätigkeiten hervorgebracht.
Was ist das Jevons-Paradoxon im Zusammenhang mit KI?
Im Gespräch wird das Jevons-Paradoxon als Erklärung dafür genutzt, dass eine effizientere und günstigere Leistung insgesamt häufiger genutzt werden kann. Übertragen auf Software könnte günstigere Entwicklung dazu führen, dass insgesamt mehr Software entsteht.
Welche Jobs empfiehlt Christoph Zöller jungen Menschen?
Er empfiehlt keinen einzelnen sicheren Beruf. Stattdessen rät er jungen Menschen, Themen zu suchen, für die sie echtes Interesse entwickeln, weil Wissen heute leichter zugänglich ist und Leidenschaft, Neugier und Eigeninitiative wichtiger werden.
Macht KI Menschen produktiver?
Nach Christoph Zöllers Erfahrung kann KI die Produktivität in Unternehmen deutlich steigern. Gleichzeitig beobachtet er das Risiko, dass Menschen dadurch nicht weniger, sondern noch mehr Output von sich erwarten.
Warum sieht Christoph Zöller gesellschaftliche Risiken durch KI?
Er befürchtet, dass Menschen unterschiedlich stark von KI profitieren. Dadurch könnten Wissen, Know-how, Produktivität, Vermögen und Macht stärker bei einer kleinen Gruppe konzentriert werden.
Wie steht Christoph Zöller zu einem bedingungslosen Grundeinkommen?
Er hält ein bedingungsloses Grundeinkommen für eine mögliche Antwort auf eine Zukunft, in der klassische Arbeit und Erwerbsarbeit weniger zentral werden könnten und Wohlstand stärker konzentriert ist.
Ist Christoph Zöller optimistisch für Deutschland?
Er beschreibt Deutschland weiterhin als sehr lebenswert, ist beim wirtschaftlichen Wachstum aber deutlich skeptischer. Er fordert ein stärkeres Fundament für Wachstum und langfristige politische Entscheidungen.
Warum investiert Christoph Zöller in Entertainment?
Seine Investmentthese ist, dass Menschen zunehmend Erlebnisse, Ablenkung und Unterhaltung suchen. Er nennt Social Media, Festivals und Experiences als Beispiele für diesen Trend.
Highlight-Zitate
„Ich kann mir vorstellen, dass die Menschen irrelevanter werden.“Christoph Zöller
„Ich glaube, es wird mehr Jobs geben.“Christoph Zöller
„Wir haben eine riesen Chance, dass Wissen zu einer Art Commodity geworden ist.“Christoph Zöller
„Alle kochen auch nur mit Wasser.“Christoph Zöller
„Meine Passion ist, Dinge voranzutreiben und neue Sachen zu bauen.“Christoph Zöller
„Ich glaube, wir sind in einer Zeitenwende.“Christoph Zöller
„Ich will eigentlich nur in ein Land, wo es den Leuten gut geht.“Christoph Zöller
„Ich glaube, wir müssen uns als Gesellschaft neu erfinden.“Christoph Zöller
Das vollständige Gespräch
Teaser: KI, Jobs und gesellschaftliche Ungleichheit
Christoph Zöller:
Ich kann mir vorstellen, dass die Menschen irrelevanter werden und was ich vor allen Dingen glaube und das ist auch das, was mir so ein bisschen auch aus einer gesellschaftlichen und politischen Sorge bereitet, dass die Schere noch weiter auseinander geht. Jetzt nicht nur beim Wohlstand, dass die Folge dessen, sondern bei der Akkumulierung von Wissen, von Know-how.
Reza Mehman:
Mein Eindruck ist und das hat der Philipp Klöckner mal gesagt gehabt, dass wir wahrscheinlich durch K. I. ein bisschen dümmer werden.
Christoph Zöller, Instaffo und der Jobmarkt
Reza Mehman:
Christoph Zöller, vielen Dank für deine Zeit heute.
Christoph Zöller:
Danke, dass ich hier sein darf, freue.
Reza Mehman:
Absolut endlich mal wieder ein Heidelberger bei mir im Podcast, wenn ich ehrlich bin, lange Zeit verschiedene Menschen aus verschiedenen Regionen gehabt und jetzt mal wieder ein Heidelberger und ein ganz nicht unbekannter Heidelberger mit Instaffo hast du eine Firma gegründet, die auch sehr erfolgreich ist und auch sehr bekannt ist in Heidelberg über 100 Mitarbeiter mittlerweile 1000 Kunden, so wie ich gehört hab oder ungefähr gelesen habe und das, was ich verstanden habe, ihr habt so eine Art Recruiting Plattform entwickelt.
Christoph Zöller:
Genau, also der erstmal danke für die Vorstellung, wie ich es immer einfach erklär ist, wir haben Airbnb für Jobs gebaut und so, wenn wir dann zweite Ebene gehen, was bedeutet das ist eine Plattform, ein Marktplatz, wo wir auf der einen Seite Leute haben, die bereit sind, ihren Job zu wechseln oder nach neuen Jobs so noch. Herausforderung suchen und auf der anderen Seite Unternehmen, die Leute einstellen wollen und beide Seiten das aber mit möglichst wenig Aufwand, einem guten Prozess.
Die Talentseite, also die Arbeitnehmerseite, möchte irgendwie gute, passgenaue Jobs und möchte keinen hohen Aufwand in der Bewerbung haben und die Unternehmen wollen passgenaue Talente haben, sprich hohe Qualität, gut vorgefiltert und das ist, wo wir als Marktplatz ansetzen und ja, die letzten, wir haben schon die Firma gegründet vor 12 Jahren mittlerweile, hatten da aber eigentlich 2 verschiedene Lebenszyklen, sage ich immer, einmal so 2014 gegründet, aber dann 2017 erst live gegangen, Anfang 2017 bis 2020, 2021 und dann die Firma noch mal komplett neu erfunden, auch tatsächlich von 0 auf wieder neu aufgebaut, also Tech neu, Produkt neu, Managementteam neu und großes Investment reinbekommen, sehr große Investments auch reingeholt zu letzten Private Equity Unternehmen vor 2 Jahren.
Reza Mehman:
Kannst du sagen, wie viel?
Christoph Zöller:
Das waren über 10000000€ und ja, spannende Zeit auf vielen Seiten. Der Jobmarkt schrumpft seit Mai 2022. Wenn man sich da verschiedene Indizes anschaut, gehen die seitdem zurück. Und ja, wir haben uns trotzdem sehr gut geschlagen, gut gewachsen und viel Marktanteil gewonnen und bin gespannt, was da auch noch die nächsten Jahre passiert, gerade mit dem ganzen Thema rund um AI und KI Da ist ja eh sowieso gerade sehr viel im Wandel.
Reza Mehman:
100% und genau darum geht es heute. Ich find es interessant, dass du sagst, dass der Jobmarkt seit 2022 geschrumpft ist, hab ich es richtig verstanden? Genau, und jetzt mit dem Thema KI und ich weiß, dass du da tief drin bist im Jobmarkt und was für Auswirkungen potentiell wahrscheinlich KI haben wird. ich hab da ein paar Thesen, eine meiner Thesen wird sein, dass Menschen wirklich irrelevanter werden in dem Kontext. Ich hab aber jetzt von dir so einem Vortrag mal gehört beziehungsweise gelesen gehabt, dass du das gar nicht so siehst, wenn ich es richtig verstanden habe.
Nimmt KI uns die Jobs weg?
Christoph Zöller:
Ja, ich glaub also einmal, ich bin ein Mensch, ich hab eine sehr starke Meinung zu verschiedenen Themen, aber ich weiß auch, dass ich viele Sachen nicht weiß und in diesem Vortrag, den du, den du vermutlich meinst und ich führ gleich auch aus, was ich da gesagt hab und was da meine Position ist und ich glaub, das ist ein Weg. Ich glaube auch, der Weg ist nicht unwahrscheinlich, aber ich glaube, es gibt mit Sicherheit auch genau die Wege, die du irgendwie gerade beschreibst und ich würde dir in einer Sache auch zustimmen und einer anderen Sache vielleicht jetzt ein bisschen anders sehen, aber vielleicht mal kurz, was ist meine These oder was hab ich da bei dem Vortrag geteilt und zwar geht es ja immer so, nimmt KI uns die Jobs weg oder werden wir in der Zukunft mehr Jobs haben als wir es aktuell haben.
So und ich glaub jetzt muss man sich ist der beste Indikator, wenn und wir sind als Menschen sehr schlecht drin, die Zukunft vorherzusagen und deswegen glaub ich, macht es immer Sinn, sich auch ein bisschen in der Vergangenheit zu orientieren und zu schauen, von wo kommen wir und jetzt ist KI AI mit einer der relevantesten Technologiefortschritte, die wir wahrscheinlich seit dem Internet hatten. und auf einer Ebene mit Elektrizität, Industrialisierung, also Dampfmaschine und den ganzen Themen.
Reza Mehman:
Und wenn ich dazu ganz kurz was sagen darf, der Heidelberger Jonas Androlis hat es sogar gesagt gehabt, das wird wahrscheinlich die letzte große, ja, Revolution sein, die wir erfunden haben.
Christoph Zöller:
Steile These, also ich glaube, das wird nur so sein, wenn die Menschheit dann auch zeitnah ausstirbt. Weil wenn du jetzt überlegst, in was für einem Zeitabstand wir auch immer wieder Fortschritte hatten und Fortschritte, die wir hatten, die wir schon lange nicht mehr vorhersehen oder die wir noch nicht vorhergesehen haben. Und was zum Beispiel direkt bei mir präsent ist Quantencomputing. So, Quantencomputing wird auch noch mal ganz viele Sachen ändern, wo wir heute noch gar nicht drüber nachdenken. Und da gibt es auch extrem spannende. Firmen und wenn man sich verschiedene Paper anschaut, wo früher es hieß, OK, Zeitspanne von 15, 20 Jahren, jetzt heißt es irgendwie 7 bis 10 Jahre, also da passiert auch einiges, gibt es auch paar sehr spannende Startups, die jetzt in der Phase sind, wo OpenAI
Technologische Revolutionen und das Jevons-Paradoxon
Christoph Zöller:
vor 10 oder acht, neun Jahren war, Atom Computing zum Beispiel aus den USA ist da eine, aber bevor wir nicht abdriften, vielleicht auch die These von mir da zum Arbeitsmarkt. Ich glaube, wir hatten, also wir sind nicht gut, die Zukunft vorherzusehen, also sollten wir in die Vergangenheit schauen, wenn wir in die Vergangenheit schauen und uns verschiedene technische, ja Quantensprünge fast anschauen, Industrialisierung, Elektrizität, aber nehmen wir zum Beispiel mal die Industrialisierung, hatten wir immer das Gleiche, dass wir Jobs davor hatten, oftmals Riesenangst, Aufstände, politischen Umschwung, der dadurch passiert ist, weil einfach viel auch Angst und so gab und am Ende kam es immer anders. Also, wenn du dir zum Beispiel heute anschaust, uns vergleichst mit vor 40 Jahren, wir haben ganz viele Jobs, die es heute gibt, die es vor 40 Jahren nicht gab.
Ne, da kannst du keine Ahnung, guck dir ganz viele kreative Berufe an von alles rund um Influencer und die ganzen Medien, Entertainment Welt. Schau dir allein an Softwareentwicklung vor 40 Jahren, ne, da gab es auch schon Teile davon, aber ganz viele Themen gab es da einfach noch nicht. Schau dir jetzt so Themen an wie Fitnesstrainer, so es gibt ganz viele Berufe, die es, die es früher nicht gab oder auch in einer anderen Ausprägung. Und aber auch Berufe, wenn du vor 40 Jahren jemand gefragt hättest, wo keiner dir in irgendeiner Art und Weise sagen könnte, diesen Jobs, diesen Job wird es geben, weil wir uns gar nicht vorstellen konnten, wie die wie die Zukunft aussieht. Und es gibt da auch einen, einen Konzept, das ein Thema davon beschreibt, Jevons-Paradoxon, das genau dadrum geht, wenn der Kostenpunkt für eine Sache sinkt, dass der.
der Konsum oder wie oft das benutzt wird und wie oft das Anwendung findet, steigt und ich glaub deswegen ist zum Beispiel auch ein Thema so Softwareentwicklung, ne aktuell ist Softwareentwicklung fast eine Commodity, kann jeder machen, ist super einfach und ich glaub das führt aber dazu, dass einfach mehr Software geschrieben wird und auch mehr Leute sich damit beschäftigen.
Sind die denn noch klassische Software Engineers, haben die zukünftigen anderen Jobtitel eine andere Tätigkeit, I don’t know, aber mein und ich bin Optimist von Hause aus und ich versuche auch wenn ich mir sehr viel Gedanken auch über die Downsides macht, versuch ich immer Optimist auch zu sein und da ist tatsächlich ein Thema, wo ich sag, ich glaube, es wird mehr Jobs geben, werden die Leute noch 5 Tage die Woche arbeiten, weiß ich nicht, wenn wir uns anschauen, die Industrialisierung hatte auch dazu Folge, ich glaub Henry Ford war einer der ersten, der dann gesagt hat, so hey, die Leute arbeiten nur noch bei mir 5 Tage, damit sie auch mehr Zeit haben zu konsumieren und ich bin zum Beispiel auf der einen Seite super Long Tech, was auch meine persönliche Investmentstrategie angeht und wie du weißt, auf der anderen Seite auch super Long Entertainment, weil Brot und Spiele, ich bin da auch bei dir, ich kann mir vorstellen, dass die Menschen irrelevanter werden und was ich vor allen Dingen glaube und das ist auch das, was mir so ein bisschen auch aus einer gesellschaftlichen und politischen Sorge bereitet, dass die Schere noch weiter auseinander geht, jetzt nicht nur beim Wohlstand, dass die Folge dessen, sondern bei der Akkumulierung von Wissen, von Know-how, die Leute werden produktiver und nicht ganz viele, hab ich das Gefühl, auch bei den ganzen technischen Revolutionen, die es rund um AI passiert.
Und wenn wir uns da Zahlen anschauen, wir reden von einem niedrigen ein Prozent einstelligen Prozentsatz, die AI regelmäßig nutzen oder überhaupt dafür zahlen. Und wir wissen, wenn du nicht dafür zahlst, machst du vielleicht irgendwie eine Suchanfrage an irgendwie ChatGPT. Die du sonst irgendwie an Google gestellt hättest oder sagst, gib mir ein Rezept oder halt irgendwas, was relativ basic ist, aber da geht ja mittlerweile viel mehr. Da verlieren wir, glaube ich, so viele Leute auch auf dem Weg und das hat, glaube ich, riesen Sekundäreffekte, angefangen von Mental Health über Zugehörigkeit, Gefühl und ich glaube, wir kommen nur noch mehr in verschiedenen Klassengesellschaft und dass sich der Wohlstand und dann auch die Macht auf wenige kumuliert.
Macht KI uns fauler oder dümmer?
Reza Mehman:
Wow, du bist ja gleich direkt eingestiegen in das Thema. Also ich muss zugeben, gewisse Punkte seh ich genauso wie du, warum ich mir in diesem Fall, aber wenn wir es das Einzelne mal aufrollen würden, mehr Sorgen mache als bei einer anderen technischen Revolution. Mein Eindruck ist, und das hat der Philipp Klöckner mal gesagt gehabt, dass wir wahrscheinlich durch K. I. ein bisschen dümmer werden. Ja, also ich weiß noch nicht, ob ich das so 100% unterschreiben kann, aber ich merke bei mir selbst, wie faul ich auch durch K. I. geworden bin. Also paar neue Skills hab ich dazu bekommen. Du hast gesagt gehabt, dass Softwareentwickler oder in Zukunft vielleicht Software nicht nur von Entwicklern gemacht wird, sondern von Produktmanagern beispielsweise oder so.
Menschen wie mir, die früher vielleicht sich das gar nicht getraut hätten, mal so ’n kleines Programm zu schreiben, das mach ich jetzt mittlerweile auch, aber dafür brauch ich auch keinen großen Intellekt mehr, das schaff ich auch so. Aber ich geb sauviele Aufgaben, einfache Aufgaben mittlerweile komplett ab und kümmer mich um andere Themen beispielsweise. Und wenn ich das jetzt übertragen würde auf viele andere Menschen, wir geben ja sauviel Gehirnschmalz ab, also wir kümmern uns gar nicht mehr darum, selber nachzudenken, sondern wir schauen, O. K., hey, das ist ’n bisschen anstrengend jetzt, was ich jetzt mache, das geb ich jetzt sofort der K. I. und das macht mir so ’n bisschen Sorge, ehrlich gesagt, für die Zukunft, dass wir dem Tempo nicht mehr gewachsen sind, was gerade vorgegeben wird.
Christoph Zöller:
100% aber auch da wieder den Link in die Vergangenheit, so die die letzten Jahrzehnte haben wir eine Wissensgesellschaft aufgebaut, vor allen Dingen jetzt, sag ich mal, in den westlichen Ländern. Und wenn du dich jetzt mal irgendwie paar 100 Jahre zurückgehst, da haben halt alle Leute körperlich oder Großteil der Leute körperlich gearbeitet, waren dann auch handwerklich begabt, irgendwie auf dem, so ich bin zum Beispiel wenig Handwerk, handwerklich begabt, so das heißt, das wäre dann auch irgendwann, dann kamen Maschinen, dann mussten, musste der Mensch nicht mehr so viel machen, dann haben die Sachen irgendwie Maschinen gemacht und dann haben wir uns weiterentwickelt und dann haben wir O.
K., wurden wir intellektueller, wir haben uns als Gesellschaft weiterentwickelt und ich glaube, das kann alles so kommen, wie du gesagt hast, aber und da versuche ich immer zu widersprechen, ich glaube nicht, dass das der einzige Weg ist, den wir gehen können, sondern ich glaub, es gibt ganz viele Sachen, ich weiß, ich weiß nicht, was ich nicht weiß, die wo wir uns auch als Gesellschaft hin entwickeln können, dass keine Ahnung, ich mach jetzt mal als Beispiel, wenn jetzt auch und K. I. ist ja und Robotik wird folgen, aber K. I. ist ja vor allen Dingen auch das viel, Wissensarbeit, also Knowledge Worker, transferiert oder dadurch automatisiert wird oder das ist ja auch der Bereich, wo du sagst, da werde ich faul.
Aber vielleicht ist dann auch eine Chance für uns als Gesellschaft und ich glaub, da muss einiges dafür passieren und wir sind noch weit davon weg, aber dass wir uns viel mehr wieder auch auf die zwischenmenschliche Community, also Community, konzentrieren, dass wir miteinander interagieren, dass Menschen wieder sich nicht einfach den ganzen Tag irgendwie mit Arbeit und Geld und Status so, sondern dass wir da auch in ein anderen Wohlstandslevel kommen und ich glaube und das ist so ein bisschen, da will ich immer für plädieren, es gibt verschiedene Wege, die wir gehen können und es gibt nicht nur diesen einen Weg, das passiert und das sind alles Risiken und ich glaube, das sind teilweise auch Szenarien, die können parallel bestehen, es kann beides sein.
Reza Mehman:
Ich will auch nicht so negativ klingen, aber ich habe es zum Beispiel vor kurzem gelesen gehabt, dass wenn du KI Agenten jetzt miteinander sprechen lässt in irgendeiner Form, die tauschen sich ja auf ja auf einer sehr tokenarmen
KI-Agenten, Blackbox und Kontrollverlust
Reza Mehman:
Ebene aus, so dass nicht mehr so viele Token aus, also verwendet werden, bedeutet, dass wir als Mensch gar nicht mehr verstehen, was sie da überhaupt miteinander machen. Und das finde ich interessant, dass wir da so ein bisschen abgehängt werden und schon auch tatsächlich gar nicht mehr nachverfolgen können, was da passiert. Ich hab vor einiger Zeit mal einen Softwarearchitekten bei mir im Podcast gehabt und der hat schon, das war schon ein paar Jahre her, der hat was Interessantes gesagt, normaler guter Entwickler weiß mittlerweile gar nicht mehr, was in so einem Algorithmus drin ist. Also da werden irgendwelche Libraries benutzt und man geht davon aus, dass die Library das kann, zum Beispiel diese Bibliothek und die wird dann eingesetzt und ich als Entwickler weiß dann gar nicht mehr eigentlich, wie das Ganze funktioniert, aber es funktioniert irgendwie.
Jetzt kommen wir noch zu der Ebene, wo wir zum Beispiel KI Agenten miteinander sprechen lassen, um ’n Preis zu finden, um irgendwas machen zu lassen und wir wissen gar nicht mehr, was da passiert. Das heißt, die kommen auf irgendein Ergebnis, wir können nicht mal nachvollziehen, was da passiert ist und das macht mir extrem Sorgen.
Christoph Zöller:
Ja, also wie viel von den Technologien, die du jeden Tag benutzt, kannst du beschreiben, Telefon, du jetzt hier anrufst und im Iran, kann ich auch nicht beschreiben, so ne, ich könnt auch nicht beschreiben, wie das jetzt hier funktioniert, alles mit Audio, Video, Laptop, so Internet, so gibt ganz sehr viele Sachen, die können wir einfach nicht beschreiben auf einer technologischen Basis, gibt Leute, die können das, aber der normale Mensch kann das nicht und ne, natürlich sind das alles Risiken und ich glaube, Dafür wird es aber, wenn das wirklich so ein großes Problem ist, wird es dafür Lösungen geben. Entweder wir haben halt irgendwie, wir vertrauen oder wir haben halt irgendwie, keine Ahnung, einen Messwert, wo wir wissen, hey, bis dahin ist gut und ab da müssen wir halt irgendwie mal reinschauen.
So und mit Sicherheit kommen Risiken mit einher und ich will nicht sagen, dass es die Welt komplett besser macht, aber dieses Armageddon von ‚Es wird jetzt irgendwie alles schlechter‘, das glaube ich halt nicht und ich glaube, die viel größeren Probleme, die wir haben, sind von uns als Gesellschaft und vielleicht ist es nur die Technologie, die. an die Oberfläche bringt und den Finger in die Wunde legt.
Was der Jobmarkt aktuell wirklich zeigt
Reza Mehman:
Jetzt auf deiner Jobplattform, nenn ich es mal vereinfacht, was für Bewegungen hast du da gesehen, also technologische Bewegungen, also werden da trotzdem weiterhin viele Softwareentwickler nachgefragt oder werden jetzt ganz andere Berufe nachgefragt, was?
Christoph Zöller:
Also ich glaub, was du so im Jobmarkt generell siehst, also vielleicht einmal der Jobmarkt ist ja auch fluide, also der ist in Bewegung, das ist immer anders und zum Beispiel einen Narrativ, was immer viele gesagt haben, Softwareentwickler brauchst du nicht mehr, Stellen gehen runter. Was wir gesehen haben und was du auch am Markt siehst, ist dieser Trend hat angefangen bevor GPT überhaupt ihr erstes Modell öffentlich gelauncht 23 war das genau Ende 23 So, woher kam das eher, wir hatten halt ’n extrem starke Übereinstellungen, während Coronazeit, als irgendwie alles Technologie und jeder dachte, Leute shoppen nur noch online, wir bewegen uns in ein paar Jahren im Metaverse. So, ich finde, ich finde, was ganz oft falsch gemacht wird, dass die smartesten Leute Narrative erzählen, die sie entweder A. selber glauben oder B. einfach Incentives dahinter liegen, dass sie die erzählen.
Reza Mehman:
Ja, Zuckerberg lag ja ziemlich falsch damit.
Christoph Zöller:
Ja, oder auch nur noch das einfach Online-Shopping, ne, also nicht nur Zuckerberg, der ganze Aktienmarkt lag falsch. Ja, das ganze Geld lag falsch und ein Großteil des Geldes. Und jetzt, so 4 Jahre fast forward, redet niemand mehr darüber, dass es hieß, Leute bestellen nur noch online, die Innenstädte sterben komplett aus, wir werden zukünftig irgendwie nur noch online Meetings machen, nur noch hier dann Metaverse, bla bla. Ja, das wird wahrscheinlich langfristig ist das ein Trend, Leute gehen mehr Online-Shopping, bla bla, aber bei weitem halt nicht so, wie das halt vorhergesagt wurde. Und ich glaube, man darf nicht vergessen, dass in so einer Zeit es immer Leute, die bewusst oder unbewusst, die in irgendeiner Weise starke Incentives haben, dass das exponentiell oder linear genauso weitergezogen wird und die auch sehr einflussreich sind und diese Themen dann auch mit verbreiten.
Und auf deine Frage zurück, was wir noch gesehen haben am Jobmarkt, ist zum Beispiel, lange Zeit wurden gar keine oder ganz wenig Junior Jobs eingestellt, hat auch, glaube ich, nie, also hat das vielleicht auch dazu, es gibt einen Research von Anthropic, der Firma hinter Claude, das ist stand Anfang des Jahres, ich glaub irgendwie State of Work oder so ungefähr heißt der, und da sieht man, dass es noch keinen Impact, keinen relevanten Impact von A. I. auf den Jobmarkt hat, echt ja, O. K. und das, was wir sehen, und der Jobmarkt ist schwieriger, der ist seit, hab ich ja gesagt, 4 Jahren mittlerweile Declining, das hat aber hauptsächlich wirtschaftliche Effekte, Und ich glaube auch, es wird noch was kommen mit AI, keine Frage, aber das ist erst noch in der Zukunft.
Und auch, und du hast vorhin den Philipp Klöckner erwähnt, der vertritt ja auch stark die These und da geh ich absolut mit, dass die neue Technologie, alles rund um AI, ja, die wird halt von den jungen Leuten am meisten adaptiert und die wachsen damit auf und die arbeiten damit. und dementsprechend, ich glaub viele Unternehmen und man sieht auch schon in Amerika, dass da erste Unternehmen anfangen, Cloudflare war zum Beispiel eine Company, die nicht aus Kostenspargründen extreme Abfindungsprogramme machen, damit sie sagen, wir müssen unsere Workforce verjüngern, damit wir neue frische Leute mit reinbringen, die auch die Art, wie wir arbeiten, ändern, weil das wird sich halt fundamental ändern.
Reza Mehman:
O. K., das heißt, ältere Menschen haben eher Probleme damit im Job.
Christoph Zöller:
Also ich.
Reza Mehman:
Ältere Menschen, die sich nicht mit KI
Christoph Zöller:
Auseinander. Also ich würde sagen, das liegt nicht an dem Alter per se, sondern dieses ganze Thema mittleres Management, wo nicht wirklich Wert geschaffen wurde, wird halt einfach AI wird viel, viel mehr Effizienz in Organisationen bringen.
Und ich seh das jetzt schon so mit zum Beispiel, wir sind extrem nah an so nah AI First AI Native Company dran und bei uns zum Beispiel Produktmanager oder alle alles rund um Produktentwicklung müssen die Leute viel wenig miteinander interagieren, die können viel mehr Sachen selber machen und die Produktivität, die steigt extrem, aber die werden auch ausgebrannter und das meine ich mit diesen gesellschaftlichen Themen, weil die dann nicht mehr die persönliche Interaktion haben, sondern irgendwie alle so, die haben da nicht mehr jeden ganz viel Abstimmung mit dem UX-Designer so, das machen die dann halt einfach selber, was sie sich irgendwie vorgestellt haben und ich glaub, das ist das Thema, das gestern
AI First Unternehmen und neue Produktivität
Christoph Zöller:
ja, dass eine neue Technologie kommt, wir haben unseren eigenen Anspruch, unsere Produktivität, wir arbeiten nicht weniger, wir arbeiten mehr, wir wollen noch mehr Output generieren und wenn wir das nicht schaffen, sind wir halt unzufrieden. Und wir haben meistens als Gesellschaft das Problem, die neue Technologie kommt, wir wissen gar nicht, wie wir damit umgehen können und da mein ich jetzt nicht von Regulatorik und so weiter und was auf der politischen Ebene besprochen wird, sondern von uns als Gemeinschaft, als Menschen.
Reza Mehman:
Ja, sehr valide Punkte, du hast auch vorhin was gesagt, aber es absolut stimmt, dass zum Beispiel ja, Geld auch falsch liegen kann, das Metaverse zum Beispiel, sehr gutes Beispiel. Ich hab vor kurzem etwas von dem, ja, irgendjemand aus der Führung von Uber gelesen gehabt, der da irgendwie so ein C. F. O. war das, war das der eher, der dann, ich kann es nicht so genau wiedergeben, aber der hat gesagt gehabt, die haben so eine Beschränkung in den Tokenverbrauch,
Christoph Zöller:
die haben ihr Budget irgendwie für das ganze Jahr im März also schon ausgegeben gehabt.
Reza Mehman:
Genau, da haben sie auch gemerkt gehabt, das hat auch gar nicht so viel neuen Umsatz gebracht, das Ganze. Also, es war eigentlich nur ein Kostenfaktor, das geht auch vielleicht so in diese Richtung mit ein, dass wir als Gesellschaft tatsächlich das versuchen anzuwenden, aber teilweise noch gar nicht wissen, was wir damit machen können.
Christoph Zöller:
Genau, also ich bin 100% Long A. I. und ich glaub, es wird ein extrem hoher Produktivitätsboost geben, aber ich glaub natürlich, das ist eine ganz neue Technologie, wenn du dir mal überlegst, bei dem Internet, bei dem Computer, bei so was da die ersten vier, fünf Jahre, natürlich passiert da noch relativ viel, was einfach useless ist und Leute spielen vielleicht auch rum, ne, aktuell gibt es da noch so Themen, du weißt gar nicht, wie du jetzt effizient den Token einsetzt und so weiter und so fort. Aber also wir sehen zum Beispiel als Unternehmen, wir haben auch einiges an Effizienz rausholen können, weil wir einfach ganz andere Workflows mittlerweile bauen können über AI
Welche Jobs sollten junge Menschen wählen?
Reza Mehman:
Was würdest du jetzt aber einem jungen Kerl oder einer jungen Dame empfehlen, jobmäßig zu machen? Also Hintergrund ist, ich kann nicht ruhigen Gewissens zum Beispiel jemanden sagen, hey, stürzt dich jetzt beispielsweise in ein Softwareprojekt ein, also im Sinne von studier Informatik oder mach was in der Richtung und dann entwickelst du eine Software und alles wird gut, sondern boah, wird Softwareentwicklung von Junior Level aus irgendwie noch gebraucht, weil alles was ein Junior macht, schaff ich ja mittlerweile mit Lovable oder mit Claude selbst.
Christoph Zöller:
Ja, also ich glaube 2 große Themen, einmal eine Sache, die ich, die ich gelernt hab, ist alle kochen auch nur mit Wasser. so ich hab wirklich mit sehr äh einflussreichen Leuten gesprochen, die in hohen Positionen sind und es ist sehr selten, dass sich Leute wirklich so, das ist dann meistens so okay, ich hab erstmal da irgendwie Ehrfurcht davon, weil bestimmte hohe Positionen oder ein Status oder wie auch immer. aber wenn du ein bisschen länger auch mit den Leuten dich austauschst, selten so, dass ich hab gedacht, wow, OK, das würd ich mir auf keinen Fall zutrauen, das liegt nicht daran, dass ich mich irgendwie überschätze, so, sondern viele Leute auch auf meinem meiner Ebene, die das dann von denen ich das hör, hab das auch schon öfter gehört und das ist so und was sag ich damit eher positiv, so hey, alles ist möglich, so Punkt Nummer 1.
Punkt Nummer 2 wir haben eine riesen Chance, dass Wissen zu einer Art Commodity geworden ist. Das bedeutet, wenn ich was heute nicht weiß, ich kann es nach, ich kann mir alles aneignen, nahezu ja, und Und deswegen würde ich wirklich Leuten empfehlen, auf deine Frage, was würde ich machen als junge Person, das wo wirklich Lust drauf hast, was zu finden, wo sagt: ‚Hey, da hab ich ein Interesse dran.‘ Weil ich glaube, Leute werden die erfolgreich sein, die ihren Job nicht als Job sehen, sondern die sagen: ‚Das ist Teil von meinem Leben, das ist meine Passion.‘ So, und jetzt spreche ich aus einer sehr elitären Position. Das ist mir auch bewusst. Und ich will aber derjenige sein, der sagt, ich will die Leute irgendwie ermutigen, weil ich glaub, das ist möglich.
So, das wird nicht jeder schaffen, weil da ganz viele Ängste und Zwänge und andere Themen noch irgendwie eine Rolle spielen und so, aber das Thema von ich hatte, was früher noch viel extremer war, ich hab irgendwie keinen Zugang zu irgendwie guter Bildung oder ich kann mir das nicht aneignen, das ist heute mittlerweile, es war noch nie so einfach, sag nicht, das ist einfach, es war noch nie so einfach wie aktuell und das glaub ich, ist eine riesen Chance und dafür ist wichtig, dass Leute, glaub ich, ihre Sache gern mal so ich zum Beispiel. wir haben vorhin im Vorgespräch irgendwie über bisschen Sachen gesprochen, die ich noch nebenher alles so mach und ich?
Reza Mehman:
Ein bisschen, ich liebe, was ich mache und für mich, jetzt musst du sagen, was ist deine Passion?
Christoph Zöller:
Also meine Passion ist, Dinge voranzutreiben und neue Sachen zu bauen, so wenn ich irgendwo was sehe, da ist irgendwie Opportunität, da kann ich irgendwie was machen, dann mit Leuten zusammenarbeiten, ich will zum Beispiel nicht mehr mit Leuten zusammenarbeiten, die ich nicht mag, so ich muss das auch zum größten Teil nicht mehr, wo ich einfach merk, das sind mittlerweile mit den Leuten, mit denen ich arbeite, sind auch Freunde, mit denen verbringe ich gerne Zeit, ich erleb dadurch Sachen und ich will einfach gestalten, so das ist mein Thema, so ich will bauen, ich will gestalten, das ist was, was mich antreibt und dann ist für mich auch der Inhalt sekundär.
Reza Mehman:
O.
Neugier, Bildung und das Schulsystem
Reza Mehman:
K., das heißt, heißt, wenn ich jetzt meinen Kindern ein Tipp geben müsste, würde der bedeuten, O. K., geh dem nach, was du gerne, was du gerne machst.
Christoph Zöller:
Also, wie jetzt sind deine Kids 8 und 5 Ja, also die haben noch ein bisschen Zeit, haben noch ein bisschen Zeit. Also, ich glaube wirklich, ich hab keine Kinder, meine Schwester hat 3 Jungs, ich bin mit auch 3 Geschwistern aufgewachsen, meine Mutter hat eine Tageskrippe, also ich hatte 4 Kinder immer um mich rum und ich glaube, dass viel mehr so diese Neugier. Ich seh es zum Beispiel bei meinem ältesten Neffen, meine Schwester und ihr Partner, die sind super viel um die Welt gereist und und der hat und die haben ihn so lang wie möglich auch aus dem Schulsystem rausgehalten.
So, ich bin kein Freund von, da ich sag Leute nicht ins Schulsystem, ganz und gar nicht, aber ich hab dadurch gemerkt, dass der für eine intrinsische Neugier, das war ja der Punkt, auf den ich noch so, dass der für eine intrinsische Neugier entwickelt, dass der einfach Sachen verstehen will, wie das irgendwie funktioniert. So, und ich glaube, dieses Umfeld den Leuten zu bringen oder den Kindern zu geben, wo sagen: ‚Hey, lern die Welt kennen, durch deine eigenen Augen, finde irgendwie Interessen.‘ Weil ja, was ja doch oftmals passiert in dem System, in dem wir sind, dass die Leute dann so, ich hatte das auch bei mir in der Schule, ich hab in dieses System nicht gepasst und ich bin extrem neugieriger Mensch. Aber die Sache hat mich halt gar nicht interessiert, weil die Art, wie es mir beigebracht wurde, so ich war auch eher jemand, der schwer integrierbar war in der Klasse.
Ich war dann da eher der Außenseiter, so. und ich glaube, wir müssen als Gesellschaft schaffen, der den Kindern, was die unsere Zukunft ist, dass wir, dass die dieses selbständige Denken, Neugier, so dass wir auf ganz andere Sachen Wert legen und dann ist es super irrelevant, welchen Job die Leute ausmachen, weil die dann gut in ihrem Job werden und ihre Passion finden.
Reza Mehman:
Aber das aktuelle System passt ja gar nicht dazu, das muss man wirklich sagen. Ja, also ich merk das schon, dass du, also du bist ja sowieso 0, das soll jetzt kein Schulbashing sein, du bist ja 0,0 schon zu meiner Zeit auf das Leben vorbereitet und auch stand heute. Ich mach mir tatsächlich eher Sorgen, ich weiß, dass du positiv gestimmt bist, aber ich mach mir tatsächlich eher Sorgen, dass wir ja auch Generationen von Menschen heranziehen, die tatsächlich hohen Schaden durch Social Media erleben werden, erleben, vielleicht auch nicht so ganz auf dem Sprung sind, zum Beispiel weil sie viel KI nutzen, sich nicht was erarbeiten müssen, sozusagen.
Ich glaube, man kann es positiv sehen im Sinne von was du vorhin gesagt hast, dieses Paradoxon Jevons-Paradoxon, dass da insgesamt die Gesamtnachfrage steigen wird, so hab ich es verstanden, trotz Effizienzgewinne, genau vereinfacht gesagt, ich hab eher den Eindruck und da kam vor einem halben Jahr, glaub ich, so ein Artikel von in Handelsblatt über Meta raus, aber über Facebook Konzern, dass sie da eine ganz große Sparmaßnahme gerade eingeläutet haben, wo sie ich glaub, ich will nicht lügen, 20% ihrer Belegschaft gekündigt haben, weil sie mehr Ressourcen, mehr Geld für das Thema KI brauchen, Energie und so weiter. Genau, das waren ganz grobe Zahlen, vielleicht ist ja ein paar Prozente falsch, aber und ich hab mir da vorgestellt, ja krass, bei Meta arbeiten ja sowieso sehr gute Leute, also komm erstmal bei Meta rein, das heißt, um von diesen sehr guten Leuten haben sie 20% gecuttet.
Was heißt das jetzt für durchschnittliche Menschen, zum Beispiel, die versuchen durchschnittlich einen guten Job irgendwo zu bekommen, wo läuft, wo läuft es dann hinaus?
Meta, Stellenabbau und die Sorge um Durchschnittsjobs
Christoph Zöller:
Ja, also vielleicht noch mal kurz 2 Sachen, ich bin gar nicht grundlegend, dass ich sag, so wie also ich glaube, dass es so kommt, wie ich sag, müssen auch viele Sachen richtig sein, ich seh diese Sorge, die du hast, komplett so und ich Teil dir auch zum großen Teil so einmal noch mal vielleicht kurz meine These zu Ende denken, warum ich glaube, ist nicht nur das Jevons-Paradoxon, sondern ist vor allen Dingen auch, ich glaube, es wird so viel durch technologischen Fortschritt, wenn einfach neue Sachen ergeben, wo wir dann auch wieder Menschen brauchen. Das ist auf jeden Fall mein.
Reza Mehman:
Was ich nicht weiß, so.
Christoph Zöller:
Genau, das ist die Hoffnung, die ich hab, so das erstmal dazu.
Zeitenwende für Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Christoph Zöller:
Jetzt das ganze Thema Arbeitsmarkt, ich glaub, ich glaub, wir sind in einer Zeitenwende, wo wir bei vielen Systemen, die jahrzehnte, vielleicht teilweise jahrhundertelang, funktioniert haben und immer wieder vermeintlich optimiert wurden, das nicht mehr funktioniert und das System aufgebrochen werden muss. Das glaub ich zum Beispiel schon, weil ich mach mal nur ein Beispiel. So, ich bin Kapitalist, kennender und du siehst ja, Kapitalismus hat über Jahre hin, gibt es ein sehr gutes Buch, ein 2 Lieblingsbücher von Hans Rosling, Factfulness, Wir mussten gerade schneiden, weil ich musste googeln beziehungsweise ein LLM befragen.
Google hat mit meinem Input nicht, ist nicht zu Buche gekommen und da geht es drum, wie wir, dass der Kapitalismus über die letzten Jahrzehnte, Jahrhunderte immer mehr Wohlstand geschaffen hat, natürlich auch Schere, weil aber die Leute aus ganz Armutsländern in Niedriglohn und so weiter und so fort, wie auch weniger Naturkatastrophen, weniger Tote durch Kriege, also ganz viele positive Effekte haben. und trotzdem wird ja die Story teilweise, wenn du im Hier und Jetzt lebst, anders wahrgenommen.
Jetzt glaub ich aber, dass auch durch Technologie und wir haben das schon gesehen und jetzt gerade auch hier Elon Musk, er ist da, es ist Deutsch Trillionär oder Billionär oder Billionär auf Deutsch und das wird natürlich jetzt noch mehr auch durch AI und ich glaub da gehen ganz viele Probleme, die wir haben, mal angefangen als Deutschland so und wir besteuern die ganzen Techkonzerne besteuern wir nicht, das ist wie eine Zwangsabgabe, die wir nach Amerika geben, das ist verrückt, unfassbar, ist für mich, ich verstehe nicht, wie die deutsche Politik das nicht lösen kann, oder ist ja ein Europaproblem, also verstehe ich nicht, wird ja noch mehr, weil du weißt ja, jedes Onlineunternehmen mittlerweile, bald jedes andere, hat dann halt irgendwie LLMs, hostet irgendwie bei Google oder Microsoft, zahlt online, wer so, da gehen ja allein mal so, keine Ahnung, 30, 40% vielleicht zukünftig noch mehr, geht einfach mal nach Amerika, ohne dass wir irgendwas davon in Deutschland haben.
Ist ja, ist verrückt, unfassbar. So, und wir brauchen eine Art von, und da sind ja auch die großen Tech-Bosse von Yu-Gi-Oh, also bedingungsloses Grundeinkommen, weil ich schon auch glaube, dass in Zukunft es weniger klassische Arbeit gibt, sei es über die Arbeitszeit, also
Kapitalismus, Grundeinkommen und Machtkonzentration
Christoph Zöller:
von dem von den Möglichkeiten, die es macht, weil die Leute nicht unbedingt arbeiten müssen. Ich glaub, es wird irgendwie Jobs und wird möglich, aber die müssen es nicht unbedingt und sie werden vielleicht auch weniger verdienen, weil das, weil der Wohlstand bei wenigen sich anhäuft und akkumuliert wird, dass wir das brauchen, weil ansonsten, was machen die Personen die ganze Zeit? Aber ist das kapitalistisches Denken von mir?
also ich glaub von den Leuten ist ganz viel kapitalistisch denken, weil du willst, dass die Leute wieder Geld haben, damit sie auch konsumieren können, ne, weil keine Ahnung, Facebook und Amazon, wenn Leute halt irgendwie keine Kaufkraft haben, also das kapitalistische System ist gewachsen, als die Leute immer mehr Kaufkraft entwickelt haben, stimmt ja so, aber ich will dem gar nicht irgendwie ein Namen nennen, ich glaub nur, wir werden an Probleme kommen, die müssen wir lösen und da macht es, glaub ich, dann keinen Sinn, noch weiter irgendwie was ein bisschen was zu optimieren und dann kommen wir da, kommen wir da weiter. Weiteres Thema ist zum Beispiel für mich unsere aktuelle Demokratie. So, wir haben es wird Politik nach den Wählergruppen gemacht, mit die oder die größte Wählergruppe sind Rentner.
Unsere Rente ist 1 der größten Probleme und Leihbild die also Verbindlichkeit und Schuld, die wir als Land haben. Ja, so die aktuell ja wieder Reformen in werden diskutiert, das sind ja alles so mehr oder weniger faule Kompromisse. Ja, und da und so gibt es halt eine riesen Liste, wo ich glaub und ich weiß nicht, wie es enden wird. Ja, aber das sind ja die Sachen, die mir Sorgen, aber das ist ein guter Punkt, du hast Unternehmer.
Politik, Rente und strukturelle Probleme
Reza Mehman:
Was sind so denn deine ja Hauptbaustellen, wenn du als an die Politik denkst, wo findest du, bekommst du Unterstützung, wo bekommst du keine Unterstützung, was wünschst du dir eigentlich, was ich Hintergrund ist, das ist ja schon interessant, wir alle nutzen viel Software, viel Services irgendwie aus den U. S. A.
und die versteuern das hier im Grunde nicht oder ganz wenig oder haben ihre Modelle, haben ihre Modelle, wie sie das schön umgehen können, sag ich jetzt mal, das auf der einen Seite irgendwie natürlich massiv unfair, also muss man sagen, also ich als Unternehmer hier muss ja auch massiv viel Steuern zahlen in jeder Richtung, gefühlt verdient auch jeder mäßig, mein Steuerberater, das Finanzamt, die Leute, mit denen ich arbeite, also jeder verdient da irgendwie gefühlt mehr als ich, also ich fühl mich da schon so ein bisschen, nicht so ein bisschen, also ich fühl mich da schon benachteiligt, sag ich jetzt mal auf im globalen Wettbewerb, wenn ich ehrlich bin.
Christoph Zöller:
Ja, das ist spannend, ich hab nie dran gedacht, so ich als Unternehmer, mir fehlt das, also was ich eigentlich von meinem Land einfach nur möchte, gibt mir eine gute Basis und ein gutes Fundament, auf dem ich arbeiten kann. Das ist immer noch in Deutschland, im Vergleich zu anderen Ländern, ist es immer noch in Ordnung, aber es wird im Vergleich immer schlechter. Und was mein ich damit? Ich mein einfach nur, ich will ein Land, was wirtschaftlich wächst, so wo es den Leuten einfach in Summe idealerweise allen irgendwie gut geht, dann geht es mir auch als Unternehmer gut. Ich bin nicht so der, natürlich gibt es jetzt Kleinigkeiten, Bürokratieabbau und so weiter, aber das sind für mich eher Dinge, die passieren müssen, damit die Wirtschaft wächst.
so und nicht jetzt sagen, ich brauch jetzt Bürokratie, aber nein, ich will eigentlich nur in ein Land, wo es den Leuten gut geht und was das gesamte Bruttoinlandsprodukt wächst, stetig. Und natürlich gibt es mal Krisen und so und das ist das, was ich möchte und da erwarte ich und das ist mein Auftrag an die Politik, schaff das und schaff das so, dass es möglich allen Leuten gut geht. So, aber da gehören natürlich auch Sachen mit hinzu, die dann, du wirst nicht immer die Lösung finden, die für alle Leute gut sind.
So und du musst vor allen Dingen auch Entscheidungen treffen, die kurzfristig vielleicht weh tun, weil du einen eine Schuld aus der Vergangenheit mit dir rumträgst und irgendjemand muss das halt mal aufräumen, ne und jeder ist wie so einen so ein \*\*\*\*\*\*\*\*\*\*\*\* der immer größer wird und den schmeißt du alle 4 Jahre weiter, ja und du willst nicht derjenige sein, weil dann sagt jeder, ja der Reza hat es \*\*\*\*\*\*\*\* so und ja und durch willst ja wiedergewählt werden, du hast andere Incentives und für mich ist es das ganze System ist für mich broken, so das hat.
Was Unternehmer von Deutschland brauchen
Reza Mehman:
Wie kriegen wir das?
Christoph Zöller:
Hin, ja ist eine sehr gute Frage.
Reza Mehman:
Also bist du in dem Sinne, weil du Long Tech gesagt hast, bist du auch Long Deutschland.
Christoph Zöller:
Also, ich halte am Kapitalmarkt, glaube ich, nahezu keine deutsche Aktie. Weil es mich aber auch nicht so interessiert, bin ich Long Deutschland. Ist es die Frage auch was? ja, ich glaub es ist immer noch ein sehr lebenswertes Land. Ja, ich schätze Wachstum, also das, was du vorhin zum Beispiel gesagt hast, da bin ich aktuell alle nicht long, nee, da bin ich aktuell nicht long. Ich glaube, es gibt Bewegungen, die ich glaube, positiv sein können und ich glaub, wir brauchen auch einen, einen Switch. Du hast mich gefragt, was will ich einer in der Politik? Meine Antwort ist, ich weiß noch nicht, ich würd es gern erstmal besser verstehen. So, das wär wie wenn ich jetzt von außen in deine Company reinschaue und ich seh einfach nur Zahlen, das sieht nicht gut und ich sag, ich kann es besser so.
Ich würde immer erst reingehen, ich würd, ich also ich bin aktuell nicht an einem Moment, in einem Punkt in meinem Leben, wo ich da was bewirken will. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich das, dass sich das irgendwann ändert und dann würde ich überhaupt erstmal, ich will mal mit den Leuten sprechen. So, das hört sich jetzt einfach anders gesagt, ich würd gern mal überhaupt verstehen, so hey, so Beispiel, warst du eben gesprochen.
Reza Mehman:
Wovon hapert es denn eigentlich?
Christoph Zöller:
Ja, so, so Steuern, nur so, was ist das Problem, ne, und ich glaub, du kriegst dann auch andere, das ist ja auch so, du kriegst ja andere Infos als du heute in der Zeit machst, ne, dann sagen die ja, keine Ahnung, ne, der Trump, der ist dann das und dann prüft er uns mit damit und kurzfristig geht es dann so und sagt so, ja, O. K., aber denken wir es mal weiter, so kurzfristig, ja, aber wie ist dann vielleicht in 4 Jahren, wie und so weiter und so fort. Also ich glaube, die Story, die uns Menschen erzählt wird, ist ja oftmals nur einen, entweder runter destilliert auf ein paar wesentliche Punkte oder aber auch nicht ganz die Information, was alles ist und was alles mit reinsteht, weil einfach die Komplexität, glaube ich, viel zu hoch ist und absolut auch ganz viele Leute es einfach gar nicht greifen können.
Ist Christoph Zöller Long Deutschland?
Reza Mehman:
Irgendwann ist das System verhängt es sich oder verankert sich auch irgendwie an so Stellen, also wenn ich da ab und zu ein Großunternehmen so ein bisschen reinschauen kann und darf, merk ich da auch, also wie ineffizient das Ganze läuft und es kann auch nicht mehr gesprengt werden. Also das wird dann akzeptiert und es wird.
Christoph Zöller:
Dann einfach so weitergemacht, als die letzten Punkte, als die Systeme geändert wurden, waren immer nach großen Kriegen, ne.
Reza Mehman:
Ja, das ist verrückt. Also ich möchte Long Deutschland sein, wenn ich ehrlich bin, ich find Deutschland hat sehr viele Dinge, die andere Länder eben nicht haben, das ist dieses freiheitliche Denken, das ist unglaublich wichtig, als gebürtiger Iraner weiß ich nämlich, was es bedeutet, wenn man eben nicht auf die Straße gehen kann und seine Meinung äußern kann. Also das haben wir hier alles, auch wenn viele Leute sagen, du kannst dir deine Meinung nicht äußern, doch kannst du prinzipiell schon. Natürlich gibt es da Konsequenzen im Sinne von, dass du geächtet wirst oder was auch immer, aber du musst jetzt nicht um deine Freiheit fürchten. Das ist ja noch ein riesen Unterschied. Ich glaub, wir bewegen uns auch manchmal so in die falsche Richtung, wie zum Beispiel mit Beleidigung von Politikern.
Das wird jetzt wieder abgeschwächt, was ich ganz gut finde, als ich mitbekommen hab, dass der Habeck da Ich glaub, ich weiß nicht mal, was für eine Strafe verhängt worden ist, als da aber Schwachkopf sozusagen dieses Meme über Habeck gemacht worden ist. Die Person ist, ich glaub, es war ein Rentner, hat ja eine richtig dicke Strafe zahlen müssen. Das find ich zum Beispiel massiv übertrieben. Da könnt man schon sagen, OK, Meinungsfreiheit wird so ein bisschen gerade eingeschränkt. Auf der anderen Seite seh ich aber wieder die Bewegung zurück, dass da wieder ein bisschen was passiert.
Ich hab bewusst gefragt, warum, ob du Long Deutschland bist, weil ich weiß, dass du viele Investments, viele Tätigkeiten sonst in deinem Leben hast und ob was ich noch gerne von dir verstehen würde, ist würdest, siehst du auch deine Zukunft in in Deutschland langfristig oder kannst dir auch vorstellen, woanders zu leben.
Christoph Zöller:
Also ich hab mir nie Gedanken drüber gemacht, also ich zahl auch gerne Steuern, also niemand zahlt gerne Steuer.
Meinungsfreiheit, gesellschaftliche Stimmung und Politik
Reza Mehman:
Ich weiß, was du meinst.
Christoph Zöller:
Ja, so ich hab kein Problem damit. ne, ich hab letztens auch auf LinkedIn-Post gemacht, der sehr viral ging, ich hab auch gesagt, ich bin auch bereit, irgendwie zwei, drei Prozent mehr zu zahlen, also ich, wenn es irgendwie das System gibt, wenn wir dafür einfach, wenn ich weiß, die Verwendung ist richtig und sie tut gut. So, ich hab mir keine Gedanken gemacht, ob ich mich hier langfristig in Deutschland sehe, wenn du mich heute fragst, sag ich ja, das kann sich morgen ändern, ich glaube auch für mich geht es gar nicht so sehr drum um ich wähl meinen Ort, wo ich das meiste Geld verdienen kann, weil ich glaube, selbst wenn die Wirtschaft schrumpft, dieses Bruttoinlandsprodukt ist immer noch gigantisch groß und Business machen kann, kannst du in jeder Situation.
Für mich geht es mehr so drum, wie will ich leben, was sind das irgendwie für, wie ist die Gesellschaft, wie ist die Stimmung im Land, wie ist die Stimmung gerade? Du, ich glaube, wir Deutschen sind generell sehr eher ein so grumiger und irgendwie pessimistischer und uns werden auch die Sachen immer schlechter geredet, glaube ich, als sie sind. Das ist auch was Böses, eine Tugend von uns, weil es auch dazu dann führt, so oh, wir arbeiten hart und wir geben uns da wenig mit zufrieden. Ich kann dir nicht sagen, wie die, also ich, also subjektiv würde ich sagen, die Stimmung im Land ist nicht gut. Ne, ich mein, ich glaub, das siehst du auch, wenn du dir, gibt es verschiedene Indizien, ist nicht, dass ich da jetzt eine repräsentative Umfrage gemacht hab, weil ich lebe natürlich auch in einer krassen Bubble.
Ja, so, aber ich glaub, die Stimmung im Land ist nicht gut und ich glaub, sie ist auch zum Teil zurecht nicht gut und ich glaube, die Politik und das find ich am krassen, die gefühlt zu reagieren ja drauf nicht. Also die sitzen da in ihrem Elfenbeinturm und wenn ich mir die Bärbel.
Reza Mehman:
Bas zum Beispiel anschau, die ja wirklich so ein Klassenkampf fast schon ausruft gegen Arbeitgeber, wo ich mir denke, hä, Ja, also wie kannst du das als Ministerin machen, also das ist verrückt.
Christoph Zöller:
Ja, ich glaub, wir haben ganz bedenkliche Bewegungen und Systeme sind ja auch sehr resilient und halten immer länger, sowohl also vor 5 Jahren wird ja schon Automobilindustrie und dies und das und der und jenes und hält sich ja immer alles länger und ich glaub, ist auch viel resilienter und empfindet sich in diesem Prozess dann vielleicht auch neu, aber ich glaube in Deutschland, dass sich die Gesellschaft auch nach Profilen mit einem klaren Kante Profil, dafür stehe ich, das will ich ändern, dass es danach sucht und die Leute danach wirklich ja eine Führung, also jemand wieder eine Politik haben wollen, die da auch einfach sagt, so hey, das ist der Weg hier raus und das Schlimme daran, dass ist ja das Risiko, das hatten wir in Deutschland ja schon mal und wir wissen, wie es geendet ist.
Also es gibt ja immer da 2 Seiten in der Medaille, es kann der Positive geben, wo du sagst, hey, guck mal, das ist hier der Weg, den müssen wir einschlagen und dann ist auch ein guter Weg und es gibt halt die das missbrauchen und dann in anderen in einem anderen Szenario endet und das ist eher so meine größte Sorge und ich mein die die Werte von der A. F. D. zeigen ja einfach, das ist ja das meiste nicht, hey pro A. F. D., sondern es ist gegen alles andere, weil ich mich mit nichts mehr identifizieren kann und das ist ja schon auch einen Weg, der auf jeden Fall zum Nachdenken anregen soll.
Reza Mehman:
Auf jeden Fall, ich glaub, das ist das bedarf sogar noch mal einen weiteren Podcast, um da innovativ einzusteigen. Ich wollt noch auf einen Punkt kurz zu sprechen kommen, bevor wir Richtung Ende gehen. Ich fand es ganz interessant, du bist das, hast du ganz am Anfang kurz erwähnt gehabt, du glaubst auch an das Thema Brot und Spiele, also Entertainment, glaubst du ganz stark und ich weiß, dass du auch gerade da in Richtung Investment da was machst. Könntest du darauf noch mal kurz eingehen, warum glaubst du, dass ja vielleicht auch aus Zukunftsaussicht, Jobaussicht das Thema Entertainment wieder für uns relevant werden könnte?
Entertainment als Investmentthese
Christoph Zöller:
Kennst du die Tribute von Panem? Ja, es ist jetzt ein bisschen salopp gesagt, aber Ich glaube, die viele in der Social Media hat ja schon gezeigt, die Leute wollen sich ablenken, die wollen sich berieseln lassen, über Fernsehen, ist was Social Media und die Leute suchen immer mehr nach Erlebnissen. Siehst du über Festivals, siehst du über ganz viele verschiedene Sachen.
Reza Mehman:
Es gibt viel mehr Festivals, gefühlt ja.
Christoph Zöller:
Experiences, die wollen sich mehr fühlen, die wollen abschalten, die wollen sich auch raus beamen aus ihrem tristen Alltag und und das so in 2 Sätzen die Investmenthypothese von mir dahinter.
Reza Mehman:
O. K. O. K. und da siehst du auch natürlich job mäßig in Zukunft wahrscheinlich mehr Opportunities, wenn wir uns mal wieder auf Jobmarkt.
Christoph Zöller:
Ja, also wie gesagt, also ich glaube mein Dream Szenario wär, dass es die Möglichkeiten gibt, also die Leute verdienen gutes Geld, die haben irgendwie ein Grundeinkommen und es gibt genügend Opportunitäten, dass sich darüber hinaus ein Job haben und irgendwo engagieren und ob das jetzt irgendwie mehr mit Menschen ist und mehr Community oder irgendwelche anderen Themen, aber das ist so ein bisschen das, was ich glaub, wenn wir jetzt mal ganz verrückt in die Zukunft, das Space X. jetzt vor ein, 2 Wochen irgendwie zu Börsengang gemacht, ich hab nur am ersten Tag gekauft und dann wieder verkauft, bin da also es fundamental maximal überbewertet, aber
Grundeinkommen, Identität und neue Arbeit
Christoph Zöller:
heißt ja nichts bei Firmen von Elon Musk, aber deswegen wollt ich nicht longterm drin sein. So und wenn wir jetzt mal denken, ja, es gibt doch das Weltall und so weiter, so dann kommen ja ganz neue Fantasien auch irgendwie von Möglichkeiten und ja, ich denke, da gibt es einfach für uns als Menschheit noch einiges zu tun.
Wir müssen uns aber immer wieder neu erfinden und einige Menschen werden da auch auf der Strecke bleiben und ich glaub, dass was ich nicht hoffe, aber was ich nicht als ein unrealistisches Szenario sehe, ist das halt immer mehr in verschiedenen, jetzt mal so, Klassen unterteilt wird und die Leute dann einfach da abgehängt werden und es dann immer einen kleineren Bereich gibt und eine die sogenannte Elite, die einen großen Teil der des Wertes anhäufen und um das in irgendeiner Art und Weise ein System zu bauen, was dem auch entgegenwirkt, Und also, ich rede nicht von Sozialismus oder dergleichen, aber das bedingungslose Grundeinkommen ist zum Beispiel eine Sache. Ich glaube, wir müssen aber vor allen Dingen auf der inhaltlichen Ebene mit den Leuten mehr arbeiten, dass die Leute einen Sinn haben, dass sie sehen: „Hey, was ist meine Identität?“ Weil für ganz viele Leute.
ist der Job ein sehr großer Teil der Identität. Ja, auf jeden Fall so und dann ist ja auch die Frage, was ist Teil meiner Identität, was ist meine Zugehörigkeit und wir wollen ja nicht, dass sie sagen, so ich bin jetzt keine Ahnung, Iraner und ich chill nur mit den Iranern so und ich bin nur und so, das wollen wir auch nicht als Zugehörigkeit, ne.
Reza Mehman:
Und ich bin Deutsch mittlerweile.
Christoph Zöller:
Ja, aber du weißt, was ich.
Reza Mehman:
Mein, ich weiß, was du.
Christoph Zöller:
Meinst, so und ich glaub da brauchen wir einfach irgendwie was und dann müssen wir uns als Gesellschaft neu erfinden und ich hab es eine riesen riesengroße Aufgabe.
Deutschland, Zugehörigkeit und Wir-Gefühl
Reza Mehman:
Vielleicht noch ein Gedanke dazu wegen Identität, ich find das wirklich schwieriges Thema. Ich merk das auch, dass gerade in Deutschland da ein ganz großes Problem mit dabei ist. Ich hab vor kurzem mit einer älteren Dame gesprochen gehabt, die hatte so ein bisschen angemerkt gehabt, ja sie versteht nicht, warum nur einmal alle 4 Jahre irgendwie Deutschlandfahnen jetzt zur WM rausgehängt werden und innerhalb diesen 4 Jahren passiert sonst gar nichts mit Deutschlandfahnen, sondern das ist dann man wird ja eher geächtet, wenn man eine Fahne aufhängt. Ich glaube, das ist ja wirklich so ein bisschen das Problem, weil bei uns Deutschen auch diese, ja diese Identität versucht wurde, so weit weg zu schieben. Wir haben auch nicht mal so dieses Wir-Gefühl, außer einmal alle 4 Jahre zur WM, ansonsten haben wir gar nicht mehr dieses Wir-Gefühl, das.
Christoph Zöller:
Halte ich für absoluten Schwachsinn, so ey, ich war also beim Zweiten Weltkrieg und so, drittes, so ich hab damit nichts am Hut, du hast damit nichts am Hut, ich glaub nahezu niemanden, der in Deutschland lebt, hat da irgendwas mit am Hut. So und ich glaub, man muss irgendwann auch mal irgendwie ein Strich drunter ziehen und sagen, so hey, so und ich glaub auch stolz auf sein eigenes Land zu sein und so, das hilft und als Gesellschaft auch extrem.
Reza Mehman:
Das hilft ungemein. Also wenn ich da mitbekomm zum Beispiel was in Japan passiert, wie die zum Beispiel mit ihrer Kultur umgehen, wie die zum Beispiel auch mit ihr mit der Sauberkeit umgehen. Ja, also ich find es echt schade, wenn ich dann zum Beispiel seh, dass wir gar nicht mehr stolz sind auf unsere Innenstädte, zum Beispiel auch gar nicht mehr so uns drum kümmern, dass überhaupt was passiert, dass sauber gehalten wird und so weiter. Und das im Vergleich zum Beispiel zu Japan, ich hab vor kurzem eine Doku darüber gesehen gehabt, wie sehr zum Beispiel das Thema Sauberkeit da relevant ist. Deshalb bei uns schmeißen wir ja alles direkt weg, weil wir eben nicht mehr dieses Tiergefühl haben, das ist das ja, irgendjemand kümmert sich drum, ist sowieso nicht meins, mich interessiert es nicht, ganz schwieriges Thema.
Abschluss und Ausblick
Reza Mehman:
Chris, ich glaube, das wird nicht unser letztes Gespräch gewesen sein. Vielen Dank erstmal, ich hab dich auf jeden Fall besser kennenlernen dürfen und ich bereite, glaub ich, für das nächste Mal noch mal ein paar politische Themen vor. Mach das, ich danke dir vielmals.
Christoph Zöller:
Danke dir.
Keywords
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Zitierfähige Passage
Christoph Zöller erwartet durch künstliche Intelligenz einen erheblichen Produktivitätsschub, hält aber einen pauschalen Verlust von Arbeitsplätzen nicht für den einzigen möglichen Ausgang.
Aus seiner Sicht können neue Technologien auch neue Tätigkeiten schaffen, die heute noch nicht vorhersehbar sind.
Gleichzeitig warnt er davor, dass Wissen, Wohlstand und Macht immer stärker bei einer kleinen Gruppe konzentriert werden könnten.
Für junge Menschen werden deshalb Neugier, eigenes Interesse und die Fähigkeit, sich Wissen selbständig anzueignen, immer wichtiger.
Die eigentliche Herausforderung sieht er nicht nur in der Technologie, sondern darin, wie sich Wirtschaft, Politik und Gesellschaft an diese Veränderungen anpassen.
Social-Media-Snippets
Was macht künstliche Intelligenz mit unserem Jobmarkt?
Darüber spreche ich mit Christoph Zöller, Gründer von Instaffo. Christoph beobachtet den Arbeitsmarkt seit vielen Jahren und hat eine klare, aber differenzierte Sicht auf die Frage, ob KI Jobs vernichten oder neue Arbeit schaffen wird.
Wir sprechen über den aktuellen Arbeitsmarkt, Softwareentwicklung, AI First Unternehmen, Produktivität, das Jevons-Paradoxon, junge Arbeitnehmer, Bildung, gesellschaftliche Ungleichheit, bedingungsloses Grundeinkommen, Deutschland, Politik, Entertainment und die Frage, welche Rolle Arbeit künftig überhaupt noch für unsere Identität spielen wird.
Timestamps:
00:00 KI und gesellschaftliche Ungleichheit
00:31 Christoph Zöller und Instaffo
02:28 Der Jobmarkt seit 2022
03:20 Nimmt KI uns die Jobs weg?
05:44 Blick auf frühere technologische Revolutionen
06:56 Das Jevons-Paradoxon
08:07 Wissen, Wohlstand und Macht
09:30 Macht KI uns dümmer?
10:48 Was wir aus früheren Automatisierungswellen lernen können
12:39 KI-Agenten und Kontrollverlust
14:50 Was Instaffo am Jobmarkt sieht
17:38 Junge Arbeitnehmer und KI
18:21 AI First Unternehmen und Effizienz
20:59 Welche Jobs haben Zukunft?
22:20 Wissen wird zur Commodity
23:31 Christoph Zöllers persönliche Passion
24:15 Neugier und Bildung
26:08 Social Media, KI und junge Generationen
27:38 Warum technischer Fortschritt neue Arbeit schaffen könnte
28:15 Zeitenwende für bestehende Systeme
29:31 Machtkonzentration und Techkonzerne
30:31 Bedingungsloses Grundeinkommen
31:41 Demokratie, Rente und Politik
32:26 Was Unternehmer von Deutschland brauchen
34:52 Ist Christoph Zöller Long Deutschland?
37:19 Freiheit und Meinungsfreiheit
38:28 Zukunft in Deutschland
40:08 Stimmung im Land
42:28 Entertainment als Investmentthese
43:47 Zukunft von Arbeit und Freizeit
45:34 Identität ohne klassischen Job
46:08 Deutschland und Wir-Gefühl
47:57 Abschluss
#ChristophZöller #KI #Jobmarkt #ZukunftDerArbeit #Instaffo #KünstlicheIntelligenz #Deutschland #Podcast
Vernichtet KI unsere Jobs oder schafft sie am Ende mehr Arbeit?
Darüber habe ich mit Christoph Zöller, Gründer von Instaffo, gesprochen.
Vier Punkte aus unserem Gespräch:
* KI kann Produktivität massiv erhöhen.
* Neue Technologien können Jobs verändern, ohne dass Arbeit komplett verschwindet.
* Das größere Risiko könnte die wachsende Schere bei Wissen, Wohlstand und Macht sein.
* Für junge Menschen werden Neugier und die Fähigkeit, selbständig zu lernen, immer wichtiger.
Besonders spannend fand ich Christophs These, dass wir nicht nur über KI reden müssen, sondern darüber, wie sich unsere gesellschaftlichen Systeme dadurch verändern.
Das vollständige Gespräch gibt es im Podcast und im Blog.
#KI #Jobmarkt #ZukunftDerArbeit #Instaffo #Unternehmertum
Wird künstliche Intelligenz Millionen Jobs ersetzen oder entstehen dadurch neue Tätigkeiten, die wir heute noch gar nicht kennen? In meinem Gespräch mit Instaffo-Gründer Christoph Zöller geht es um KI, Produktivität, den Jobmarkt und die Frage, welche Fähigkeiten junge Menschen künftig brauchen. Wir sprechen außerdem über Bildung, Wohlstandsverteilung, Grundeinkommen, Deutschland, Politik und gesellschaftliche Identität. Lies jetzt das vollständige Gespräch im Blog.





