72. Erfolgreich sein durch toxisches Verhalten? Warum das keine so gute Idee ist…

Toxisches Verhalten und Erfolg

Warum ein toxischer Führungsstil keine nachhaltige Strategie ist und wie du Erfolg wirklich definieren solltest


Einleitung

Toxisches Verhalten und Erfolg werden oft in einen direkten Zusammenhang gebracht, doch stimmt diese Annahme wirklich? In dieser Folge von Project Mindset geht Reza Mehman einer provokanten Frage nach, die ihm nach einem Vortrag zum Thema Leadership gestellt wurde: Muss man ein rücksichtsloses Verhalten an den Tag legen, um im Geschäftsleben erfolgreich zu sein? Anhand von Beispielen wie Michael Jordan, Steve Jobs und Elon Musk beleuchtet er, warum toxische Fuehrungspersoenlichkeiten oft nur die halbe Wahrheit zeigen. Hinter jedem toxischen Leader steckt meist ein ausgleichendes Teammitglied, das fuer echtes Leadership sorgt. Reza teilt seine persoenliche Definition von Erfolg und erklaert, warum Balance, Glueck und Wohlbefinden wichtiger sind als Geld und Status. Eine nachdenkliche Episode fuer alle, die sich fragen, welchen Preis Erfolg wirklich haben darf.


Zusammenfassung

In einem Satz: Toxisches Verhalten ist keine Voraussetzung fuer Erfolg, sondern ein Zeichen fehlender Balance, und nachhaltiger Erfolg erfordert echtes, positives Leadership.

In drei Saetzen: Reza Mehman geht der Frage nach, ob man ein toxischer Mensch sein muss, um erfolgreich zu werden, und kommt zu einem klaren Nein. Selbst bei Ausnahmetalenten wie Michael Jordan oder Steve Jobs gab es stets ausgleichende Fuehrungspersoenlichkeiten im Hintergrund, die fuer das eigentliche Leadership sorgten. Wahrer Erfolg bemisst sich nicht nur an Geld oder Karriere, sondern an innerer Zufriedenheit, Balance und einem positiven Umgang mit anderen Menschen.

In fuenf Saetzen: Nach einem Leadership Vortrag wurde Reza Mehman gefragt, ob man ein ruecksichtsloses Verhalten brauche, um geschaeftlich erfolgreich zu sein. Er analysiert Beispiele wie Michael Jordan, Steve Jobs und Elon Musk, die trotz toxischen Verhaltens Grossartiges geleistet haben. Dabei zeigt er auf, dass hinter diesen Persoenlichkeiten immer ausgleichende Leader wie Tim Cook oder Phil Jackson standen. Die Reduktion von Erfolg auf Geld und Status greift zu kurz, denn echtes Erfolgsempfinden entsteht durch Balance in allen Lebensbereichen. Reza plaediert dafuer, Erfolg als persoenliche Weiterentwicklung zu begreifen und toxisches Verhalten bewusst abzulehnen.


Kontext: Wer, Was, Warum

Wer spricht: Reza Mehman, Host des Project Mindset Podcasts, der einen Ausschnitt aus einem seiner Leadership Vortraege teilt und seine eigenen Reflexionen dazu ergaenzt.

Worum geht es: Um die zentrale Frage, ob toxisches Verhalten eine Voraussetzung fuer beruflichen Erfolg ist, und um eine Neudefinition dessen, was Erfolg wirklich bedeutet.

Warum ist das relevant: In einer Arbeitswelt, die toxische Fuehrung oft glorifiziert und mit Erfolgsgeschichten gleichsetzt, braucht es eine differenzierte Betrachtung. Gerade junge Fuehrungskraefte und Unternehmer laufen Gefahr, destruktives Verhalten als Erfolgsrezept zu uebernehmen.

Drei Kernfragen der Episode:

  • Muss man ein toxischer Mensch sein, um im Geschaeftsleben erfolgreich zu werden?
  • Welche Rolle spielen ausgleichende Fuehrungspersoenlichkeiten hinter vermeintlich toxischen Leadern?
  • Wie laesst sich Erfolg jenseits von Geld und Status sinnvoll definieren?

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung – Warum toxisches Verhalten und Erfolg oft verwechselt werden
  2. Zusammenfassung – Die Episode in Kurzform
  3. Kontext – Hintergrund und Relevanz der Fragestellung
  4. Themen und Einordnung – Zentrale Themenbereiche der Folge
  5. Kern-Aussagen – Die wichtigsten Erkenntnisse
  6. Haeufig gestellte Fragen – Antworten auf die wichtigsten Fragen
  7. Highlight-Zitate – Die praegnantesten Aussagen
  8. Transkript – Vollstaendiges Transkript der Folge
  9. Keywords – Relevante Suchbegriffe
  10. Namen und Begriffe – Personen und Fachbegriffe
  11. Zitierfaehige Passage – Zum Teilen und Zitieren

Themen und Einordnung

Toxisches Leadership und Fuehrungskultur

Reza hinterfragt, ob toxisches Verhalten bei Fuehrungskraeften tatsaechlich zum Erfolg fuehrt oder ob es nur als Ausnahmeerscheinung bei Hochbegabten toleriert wird.

Keywords: toxisches Leadership, toxische Fuehrung, Fuehrungskultur

Erfolg definieren und neu denken

Die Episode regt dazu an, Erfolg nicht nur an finanziellen Kennzahlen zu messen, sondern Balance, Gesundheit und persoenliches Wohlbefinden einzubeziehen.

Keywords: Erfolg definieren, Erfolgsdefinition, Work-Life-Balance

Die Rolle ausgleichender Leader im Team

Hinter jedem bekannten toxischen Visionaer stand ein ruhiger, ausgleichender Leader, der das Team zusammengehalten hat.

Keywords: Teamdynamik, ausgleichende Fuehrung, Phil Jackson, Tim Cook

Negative Energie als Motivationsquelle

Am Beispiel von Michael Jordans Hall of Fame Rede wird diskutiert, ob negative Energie langfristig als Antrieb taugt oder ob sie schadet.

Keywords: negative Motivation, Michael Jordan, Antrieb durch Kritik

Growth Mindset und persoenliche Weiterentwicklung

Reza betont, dass sich die eigene Definition von Erfolg mit der Zeit veraendert und dass Offenheit fuer neue Perspektiven essenziell ist.

Keywords: Growth Mindset, persoenliche Entwicklung, Mindset veraendern


Kern-Aussagen

  • Toxisches Verhalten ist keine Voraussetzung fuer Erfolg, sondern eine Ausnahmeerscheinung bei wenigen Hochbegabten.
  • Hinter jedem toxischen Leader wie Steve Jobs oder Michael Jordan stand ein ausgleichendes Teammitglied wie Tim Cook oder Phil Jackson.
  • Wer toxisch fuehrt und sich nicht aendern kann, sollte wenigstens einen nicht toxischen Leader im Team haben.
  • Erfolg laesst sich nicht einfach auf Geld, Karriere oder oeffentliche Anerkennung reduzieren.
  • Wahre Zufriedenheit entsteht durch Balance in allen Lebensbereichen: Privatleben, Gesundheit, Beruf und persoenliche Beziehungen.
  • Michael Jordans Hall of Fame Rede zeigt, dass aeusserer Erfolg nicht automatisch inneres Glueck bedeutet.
  • Negative Energie als Motivationsquelle kann langfristig das eigene Wohlbefinden und die Aussenwirkung negativ beeinflussen.
  • Die eigene Definition von Erfolg sollte sich mit der persoenlichen Entwicklung veraendern und weiterentwickeln.
  • Das Growth Mindset erfordert Offenheit fuer neue Sichtweisen und den Austausch mit anderen Menschen.
  • Positives Leadership ist fuer die allermeisten Menschen der nachhaltigere und empfehlenswertere Weg zum Erfolg.

Haeufig gestellte Fragen

Muss man ein toxischer Mensch sein, um erfolgreich zu werden?

Nein. Reza Mehman erklaert, dass toxisches Verhalten keine Voraussetzung fuer Erfolg ist. Die wenigen Beispiele wie Michael Jordan oder Steve Jobs sind Ausnahmetalente, und selbst sie brauchten ausgleichende Fuehrungspersoenlichkeiten in ihrem Team.

Warum werden toxische Leader trotzdem oft als Vorbilder gesehen?

Weil ihr aeusserer Erfolg in Form von Geld, Titeln oder Bekanntheit sichtbar ist, waehrend die negativen Auswirkungen ihres Verhaltens auf Teammitglieder und ihr eigenes Wohlbefinden oft verborgen bleiben.

Welche Rolle spielte Phil Jackson bei Michael Jordans Erfolg?

Phil Jackson war der ausgleichende Leader, der als Trainer dafuer sorgte, dass die Mitspieler trotz Michael Jordans toxischem Verhalten motiviert blieben und mit ihm zusammenarbeiten wollten. Er wird auch als „Zen-Meister“ bezeichnet.

Wie definiert Reza Mehman Erfolg?

Fuer Reza ist Erfolg eine Balance aus verschiedenen Lebensbereichen: Privatleben, Gesundheit, Sport und Beruf. Wenn diese Bereiche im Gleichgewicht sind, entsteht ein Gefuehl von Glueck und Zufriedenheit, das fuer ihn echten Erfolg ausmacht.

Was hat Michael Jordans Hall of Fame Rede mit toxischem Verhalten zu tun?

In seiner Hall of Fame Rede hat Michael Jordan fast ausschliesslich auf Kritiker und Zweifler eingedroschen, anstatt seine Erfolge positiv zu reflektieren. Fuer Reza ist das ein Zeichen dafuer, dass aeusserer Erfolg nicht automatisch innere Zufriedenheit bringt.

Kann negative Energie als Motivation funktionieren?

Kurzfristig kann negative Energie als Antrieb dienen, aber langfristig besteht die Gefahr, dass sie das eigene Wohlbefinden beeintraechtigt und man nur noch Negativitaet nach aussen ausstrahlt, wie es bei Michael Jordan sichtbar wurde.

Was sollte man tun, wenn man selbst ein toxischer Leader ist?

Reza empfiehlt: Wenn man sein toxisches Verhalten nicht aendern kann, sollte man wenigstens dafuer sorgen, dass ein nicht toxischer Leader im Team ist, der fuer Ausgleich und echtes Leadership sorgt.

Warum veraendert sich die eigene Erfolgsdefinition ueber die Zeit?

Weil persoenliche Weiterentwicklung, neue Erfahrungen und der Austausch mit anderen Menschen die eigene Perspektive erweitern. Das Growth Mindset sorgt dafuer, dass man offen fuer neue Definitionen von Erfolg bleibt.


Highlight-Zitate

„Ich kann wirklich niemandem empfehlen zu sagen, ich werde jetzt ein toxischer Leader, weil es sind immer noch Ausnahmetalente.“

– Reza Mehman

„Wenn du toxisch bist und dich nicht aendern kannst, dann sorg dafuer wenigstens, dass du einen nicht toxischen Leader bei dir im Team hast.“

– Reza Mehman

„Geld spielt eine wichtige Rolle in unserer heutigen Zeit, aber ich denke, das zu reduzieren auf Erfolg gleich, ich habe ganz viel Geld auf dem Konto, ist der absolute falsche Weg.“

– Reza Mehman

„Wenn meine Lebensbereiche irgendwie im Balance sind, mein Privatleben, meine Gesundheit, mein Sport, mein Beruf, dann fuehle ich mich in irgendeiner Form gluecklich und gleichzeitig auch erfolgreich.“

– Reza Mehman

„Wenn du nach so einer erfolgreichen Karriere eigentlich nur negative Dinge im Kopf hast, was dir alles passiert ist, die ganzen Nein-Sager, am Ende des Tages wuerde ich mir eigentlich wuenschen, dass ich mit mir selbst zufrieden bin.“

– Reza Mehman

„Ich glaube jeder toxische Leader hat wahrscheinlich jemanden, der eigentlich fuer das gute Leadership sorgt.“

– Reza Mehman

„Am Ende des Tages kommt es wirklich darauf an, wie ich ueber mich selber nachdenke, ueber mein Verhalten nachdenke, ob ich genug Liebe allen geschenkt habe, die mir wichtig sind.“

– Reza Mehman


Transkript

Das vollständige Gespräch

Hi zusammen und herzlich willkommen bei Project Mindset, der Kanal für all diejenigen, die ganz genau wissen, dass mit dem richtigen Mindset alles möglich ist. Ich durfte vor einiger Zeit einen kleinen Vortrag halten, und zwar bei einem Startup. Das ist ein Bekannter von mir, der hat ein paar Mitarbeiter. Und vor seinem Team durfte ich einen Vortrag halten über das Thema Leadership. Und das interessante war eigentlich die erste Frage nach dem Vortrag. Und zwar ging es darum, ob man denn ein A-Punkt-Loch sein muss, um im Geschäftsleben erfolgreich zu sein.

Das war für mich auf jeden Fall eine super interessante Frage. Die Frage werde ich auch gleich wieder einspielen lassen, damit ihr versteht, wie der Fragesteller das gemeint hat. Ich habe mich aber über die Zeit hinweg gefragt, ob ich heute genauso noch ticke wie damals. Ich habe ja in der Zwischenzeit mit verschiedensten Gesprächspartnern ein Podcast-Interview führen dürfen, habe auch verstanden ungefähr, wie sie Erfolg definieren. Aber trotzdem habe ich mich gefragt, ob ich das heute genauso sehe wie damals.

Ich finde, Erfolg zu definieren, ist ja nicht ganz so einfach, wie es auf dem ersten Moment vielleicht scheinen mag. Aber hier erst mal die Frage. Leadership im Buch ist für mich immer so ein Kumbaya-Thema. Es klingt alles positiv und ich glaube, die besten Lieder, die immer nur positiv oder kumbayamisch mit umgehend sind, sind erfolglos. Ich gucke, Michael Jordan, größter Arschloch aller Zeiten, erfolgreichster Basketballspieler. Elon Musk, unglaublich toxischer Mensch. Steve Jobs. Steve Jobs, genauso.

Sie waren toxische Menschen und du hast es, in ihrer Nähe zu sein. Das ist der Grund, warum Leute in ihre Nähe gezogen haben, weil sie etwas Magisches hatten. Sie wussten, ich nehme das hin, weil ich weiß, ich bin auf einer Reise ins Weltall und das kriegt kein anderer mit. Von daher meine Frage, wo ist der schmale Grad, den man wandelt? Man will sich schieben, man muss sie pushen und man muss gleichzeitig auch wissen, wie Menschen psychologisch sind. Wie infache ich die Flamme bei wem am höchsten heute?

Bei wem sage ich auch einfach mal, ziehe ich den kompletten Sauerstoff ab und sage, das war scheiße, so geht es nicht weiter. Gehen her da und holen mal. Michael Jordan hatte der Spieler zerstört, aber auf dem Weg dahin hat er die A-Plus-Spieler aussortiert und hat die anderen weggeworfen. Jetzt, ob es richtig ist oder nicht. Gibt es für dich so einen schmalen Grad, wie du es identifizierst und wie du vielleicht dieses Potential rauskitzelst? Oder ist es für dich, manchmal toxisch zu sein, auch der richtige Weg?

Und bei was für Menschen? Also nochmal zusammengefasst, er will eigentlich wissen, ob man ein A-Punkt-Loch sein muss, um erfolgreich zu sein. Hier war dann meine Antwort. Ja, es ist aus meiner Sicht, ich kann auch nur wirklich aus meiner Sicht sagen, so Ausnahmetalente wie Michael Jordan, Steve Jobs und so weiter, die was Großartiges geschaffen haben, gleichzeitig aber auch, wie du schon gesagt hast, vielleicht sogar toxisch waren. Mir ist bei diesen Talenten aufgefallen, die hatten normalerweise noch jemanden mit im Team, der quasi der charismatische Lieder war.

Steve Jobs, klar, die überaus scheinige Person, überscheint alles, aber er hat ja jahrelang auch den Tim Cook gehabt. Er hat jemanden gehabt, der die Synergien geschaffen hat, der es geschafft hat, den Steve Jobs richtig gut aussehen zu lassen, aber mit den Mitarbeitern einfach einen anderen Ton angeschlagen hat. Bosniak genauso. Bosniak genauso, genau, und ich glaube jeder, wie du schon sagst, toxische Leader hat wahrscheinlich jemanden, der eigentlich für das gute Leadership sorgt. Bin ich mir hundertprozentig sicher.

Der Phil Jackson, ich glaube das war derjenige, der zum Beispiel dafür gesorgt hat, dass die Leute überhaupt mit Michael Jordan arbeiten wollten. Michael Jordan, so wie du sagst, war ein sehr krasser Mensch. Sein Erfolg gibt ihm natürlich irgendwo Recht. Aber auf der anderen Seite brauchst du jemanden im Team, der trotzdem für dieses Ausgewogene sorgt. Ich kann wirklich niemandem empfehlen zu sagen, ich werde jetzt ein toxischer Leader, weil es sind immer noch Ausnahmetalente. Also es passiert ja vielleicht, vielleicht leben noch zehn solcher Menschen, die trotz ihrer Art und Weise, wie toxisch sie sind, trotzdem es so weit geschafft haben.

Der allergrößte Teil der Menschen, ich sag jetzt mal, sollte im positiven Sinne Leadership betreiben. Wenn du toxisch bist und dich nicht ändern kannst, dann sorg dafür wenigstens, dass du einen nicht toxischen Leader bei dir im Team hast. Ein Zen-Meister wie Phil Jackson. Zum Beispiel. Das war sein Name, oder war es denn? Zen-Meister, genau, das ist für mich Balance im Leben. Du hast jemanden total krass übertrieben gut, Michael Jordan, dann brauchst du noch jemanden, der es ausgleicht. Du hast den Steve Jobs, dann brauchst du aber Tim Cook.

Fortsetzung

Der erschien gar nicht vorher so, aber der war jahrelang ein Top-Leader innerhalb von Apple. Das wird gar nicht gesehen. Und jetzt, wo Steve Jobs nicht mehr da ist, hat er die komplette Firma übernommen. Man hat auch den Eindruck, so das Bild der Firma hat sich auch ein bisschen geändert. Danke. Gerne. Zu den Antworten von damals denke ich heute oder stehe ich heute genauso. Ich denke, es ist keine gute Idee, ein toxischer Leader zu sein oder ein A-Punkt-Loch zu sein, nur damit man gefühlt in irgendeiner Form erfolgreicher wird.

Das ist nicht nachhaltig, das macht keinen Spaß, auch in so einem Kontext zu arbeiten. Was ich mich aber jetzt gefragt habe, nach den vielen Podcast-Gesprächen mit erfolgreichen Menschen, die ich interviewen durfte, da habe ich gemerkt, dass Erfolg tatsächlich nicht so einfach definiert werden kann. Es wäre super einfach, zu sagen, ja, ich messe es einfach nur daran, wie viel Geld ich auf dem Konto habe oder wie viele Menschen meine Produkte nutzen oder wie weit ich in eine Karriere gekommen bin und so weiter und so fort.

Ich denke aber, so einfach ist es nicht. Ich glaube, jeder braucht seine eigene Definition von Erfolg. Ich glaube, ein ganz wichtiger Punkt ist dabei, dass man sich in irgendeiner Form auch wohlfühlt. Also am Ende des Tages, das habe ich zwischendurch in der Podcast-Folge mal gesagt, kommt es wirklich darauf an, am Ende des Tages, ich sitze irgendwo allein im Zimmer, habe ein paar Minuten für mich und da kommt es darauf an, wie ich über mich selber nachdenke, über mein Verhalten nachdenke, über meine Umgebung nachdenke, ob ich genug Liebe allen geschenkt habe, die mir wichtig sind, ob alle um mich herum gesund sind.

Es sind so die ganz kleinen verschiedensten Themen, die sau wichtig sind und die haben meistens auch nichts mit dem Thema Geld zu tun. Geld spielt eine wichtige Rolle in unserer heutigen Zeit, aber ich denke, das zu reduzieren auf Erfolg gleich, ich habe ganz viel Geld auf dem Konto, ist der absolute falsche Weg. Ich habe mich auch speziell jetzt, weil wir über Michael Jordan gesprochen hatten, das ist quasi unbestritten einer der besten Basketballspieler aller Zeiten, wenn nicht sogar der beste Basketballspieler.

Er hat dann irgendwann die Auszeichnung bekommen, ist in die Hall of Fame reingegangen, da kommen nur die Besten rein und du darfst vor dieser Auszeichnung quasi eine Rede halten, 20, 25 Minuten, das hat er auch gemacht. Und in dieser Rede hat er die letzten Jahre Revue passieren lassen und hat quasi auf alle eingetroschen, die irgendwie auf seinem Lebensweg waren, ihn kritisiert hatten oder gesagt haben, er sei nicht so gut oder was auch immer. Und das hat mich sehr gewundert. Also ich weiß natürlich jetzt nicht, ob Michael Jordan glücklich ist oder nicht, er ist unbestritten ein super Basketballspieler.

Aber diese 20, 25 Minuten Rede, die ist übrigens auch auf YouTube noch auffindbar, hat mir gezeigt, da liegt irgendwas im Verborgenen. Also so happy und wie gesagt, ich weiß nicht, ob er happy ist oder nicht, aber augenscheinlich war er für mich nicht happy. Wenn du nach so einer erfolgreichen Karriere eigentlich nur negative Dinge im Kopf hast, was dir alles passiert ist, die ganzen Nein-Sager, am Ende des Tages würde ich mir eigentlich wünschen, wenn ich so eine Karriere hätte, dass ich mit mir selbst zufrieden bin.

Ich hab was erreicht, wo ich denke, das ist toll ist und da muss ich jetzt nicht die letzten 20 Jahre Revue passieren lassen und allen irgendwie noch mal eins auf den Kopf hauen, was sie denn alles falsch gemacht haben, warum sie nicht an ihn geglaubt haben und so weiter und so fort. Ich hab mich da gefragt, ob das jetzt nun für ihn so eine Art Weg war, diese negative Energie, die er erfahren hat, irgendwie zu nutzen, als seine Motivation zu nutzen, um noch besser, noch schneller, noch erfolgreicher zu werden.

Oder ob diese negative Energie, die er all die Jahre über verwendet hat und das sagt er an gewissen Stellen auch, dass er sich aus diesen negativen Energien ernährt hatte, ob das irgendwie Einfluss genommen hat auf sein Wohlbefinden und einfach nur noch auch Negativität nach außen zeigt. Das ist wie gesagt eine schwierige Frage für mich, ich hatte es ja vorhin schon angedeutet gehabt, Erfolg ist auf jeden Fall eine Art von Balance. Also ich verbinde Erfolg auch mit dem Thema glücklich sein. Wenn meine Lebensbereiche irgendwie im Balance sind, mein Privatleben, meine Gesundheit, mein Sport, mein Beruf, mein Job oder was auch immer, wenn die alle im Balance sind, dann fühle ich mich in irgendeiner Form glücklich und gleichzeitig auch erfolgreich.

Was ich aber definitiv auch weiß, ich möchte mich nicht wie ein A-Punkt-Loch verhalten, zum Beispiel wie Michael Jordan oder wir haben über Steve Jobs in einer Vortragung und so weiter gesprochen gehabt. Nur um am Ende des Tages zu sagen, ja ich war der Beste, ich habe das ganz toll gemacht, was auch immer. Ich denke das ist auf jeden Fall der falsche Weg. Ich würde mir auch wünschen natürlich, dass ich mich weiterentwicke und auch in Zukunft vielleicht sogar nochmal das Thema Erfolg auch vielleicht anders definiere.

Fortsetzung

Ich denke nämlich, und das habe ich jetzt gerade bei diesem Vortrag gemerkt, ich denke heute über das Thema Erfolg vielleicht nur ein paar Monate her, aber trotzdem anders nach, als es vor wenigen Monaten war. Und ich glaube das gehört zur Weiterentwicklung dazu. Das ist ja auch mit dem Thema Growth Mindset auch eher sehr stark verbunden. Man will sich auch weiterentwickeln, man muss offen für Neues sein. Deswegen führe ich auch zum Beispiel Gespräche mit anderen Menschen um zu verstehen, wie sie gewisse Sachen definieren.

Super Leute, heute wie immer eine ganz kurze Folge von Project Mindset. Ich hoffe sie hat euch trotzdem gefallen. Wenn dem so ist, lasst mir bitte ein Like da, abonniert den Kanal, denn nur so kann Project Mindset weiter wachsen. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder und nicht vergessen bis dahin, Mindset ist alles.

Dieses Transkript wurde automatisch mit Whisper KI erstellt und kann vereinzelt Fehler enthalten.


Keywords

Tags: toxisches Verhalten, Erfolg, toxisches Leadership, Fuehrungsstil, Michael Jordan, Steve Jobs, Tim Cook, Phil Jackson, Erfolg definieren, Growth Mindset, Leadership, Work-Life-Balance, negative Motivation, Fuehrungskultur, Project Mindset


Namen und Begriffe

Reza Mehman, Michael Jordan, Steve Jobs, Tim Cook, Elon Musk, Phil Jackson, Apple, Hall of Fame, Zen-Meister, Leadership, Growth Mindset, toxisches Verhalten, Work-Life-Balance, Project Mindset


Zitierfaehige Passage

Toxisches Verhalten ist keine Voraussetzung fuer Erfolg, es ist eine Ausnahme bei wenigen Hochbegabten.
Hinter jedem toxischen Visionaer steht ein ausgleichender Leader, der das Team zusammenhaelt.
Wahrer Erfolg entsteht nicht durch Geld auf dem Konto, sondern durch Balance in allen Lebensbereichen.
Wer nach einer grossen Karriere nur Negativitaet im Kopf hat, hat vielleicht den aeusseren Erfolg erreicht, aber nicht den inneren.






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