Authentisch sein trotz verschiedener Rollen
Warum du in jeder Rolle du selbst sein kannst und wie du authentischer wirst: 3 konkrete Tipps aus der Praxis.
Einleitung
Authentisch sein ist eines der am meisten geforderten und gleichzeitig am wenigsten verstandenen Konzepte unserer Zeit. In dieser Folge von Project Mindset nimmt Reza Mehman eine persoenliche Erfahrung zum Anlass, das Thema Authentizitaet grundlegend zu hinterfragen: Ein guter Freund konfrontierte ihn mit dem Vorwurf, in einer Instagram Story nicht „echt“ gewirkt zu haben. Daraus entstand eine tiefgreifende Reflexion ueber die Frage, ob man in verschiedenen Rollen als Vater, Freund, Arbeitnehmer oder Podcaster ueberhaupt authentisch sein kann. Reza teilt drei konkrete Ansaetze, die ihm geholfen haben, authentischer zu werden, ohne sich dabei zu verstellen. Wer sich fragt, wie man trotz unterschiedlicher Lebensbereiche bei sich selbst bleiben kann, findet in dieser Episode wertvolle Impulse. Ein ehrlicher, persoenlicher Blick auf die Kunst, in einer Welt voller Erwartungen echt zu bleiben.
Zusammenfassung
In einem Satz: Man kann verschiedene Rollen im Leben einnehmen und trotzdem authentisch sein, wenn man aufhoert, sich darum zu kuemmern, was andere denken, kein starres Selbstbild zeichnet und den Mut hat, sich so zu verhalten, wie man wirklich sein moechte.
In drei Saetzen: Reza Mehman wurde von einem Freund als unauthentisch in einer Instagram Story empfunden, obwohl er sich selbst als echt wahrnahm. Er zeigt anhand der japanischen Redewendung der drei Gesichter, dass verschiedene Rollen nicht automatisch Unauthentizitaet bedeuten. Mit drei konkreten Tipps erklaert er, wie man authentischer wird: Gleichgueltigkeit gegenueber fremden Meinungen, Verzicht auf ein starres Selbstbild und das „So tun als ob“ Prinzip.
In fuenf Saetzen: Reza Mehman erhielt von einem guten Freund das Feedback, er habe in einer Instagram Story nicht authentisch gewirkt. Dieses Feedback nahm er zum Anlass, den Begriff Authentizitaet grundsaetzlich zu hinterfragen und dabei auf die japanische Redewendung der drei Gesichter einzugehen. Er argumentiert, dass jeder Mensch verschiedene Rollen spielt, ob als Vater, Freund oder im Beruf, und dabei trotzdem authentisch bleiben kann. Drei konkrete Strategien helfen dabei: sich nicht von der Meinung anderer abhaengig machen, kein starres Selbstbild festlegen und mutig so handeln, wie man wirklich sein moechte. Die Folge ist ein ehrlicher Appell, sich selbst die Erlaubnis zu geben, in jeder Rolle echt zu sein.
Kontext: Wer, Was, Warum
Wer spricht: Reza Mehman, Host des Project Mindset Podcasts, teilt in dieser Solo Folge eine persoenliche Erfahrung und seine Reflexionen zum Thema Authentizitaet.
Worum geht es: Die Frage, ob man in verschiedenen Rollen des Alltags, etwa als Familienvater, Freund, Arbeitnehmer oder Podcaster, ueberhaupt authentisch sein kann. Ausserdem: drei praktische Wege, um authentischer zu werden.
Warum ist das relevant: In einer Welt, die von Social Media, Selbstdarstellung und gesellschaftlichen Erwartungen gepraegt ist, kaempfen viele Menschen mit der Frage, wann sie „echt“ sind und wann sie sich verstellen. Die Episode bietet einen alltagsnahen, persoenlichen Zugang zu einem Thema, das jeden betrifft.
Drei Kernfragen der Episode:
- Kann man verschiedene Rollen einnehmen und trotzdem authentisch sein?
- Was bedeutet es eigentlich, authentisch zu sein?
- Wie wird man im Alltag authentischer?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung – Warum Authentizitaet so oft missverstanden wird
- Zusammenfassung – Die Kernbotschaft in Kuerze
- Kontext – Hintergrund und Relevanz der Episode
- Themen und Einordnung – Die wichtigsten Themenbereiche im Ueberblick
- Kern-Aussagen – Die zentralen Botschaften der Folge
- Haeufig gestellte Fragen – Antworten auf die wichtigsten Fragen
- Highlight-Zitate – Die praegensten Aussagen
- Transkript – Vollstaendiges Transkript der Episode
- Keywords – Relevante Suchbegriffe
- Namen und Begriffe – Wichtige Referenzen
- Zitierfaehige Passage – Zum Teilen und Zitieren
Themen und Einordnung
1. Definition und Bedeutung von Authentizitaet
Was es wirklich heisst, authentisch zu sein, und warum die meisten Menschen eine verzerrte Vorstellung davon haben.
Keywords: authentisch sein Definition, wahres Selbst, Werte leben
2. Verschiedene Rollen im Alltag
Warum jeder Mensch mehrere Rollen spielt und dies kein Widerspruch zu Authentizitaet sein muss.
Keywords: Rollen im Alltag, Familienvater, berufliche Rolle, soziale Rollen
3. Die japanische Redewendung der drei Gesichter
Eine kulturelle Perspektive auf die verschiedenen Facetten unserer Persoenlichkeit und deren Bedeutung fuer Authentizitaet.
Keywords: drei Gesichter japanisch, Selbstbild, oeffentliches Gesicht
4. Social Media und Authentizitaet
Wie Plattformen wie Instagram das Verstaendnis von Echtheit verzerren und warum „Schein statt Sein“ zum Problem wird.
Keywords: Social Media authentisch, Instagram Selbstdarstellung, Schein und Sein
5. Drei Wege zu mehr Authentizitaet
Konkrete Strategien, um im Alltag authentischer zu werden: Gleichgueltigkeit gegenueber Urteilen, flexibles Selbstbild und das „So tun als ob“ Prinzip.
Keywords: authentischer werden Tipps, Selbstbild veraendern, Mindset Authentizitaet
Kern-Aussagen
- Authentisch sein bedeutet, sich gemaess seinen Gedanken, Beduerfnissen, Werten und Ueberzeugungen auszudruecken und zu handeln.
- Jeder Mensch hat verschiedene Rollen im Leben, und trotzdem kann man in jeder dieser Rollen authentisch sein.
- Die japanische Redewendung besagt: Jeder Mensch hat drei Gesichter, eines fuer die Welt, eines fuer Freunde und Familie und eines, das nur allein zum Vorschein kommt.
- Es sollte einem egal sein, was andere ueber einen denken, denn diese Sorge haelt einen davon ab, seine Ziele und Traeume zu verfolgen.
- Die meisten Menschen sind so sehr mit ihren eigenen Problemen beschaeftigt, dass sie kaum Zeit haben, ueber andere nachzudenken.
- Man sollte kein starres, konkretes Bild von sich selbst zeichnen, sondern sich die Freiheit lassen, sich weiterzuentwickeln.
- Das „So tun als ob“ Prinzip bedeutet, sich bereits so zu verhalten, wie man sein moechte, bis es zur natuerlichen Gewohnheit wird.
- Social Media zeigt meist nur Highlights, was es noch schwieriger macht zu erkennen, was wirklich authentisch ist.
- Authentizitaet ist kein fester Zustand, sondern ein Prozess, den man ueber die Zeit lernen und entwickeln muss.
- Die lautesten Kritiker stehen meist am Seitenrand und sind nicht die Menschen, auf die man hoeren sollte.
Haeufig gestellte Fragen
Kann man verschiedene Rollen spielen und trotzdem authentisch sein?
Ja, laut Reza Mehman kann man verschiedene Rollen einnehmen, etwa als Familienvater, Freund oder im Beruf, und trotzdem authentisch sein. Entscheidend ist, dass man in jeder Rolle im Einklang mit seinen Werten und Ueberzeugungen handelt, auch wenn sich das Verhalten je nach Kontext unterscheidet.
Was bedeutet authentisch sein eigentlich?
Authentisch sein bedeutet, sich gemaess seinem wahren Selbst auszudruecken, also im Einklang mit den eigenen Gedanken, Beduerfnissen, Werten, Vorlieben und Ueberzeugungen zu handeln und sich zu verhalten.
Was besagt die japanische Redewendung der drei Gesichter?
Die japanische Redewendung besagt, dass jeder Mensch drei Gesichter hat: eines, das man der Welt zeigt, eines, das Angehoerige und Freunde zu Gesicht bekommen, und eines, das nur zum Vorschein kommt, wenn man alleine ist.
Wie wird man authentischer im Alltag?
Reza Mehman nennt drei Wege: Erstens, es sollte einem egal sein, was andere ueber einen denken. Zweitens, man sollte kein starres Bild von sich selbst zeichnen, sondern offen fuer Veraenderung bleiben. Drittens, man kann sich so verhalten, wie man sein moechte („So tun als ob“), bis es zur Gewohnheit wird.
Warum sollte es einem egal sein, was andere ueber einen denken?
Weil die staendige Sorge darueber, was andere denken koennten, einen davon abhaelt, die eigenen Ziele und Traeume zu verfolgen. Ausserdem sind die meisten Menschen so mit ihren eigenen Problemen beschaeftigt, dass sie kaum Zeit haben, sich langfristig eine Meinung ueber andere zu bilden.
Warum sollte man kein konkretes Bild von sich selbst zeichnen?
Ein starres Selbstbild schraenkt ein und verhindert persoenliche Weiterentwicklung. Wer sich nicht auf eine feste Identitaet festlegt, gibt sich die Freiheit, zu wachsen, neue Rollen auszuprobieren und sich dabei dennoch treu zu bleiben.
Was ist das „So tun als ob“ Prinzip?
Das „So tun als ob“ Prinzip bedeutet, sich bereits so zu verhalten, wie man gerne sein moechte. Wenn man zum Beispiel selbstbewusster werden will, beginnt man, sich wie eine selbstbewusste Person zu verhalten, bis dieses Verhalten zur natuerlichen Gewohnheit wird.
Ist Authentizitaet auf Social Media ueberhaupt moeglich?
Es ist schwierig, da auf Plattformen wie Instagram meist nur Highlights gezeigt werden und somit ein verzerrtes Bild entsteht. Dennoch ist es moeglich, authentischer auf Social Media zu sein, indem man auch ehrliche Einblicke teilt und nicht nur die perfekte Fassade praesentiert.
Highlight-Zitate
„Authentisch sein bedeutet, sich gemaess seinem wahren Selbst, das heisst, seinen Gedanken, Beduerfnissen, Werten, Vorlieben, Ueberzeugungen entsprechend auszudruecken, sich zu verhalten und zu handeln.“
– Reza Mehman
„Jeder Mensch hat drei Gesichter, eines, dass man der Welt zeigt, eines, dass Angehoerige und Freunde zu Gesicht bekommen, eines, dass nur zum Vorschein kommt, wenn man alleine ist.“
– Reza Mehman (japanische Redewendung)
„Ich bin der absoluten Ueberzeugung, man kann verschiedene Rollen spielen im Leben und trotzdem authentisch sein.“
– Reza Mehman
„Wenn ich dauernd dran denke, was andere denn potentiell ueber mich denken koennten, komme ich mit meinen Themen ueberhaupt nicht voran.“
– Reza Mehman
„Die Leute, die wirklich am lautesten schreien und versuchen, von aussen irgendwas Negatives reinzuwerfen, das sind meistens die Leute, die auch am Seitenrand stehen.“
– Reza Mehman
„Es werden meistens die Leute bewundert, die total authentisch sind, die total direkt sind, die kein Blatt vor den Mund nehmen, das sagen, was sie auch wirklich meinen. Und trotzdem, interessanterweise, verstellen sich die meisten Leute.“
– Reza Mehman
„Ich glaube, jeder ist so mit seinen Sachen beschaeftigt, dass man wirklich sagen kann, hey, es kann ja mir eigentlich voellig egal sein, was andere ueber mich denken.“
– Reza Mehman
Transkript
Das vollständige Gespräch
Ein guter Freund von mir hat mich vor kurzem darauf angesprochen, dass er mich in einer gewissen Situation sehr unauthentisch fand. Das fand ich ein bisschen komisch, weil ich tatsächlich von mir selber gedacht habe oder mich zumindest so gefühlt habe, dass ich authentisch war. Ich habe das zum Anlass genommen, mal darüber nachzudenken und zu verstehen, was es eigentlich bedeutet, authentisch zu sein. Viel Spaß mit der heutigen Podcast-Folge. Hi zusammen und herzlich willkommen bei Project Mindset, der Kanal für all diejenigen, die ganz genau wissen, dass mit dem richtigen Mindset im Leben alles möglich ist.
Ich habe heute eine sehr interessante Story, die mir vor kurzem passiert ist. Und zwar ein Kumpel von mir hat auf Instagram, auf einer meiner Instagram-Stories reagiert und gesagt, Reza, du warst da nicht ganz authentisch bei dem, was du gemacht hast. Vielleicht zum Kontext. Ich hatte in dem Moment ein paar Instagram-Stories gemacht rund um einen Podcast mit einem Gast, den ich besucht hatte vor Ort. Wir haben alles aufgebaut. Zwischendurch haben wir ein paar Fotos und Videos gemacht, ein bisschen wie Behind-the-Scenes.
Mein Kumpel meinte, ja, aber das war nicht so ganz authentisch und er versteht gar nicht, warum ich mich überhaupt so verhalten habe. Das hat mich tatsächlich sehr gewundert, dass er mir das gesagt hat, weil ich eigentlich versuche, immer authentisch zu sein. Also ich kann das wirklich sagen, natürlich, dass ich verschiedene Rollen habe im Leben. Ich glaube, jeder von uns hat verschiedene Rollen. Auf der einen Seite ist man zum Beispiel Familienvater oder Familienmutter. Auf der anderen Seite ist man Kumpel oder Freund.
Dann ist man im Job natürlich ein bisschen anders drauf. Also es gibt verschiedene Situationen, wo man verschiedene Rollen einnimmt. Die Frage ist natürlich dabei, kann man denn überhaupt authentisch sein, wenn man verschiedene Rollen hat im Leben? Bevor wir das klären und auch vielleicht zur Frage kommen, wie man denn eigentlich authentischer wird, wollte ich ganz kurz definiert haben, was eigentlich authentisch sein bedeutet. Ich habe da was ganz Gutes im Internet gefunden. Da wurde gesagt, authentisch sein bedeutet, sich gemäß seinem wahren Selbst, das heißt, seinen Gedanken, Bedürfnissen, Werten, Vorlieben, Überzeugungen entsprechend auszudrücken, sich zu verhalten und zu handeln.
Das ist natürlich eine sehr interessante Definition. Ich würde auch behaupten und wahrscheinlich würden es viele von sich behaupten, dass sie in den meisten Situationen sich entsprechend verhalten. Es gibt natürlich gewisse Regeln und Normen, die einem verbieten, zum Beispiel jetzt total über emotional auf eine gewisse Sache zu reagieren. Wenn man zum Beispiel etwas total unfair empfunden hat, empfiehlt es sich natürlich dann nicht, sich komplett auszurasten. Also es gibt verschiedene Situationen, wo man vielleicht nicht komplett sich so verhält oder so handelt, wie es eigentlich aus tiefster Überzeugung vielleicht richtig wäre.
Um das so ein bisschen weiterzuspinnen, weil ich fand das sehr interessant, dass mein Kumpel mich darauf angesprochen hat, dass meine Rolle dort quasi nicht ganz authentisch war. Ich habe dann eine japanische Redewendung gefunden, die da absolut passt. Die Redewendung geht so. Jeder Mensch hat drei Gesichter, eines, dass man der Welt zeigt, eines, dass Angehörige und Freunde zu Gesicht bekommen, eines, dass nur zum Vorschein kommt, wenn man alleine ist. Das ist eine super interessante Redewendung. Ich kann da, ich würde echt sagen, zu 100 Prozent zustimmen.
Und das ist natürlich auch noch mal die Frage, wenn dem so ist, dass man auch verschiedene Gesichter hat, nicht nur verschiedene Rollen hat, sondern auch verschiedene Gesichter hat, kann man dann überhaupt authentisch sein? Ich glaube, auch in der heutigen Welt ist es super schwer zu differenzieren, zu unterscheiden, wer eigentlich authentisch ist, was eigentlich echt ist, was eigentlich real ist. Ganz gutes Beispiel ist das Thema Social Media. Wir kennen das alle auf Facebook und Instagram, da posten natürlich alle nur die Highlights oder die meisten zumindest die Highlights aus ihrem Leben.
Das, was sie erlebt haben, wo sie im Urlaub waren, was, was für ein tolles Auto sie gefahren sind und so weiter und so fort. Das ist natürlich so mehr Schein als sein, weil wir wissen alle ganz genau, es gibt nicht nur Highlights im Leben, sondern es gibt auch Lowlights. Und da ist es natürlich noch schwieriger zu verstehen, inwieweit man selbst authentisch sein soll. Ich frage mich auch immer selbst, ich bin ganz ehrlich, wenn ich ein Selfie vor mir mache und ins Internet stelle. Ist eigentlich komisch, oder?
Man stellt sich hin, also ich mache das auch tatsächlich, man stellt sich hin, macht ein Foto von sich selbst, irgendwas im Hintergrund und will der Welt damit zeigen, ja, guck mal, ist das authentisch? In dem Moment vielleicht will man da irgendjemanden beeindrucken, vielleicht will man da irgendjemanden überzeugen, dass alles alles super ist. Es ist super schwer zu beantworten. Ich glaube, jeder muss das auch für sich selber machen. Das Schwierige ist aber dabei, was für ein Bild man auch anderen transportiert.
Fortsetzung
Also was glauben einen die anderen, dass man zum Beispiel in dem Moment authentisch ist oder auch nicht ist? Es ist ja auch aus meiner Sicht so, es werden meistens die Leute bewundert, die total authentisch sind, die total direkt sind, die total, ich sage es mal, kein Blatt vor den Mund nehmen, das sagen, was sie auch wirklich meinen und das sagen, auch was sie wollen. Diese Leute werden am meisten bewundert und trotzdem, interessanterweise, verstellen sich die meisten Leute und machen das eben nicht.
Ich denke, jeder, jeder muss natürlich seinen eigenen Mittelweg finden. Für mich, um nochmal auf die Situation zurückzukommen mit dieser Instagram Story, für mich ist es klar, dass ich natürlich als als Podcaster in dem Moment eine gewisse Rolle habe. Und zwar insofern, da nimmt sich jemand Zeit, also mein Gast, eine Stunde lang oder eineinhalb Stunden lang mit mir zu sprechen. Er hat sowieso schon wenig Zeit oder sie hat sowieso schon wenig Zeit, nimmt sich trotzdem die Zeit und wir reden dann eineinhalb Stunden und ich muss natürlich maximalst respektvoll mit dieser Zeit umgehen.
Das bedeutet natürlich auch, dass vielleicht gewisse Themen gar nicht mehr angesprochen werden. Das bedeutet auch, dass gewisse Verhaltensweisen da sind, damit es möglichst effizient entsprechend vonstatten geht. Und ich glaube trotzdem, dass das super authentisch ist, denn ich bin auch der völligen Überzeugung, man kann verschiedene Rollen spielen im Leben und trotzdem authentisch sein. Ich bin nämlich der absoluten Überzeugung, dass natürlich ich zum Beispiel jetzt mich an die, wie soll ich sagen, also ich denke, wenn man Vater wird oder Mutter wird, das wird man nicht einfach so.
Also der Fakt, dass man es wird, ist natürlich da, aber die Rolle, die man einnimmt, die muss man auch erst mal lernen. Das kann natürlich unter Umständen ein bisschen dauern, aber irgendwann hat man diese Rolle verinnerlicht und als Familienvater möchte ich zum Beispiel vorbildlich für meine Kinder sein. Das ist eine Rolle, die ich als extrem wichtig empfinde und die ich auch gar nicht, ich sage es mal, anders darlegen möchte oder anders mich verhalten möchte. Dabei ist auch völlig klar, dass natürlich ich jetzt, wenn ich mit Freunden unterwegs bin, dann nochmal eine ganz andere Rolle spiele.
Und ich finde trotzdem, das kann gleichzeitig authentisch sein, so wie man sich verhält. Trotzdem stellt sich die Frage, wie wird man denn authentisch oder authentischer? Ich muss dem zugeben, ich musste das auch über die Zeit hinweg lernen. Ich kann mich erinnern, als Kind habe ich mich möglichst viel angepasst an meine Umgebung. Das hat auch ein bisschen vielleicht mit meinem Hintergrund zu tun. Wenn man Migrationshintergrund hat und irgendwo neu hinzukommt, da verhält man sich am besten erst mal so wie die breite Masse, um zu gucken, wie der Hase läuft und so weiter, wie sind die anderen drauf und sich dann so langsam annähert und dann entsprechend sich verhalten kann, so wie man es eigentlich möchte.
Nicht jeder verhält sich natürlich so, aber ich denke, so die Hintergründe, die man hat, die familiären oder auch die geografischen und so weiter, das kann einen ganz großen Einfluss darauf haben, wie man sich denn am Anfang verhält. Ich kann mich auch erinnern, als ich nach dem Studium in meine ersten Jobs eingestiegen bin, dass ich mich ja auch irgendwie anders verhalten musste. Eine Bank war mein erster Arbeitgeber und da ist natürlich klar, da verhält man sich anders, da zieht man sich anders an, da muss man leider eine Krawatte jeden Tag tragen, war eine der Gründe, warum ich da nicht mehr arbeiten wollte.
Und dementsprechend spielt man da ja auch eine Rolle und man möchte auch nicht unbedingt auffallen, weil man ja auch keinen Stress machen möchte und so weiter. Also ich glaube, ich musste für mich selber auch lernen, was es überhaupt bedeutet, authentisch zu sein. Nicht, dass ich es heute, zum Beispiel, wenn ich jetzt in der Bank arbeiten würde, es alles anders machen würde, wie ein Punk-Rocker durch die Gegend laufen würde. Aber ich denke, ich wäre zumindest authentischer als früher. Und eine Sache, also insgesamt möchte ich gerne drei Punkte nennen, aber eine Sache, die mir extrem dabei geholfen hat, authentischer zu sein oder authentischer zu werden, war, dass es mir eigentlich völlig egal sein sollte, was andere über mich denken.
Ich glaube, das ist der erste wichtige Schritt. Ich habe zum Beispiel, ich hatte einen Startup vor ein paar Jahren gegründet gehabt. Wir waren am Anfang relativ erfolgreich und dann habe ich leider ein paar falsche Entscheidungen getroffen und wir mussten das Startup einstampfen. Das war jetzt wirklich so, dass ich mir zwischendurch, als wir das Ganze eingestampft haben, überlegt habe, boah, was denken jetzt die anderen über mich? Das war mir so richtig unangenehm. Das war so, ja, zeigen die das mit den Fingern so auf mich?
Natürlich macht das keiner so offensichtlich, aber man hat dann die Gedanken im Kopf, dass es total unangenehm ist, was eigentlich andere über diese Situation überhaupt denken. Ich habe irgendwann gemerkt, wenn ich dauernd dran denke, was andere denn potentiell über mich denken könnten, komme ich mit meinen Themen überhaupt nicht voran. Das war auch zu Beginn des Podcasts bei mir so. Ich hatte mir auch gedacht, boah, wenn ich jetzt einen Podcast starte, was denken eigentlich die anderen über mich? Denken sie, das ist jetzt toll, das ist jetzt total blöd, was hat er jetzt eigentlich vor und so weiter?
Fortsetzung
Das waren tatsächlich meine ersten Gedanken. Und ich habe versucht und immer wieder auch mir eingeredet, hey, ist es eigentlich völlig egal, was andere über mich denken? Weil es hält mich davon ab, wirklich meine Ziele und meine Träume und meine Wünsche zu erreichen. Es sei aber auch erwähnt, dass natürlich nicht jeder den ganzen Tag darüber nachdenkt, was jetzt jemand anderes tut. Das heißt, man redet sich auch ein bisschen ein, ja, der und der oder die und die, die denkt jetzt schlecht über mich. Also, ich glaube, es wird auch so ein bisschen unterschätzt, viele sind mit ihren eigenen Problemen beschäftigt und so viel Zeit investiert man ja gar nicht, um über andere Menschen nachzudenken.
Wenn man das mal tut, dann tut man es für wenige Sekunden wegen Augenblöcke, um sich zum Beispiel eine Meinung zu einem gewissen Thema zu bilden. Aber im Endeffekt, ich glaube, jeder ist so mit seinen Sachen beschäftigt, dass man wirklich sagen kann, hey, es kann ja mir eigentlich völlig egal sein, was andere über mich denken. Die Leute, die wirklich aber wirklich am lautesten schreien und versuchen, von außen irgendwas Negatives reinzuwerfen, das sind meistens die Leute, die auch am Seitenfeld am Seitenrand stehen und dann versuchen, da quer was reinzuquatschen.
Auf die würde ich sowieso nicht hören, sondern es ist sehr, sehr, sehr wichtig, das zu verinnerlichen. Es ist mir völlig egal, was andere über mich denken. Das andere oder ein weiterer Schritt, wichtiger Schritt, um zu verstehen, wie man authentischer sein kann oder sein werden kann, ist, dass man versteht, dass man kein so konkretes Bild von sich überhaupt zeichnen kann. Was ich damit meine und da hatte ich auch ein sehr, sehr interessantes Podcastgespräch mit einem sehr interessanten Gast, was bald rauskommen wird.
Ich glaube nämlich, es ist möglich und das habe ich von diesem Podcast Gast gelernt. Ich glaube nämlich, es ist möglich, in einer Situation oder in einer Sekunde zwei, drei, vier verschiedene Gefühle gleichzeitig zu haben. Ich kann in der gleichen Sekunde glücklich und unglücklich sein. Ich kann im gleichen Moment kann ich ängstlich und angriffslustig sein. Ich kann so viele verschiedene Emotionen in wirklich dem gleichen Moment haben, dass es wirklich auch schwer zu beschreiben ist, was überhaupt authentisch bedeutet.
Ist es authentisch, jetzt ängstlich zu sein und eigentlich jetzt wegrennen zu wollen, oder ist es authentisch, jetzt total angriffslustig nach vorne mit Kopf durch die Wand zu gehen? Schwer zu sagen, ehrlich gesagt. Ich habe für mich entdeckt, dass ich zulassen muss, dass ich kein klares Bild von mir überhaupt haben kann. Wir alle wollen klare Bilder haben. Wir alle wollen ja, nein, eins, null. Es ist immer eine ganz klare Strategie da. Also ich kann mich auch erinnern, als es bei meinem Startup war, alle wollten eine ganz klare Strategie.
Ja, wir machen das so, so und so. Und da gibt es kein links oder rechts. Ja, aber so läuft es ja meistens eben nicht, weil wir müssen uns täglich anpassen an die Situation. Wir müssen uns täglich auch unsere Emotionen vielleicht so versuchen zu verändern. Ich habe auch hier ein ganz gutes Beispiel. Bei mir war es früher so. Ich dachte, wenn ich morgens jetzt zum Beispiel mit komischen, schlechten Gefühlen und so weiter aufstehe, dann ist der Tag in mir gelaufen und ich kann das Ruder gar nicht mehr rumreißen, bis ich verstanden habe.
Ich kann morgens aufstehen und zum Beispiel aus irgendeinem Grund nicht so gut drauf sein und ich kann aber mich dazu entscheiden, ab dem nächsten Moment damit auch gut drauf zu sein. Das habe ich dann verstanden, dass ich dann wirklich meine Emotionen auch ändern kann. Darüber sprechen wir am besten mal in anderen Podcasts, wie man das macht. Aber ich denke, es ist absolut okay zu verstehen, dass man kein klares Bild von sich hat. Und wenn man selbst schon kein klares Bild von sich hat, dann können andere auch kein klares Bild von einem haben.
Deswegen ist es ja umso schwieriger eigentlich für andere zu bewerten überhaupt, ob man authentisch ist oder nicht authentisch ist. Da kommen wir auch zum dritten Punkt. Ich denke, es gibt Situationen, da muss man sich so tun, als ob man schon eine gewisse Person ist, die man sein möchte. Ich gebe euch da ein Beispiel. Ich habe mir lange Gedanken gemacht beim beim ersten Podcast oder als ich mit Podcasten angefangen habe, auf den Record Button gedrückt habe und zum Beispiel ob der Gast mit dabei war.
Jetzt tue ich gerade so, als ob ich Podcaster bin. Dabei ist es die erste Aufnahme, die ich mache. Ich finde es mega interessant. Ich zeichne eine Podcast auf, tue so, als ob ich Podcaster bin. Aber das ist die erste Podcast Aufnahme, die ich mache. Bin ich ein Podcaster oder bin ich dann kein Podcaster? Es ist für mich super interessant zu verstehen, dass man auch in gewissen Situationen so erstmal so tun muss, als ob nicht dieses typische Fake it until you make it. Daran halte ich jetzt nicht viel. Aber zu sagen, ich tue jetzt so, als ob ich jetzt zum Beispiel die Person bin, die ich mir ausgemalt habe für die Zukunft.
Fortsetzung
Ich verhalte mich heute schon so. Und das kann trotzdem super authentisch sein. Wenn man sich so verhält, wie man es sich vorstellt. Man hat ja diese Gedanken gehabt. Ich möchte so sein. Ich möchte mich so verhalten. Ganz simples Beispiel, fast schon zu simpel, um es hier anzubringen. Aber ich möchte es trotzdem erwähnt haben. Wenn man sich schlafen legt, dann klingt es komisch, aber wenn man sich schlafen legt, dann schläft man, legt sich hin, macht die Augen zu und tut so, als ob man schläft. De facto schläft man ja noch nicht, aber man tut so.
Man bewegt sich nicht mehr, man schließt die Augen, man versucht ruhiger zu atmen und so weiter. Das heißt, selbst da tut man so, als ob man schon was ist oder was sein möchte. Und man ist es der Faktor noch nicht. Und trotzdem ist es ganz authentisch. Ich weiß, ein super simples Beispiel passt vielleicht nicht zu 100 Prozent dazu. Aber ich mache mir immer wieder bewusst, wenn ich auch neue Situationen hineinkomme, dass ich maximals authentisch sein möchte. Und dass es völlig in Ordnung ist, dass ich mich auch erst mal einer zukünftigen potenziellen Rolle erst mal so verhalten muss, wie es eigentlich vielleicht erwartet wird.
Und das ist aus meiner Sicht trotzdem nicht unauthentisch. So Leute, das war eine für mich sehr interessante Folge. Ich habe tatsächlich viel über nachdenken müssen. Ich fand auch diese japanische Redewendung toll mit den drei Gesichtern und auch, dass man vielleicht das eine Gesicht wirklich niemanden zeigt außer sich selbst. Und dann kommt auch wieder der Punkt, dass man vielleicht sogar das Gesicht, dass man sich selber nur zeigt, auch vielleicht gar nicht so gut kennt, weil man verschiedenste Emotionen innerhalb einer Sekunde sogar haben kann.
Wenn man da schon kein klares Bild hat, wie kann man überhaupt ein klares Bild nach außen transportieren? Wie kann man eigentlich von anderen erwarten, dass sie sagen können, ob man jetzt authentisch ist oder nicht authentisch ist? Ich hoffe, die heutige Folge hat euch gefallen. Wenn dem so ist, so lasst mir bitte ein Like da, denn nur so kann der Project Mindset Kanal weiter wachsen. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder und nicht vergessen, bis dahin, Mindset ist alles.
Dieses Transkript wurde automatisch mit Whisper KI erstellt und kann vereinzelt Fehler enthalten.
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Zitierfaehige Passage
Jeder Mensch spielt verschiedene Rollen im Alltag und das ist voellig normal.
Die japanische Redewendung der drei Gesichter zeigt, dass wir je nach Kontext unterschiedliche Seiten von uns zeigen.
Authentisch sein bedeutet nicht, in jeder Situation gleich zu sein, sondern in jeder Rolle im Einklang mit seinen Werten zu handeln.
Wer aufhoert, sich darum zu sorgen, was andere denken, gewinnt die Freiheit, wirklich er selbst zu sein.



