Haben oder Sein: Ein Mindset-Hack für mehr Happiness
Warum weniger „Haben wollen“ und mehr „Sein“ dein Leben nachhaltig zufriedener macht.
Einleitung
Haben oder Sein ist weit mehr als eine philosophische Frage: Es ist ein Mindset-Hack, der echte Happiness ermoeglicht. In dieser Folge von Project Mindset nimmt uns Reza Mehman mit auf eine Gedankenreise, die bei einem Besuch im Heidelberger Stadtarchiv mit Rapper Torch beginnt und bei der Kernfrage von Erich Fromms Klassiker „Haben oder Sein“ endet. Warum fuehrt immer mehr „haben wollen“ zwangslaefig zu weniger Vergnuegen? Und was passiert, wenn wir stattdessen versuchen, mehr zu „sein“? Reza zeigt anhand konkreter Beispiele aus dem Studium, dem Fitnessstudio und dem Familienleben, wie sich dieser kleine sprachliche Unterschied auf unser gesamtes Denken auswirkt. Ein Perspektivwechsel, der im Alltag sofort anwendbar ist und langfristig zu mehr Zufriedenheit fuehrt.
Zusammenfassung
In einem Satz: Wer aufhoert, Dinge besitzen zu wollen, und stattdessen anfaengt, etwas zu sein, findet echte und nachhaltige Zufriedenheit.
In drei Saetzen: Reza Mehman reflektiert ueber den Unterschied zwischen „Haben“ und „Sein“, inspiriert durch ein Treffen mit Rapper Torch und das Buch „Haben oder Sein“ von Erich Fromm. Er zeigt anhand von Alltagsbeispielen, dass der Fokus auf Besitz nur kurzfristiges Vergnuegen bringt, waehrend das „Sein“ zu tieferer Erfuellung fuehrt. Der Schluessel liegt in einem bewussten Sprachwechsel und einem veraenderten Mindset, das weniger auf Ansammlung und mehr auf Erleben und Identitaet setzt.
In fuenf Saetzen: In dieser Episode berichtet Reza Mehman von einem Besuch im Heidelberger Stadtarchiv, wo Rapper Torch seine gesammelten Hip-Hop-Artefakte aufbewahrt. Obwohl Torch seine Sammlung liebt, wuerde ihn ein Verlust nicht aus der Bahn werfen, weil er eine gesunde emotionale Distanz zu seinen Besitztuemern pflegt. Dieses Erlebnis verbindet Reza mit Erich Fromms Buch „Haben oder Sein“, das beschreibt, wie das staendige Haben-Wollen nur kurzfristiges Vergnuegen erzeugt. Reza illustriert den Unterschied anhand von Beispielen aus dem Studium, dem Fitnessstudio und seiner Rolle als Vater. Die zentrale Botschaft: Wer „ich moechte zwei Kinder haben“ in „ich moechte Vater von zwei Kindern sein“ umformuliert, veraendert nicht nur seine Sprache, sondern sein gesamtes Mindset.
Kontext: Wer, Was, Warum
Wer spricht: Reza Mehman, Host des Podcasts Project Mindset, teilt seine persoenlichen Reflexionen und Erlebnisse.
Worum geht es: Um den philosophischen und alltagspraktischen Unterschied zwischen dem Modus des „Habens“ (Besitz, Ansammlung, Konsum) und dem Modus des „Seins“ (Erleben, Verstehen, Identitaet), inspiriert durch ein Treffen mit Rapper Torch und das Werk von Erich Fromm.
Warum ist das relevant: In einer konsumorientierten Gesellschaft, die staendig zum „Mehr haben“ draengt, bietet der Perspektivwechsel zum „Sein“ einen konkreten Weg zu nachhaltigerer Zufriedenheit und einem erfuellteren Leben.
Drei Kernfragen der Episode:
- Warum fuehrt immer mehr „Haben wollen“ zu immer weniger echtem Vergnuegen?
- Wie veraendert ein Sprachwechsel von „Haben“ zu „Sein“ unser Mindset im Alltag?
- Kann man Dinge besitzen und trotzdem emotional frei davon bleiben?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung – Warum Haben oder Sein ein echter Mindset-Hack ist
- Zusammenfassung – Die Episode in einem, drei und fuenf Saetzen
- Kontext – Hintergrund zu Sprecher, Thema und Relevanz
- Inhaltsverzeichnis – Uebersicht aller Abschnitte
- Themen und Einordnung – Die zentralen Themenbereiche der Folge
- Kern-Aussagen – Die wichtigsten Botschaften auf einen Blick
- Haeufig gestellte Fragen – Antworten rund um Haben, Sein und Happiness
- Highlight-Zitate – Die praegnantesten Aussagen der Episode
- Transkript – Vollstaendiges Transkript der Episode
- Keywords – SEO-relevante Schlagwoerter
- Namen und Begriffe – Wichtige Personen, Orte und Konzepte
- Zitierfaehige Passage – Zum Teilen und Zitieren
Themen und Einordnung
1. Haben vs. Sein: Erich Fromms Philosophie im Alltag
Reza bricht die komplexe Theorie aus „Haben oder Sein“ auf alltagstaugliche Beispiele herunter und zeigt, wie sich der Modus des Habens vom Modus des Seins unterscheidet.
Keywords: Erich Fromm, Haben oder Sein, Konsumkritik
2. Emotionale Distanz zu Besitz
Am Beispiel von Rapper Torch wird deutlich, dass man Dinge wertschaetzen und gleichzeitig loslassen kann, ohne daran zu zerbrechen.
Keywords: Loslassen, emotionale Distanz, Besitz und Glueck
3. Sprache als Spiegel des Mindsets
Der Wechsel von „Ich moechte etwas haben“ zu „Ich moechte etwas sein“ veraendert nicht nur Woerter, sondern die gesamte innere Haltung.
Keywords: Sprachwechsel, Mindset-Shift, bewusste Sprache
4. Lernen und Wissen: Sammeln vs. Verstehen
Im Studium zeigt sich der Unterschied besonders deutlich: Notizen sammeln ist „Haben“, ein Thema wirklich durchdringen ist „Sein“.
Keywords: Lernstrategien, Verstehen vs. Auswendiglernen, Studium
5. Identitaet und Lifestyle: Sein statt Schein
Ob im Fitnessstudio oder beim Basketball: Wer wirklich „ist“, braucht kein Equipment, um es zu beweisen.
Keywords: Authentizitaet, Identitaet, Lifestyle vs. Substanz
Kern-Aussagen
- Immer mehr „haben wollen“ fuehrt zwangslaeufig zu immer weniger echtem Vergnuegen.
- Der Unterschied zwischen „Ich moechte zwei Kinder haben“ und „Ich moechte Vater von zwei Kindern sein“ ist sprachlich klein, aber im Mindset gewaltig.
- Torch sammelt seit Jahrzehnten Hip-Hop-Artefakte, wuerde aber gelassen reagieren, wenn alles verloren ginge.
- Emotionale Distanz zu Besitz ist kein Widerspruch zur Wertschaetzung von Dingen.
- Im Studium gibt es einen klaren Unterschied zwischen dem Sammeln von Unterlagen (Haben) und dem echten Verstehen eines Themas (Sein).
- Menschen, die wirklich etwas „sind“ (z.B. Gewichtheber oder Basketballspieler), brauchen weniger aeusseres Equipment als jene, die es nur „haben“ wollen.
- Das Buch „Haben oder Sein“ von Erich Fromm ist komplex, aber eine lohnende Lektuere fuer alle, die tiefer in dieses Thema einsteigen wollen.
- Bewusste Sprache ist ein erster Schritt, um das eigene Mindset vom Haben-Modus in den Sein-Modus zu verschieben.
Haeufig gestellte Fragen
Was bedeutet „Haben oder Sein“ nach Erich Fromm?
Erich Fromm unterscheidet zwei grundlegende Existenzweisen: Den Modus des „Habens“, bei dem der Mensch sich ueber Besitz und Ansammlung definiert, und den Modus des „Seins“, bei dem es um Erleben, Verstehen und authentische Identitaet geht. Fromm argumentiert, dass der Haben-Modus nur kurzfristiges Vergnuegen bringt, waehrend der Sein-Modus zu tieferer Zufriedenheit fuehrt.
Wie kann man den Mindset-Shift von Haben zu Sein im Alltag umsetzen?
Ein erster Schritt ist, auf die eigene Sprache zu achten. Statt „Ich moechte einen Job haben“ kann man formulieren: „Ich moechte in meinem Beruf gut sein.“ Dieser bewusste Sprachwechsel veraendert die innere Haltung und verschiebt den Fokus von Besitz auf Erleben und Identitaet.
Warum fuehrt mehr Besitz nicht automatisch zu mehr Glueck?
Besitz erzeugt ein kurzfristiges Hochgefuehl, das schnell nachlasst und den Wunsch nach noch mehr ausloest. Dieses Muster fuehrt zu einem endlosen Kreislauf des Haben-Wollens, ohne jemals nachhaltige Zufriedenheit zu erreichen. Echte Happiness entsteht eher durch Erfahrungen, Beziehungen und persoenliches Wachstum.
Wer ist Torch und was hat er mit dem Thema zu tun?
Torch, mit buergerlichem Namen Frederik Hahn, ist einer der Pioniere des deutschen Rap aus Heidelberg. In der Episode dient sein Umgang mit seiner Hip-Hop-Sammlung als Beispiel: Er schaetzt seine Artefakte, koennte aber auch loslassen, wenn sie verloren gingen. Das zeigt eine gesunde Balance zwischen Wertschaetzung und emotionaler Distanz zu Besitz.
Was ist der Unterschied zwischen „Kinder haben“ und „Vater sein“?
Laut Reza Mehman steckt in „Ich moechte zwei Kinder haben“ eine eher egozentrische Haltung, waehrend „Ich moechte Vater von zwei Kindern sein“ Verantwortung, Fuersorge und eine aktive Rolle ausdrueckt. Der sprachliche Unterschied ist klein, aber er spiegelt ein grundlegend anderes Mindset wider.
Ist das Buch „Haben oder Sein“ leicht zu lesen?
Reza Mehman beschreibt das Buch als empfehlenswert, aber komplex. Es ist nicht so leicht zugaenglich wie etwa „Das Cafe am Rande der Welt“ und erfordert, dass man sich mehrfach damit beschaeftigt, um die Kerngedanken vollstaendig zu erfassen.
Wie zeigt sich der Unterschied zwischen Haben und Sein im Fitnessstudio?
Reza beobachtet zwei Typen von Gewichthebern: Die einen haben das komplette Equipment mit Spezialauschuhen, Guertel und Magnesia, heben aber nur mittlere Gewichte. Die anderen kommen in normaler Sportkleidung, heben schwere Gewichte und gehen wieder. Die zweite Gruppe „ist“ Gewichtheber, waehrend die erste Gruppe den Lifestyle „hat“.
Kann man Dinge besitzen und trotzdem im Sein-Modus leben?
Ja, das Beispiel von Torch zeigt genau das. Man kann Dinge wertschaetzen und sammeln, ohne sich emotional daran zu klammern. Der entscheidende Punkt ist, ob der Besitz die eigene Identitaet definiert oder ob man auch ohne ihn in sich ruht.
Highlight-Zitate
„Ich finde es interessant, dass man auf der einen Seite etwas haben moechte, aber dann auch emotional so eine Distanz aufbauen kann dazu, dass wenn es mal nicht mehr da ist, das ist ein okayes Vereinen.“
– Reza Mehman
„Ich moechte zwei Kinder haben. Ich finde, es ist aber ein riesen Unterschied, wenn man sagt: Ich moechte ein Vater fuer zwei Kinder sein.“
– Reza Mehman
„Das ist ein ganz kleiner Unterschied in der Sprache. Aber ich glaube, vom Mindset her ist das ein riesen Unterschied.“
– Reza Mehman
„Was passiert denn, wenn jetzt auf einmal alles verloren geht? Er hat dann tatsaechlich kurz drueber nachgedacht und hat gemeint: Ist ihm eigentlich egal. Ist dann halt einfach so.“
– Reza Mehman ueber Torch
„Dieses Haben wollen fuehrt zu einem kurzfristigen Vergnuegen und dieses Sein, also etwas sein, traegt eher zur eigenen Happiness bei.“
– Reza Mehman
„Es gab Faecher, da wollte ich tatsaechlich das Thema verstehen. Da war es gar nicht so wichtig, ob ich alle Notizen zusammen habe. Sondern ich wollte das Thema verstehen und habe das eher aufgesaugt.“
– Reza Mehman
„Er wusste damals noch gar nicht, warum er das macht, aber er wusste, eines Tages wird es vielleicht irgendwie so einen gewissen Wert fuer ihn haben.“
– Reza Mehman ueber Torch
Transkript
Das vollständige Gespräch
Hi zusammen und herzlich willkommen bei Project Mindset, der Kanal für all diejenigen, die ganz genau wissen, dass mit dem richtigen Mindset alles möglich ist. Heute habe ich eine für mich relativ komplexe Project Mindset Folge. Komplex, weil ich glaube, ich habe das Thema noch nicht so ganz hundertprozentig verstanden. Ich möchte aber heute mal zumindest meine Gedanken mit euch teilen. Es geht um Folgendes. Ich hatte ja mal eine Project Mindset Folge mit dem Heidelberger Musiker und Rapper Torch. Das ist tatsächlich eine meiner Lieblingsfolgen.
Ich finde ihn unglaublich interessant. Diese diese Person Torch, Frederik Hahn heißt er mit bürgerlichen Namen und wir haben uns auch nach dem Podcast nochmal getroffen gehabt. Er baut nämlich zusammen mit der Stadt Heidelberg so eine Art Hip-Hop Archiv auf. Er ist ja einer der, ich würde sagen, ältesten deutschen Rapper, die es gibt hier in Deutschland. Er hat quasi Hip-Hop oder den Rap in Deutsch ziemlich stark geprägt in den Anfangsjahren. Und Heidelberg möchte zusammen mit ihm so ein Archiv aufbauen, wo einfach die Anfangszeiten von Rap nochmal dokumentiert werden, archiviert werden.
Und wir haben uns auch in diesem Stadtarchiv getroffen gehabt. Wir wollten uns allgemein wieder austauschen, so ein bisschen Recap machen von dem Podcast, den wir zusammen hatten. Und in diesem Stadtarchiv, da war auch so ein Archivar, es sah auch alles genauso aus, wie man sich es vorstellt. Dunkle Gänge, hohe, so eine Art Klimaanlage mit entsprechender Luftfeuchtigkeit und so weiter, dass die Sachen auch nicht kaputt gehen dort. Und in diesem Archiv hatte Torch so eine kleine Ecke für seine ganze Materialien.
Da waren verschiedenste Sachen mit dabei, so alte Plakate zum Beispiel, die tatsächlich irgendwie in den 90er Jahren ausgedruckt worden sind. Man sieht auch, dass alles ein bisschen älter ist, sozusagen Patina war auch dran. Da war auch so verschiedene Texte von ihm, die er auf Schulrenzen geschrieben hat. Also der Schulranzen selbst, ein alter Scout zum Beispiel von ihm. Ihr kennt die vielleicht noch so eckige Schulrenzen von damals. Das war vor Ort, verschiedene Kleinigkeiten, Sachen, die er einfach benutzt hat, Skateboards und so weiter und so fort.
Das war alles mit Dors, war auch super interessant das Ganze zu sehen. Und die planen auch hier und da mal in anderen Städten so Ausstellungen, dann wird es von A nach B transportiert. Und an dem Tag, wo ich da war, wollten sie tatsächlich nach Pforzheim, glaube ich, was transportieren. Und entsprechend war die Aufregung groß, wie man das alles verpackt, hin und her bringt und so weiter und so fort. Man hat doch gemerkt, alle sind sehr sorgfältig mit den Sachen umgegangen. Torch hat mir auch so eine alte Schallplatte von sich gezeigt.
Da war er auch, glaube ich, sehr besonders stolz drauf. Da war auch so ein großes Poster drin. Und er hat mir auch gesagt, dieses Poster mag jetzt heute vielleicht gar nicht so interessant oder aufwendig oder was auch immer klingen. Aber damals gab es halt noch nicht so Online-Druckereien, wo man einfach mal schnell so einen riesen Poster in hoher Qualität ausdrucken konnte. Es war wirklich noch Arbeit, so einen Poster zu besorgen. Und tatsächlich war das eine Limited Edition von dieser Schallplatte.
Und er hat irgendjemanden so, den er zufällig dann getroffen hat, sein eigenes Album wieder abgekauft. Zu einem guten Preis, weil eben auch ein Poster drin ist von ihm, wo er weiß, davon hat er nur 50 Stück oder so drucken lassen. Ist ganz witzig, wenn man ein eigenes Album rausbringt, eine eigene Schallplatte und ein Jahre später das wieder irgendwie zurückkaufen muss. Aber er hat gemeint, das war ihm wichtig, wieder in seinem Besitz zu haben. Und dieses Haben hat bei mir so ein bisschen was getriggert.
Ich habe ihn auch gefragt gehabt, hey, wie wichtig sind dir eigentlich jetzt diese Sachen, die du hast? Also warum hast du überhaupt angefangen, so Sachen überhaupt zu archivieren für dich selbst? Ich meine, so einen alten Scout-Rucksack oder Schuhranzen oder so ein altes Skateboard, Plakate und so weiter. Also er meinte, er hat sehr früh angefangen, Sachen zu sammeln. Er wusste gar nicht, warum er das macht, aber er hat sehr früh angefangen, Sachen zu sammeln und einfach für sich aufzubewahren. Er wusste damals noch gar nicht, warum er das macht, aber er wusste, eines Tages wird es vielleicht irgendwie so einen gewissen Wert für ihn haben.
Ich habe ihn gefragt, ja, wie wichtig ist es jetzt eigentlich alles für dich? Und er meinte, es ist sau wichtig für ihn. Also er mag diese Sachen. Er musste auch lange drüber nachdenken an diesem Stadtarchiv mitzuarbeiten, die Sachen zu übergeben und so weiter. Aber jetzt hat er sich schlussendlich dafür entschieden, das Ganze zu machen. Dann habe ich ihn gefragt, ja, was passiert denn, wenn jetzt auf einmal alles verloren geht? Also beispielsweise die transportieren von A nach B irgendetwas und alles ist aus irgendeinem Grund weg.
Fortsetzung
Er hat dann tatsächlich kurz drüber nachgedacht, hat gemeint, ist ihm eigentlich egal. Ist dann halt einfach so. Das fand ich persönlich mega. Also ich habe es zu 100 Prozent abgekauft, dass er es tatsächlich auch so meint, dass es ihm egal wäre. Ich finde es interessant, dass man auf der einen Seite etwas haben möchte, aber dann auch emotional so eine Distanz aufbauen kann dazu, dass wenn es mal nicht mehr da ist, das ist ein okayes Verein. Das hat mich auch sofort an das Buch haben oder sein von Erich Fromm erinnert.
Das ist für mich ein sehr interessantes, aber auch sehr komplexes Buch. Ich muss das tatsächlich öfter mal so ein bisschen anlesen, um zu verstehen, wie das ganze Buch gemeint ist. Also es ist tatsächlich empfehlenswert von meiner Seite aus gerne mal reinlesen. Vielleicht mit der kleinen Warnung. Es ist nicht so einfach zu lesen wie das Kaffee am Rande der Welt. Darüber hatten wir schon ein paar Mal hier im Podcast gesprochen gehabt. Es ist tatsächlich ein bisschen komplexer. Alles vielleicht kurz zusammengefasst.
Das Buch handelt davon, dass dieses haben wollen zu einem kurzfristigen Vergnügen führt und dieses sein also etwas sein eher zu eigenen Happiness beiträgt. Es wäre jetzt echt komplex, das ganze Buch hier zusammenzufassen. Aber grob zusammengefasst wäre das für mich haben versus sein. Ich habe auch in meinem Wording nach dem Durchlesen des Buches auch mal geschaut. Also nach dem Lesen des Buches habe ich geschaut, wie ich meine Sprache überhaupt verwende. Also ob ich eher in diesem haben Modus bin oder in diesem sein Modus bin.
Und tatsächlich ist mir aufgefallen, ich rede häufig davon oder ich habe früher sehr häufig davon geredet oder gesprochen etwas zu haben. Ich wollte das haben. Ich wollte einen Abschluss haben. Ich wollte einen Job haben. Ich wollte uns weiter und sofort schlussendlich auch was für mich die Augen geöffnet hat. Auch an dem Punkt, wo ich gesagt habe, okay, ich möchte zwei Kinder haben. Ich finde, es ist aber ein riesen Unterschied, wenn man es von um bei diesem Beispiel zu bleiben. Ich möchte zwei Kinder haben, zu sagen, ich möchte ein Vater für zwei Kinder sein.
Das ist ein ganz kleiner Unterschied, aber also in der Sprache. Also in der Sprache. Aber ich glaube, vom Mindset her ist das ein riesen Unterschied. Wenn ich sage, ich möchte einen Vater von. Ich möchte zwei Kinder haben. Es ist für mich ja schon in der Aussprache schon relativ egozentrisch, egoistisch. Ich möchte haben, wenn ich aber sage, ich bin oder ich möchte ein Vater von zwei Kindern sein. Da kommt so ein bisschen auch dieser Altruismus durch. Also ein Vater sein bedeutet ja auch, dass man gewisse Aufgaben, Verpflichtungen hat, um sich um die Kinder zu kümmern und so weiter und sofort.
Und hier in der Sprache merkt man schon den Unterschied zwischen haben und sein. Also gerne mal in dieses Buch reinlesen. Wenn ihr Feedback zu dem Buch habt, gerne auch mir schreiben. Ich interessiere mich auch für eure Sichtweise natürlich, wie ihr darüber denkt. Ich wollte aber jetzt gedanklich mal diese zwei Themen zwischen dem, was Torch gesagt hat und dem, was in diesem Buch steht. Auch für mich nochmal zusammenfassen und auch überlege, wo treffe ich denn typischerweise auf dieses haben versus sein?
Mir ist schon damals im Studium aufgefallen. Es gab Momente, es gab Fächer. Da habe ich gefühlt einfach viel Material gesammelt. Ich wollte die Infos haben, ich wollte die Notizen haben, die Unterlagen haben und so weiter und sofort. Aber es ging mir gar nicht so darum, das zu verstehen, was da eigentlich gerade gesagt wird. Ich wollte einfach nur die Sachen sammeln. Ich wollte sie haben und danach die Klausur zu bestehen. Dann gab es Fächer. Da ging es mir gar nicht darum, die ganzen Sachen zu sammeln drumherum, sondern ich wollte tatsächlich das Thema verstehen.
Da war es gar nicht so wichtig, ob ich alle Notizen, alle Unterlagen auch von meinen Kommilitonen und so weiter zusammen habe. Sondern ich wollte das Thema verstehen und habe das eher aufgesaugt, was da passiert ist. Ohne jetzt mir viele Notizen zu machen, sondern einfach zu verstehen, von was reden wir eigentlich gerade. Das ist mir von damals tatsächlich sehr gut in den Kopf geblieben. Ich würde sagen, die allermeisten Fächer waren eher so, ja okay, ich haue mir das jetzt irgendwie rein, besorge die Notizen, mache mir Kopien von Büchern und so weiter und so fort.
Aber es gab tatsächlich ein, zwei Fächer, die halt so interessant für mich waren. Da wollte ich tatsächlich verstehen, was da passiert, weil ich wusste, es geht jetzt nicht nur um die Klausur, sondern es geht um etwas Langfristiges. Das ist so für mich ein kleines Beispiel, wo auch dieses Haben versus Sein so ein bisschen zu tragen kommt. Ein anderes Beispiel ist eher so ein witziges Beispiel. In der Gym, wo ich trainiere, da gibt es auch so zwei Sorten von, sagen wir mal, Gewichthebern. Also Leute, die irgendwie so eine Langhantel haben und dann Kreuzheben machen oder irgendwas mit der Langhantel halt ausmachen.
Fortsetzung
Und diese eine Sorte von Gewichthebern, die haben dann auch immer die so Gewichtheberschuhe an. Also diese Gewichthebergürtel haben Magnesia mit dabei und so weiter und so fort. Haben das gesamte, komplette Equipment mit dabei und himmeln ein bisschen Gewicht jetzt auch nicht zu viel. Nehmen sich auch ultra krass viel Zeit vor. Mir fällt es halt auch, weil ich dann auch an diese Geräte möchte und dann eben nicht dran kann, weil ich weiß grad, wenn ich schon sehe, der hat jetzt so Gewichtheberschuhe an und jetzt macht er auch noch eine Stunde lang bestimmt an diesen Sachen herum.
Dann denke ich mir auch, okay, heute mache ich mal kein Langhanteltraining am Boden, sondern mache irgendwas anderes. Dann gibt es Leute, die haben nichts dergleichen. Also die haben ganz normale Sportsachen an, kommen dahin. Die drücken dann wirklich oder heben dann wirklich viel Gewicht, machen sich kurz warm, heben viel Gewicht. Du merkst dann auch, die haben wirklich Kraft. Die sind auch nur relativ kurz an den Geräten dran und gehen dann einfach auch wieder. Jetzt ist die Frage natürlich, der eine, der hat extrem viel Equipment, er hat diesen Lifestyle, die Schuhe, die T-Shirts, wo drauf steht, er ist Gewichtheber und so weiter und so fort.
Ist der jetzt ein Gewichtheber oder derjenige, der reinkommt, wirklich Gewichte heben kann und dann einfach wieder geht, aber nicht diesen Lifestyle vom Gewichtheber hat? Ja, ich weiß, es ist komisch, sowas in der Fitnessstudio zu beobachten, aber das tue ich dann tatsächlich. Ich gucke mir den Leuten an und ich finde, man merkt auch relativ schnell, das merke ich auch in anderen Sachen. Ich spiele Basketball nebenbei und da gibt es auch ab und zu Leute, die dieses volle Equipment von neuesten Basketballschuhen und dann so Stirnbänder und keine Ahnung, was alles haben.
Die spielen dann typischerweise, korrigiert mich, wenn ich da falsch liege, nicht so gut wie Leute, die einfach ganz normale Sachen anhaben, aber du merkst, die lieben die Sportart. Die machen das auch schon seit gefühlt 100 Jahren und das sind dann Basketballer. Das ist für mich auch so ein klassisches Beispiel von haben versus sein. Die einen wollen diesen Lifestyle haben, die wollen das Equipment drum herum haben, die anderen wollen einfach nur den Sport machen, die wollen das einfach sein sozusagen.
Für mich persönlich ist mir also vollkommen klar, dass die Leute, die etwas sein wollen, also etwas sind in dem Moment, sich fokussieren auf die Sache, gar nicht so auf dieses Drumherum schauen. Da bin ich auch 100% sicher, das merke ich auch an mir selbst. Wenn ich fokussiert bin auf die einzelne Sache, die vor mir drauf ist, dann bin ich auf jeden Fall happier, als wenn ich jetzt schaue, okay, habe ich jetzt den entsprechenden Lifestyle, habe ich die entsprechenden Schuhe, habe ich das entsprechende Aussehen und so weiter und so fort.
Habe ich das alles versus mache ich das einfach in dem Moment, was mir wichtig ist. So Leute, ich denke, das Thema ist komplex. Es liegt auch daran, wenn ihr mal in dieses Buch haben und sein von Erich Romm reinschaut, da geht es auch sehr in die Tiefe rein. Er meint zum Beispiel, wenn man sogar Notizen sich macht, dann möchte man ja in dem Moment die Notizen haben. Und wenn du es einfach nur sein möchtest, dann lässt du es zu, dass sich auch etwas einfach verpflichtigt. Das heißt, du schreibst jetzt nicht mal auf deine Notiz.
Also ich finde, das kann sehr komplex werden. Ich blicke da für mich nur so ein bisschen durch, aber nicht so ganz. Ich versuche immer, für mich in der Sprache klarzumachen. Ich falle auch immer wieder in das Muster zurück. Ich merke es ja auch, dass ich dann sage, ich möchte das haben. Aber ich rede mir dann auch selber ein, wenn ich zum Beispiel merke, hey, okay, das ist wieder das Beispiel von Vater von zwei Kindern. Ich möchte Kinder haben oder ich möchte ein Vater sein. Das macht einen riesen Unterschied für mich in der Sprache und auch vom Mindset, wie ich dann diese entsprechenden Themen dann angehe.
So Leute, das war es für heute. Ich hoffe, die Podcast Folge hat euch gefallen. Wenn dem so ist, so lasst mir bitte ein Like da, denn nur so kann Project Mindset weiter wachsen. Das wiederhole ich jedes Mal. Ich hoffe, ihr unterstützt mich auch weiterhin. Wir hören uns nächste Woche wieder. Nicht vergessen, bis dahin, Mindset ist alles.
Dieses Transkript wurde automatisch mit Whisper KI erstellt und kann vereinzelt Fehler enthalten.
Keywords
Tags: Haben oder Sein, Erich Fromm, Mindset-Hack, Happiness, Besitz und Glueck, Loslassen, Sein statt Haben, Project Mindset, Reza Mehman, Torch Rapper, Konsumkritik, Zufriedenheit, Sprachwechsel Mindset, Persoenlichkeitsentwicklung, Selbstreflexion
Namen und Begriffe
Reza Mehman, Project Mindset, Torch (Frederik Hahn), Erich Fromm, „Haben oder Sein“ (Buch), „Das Cafe am Rande der Welt“ (Buch), Heidelberg, Stadtarchiv Heidelberg, Hip-Hop-Archiv, Pforzheim, Scout (Schulranzen), Magnesia, Langhantel, Kreuzheben, Altruismus, Egozentrik, Limited Edition, Schallplatte, Gewichtheben, Basketball
Zitierfaehige Passage
„Immer mehr haben wollen fuehrt zwangslaeufig zu immer weniger echtem Vergnuegen.“
„Der Unterschied zwischen ‚Ich moechte zwei Kinder haben‘ und ‚Ich moechte Vater von zwei Kindern sein‘ ist sprachlich klein, aber im Mindset gewaltig.“
„Wer wirklich etwas ist, braucht kein Equipment, um es zu beweisen.“
„Bewusste Sprache ist der erste Schritt, um das eigene Mindset vom Haben-Modus in den Sein-Modus zu verschieben.“




