67. Saygin Yalcin über Reichtum, innere Balance und die Bedeutsamkeit seine Versprechen zu halten!

Saygin Yalcin: Reichtum, innere Balance und Versprechen halten

Der Unternehmer und Investor aus Dubai spricht über Glück, Erfolg, Basislinie und warum Reputation wichtiger ist als Geld.



Einleitung

Saygin Yalcin ist Unternehmer, Investor und Influencer mit einer beeindruckenden Karriere, die in Bremen begann und ihn bis nach Dubai fuehrte. In dieser Folge von Project Mindset spricht Reza Mehman mit ihm ueber die Themen Reichtum, innere Balance, Gluecklichsein und die Bedeutsamkeit, seine Versprechen zu halten. Saygin hat Unternehmen gegruendet, an Amazon verkauft und sich als Investor und Content Creator mit mehreren Millionen Followern etabliert. Doch statt ueber Luxus und materielle Dinge zu sprechen, geht es in diesem Gespraech um persoenliche Werte, Selbstfuehrung und das richtige Mindset. Was macht einen Menschen wirklich gluecklich, wenn er bereits finanziell frei ist? Wie senkt man seine Basislinie, um Momente intensiver zu erleben? Und warum ist es der wichtigste Tipp, den Saygin geben kann, einfach seine Versprechen zu halten? Diese Episode liefert tiefgruendige Antworten auf genau diese Fragen.


Zusammenfassung

In einem Satz: Saygin Yalcin erklaert, warum wahres Glueck nicht von Reichtum abhaengt, sondern von einer niedrigen Basislinie, innerer Ruhe und dem konsequenten Halten von Versprechen.

In drei Saetzen: Saygin Yalcin teilt seine sechs Erfolgsfaktoren fuer Unternehmertum, darunter Handlungsorientierung, Reputation und ein Standard der Exzellenz. Er beschreibt, wie er seine persoenliche Basislinie radikal gesenkt hat, indem er teure Autos, Uhren und eine grosse Villa aufgab, um Glueck in kleinen Momenten wiederzufinden. Sein wichtigster Lebensrat lautet: Halte deine Versprechen, denn genau das ist es, wofuer die erfolgreichsten Menschen der Welt bereit sind, viel Geld zu bezahlen.

In fuenf Saetzen: Saygin Yalcin spricht im Project Mindset Podcast ueber seine Reise vom Bremer Jugendfussballer zum erfolgreichen Unternehmer und Investor in Dubai. Er erklaert, dass Glueck eine reine Form von Zufall ist und man seine Glueck-Umwandlungsrate maximiert, indem man stets auf hoechstem Niveau abliefert. Vor drei Jahren entschied er sich bewusst dafuer, seinen Lebensstil radikal zu vereinfachen, um seine emotionale Basislinie zu senken und Momente intensiver zu erleben. Er betont die Bedeutung von Reputation, innerer Ruhe und der Faehigkeit, auch mit negativen Menschen umzugehen, ohne sich aus der Balance bringen zu lassen. Sein zentrales Mindset: Versprechen halten ist die wertvollste Eigenschaft, die ein Mensch haben kann.


Kontext: Wer, Was, Warum

Wer spricht: Reza Mehman, Host des Project Mindset Podcasts, im Gespraech mit Saygin Yalcin, Unternehmer, Investor und Influencer mit Sitz in Dubai. Saygin ist gebuertiger Bremer, hat BWL studiert, Unternehmen gegruendet und unter anderem an Amazon verkauft. Er hat mehrere Millionen Follower auf YouTube und Instagram.

Worum geht es: Das Gespraech dreht sich um persoenliches Mindset, die Definition von Glueck und Erfolg, den bewussten Umgang mit Reichtum, innere Ruhe und die Kraft, Versprechen zu halten. Saygin teilt seine Erfolgsfaktoren, erklaert sein Konzept der Basislinie und spricht ueber Mentoren, Wissensweitergabe und sein persoenliches naechstes Level.

Warum ist das relevant: In einer Zeit, in der Erfolg oft rein materiell definiert wird, bietet Saygin eine differenzierte Perspektive. Er zeigt, dass finanzieller Reichtum allein nicht gluecklich macht und dass persoenliche Werte wie Integritaet und Zuverlaessigkeit langfristig mehr Wert schaffen als jede geschaeftliche Abkuerzung.

Drei Kernfragen dieser Episode:

  • Was macht einen Menschen wirklich gluecklich, wenn Geld keine Rolle mehr spielt?
  • Welche Eigenschaften braucht man, um unternehmerisch erfolgreich zu werden?
  • Warum ist Versprechen halten die wichtigste Eigenschaft, die man haben kann?

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung – Ueberblick ueber die Episode mit Saygin Yalcin
  2. Zusammenfassung – Die wichtigsten Aussagen kompakt
  3. Kontext – Hintergrund zu Gaesten und Themen
  4. Inhaltsverzeichnis – Navigation durch den Beitrag
  5. Themen und Einordnung – Zentrale Themenbereiche der Folge
  6. Kern-Aussagen – Die wichtigsten Learnings
  7. Haeufig gestellte Fragen – Antworten auf zentrale Fragen
  8. Highlight-Zitate – Praegende Aussagen aus dem Gespraech
  9. Transkript – Vollstaendiges Gespraech zum Nachlesen
  10. Keywords – Relevante Suchbegriffe
  11. Namen und Begriffe – Wichtige Referenzen
  12. Zitierfaehige Passage – Zum Teilen und Zitieren

Themen und Einordnung

1. Erfolgsfaktoren im Unternehmertum

Saygin beschreibt sechs Erfolgsfaktoren und drei Scheiter-Faktoren, die er aus hunderten Gespraechen mit Unternehmern destilliert hat. Zentral sind Handlungsorientierung, Reputation und ein Standard der Exzellenz.

Keywords: Erfolgsfaktoren Unternehmertum, Handlungsorientierung, Standard der Exzellenz

2. Glueck und die Basislinie

Saygin unterscheidet zwischen Glueck als Zufall und Gluecklichsein als bewusstem Zustand. Er erklaert, wie er seine Basislinie radikal gesenkt hat, um Momente intensiver wahrzunehmen.

Keywords: Glueck Definition, Basislinie senken, hedonische Adaptation

3. Reichtum, Minimalismus und innere Balance

Trotz grossem finanziellem Erfolg hat Saygin bewusst seine teure Villa, Luxusautos und Uhren aufgegeben und lebt in einer 60 Quadratmeter Wohnung. Reichtum und Glueck sind fuer ihn nicht dasselbe.

Keywords: Reichtum und Glueck, Minimalismus, finanzielle Freiheit

4. Versprechen halten und Reputation

Sein wichtigster Lebenstipp: Halte deine Versprechen. Fuer Saygin ist Zuverlaessigkeit die Eigenschaft, die die erfolgreichsten Menschen der Welt am meisten schaetzen und bereit sind, dafuer zu bezahlen.

Keywords: Versprechen halten, Reputation aufbauen, Integritaet

5. Umgang mit negativen Menschen und innere Ruhe

Saygin spricht darueber, wie er gelernt hat, mit negativen Menschen umzugehen, ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen, und warum innere Gelassenheit ein bewusster Prozess ist.

Keywords: Umgang mit negativen Menschen, innere Ruhe, Gelassenheit


Kern-Aussagen

  • Glueck ist eine reine Form von Zufall. Entscheidend ist die persoenliche Glueck-Umwandlungsrate, also ob man bereit ist, wenn der Zufall eintrifft.
  • Es gibt drei Scheiter-Faktoren (falsches Land, falsche Zeit, schwere Behinderung) und sechs Erfolgsfaktoren, darunter Handlungsorientierung, Reputation und ein Standard der Exzellenz.
  • Das Ziel sollte nicht sein, eine Milliarde zu verdienen, sondern in der Lage zu sein, eine Milliarde abzulehnen, wenn es falsch ist.
  • Gluecklichsein entsteht durch Schwingungen von einer Basislinie. Je niedriger die Basislinie, desto intensiver werden positive Momente erlebt.
  • Saygin hat bewusst seinen Lebensstil radikal vereinfacht: von einer 1000 Quadratmeter Villa auf 60 Quadratmeter, alle teuren Autos und Uhren verkauft.
  • Der Koerper hat ein psychologisches Immunsystem, das negative Erfahrungen durch hedonische Adaptation in positive Learnings umwandeln kann.
  • Der wichtigste Tipp, den Saygin geben kann: Halte deine Versprechen. Das ist die Eigenschaft, die die reichsten Menschen der Welt am meisten schaetzen.
  • Das Richtige zu tun, wenn niemand zuschaut, ist der wahre Massstab fuer Charakter und Reputation.
  • Man sollte die Frequenz gluecklicher Momente erhoehen, nicht die Intensitaet einzelner Erlebnisse.
  • Ein Trainer hat Saygin frueh beigebracht, immer sein Bestes zu geben, weil man nie weiss, wann ein Talent-Scout zuschaut. Dieses Prinzip uebertraegt er auf sein gesamtes Leben.

Haeufig gestellte Fragen

Wie definiert Saygin Yalcin Glueck?

Fuer Saygin Yalcin ist Glueck eine reine Form von Zufall. Es beschreibt eine bestimmte Konstellation von Zustaenden, die zusaetzlich zum eigenen Talent eintreten muessen. Entscheidend ist die Glueck-Umwandlungsrate: Wer immer auf hoechstem Niveau abliefert, ist bereit, wenn der Zufall eintrifft.

Was ist die Basislinie und warum hat Saygin Yalcin sie gesenkt?

Die Basislinie beschreibt das emotionale Grundniveau, von dem aus man Glueck und Trauer als Schwingungen erlebt. Saygin hat seine Basislinie bewusst gesenkt, indem er seine teure Villa, Luxusautos und Uhren aufgab und in eine 60 Quadratmeter Wohnung zog. So kann er kleine Momente wieder intensiver geniessen.

Welche Erfolgsfaktoren nennt Saygin Yalcin fuer Unternehmer?

Saygin nennt sechs Erfolgsfaktoren, von denen er drei besonders hervorhebt: eine Verzerrung Richtung Aktion (Handlungsorientierung statt endloses Planen), der Wert, den man auf seine Reputation legt (das Richtige tun, wenn niemand zuschaut), und ein Standard der Exzellenz (immer das Beste geben, unabhaengig davon, ob jemand zuschaut).

Warum ist Versprechen halten so wichtig?

Laut Saygin Yalcin ist Versprechen halten die Eigenschaft, die die reichsten und erfolgreichsten Menschen der Welt am meisten schaetzen und fuer die sie bereit sind, viel Geld zu bezahlen. Es klingt einfach, ist aber in der Praxis selten. Zuverlaessigkeit schafft Vertrauen und ist die Grundlage fuer langfristige geschaeftliche und persoenliche Beziehungen.

Macht Reichtum gluecklich?

Nein, laut Saygin Yalcin verwechseln viele Menschen Reichtum mit Glueck. Finanzielle Freiheit kann Sorgen nehmen, aber Gluecklichsein entsteht durch Momente und nicht durch Dinge. Er hat persoenlich erlebt, dass ein teures Auto nur drei Minuten lang gluecklich macht, bevor man zur Basislinie zurueckkehrt.

Was ist die hedonische Adaptation?

Die hedonische Adaptation (auch hedonische Tretmuehle genannt) beschreibt das Phaenomen, dass der Koerper und die Psyche negative Erfahrungen rationalisieren und in positive Learnings umwandeln koennen. Es ist ein psychologisches Immunsystem, das dafuer sorgt, dass man nach Rueckschlaegen wieder zur emotionalen Basislinie zurueckkehrt.

Wie geht Saygin Yalcin mit negativen Menschen um?

Saygin hat gelernt, sich nicht von negativen Menschen aus der Ruhe bringen zu lassen. Er betont die Bedeutung von innerer Gelassenheit und bewusstem Umgang mit dem eigenen Umfeld. Wenn moeglich, trennt er sich von negativen Einfluessen; wenn das nicht moeglich ist, arbeitet er an seiner eigenen Reaktion darauf.

Was ist die Glueck-Umwandlungsrate?

Die Glueck-Umwandlungsrate ist ein Konzept von Saygin Yalcin. Es beschreibt, wie gut jemand zufaellige Gelegenheiten in positive Ergebnisse umwandeln kann. Glueck als Zufall hat jeder, aber nicht jeder ist vorbereitet genug, um es in etwas Positives fuer sein Leben zu verwandeln. Wer stets auf hoechstem Niveau abliefert, hat eine hoehere Umwandlungsrate.


Highlight-Zitate

„Halte deine Versprechen. Das ist das, was die reichsten Menschen der Welt sehr gerne haben um sich herum und sehr viel Geld dafuer bezahlen. Das hoert sich einfacher an, als es ist.“

– Saygin Yalcin

„Deren Ziel war nie, eine Milliarde zu verdienen, sondern in der Lage zu sein, eine Milliarde abzulehnen, wenn es falsch ist.“

– Saygin Yalcin

„Ich habe meine Basislinie so reduziert, dass ich von einem 1000 Quadratmeter Villa mit Autos von mehreren Millionen Euro auf meine kleinste Wohnung umgezogen bin, 60 Quadratmeter, habe alle meine teuren Autos verkauft, alle meine teuren Uhren.“

– Saygin Yalcin

„Es gibt so zwei Lager in der Welt. Es gibt Menschen, die Sachen machen und es gibt Menschen, die darueber reden. Und dazwischen gibt es eigentlich nicht viel.“

– Saygin Yalcin

„Glueck hat jeder. Das ist ja nur eine reine Form von Zufall. Nur nicht jeder verwandelt es dann in etwas Positives fuer sein Leben.“

– Saygin Yalcin

„Ich kaufe mir ein Auto fuer eine Million Euro, wow, das hat mich jetzt drei Minuten lang gluecklich gemacht. Aber dann kommt man wieder zurueck zur Basislinie.“

– Saygin Yalcin

„Wenn man jedes Spiel gewinnt, muss man nicht auf die Tabelle schauen.“

– Saygin Yalcin


Transkript

Das vollständige Gespräch

Weil ich denke, das Wichtigste, wenn ich einen Tipp geben könnte einem Menschen, dann würde ich sagen, halte deine Versprechen. Das ist das, was die reichsten Menschen der Welt sehr gerne haben um sich herum und sehr viel Geld dafür bezahlen. Das hört sich einfacher an, als es ist. Aber halte deine Versprechen. In der heutigen Podcast-Folge spreche ich mit Unternehmer, Investor und Influencer Saigin Yalcin. Der gebürtige Bremer wollte eigentlich einmal Fußballprofi oder Schönheitsjuror werden, hat sich dann aber doch für ein BWL-Studium entschieden, ist danach direkt nach Dubai ausgewandert, wo er eine unglaubliche Karriere als Unternehmer hingelegt hat.

Er hat Unternehmen aufgebaut, unter anderem an Amazon verkauft, ist mittlerweile selbst als Investor unterwegs und, was ich auch beachtenswert finde, ist mittlerweile selbst auch Influencer geworden, mit mehreren Millionen Followern auf YouTube und Instagram. Also eine sehr, sehr interessante Karriere. Wir haben natürlich nicht nur über sein Business-Mindset gesprochen, sondern über sein persönliches Mindset. Wie definiert der Erfolg? Was macht ihn glücklich? Was ist sein persönliches nächstes Level, was er erreichen möchte und all diese Themen?

Darüber durfte ich mit ihm in seinem Office in Dubai besuchen, was natürlich auch für mich ein Highlight war. So, nun genug geredet und viel Spaß mit der heutigen Podcast-Folge. Saigin, herzlichen Dank für die Einladung zu dir ins Office. Gerne. Super interessant und spannend hier. Ich habe mich vorhin schon umgeschaut, echt ein tolles Office. Danke. Du hast in der Intro schon so ein bisschen erzählt, wer du bist und was du so machst und die erste Frage, die ich finde relativ naheliegend ist, welche drei Eigenschaften braucht man denn eigentlich mit deiner Erfahrung, um unternehmerisch so erfolgreich zu werden?

Gute Frage. Ich habe in meinem Buch sechs beschrieben. Ich denke, es gibt neun Faktoren, davon sind drei Faktoren zum Scheitern und sechs zum Erfolg. Und die drei, die ich immer nenne, sind, man muss erstmal wenig Pech haben und das bedeutet in dem Sinne, dass man nicht im falschen Land, sofalls in Zeit, mit einer schweren mentalen Behinderung geboren wird. Da können wir uns schon glücklich schätzen. Wenn man in Deutschland geboren wird oder in vielen freien Ländern das Glück hat geboren zu werden, zur richtigen Zeit, dann hat man schon etwas vermieden, was für viele Menschen sehr, sehr schwierig ist, beziehungsweise sie hatten einfach Pech.

Manchmal darf man nicht Unternehmer werden, es gibt Länder, da ist es verboten. So ein bisschen Lebenslotterie. Genau. Und die Leichtigkeit des Unternehmertums ist nicht überall gleich. Das muss man realisieren, wenn man das eigentlich schon sieht, wie viel Glück man dort hatte, ist man vielleicht schon dankbarer, dass man die nächsten sechs Erfolgsfaktoren in dem Sinne angehen kann. Und da habe ich mit vielen Unternehmern geredet, ich habe ja schon gefühlte hunderte Unternehmer getroffen, vielleicht sogar mehr.

Wir kommen nochmal auf das Thema Netzwerken zurück dann irgendwann. Und da habe ich gesehen, dass es sechs Faktoren gibt, die mir auffallen. Das erste ist, dass eine Verzerrung Richtung Aktion. Viele Unternehmer bereiten weniger vor, machen lieber. Nicht in dem Sinne, dass sie unvorbereitet sind, sondern sie nehmen sich eine bestimmte Zeit, um sehr viel Daten zu sammeln über ihr Vorgehen und ihr Vorhaben. Und dann fangen sie aber auch wirklich an. Das heißt, dann ab einem Punkt wird einfach viel weniger geredet.

Ich sage mal, es gibt so zwei Lager in der Welt. Es gibt Menschen, die Sachen machen und es gibt Menschen, die darüber reden. Und dazwischen gibt es eigentlich nicht viel. Und das zweite ist, was mir aufgefallen ist, ich picke einfach mal drei raus. Ich will ja nicht alles vorausnehmen. Es ist der Wert, den sie legen auf ihre Reputation. Und das ist in dem Sinne, was ich immer sage, ist das Richtige zu machen, wenn keiner zuschaut. Das Ziel von mir oder auch von großen Unternehmern, die ich gesehen habe, viel erfolgreicher als ich, deren Ziel war nie, eine Milliarde zu verdienen, sondern in der Lage zu sein, eine Milliarde abzulehnen, wenn es falsch ist.

Und das ist die Denkweise, die mich vorantreibt. Es ist, diese teilweise unethischen und illegalen Abkürzungen zu vermeiden. Und das dritte ist ein Standard der Exzellenz. Da sehe ich sehr häufig, dass das mit Glück verwechselt wird. In dem Sinne, dass ich beim Fußball gesehen habe, dass unser Trainer uns das beigebracht hat. Ich habe bis zur A-Jugend Bundesliga gespielt und da habe ich gemerkt, dass unser Trainer uns einen Standard der Exzellenz gegeben hat. Er hat uns beigebracht, dass wir die Besten wären.

Wir haben es einfach so oft gehört, dass wir es geglaubt haben. Und wenn man sich diesen Standard setzt, dann hat man ein Bild von sich selber. Das heißt zum Beispiel, dass man nicht lügt, dass man als Fußballspieler nicht raucht oder nicht spät schlafen geht vor dem Spiel. Wenn man das Bild von sich selber hat, dann ist das schöne sekundäre Effekt eigentlich, dass das Bild von dir selber, das du hast, auch andere Menschen sehen und sie dann auch dieses Bild übernehmen. Und er hat uns auch nie gesagt, wann zum Beispiel ein Talent-Scout zuschaut zur nationalen Auswahl zum Beispiel.

Fortsetzung

Er hat immer nur gesagt, es kommt bald einer oder vielleicht ist er auch schon hier. Das heißt, wir waren immer auf der Hut. Wir haben immer unser Bestes gegeben, weil wir nie wussten, wann. Das kommt eigentlich von der Verhaltensökonomie, habe ich später dann festgestellt. Oder wenn man nicht weiß, wann jemand zuschaut oder wann das Glück kommt, dann ist man immer auf dem Standard. Und dann verbindet man eigentlich deine beste Performance mit dem Antreffen des Glücks und das nenne ich die Glück-Umwandlungsrate.

Glück hat jeder. Das ist ja nur eine reine Form von Zufall. Das heißt also, wie der Zufall ist schon definiert, hat es jeder mal. Nur nicht jeder verwandelt es dann in etwas Positives für sein Leben. Und das kommt einfach, weil man nicht nur dann abliefern sollte, wenn man weiß, dass gleich vielleicht eine Opportunität da ist, sondern immer auf dem Level ist. Das finde ich mega interessant. Kannst du bitte noch mal darauf eingehen, wie du Glück definierst? Du hast gerade nur Zufall gesagt, aber kannst du aus deiner Sicht das nochmal Wie gesagt, Glück ist für mich eine reine Form von Zufall, in dem Sinn, dass man eine bestimmte Konstellation von Zuständen haben muss, dass man sein Ziel erreicht, zusätzlich zu seinem eigenen Talent.

Das heißt also, man kann der beste Fußballspieler sein, aber wenn gerade keiner zuschaut, dann bringt das nichts. Aber wenn man immer sein Bestes liefert, dann wird irgendwann auch mal einer zuschauen. Das ist Zufall, in dem Sinne, dass man nicht weiß, wann sowas passiert. Das heißt, man kann sich in die Situation begeben, aktiv und dann auch noch immer abliefern. Mein Trainer hat immer gesagt, wenn man jedes Spiel gewinnt, muss man nicht auf die Tabelle schauen. Glück in dem Sinne von Glücklichkeit ist aber was anderes für mich.

In dem Sinne, dass viele Menschen Reichtum mit Glück verwechseln, das ist es auf jeden Fall nicht. Man wird nicht unbedingt glücklich, wenn man reich ist, wenn man reich aber als finanzielle Freiheit definiert. Es gibt natürlich, im Buch erkläre ich vier Levels von finanzieller Freiheit. Ich denke aber, das ist was ganz anderes und das ist das letzte Kapitel. Da bin ich auch gespannt drauf. Ich werde das Buch auf jeden Fall noch lesen. Ist es ja noch nicht verfügbar? Stand heute? Zumindest stand heute. Ich weiß nicht, wann das veröffentlicht wird, aber in den nächsten zwei, drei Wochen sollte die deutsche Version verfügbar sein.

Die englische ist ja schon. Das Thema Glücklichsein, das ist bei mir im Podcast ein unglaublich wichtiges Thema. Für mich bedeutet Glücklichsein, dass ich meine wichtigen Lebensbereiche im Balance habe. Das bedeutet, Thema Familie, Thema Sport, Thema Freunde, Bekannte usw., dass ich es irgendwie im Balance habe. Ich kann nicht 100% nur Sport machen, ich kann nicht 100% nur Familie machen, es muss irgendwie im Balance sein und ich muss auch die Zeit auch reinstecken. Das bedeutet, ich kann nicht nur sagen, das ist mir wichtig, das macht mich glücklich, aber ich mache nichts dafür.

Das ist so grob meine Definition. Was ich auch vor kurzem gelernt habe, es gibt so eine Art Polarität oder Dualität. Wenn man sagt, man ist glücklich, dann gibt es auch Momente, wo man unglücklich ist. Oder das habe ich auch in einer anderen Stelle erwähnt, wenn man sagt, etwas ist attraktiv, jemand ist attraktiv, dann gibt es auch das Thema Unattraktivität. Kannst du auch darauf eingehen, wie du persönlich glücklich sein definierst? Ich frage ganz bewusst, weil augenscheinlich von außen hin sagt man, hey, du hast eigentlich relativ viel, du bist vorangekommen, du hast viel Erfahrung, viel Netzwerk, was macht aber jemandem wirklich glücklich?

Ja, das habe ich mich auch gefragt vor drei Jahren ungefähr und habe festgestellt, dass es Momente waren anstatt Dinge und habe dann versucht, die Frequenz der Momente zu erhöhen, nicht die Intensität der einzelnen Momente. Und zwar, auf gut Deutsch bedeutet das eigentlich, dass ich realisiert habe, dass alles, was mich glücklich gemacht hat in den Momenten, meistens nur eine Schwingung ist von meiner Basislinie, so nenne ich das. Das heißt, es gibt immer nur so einen temporären Hype, ich kaufe mir ein Auto für eine Million Euro, wow, das hat mich jetzt drei Minuten lang glücklich gemacht.

Aber dann kommt man wieder zurück zur Basislinie und wenn man sich das anschaut, die Basislinie kann relativ hoch, also das ist bei Menschen so, dass man eigentlich mit immer weniger Sachen glücklich sein kann, wenn man die Basislinie einfach mal reduziert. Was bedeutet das? Wenn ich jetzt sehr wohlhaben werde, dann kaufe ich mir einfach noch teurere Sachen und mache dann noch teurere Erlebnisse. Nur dann wird es halt schwieriger, diese Schwingungen nach oben zu haben, weil die Basislinie schon so hoch ist, dass das einen gar nicht mehr glücklich macht.

Das heißt, meine Übung, die ich gemacht habe vor drei Jahren, ist genau das Gegenteil. Ich habe meine Basislinie so reduziert, dass ich von einem 1000 Quadratmeter Villa mit Autos von mehreren Millionen Euro auf meine kleinste Wohnung umgezogen bin, 60 Quadratmeter, habe alle meine teuren Autos verkauft, alle meine teuren Uhren, ich habe einfach nur noch basic Sachen. Und dann spüre ich diese Schwingungen noch viel mehr. Das heißt, ich maximiere jetzt Momente, die mich glücklich machen mit Freunden, Kleinigkeiten machen mich schon viel glücklicher, was ich früher oder vor ein paar Jahren gar nicht mehr gespürt hätte.

Fortsetzung

Und das Gute ist bei dem Thema glücklich sein, dass es, wie gesagt, diese Schwingungen gibt, die nach oben gehen, das nennt man dann glücklich sein für diese paar Minuten. Aber dass es dieses Traurigsein auch in die andere Richtung gibt, das sind auch nur Schwingungen nach unten, auch nur temporär. Und das Interessante ist, dass der Körper dann ein psychologisches Immunsystem hat. Das heißt, der Körper kann auch diese negativen Events in positive Erfahrungen umwandeln. Als ich zum Beispiel am 16. März 2020 der größte Crash des Dow Jones Aktienindexes in seiner 135-jährigen Karriere sehr viel Geld verloren habe, dann war ich natürlich traurig.

Ich glaube, das ist 20% innerhalb von wenigen Minuten und dann noch knapp 40% abgestürzt. Das war natürlich schlecht. Und dann gibt es so etwas, das nennt sich die hedonische Adaptation oder die hedonische Tretmühle. Als der Körper dann sagt, oder in diesem Fall unsere Psyche sagt, ja, das ist doch eigentlich eine schöne Gelegenheit, daraus zu lernen. Und man baut dann quasi sich eine bessere Story damit auf. Und der Körper, wie gesagt, ist ein Immunsystem, rationalisiert dann diese Erfahrung und macht daraus Glück.

Und das Interessante ist, dass dieses Glücklichsein, also von der Schwingung wieder hoch zur Basislinie, dir nicht unbedingt weniger Glücklichsein als Gefühl gibt, als wenn du ein Upswing hättest, also ein positives Erlebnis. Das heißt, ein negatives Erlebnis kann zu einem gleichen Gefühl führen wie ein positives Erlebnis. Interessant. Und das ist interessant, dass man dann einfach aus jedem Herzschmerz auch eine Gelegenheit ziehen kann. Und wenn man drüber nachdenkt, dann hat man in schlechten Zeiten meistens, oder hoffentlich, was gelernt und auch was Positives rausziehen können.

Und ich finde, wenn man zurück zum Thema Glücklichsein kommt, finde ich, ist es wichtig, dass man, je mehr man diese gesellschaftliche Leiter hochklettert, nicht auch seine Basislinie einfach miterhöhlt, sondern ich war es ja nie gewohnt, sich alles leisten zu können. Das heißt, ich habe mich treiben lassen von dem Erfolg und habe meine Basislinie miterhöhlt. Dadurch wurde es für mich immer schwieriger, eine Schwingung nach oben zu haben, weil ich bin ja schon sehr hoch. Das heißt, man schätzt diese Momente nicht mehr.

Und ich habe, wie gesagt, genau diese Übung gemacht, dass ich das komplett wieder reduziert habe. Ich habe ein Jahr lang keine Wohnung gehabt. Ich habe um 22 Uhr entschieden, wo ich schlafen sollte. Ich habe dann in Hotels geschlafen, spontan, immer aus dem Koffer gelebt. Mein Koffer war auch im Kofferraum vom Auto. Und das bedeutete für mich Freiheit, Flexibilität und einfach angekommen zu sein. Das ist ein sehr ungewöhnlicher Weg, würde ich sagen. Dazu habe ich auch direkt eine Frage. Und zwar, auf Social Media, wenn man dir folgt, dann merkt man, du hast einen sehr interessanten Lifestyle, du bist sehr viel unterwegs, du hast ein unglaublich großes Netzwerk.

Und ich habe mir dann vorgestellt, es ist unglaublich schwierig, und das wäre auch eigentlich eine Frage jetzt, auf dich selber zu achten, auf dich selbst zu achten, weil man eben so viel in Kontakt mit anderen Menschen ist, so viel Noise, so viel Geräusche von drum herum findet. Wie hast du es dann geschafft? Und ich höre es gerade raus, du machst hier unglaublich viele Gedanken zu diesem Thema glücklich sein. Wie hast du es geschafft? Oder gab es einen Moment, wo du gesagt hast, ich muss mich jetzt immer auf mich selber fokussieren, ich muss meine Mitte finden und genau diese Sachen, die du gerade gesagt hast, anstoßen, Haus verkaufen und so weiter.

Gab es einen Triggermoment oder wie ist das so gekommen? Wie findest du auch diese Ruhe? Darüber nachzudenken? Es gab verschiedene Momente. Ein Moment, wo ich gemerkt habe, dass ich büschelweise Haare verloren habe. Ich habe also nicht einen normalen Haarausfall, den viele Männer haben, sondern so, dass einfach so ein Busch abgefallen ist, immer so Löcher. Und dann bin ich zum Arzt gegangen, zum Dermatologen, und er meinte, du musst nicht zum Dermatologen, du musst zum Neurologen. Dann bin ich zum Neurologen gegangen und er hat gesagt, wenn ich so weitermache, würde ich daran sterben.

Und ich meinte, was habe ich denn gemacht? Er sagte, du arbeitest zu viel, du hörst eigentlich nie auf zu arbeiten, du hast, weil ich hatte ihm meine Symptome erklärt. Ich habe gesagt, ich fühle mich müde, obwohl ich schlafe. Und dann hat er mir so ein Gerät gegeben zum Messen. Drei Tage lang habe ich das am Kopf getragen, nachts. Und dann habe ich ihm das Gerät zurückgegeben und er hat gesagt, hast du das Gerät genutzt? Ja, ich habe es genutzt. Er sagt, du schlägst noch nicht mal in 3% der Zeit, in dem du im Bett liegst.

Und das ist natürlich, das kann tödlich sein. Da habe ich realisiert, dass ich nicht nur auf Business fokussiert sein muss, weil ich denke, du kannst kein erfolgreiches, gesundes Unternehmen aufbauen, wenn du keinen gesunden Körper hast. Und habe dann angefangen, jeden Tag zu trainieren. Ich habe meine Ernährung umgestellt. Ich habe dann gemerkt, dass ich dann auch viel produktiver wurde. Und das war meine erste körperliche Übung. Die zweite seelische Übung war eigentlich, mich von negativen und toxischen Menschen zu befreien in meinem Zirkus.

Fortsetzung

Gab es da einige? Da gab es einige. Ich habe irgendwann gesagt, wenn du aufwachst und alle Menschen, die um dich herum sind, sind Menschen, die du bezahlst, dann hast du ein Problem. Und ich habe mein Zirkus sehr stark reduziert. Ich kenne sehr viele Menschen, aber ich habe nicht mit vielen zu tun. Negative Menschen gibt es. Ich liebe alle Menschen. Das Problem ist einfach, dass viele Menschen ihre eigene Geschichte haben, warum sie negativ geworden sind. Ich kann leider nicht jedem helfen. In dem Kontext, du hast es mal gesagt, du hast mal von Sprache der Liebe gesprochen und dass du von jedem Menschen was lernen kannst, kannst du darauf eingehen.

Also selbst wenn jemand negativ ist, wie gehst du? Weil das Problem kennen wahrscheinlich einige, die haben negative Menschen zwangsläufig um sich herum, sei es Familie, Geschäftspartnerschaft oder Arbeitskollegen. Man muss sich irgendwie arrangieren. Wie gehst du damit um? Ich denke, die Lösung vor alles ist Liebe. Ich habe in dem Buch klar definiert, was Kapitalismus schafft und was Moralität schafft. Und ich glaube, die Kombination ist, beides zu verstehen, um ein erfülltes Leben zu haben. Ich glaube, die Sprache des Kapitalismus ist Mathematik.

Die Sprache der Moralität ist Liebe. Man muss als Unternehmer auch beide Sprachen sprechen. Das ist wichtig. Und wenn man sich die größten Probleme der Welt anschaut, dafür haben wir drei Systeme aufgebaut als Menschen. Wir haben uns ein For-Profit-System aufgebaut, also Kapitalismus, das Probleme löst. Die meisten Probleme, die wir haben, die lösen wir durch Kapitalismus, indem wir Firmen gründen, die für einen Profit ein Problem im Markt lösen. Und wenn sie kein Problem im Markt lösen, dann sterben sie.

Das ist ein sehr guter Mechanismus, um bestimmte Probleme zu lösen. Dann gibt es Probleme, die mir sehr am Herzen liegen, die keiner lösen möchte, weil sie nicht lukrativ genug sind. Das sind zum Beispiel seltene Krankheiten. Meine Schwester hat eine seltene Krankheit, an der ich seit Jahren arbeite. Und ich habe in medizinische Forschung investiert. Ich kann dir von einem Herrn erzählen, wo ich auch Investor bin. Der hat zum Beispiel Krebs geheilt. Der hat Arthritis geheilt. Das ist jetzt noch in Produktion.

Das heißt, das wird auf den Markt kommen in den nächsten paar Jahren. Und dann habe ich ihm natürlich in dem Moment erklärt, dass meine Schwester eine seltene Krankheit hat. Und ich sitze mit dem Gründer und CEO. Das heißt, ich kann nicht näher an die Frontlinie der Wissenschaft kommen. Ich habe gesagt, können wir dagegen was machen? Und er hat sich das angeschaut und hat gesagt, lohnt sich nicht. Das stimmt. Kapitalismus kann da nicht helfen. Dafür braucht man das zweite System, das ist dann Non-Profit.

Sonst haben wir keine schöne Welt. Dafür haben wir ein super System, wie gesagt, die Wohltätigkeit. Und das dritte ist das System der Regierung. Die haben wir, um Polizei zu haben, um Militär zu haben, um Gerichte zu haben. Die lösen auch ein Problem in der Welt. Der Trick darin ist, dass wir genau diese drei Systeme harmonisch zusammenarbeiten und uns nicht nur auf eine Sache fokussieren. Wenn man ein Gewinner im Kapitalismus ist, aber ein Loser in der Moralität, dann ist man kein erfolgreicher Mensch.

Und das ist genau das, was am Ende vielleicht auch dein Warum sein sollte. Warum du dein Unternehmen gründen möchtest. Ich glaube, nur mit kapitalistischen Zielen wirst du nicht ankommen. Ist das auch deine Definition von Erfolg? Meine Definition ist von Erfolg. Es ist ein guter Mensch zu sein. Und das ist leider nicht mit Kapitalismus gelöst, nicht alleine. Kannst du noch mal kurz darauf eingehen? Unterscheidest du zwischen das, was ich verstanden habe? Es gibt keinen rein unternehmerischen Erfolg, sondern nur in Kombination zum Beispiel mit einem moralischen Standards, die man hat.

Könntest du trotzdem mal eingehen, dass ich ganz genau verstehe, was Erfolg für dich genau bedeutet? Was bedeutet Erfolg für mich? Ich habe mir diese Frage gestellt und habe auch gesagt, wer war der erfolgreichste Mensch aller Zeit? Ich habe gesagt, das war nicht der Reichste. Das war auch nicht der, der am längsten gelebt hat. Das war ein Mensch, der nie vergessen wurde. Es gab ja schon über 109 Milliarden Menschen. An wie viel kannst du dich erinnern? Dann habe ich gesagt, okay, nicht vergessen zu werden, ist gar nicht so einfach.

Das heißt also, sag mal, wenn du einen Trend töten willst, ist die beste Methode einfach aufzuhören, darüber zu reden. Das ist die größte Bestrafung für jemanden, der erinnert werden möchte. Das heißt also, man muss irgendwie etwas kreieren, das einen überlebt. Das können Unternehmen sein. Und ich definiere das als mein ultimatives Dann-Was. Ich habe mit einem Freund von mir vor ein paar Jahren gesprochen und er hat mich gefragt, warum ich so viel arbeite. Und er meinte, das macht keinen Sinn. Ich habe gesagt, okay, ich arbeite, weil ich mir dann ein Haus leisten möchte.

Fortsetzung

Und er meinte, und dann was? Ich habe gesagt, ja, ein größeres Haus. Er meinte, ja, und dann was? Ja, ein Auto, ein Sportwagen. Ja, und dann was? Und er hat einfach nicht aufgehört, immer und dann was zu sagen. Und dann habe ich realisiert, dass am Ende mein ultimatives Dann-Was ist etwas oder jemanden zu kreieren. Etwas oder jemanden zu kreieren, okay. Genau, jemanden zu kreieren ist, glaube ich, rein aus biologischer Sicht die Definition von Erfolg. Und etwas zu kreieren ist etwas, was mich überlebt. Das muss nicht ein Unternehmen sein.

Das kann eine Ideologie sein. Das kann eine Bewegung sein. Eine Bewegung. Es kann einfach alles sein, das dazu führt, dass man nicht vergessen wird. Aber auch hoffentlich in positiver Art und Weise. Und hier ist das Dilemma. Wo ist der Unterschied zwischen einem Menschen, der vergessen wurde, und einem Menschen, der erinnert wird, an den man sich erinnert, aber auf negativer Art und Weise? Wer ist erfolgreicher? Das ist sehr, sehr gefährlich, weil es gibt sehr viele Menschen, die wurden nicht vergessen, aber als grausame Menschen.

Es gibt einfach diesen Menschen, der eigentlich vergessen sein sollte, immer noch leben. Das ist traurig. Da müssen wir eigentlich weg. Wir müssen Menschen vergessen, die schlecht waren. Das ist die größte Bestrafe. Und Erfolg für mich ist genau das, dass man positiv erinnert wird, in Erinnerung bleibt. Sehr schöne Einsichten. Vielen Dank dafür. Du bist auf Social Media auch insofern aktiv, dass du gerne Wissen weiter gibst. Das ist mir schon aufgefallen. Du erklärst gerne Sachen was. Und zählt das auch für dich dazu, dieses Thema Wissensweitergabe?

Oder warum machst du das überhaupt? Also umgefragt. Ich glaube, dass es die beste Investition aller Zeiten ist, in Wissen zu investieren. Weil dann kann man dir alles wegnehmen und du kannst immer wieder aufbauen. Darum, materielle Sachen sind nicht viel wert. Die kann man dir übrigens kaputt machen, die kann man dir klauen. Aber dein Wissen ist wie eine Bedingungsanleitung zu deinem eigentlichen Glück. Wenn du Glück so definierst, dass du dann die Fähigkeit hast, deine eigenen Ziele zu erreichen, ohne abhängig zu sein.

Dann ist das eigentlich das beste Investment. Bücher lesen zum Beispiel. Absolut. Was möchtest du selbst noch lernen? Du gibst viel Wissen weiter, aber was willst du selber noch lernen? Es gibt vier Arten von Wissen, die ich definiere. Und da gibt es eine Art, die sehr missverstanden ist. Also die vier Arten, ist es bekanntes Wissen, unbekanntes Wissen, unbekanntes Unwissen und bekanntes Unwissen. Und was sehr interessant ist, dieses unbekannte Unwissen. Was weiß ich nicht, dass ich nicht weiß? Da ist die größte Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln.

Sich Fragen zu stellen, die wir nicht wussten, die wir uns stellen sollten. Kannst du da ein paar Erkenntnisse, ein paar Fragen teilen mit uns? Ich habe vor ein paar Jahren ein wöchentliches Meeting aufgesetzt in meinem Engagement-Team, wo ich gesagt habe, in dieser Stunde werden wir alles, was ihr wollt, besprechen. Man kann es Brainstorming nennen. Ich habe es aber in dem Sinne so gemacht, dass ich gesagt habe, wir reden jetzt nicht nur in diesem Fall über Autohandel, sondern sagt mir, was dieses Unternehmen weiterbringen könnte.

Und eine Übung davon war zu sagen, stellt euch mal vor, hier würde ein Arzt sitzen, hier würde ein Gehirnschirurg sitzen, hier würde eine Reinigungskraft sitzen. Wir sind fast alle Berufe durchgegangen. Wir haben gesagt, was könnte dieser Mensch diesem Unternehmen beitragen? Ich glaube ja daran, dass jeder Mensch etwas weiß, was ich nicht weiß, aber auch noch viel wichtiger ist, dass jeder Mensch ein bestimmtes Talent hat, von Geburt an, worin er viel besser ist als andere. Und das ist leider schade, dass diese Menschen ihre, genau diese Fähigkeit meistens gar nicht herausfinden, und wenn sie sich herausfinden, nicht daraus Kapital schlagen und einfach sagen, ja gut, ich mache trotzdem was anderes, weil es einfacher ist, damit jetzt erst mal seinen Gehalt zu verdienen.

Aber um das anzupassen, das ist extrem wichtig. Wenn du in dein Zirkel jetzt schaust und über irgendeinen Menschen nachdenkst, dir wird sofort etwas auffallen, worin dieser Mensch besser ist als andere Menschen, überdurchschnittlich. Und dieses Gedankenexperiment habe ich dann übersetzt in dieses Meeting, habe gesagt, was kann ein Gehirnschirurg besser, was kann ein Psychologe besser. Und irgendwann habe ich herausgestellt, ein Psychologe versteht die menschliche Psychologie und wir haben darüber geredet und nach einer Stunde kamen wir dann auf ein Thema, das heißt Verhaltensökonomie.

Und plötzlich haben wir herausgestellt, dass wir durch die Regeln der Verhaltensökonomie auf ein Thema der psychologischen Preisgestaltung kommen können. Und ultimativ haben wir unsere Margen um über 10% erhöht, weil wir einfach angefangen haben ganz woanders. Wir sind einfach, diese Frage wusste ich gar nicht, die ich mir stellen sollte. Ich wusste doch gar nicht, dass ein Psychologe hier in diesem Unternehmen etwas tun könnte. Er saß hier nicht oder sie saß hier nicht, aber wir haben uns das vorgestellt, haben dann nachgeforscht, haben uns eine Frage gestellt, die wir uns nicht wussten, die wir uns stellen sollten und haben sie dann uns beantwortet und haben daraus dann unser Unternehmen verbessert.

Fortsetzung

Nehmt das einfach nur als ein Beispiel für den, was ich denke, wie wichtig nicht nur bekanntes Wissen ist, also zu wissen, was man kann und nur darauf seine Aktionen zu basieren, sondern auch zu schauen, was man nicht kann. Und noch viel interessanter ist, was man nicht weiß, was man nicht kann. Da sind die größten Gelegenheiten. Du hast gerade gesagt, dass jeder Mensch so einen gewissen Skill hat und eine gewisse Fähigkeit hat. Kannst du mit uns teilen, wo du denkst, wo deine gewisse Fähigkeit liegt?

Das ist über mich selber zu reden. Ja, ist das schwierig. Ich kann dir sagen, was ich hoffe, was andere Menschen in mir sehen, ist, dass ich ein ehrlicher Mensch bin. Dass ich das mache, was ich sage. Ich verspreche deswegen auch viel weniger, weil ich denke, das Wichtigste, wenn ich einen Tipp geben könnte einem Menschen, dann würde ich sagen, halte deine Versprechen. Das ist das, was die reichsten Menschen der Welt sehr gerne haben um sich herum und sehr viel Geld dafür bezahlen. Das hört sich einfacher an, als es ist.

Aber halte deine Versprechen. Das ist so viel wert. Wir haben gerade über Wissen gesprochen, aber gibt es auch einen Skill, eine Fähigkeit, die du weiter ausbauen möchtest für dich selbst? Im Grunde genommen, denke ich, man kommt ja nie an. Man hat nie 100-prozentiges Wissen. Man hat nur einen bestimmten Grad an Unwissen. Ich glaube, meine emotionale Intelligenz würde ich gerne noch verbessern. Ich bin sehr kapitalistisch in dem, was ich tue und wie ich denke. Ich versuche viel von meiner Mutter zuzulernen.

Sie hat mir viel beigebracht. Ich wusste das nicht. Sie hat mich zum Beispiel, als ich ein Kind war, bewusst in eine Behindertengruppe gepackt im Kindergarten. Obwohl ich nicht behindert war. Sie hat gesagt, weil jeder Mensch potentiell behindert ist. Das hat dazu geführt, dass sich die Ignoranz gegen behinderte Menschen verloren hat. Das war sehr viel wert. Mir kommt es zumindest über einen sehr gelassenen Menschen. Man merkt sofort, du bist nicht auf 100 gleich, sondern sehr gelassen. Ist das etwas Natürliches bei dir?

Oder hast du dir diese Gelassenheit irgendwie angelernt, antrainiert? Weil ich glaube, da wo du dich bewegst, ist wahrscheinlich sehr viel ungelassen. Sehr viel Energie, sehr viel Trubel einfach. Trotzdem bist du relativ gelassen. Wie kommt das? Habe ich angelernt. Ich habe 28 Regeln meines Lebens hier aufgeschrieben. Die außerhalb des Businesses sind. Ich habe immer gesagt, wenn man mit Gegnern konfrontiert ist, sollte man warten und schmunzeln. Warten und schmunzeln? Warten und schmunzeln. Ich glaube, Aktion ist sehr stark, aber Inaktion ist auch sehr stark.

Wenn man seine Wörter als Währung ansieht, dann sieht man, dass die Leute, die zu viel reden, arm sind und die sehr viel zuhören, Reichtum bekommen. Das Zuhören ist sehr viel wichtiger als zu reden. Das ist natürlich schwierig, das jetzt im Podcast durchzusetzen. Aber grundsätzlich habe ich von meinen Geschäftspartnern, die viel älter sind als ich, also doppelt so alt wie ich, habe ich gemerkt, sehr gestandene Menschen, sehr erfahrene Menschen, sehr wohlhabende Menschen. Bei denen habe ich gemerkt, dass die am wenigsten in meinen Vorstandsmeetings zum Beispiel reden.

Aber dann, wenn sie reden, hat es Gewicht. Kann ich absolut unterschreiben. Ich habe auch einen Mentor, kann man sagen. Ich telefoniere regelmäßig mit ihm. Ich gebe dann immer meine Updates, so hey, das und das mache ich gerade, so und so sieht es gerade bei mir aus. Ich merke auch, wie er einfach nur lange zuhört, wirklich bis ich alle Gedankengänge zu Ende gebracht habe. Und dann erst antwortet. Und dann aber auch haarscharf antwortet. Bei dem Thema Mentorship, hast du in deinem Umfeld Mentoren, auf die du zurückgreifst?

Ich vermute schon, aber ich würde gerne wissen, welche Bedeutung das für dich hat, dass man auf gewisse Expertisen, auf gewisse Erfahrungen, Lebenserfahrungen von einer Menschen zugreifen kann. Ja, ich denke, dass es einer der weiteren Erfolgsfaktoren von Unternehmern ist, dass sie einen sehr starken Circle haben. Ich habe kein spezifisches Idol, aber ich habe sehr viele Eigenschaften von Menschen, die ich idolisiere quasi, die ich auch sehr gerne kopiere. Also punktuell Eigenschaften? Genau, wie gesagt.

Ich hatte ja gesagt, dass es bestimmte Menschen gibt, bestimmte Fähigkeiten eines jeden Menschen gibt, die sehr überdurchschnittlich sind. Und die, die ich mag, die kopiere ich mir und werde dann meine eigene Version von Mensch und vielleicht auch die beste Version immer wieder. Und das habe ich. Ich habe das schon seit der Zeit in der WHO, also an meiner Hochschule. Da hat sich sehr viele starke Menschen um mich herum. Bis heute noch. Von denen habe ich viel gelernt. Ich glaube, das ist auch das, was ich an der Uni gelernt habe.

Fortsetzung

Das sind die Menschen. Ich habe an der Uni zwei Sachen eigentlich, die ich mitgenommen habe. Vielleicht sogar zweieinhalb. Ein bisschen über BWL als Diplomkaufmann. Aber ich glaube, das meiste war das Lernen zu lernen und die Menschen um mich herum. Das waren die wertvollsten Sachen. Ja, man sagt ja so schön, du bist der Durchschnitt der fünf Menschen um dich herum. Von den Fähigkeiten, vom Wissen her und so weiter. Also bin ich auf jeden Fall bei dir. Jetzt auf dem Stand, wo du dich heute befindest. Was ist eigentlich dein nächstes Level, was du erreichen möchtest?

Weißt du auch, wie du dahin kommst? Das ist eine sehr allgemeine Frage, aber ich hoffe, du verstehst ungefähr, was ich meine damit. Also im Business eigentlich nicht mehr viel. Gut, Firmen können noch größer werden. Ich kann noch mehr Firmen bauen, investieren. Mein ultimatives Ziel ist ja die Heilung meiner Schwester. Und da habe ich noch viel zu tun. Wir haben zwei von drei Problemen gelöst. Also ihre Anfallsfreiheit, die Reduzierung der Nebenwirkungen der Medikamente. Und das dritte ist die Rückgebindung ihrer kognitiven Fähigkeiten.

Sie ist 30, aber mental ist sie vielleicht sechs. Das heißt, da habe ich noch viel zu tun. Das ist unglaublich toll, was du da machst. Ich wollte noch mal ganz kurz fragen, wir haben vorhin darüber gesprochen gehabt, dass es wichtig ist, sein Umfeld sozusagen so ein bisschen auszusondieren. Ich würde trotzdem gerne mal verstehen, wie du es schaffst, zum Beispiel eine Beziehung zu cutten. Es ist, glaube ich, nicht immer einfach. Manchmal sind es auch nahestehende Menschen. Denkst du, es gibt nur die Lösung über diesen Cut?

Oder denkst du, es gibt auch andere Möglichkeiten, wie man damit zurechtkommt? Ich frage nämlich insbesondere deswegen, ein paar Zuhörerinnen und Zuhörer haben gefragt gehabt, hey, ich kann nicht einfach mit einem entfernten Bekannten, weil man sich auf Familienfällen trifft, einfach cutten, das funktioniert nicht. Wie schaffe ich es aber, trotzdem mich da nicht beeinflussen zu lassen von dieser Negativität, von dieser toxischen Aura, die diese Person von sich versprüht? Ich stimme zu, bei Familie ist das schwierig.

Ich habe das Glück, dass ich das nicht machen muss. Familie ist aber auch ein Bereich, wo man helfen kann und nicht sich einfach entfernt. Helfen kann? Genau. Da würde ich, anstatt wegzulaufen, helfen. Da würde ich vielleicht mir Beratung suchen. Ich würde zusammen das Problem angehen. Negativität ist nicht angeboren. Es gibt zwei größte Krankheit der Menschen. Das sind mentale Probleme. 48% von Erwachsenen werden im Laufe ihres Lebens eine mentale Krankheit haben. Viele reden nicht darüber. Und das ist ein Thema, das man heilen kann.

Ich würde Familienmitgliedern helfen, das zu heilen. Viele werden vielleicht nicht das wollen, aber das ist ja ein Teil der Krankheit. Ich würde ja aber nicht jeden direkt als krank abstempeln. Was wir realisieren sollten, dass jeder Mensch Tragödien hat, Probleme hat, Scheidungen hat, Krankheiten hat. Nicht jeder zeigt es. Man muss sehr sensibel mit diesen Themen umgehen. Man muss nur ein bisschen graben, man sieht das schon. Deswegen ist es in der Familie wichtig, dass man da nicht wegläuft. Man kann leider nicht jedem Menschen helfen in dieser Art und Weise.

Wenn das Freunde sind, dann solltest du dich fragen, was sie als Freunde definiert, warum sie Freunde sind. Dann muss man selber entscheiden, ob man da hilft oder Kontakte abbricht. Kontakt abbrechen ist natürlich schwierig, indem man sagt, das ist konkret. Man sagt, das ist ein Problem für mich. Ich kann damit nicht klarkommen. Wenn du das nicht selber löst, dann ist es besser, dass wir uns seltener sehen. Und wenn du dich dann seltener meldest, dann kommt das schon an. Ich verstehe. Ich finde es interessant, deinen Ansatz erst mal mit Liebe anzufangen.

Wir hatten vor der Aufzeichnung schon gesprochen. Ich finde, es gibt eine interessante Frage, die ich gerne auch von dir beantwortet haben möchte. Was wertschätzt du, was vielleicht andere gar nicht wertschätzen? Oh, ich kann dir sagen, was ich wertschätze. Das mache ich jeden Morgen. Meine Dankbarkeitsübung. Ich denke, das Gehirn kann Dankbarkeit mit Angst nicht verbinden. Bitte detailliert drauf eingehen. Du kannst z.B. nicht Angst haben und gleichzeitig dankbar sein. Diese beiden Gefühle kann das Gehirn nicht kombinieren.

Wenn du also diese Übung machst und sagst, wofür bin ich dankbar? Was könnte nicht besser sein in meinem Leben? Was könnte? Da denke ich an meine Familie. Ich denke daran, dass ich meine Freiheit habe. Ich habe Freunde, die ins Gefängnis gekommen sind, weil sie Schulden hatten. Unternehmensschulden. Es ist leider hier so gewesen, noch vor kurzem, dass man durch eine Insolvenz ins Gefängnis kommen könnte, weil man Schulden hatte. Das hat sich zum Glück jetzt geändert. Und dann merkt man, wie hart das ist, wenn man nicht mehr frei ist.

Fortsetzung

Also die Freiheiten, die wir vielleicht als gegeben ansehen, sind nicht so selbstverständlich. Das heißt, diese Dankbarkeitsübung und die Freiheit, die man hat, jetzt physische Freiheit, aber dann die ich habe, die finanzielle Freiheit und dann eine gute Familie zu haben, das ist, was mich glücklich macht. Und das schätze ich sehr. Ich glaube, das schätzen auch andere Menschen sehr. Das wird leider vergessen. Ich glaube, viele Menschen leben im Autopiloten. Und die Fähigkeit, seinen Autopiloten abzuschalten, erfordert mentale Energie.

Aber gleichzeitig ist das auch die Möglichkeit, sein Leben wirklich bewusst zu leben. Es ist traurig zu sehen, wie viele Menschen auf Autopilot routiniert alt werden. Vorhersehbar. Das ist so, als würde dir jemand sagen, wann und wo du sterben wirst. Das zerstört dein Leben. Ich glaube, ich bin voll bei dir. Das Thema Dankbarkeit ist, glaube ich, vielen irgendwo bewusst, aber es wird irgendwie nicht praktiziert. Also ich persönlich, ich liebe das Thema Dankbarkeit. Ich denke, es gibt eine Situation, die man sich vorstellen kann.

Sagen wir mal, irgendwas passiert Schlimmes um dich selbst oder um dich selbst herum, für dich selbst. Und dann ist man eigentlich bereit, alles herzugeben, um wieder diesen Vorzustand zu erreichen. Das heißt eigentlich dann im Umkehrschluss, dass die jetzige Situation eigentlich, wenn alles in Ordnung ist, eigentlich unbezahlbar ist. Und das mache ich mir durch meine Dankbarkeitstrainings bewusst, dass eigentlich das Hier und Jetzt, wenn alles passt, eigentlich unbezahlbar ist. Hundertprozentig. Im Januar war meine Schwester im Intensiv-Care, also in der Intensivstation wegen Covid und im künstlichen Koma.

Obwohl sie geimpft war, aber sie hat einen Impfdurchbruch gehabt. Ich war natürlich bereit, ich habe auch gesagt, was kann ich kaufen, damit sie jetzt gesund wird. Der Arzt hat gesagt, nichts, kann es absolut nichts machen. Übrigens gibt es auch jetzt keine Medikamente, die jetzt Covid heilen. Aber ich wäre bereit, um alles zu bezahlen. Und dann merkt man, wie schnell man machtlos ist. Ich habe natürlich eine Armee von Professoren und Ärzten dort gehabt. Aber im Endeffekt kämpft die Natur. Das heißt, man merkt dann schon, wo die Grenzen sind.

Vielen Dank für deine Transparenz, also über so emotionale Themen zu sprechen. Vielen Dank dafür. Ich könnte mich noch stundenlang mit dir unterhalten, aber ich weiß, dass deine Zeit sehr knapp ist. Ich würde auch langsam zur letzten Frage kommen. Bevor ich dich stelle, wo können die Menschen, die dir online folgen, wenn sie das möchten und mehr über dich erfahren möchten? Eigentlich überall, sei genial. Ich bin auf allen sozialen Kanälen aktiv. Und man wird mich schon finden. Das denke ich auch. Es war gar nicht so leicht, dich nicht zu finden.

Sagen wir es mal so. Gut, dann kommen wir nun zur letzten Frage. Welches Mindset hatte den größten und positivsten Einfluss auf dein Leben? Welches Mindset hat mich hierher geführt? Ich habe in meinem Buch drei Mentalitäten erklärt, die ich kombiniere, die ich auch von anderen Menschen gelernt habe und dann meine Version draus gemacht habe. Ich nenne sie meine No-Need, No-Limit und All-In-Mentalität. Die drei zu kombinieren hat mir sehr viel geholfen. No-Need? No-Need, also ich bin nicht bedürftig. Ich bin nicht auf andere Ahnen gewiesen.

Inaktion kann sehr stark sein. No-Limit, ich denke nicht in Grenzen. Ich habe sehr klein gedacht, als ich noch Student war. Hab dann realisiert durch die Menschen um mich herum, dass ich mich in Trivialitäten verloren habe. Mein Vater hat mir damals gesagt, du sollst nicht den Ozean überqueren, aber in der Pfütze ertrinken. Und das dritte ist meine All-In-Mentalität. Das habe ich von einem, ja, ich glaube, den legendärsten Hedgefonds-Manager aller Zeiten. Das war auch einer meiner ersten Investoren gelernt.

Wenn du an etwas glaubst, geh All-In. Aber wie gesagt, das ist im Detail erklärt. Mega, mega. Kannst du am Ende jetzt ganz kurz darauf eingehen, warum du das Buch geschrieben hast? Ich habe vor sechs Jahren mich entschieden, auf den sozialen Kanälen aktiv zu sein. Einfach Leuten ein bisschen zu helfen, mit einem Rezept, wie ich an Unternehmen herangehe. Wie baut man einen Businessplan auf? Wie baut man ein Team auf? Wie baut man ein erfolgreiches Unternehmen auf? Aus meiner Perspektive. Das beantwortet viele Fragen.

Und gleichzeitig habe ich das in dem Mantel der Moralität gepackt. Und das ist die Kombination zwischen Kapitalismus und Moralität in diesem Buch. Es beantwortet viele Fragen der Follower, die ich habe, die mittlerweile kombiniert über drei Millionen Menschen sind. Ich kriege viele Fragen und das hilft natürlich, dass man das einmal komprimiert aufschreibt. Was ich dann gemerkt habe, ist, dass dir das Buchschreiben etwas beibringt über das Thema, worüber du das Buch schreibst. Jeden Satz, den ich da reingepackt habe, habe ich nachgeforscht.

Fortsetzung

Mein Literaturverzeichnis ist sehr lang. Es sind, ich glaube, Hunderte von Büchern. Das heißt, ich habe durch dieses Buch auch sehr viel gelernt. Und tu es immer noch. Sehr cool. Sehr starke Abschlussworte zeigen. Ich danke dir wirklich vom ganzen Herzen für deine Zeit. Du bist ein unglaublich inspirierender Mensch für mich. Und ich hoffe, du machst noch ganz lange so weiter. Danke, vielen Dank. Vielen Dank, bis bald wieder.

Dieses Transkript wurde automatisch mit Whisper KI erstellt und kann vereinzelt Fehler enthalten.


Keywords

Tags: Saygin Yalcin, Reichtum, innere Balance, Versprechen halten, Glueck Definition, Basislinie, hedonische Adaptation, Erfolgsfaktoren Unternehmertum, Dubai Unternehmer, Mindset, Reputation, finanzielle Freiheit, Minimalismus, Glueck-Umwandlungsrate, Standard der Exzellenz, Project Mindset Podcast


Namen und Begriffe

Saygin Yalcin, Reza Mehman, Project Mindset Podcast, Dubai, Bremen, Amazon, BWL-Studium, Dow Jones, Verhaltungsoekonomie, hedonische Adaptation, hedonische Tretmuehle, Glueck-Umwandlungsrate, Basislinie, Standard der Exzellenz, Reputation, finanzielle Freiheit, Talent-Scout, A-Jugend Bundesliga, psychologisches Immunsystem


Zitierfaehige Passage

Saygin Yalcin erklaert, dass Glueck eine reine Form von Zufall ist und man seine Glueck-Umwandlungsrate maximiert, indem man stets auf hoechstem Niveau abliefert.
Er hat seine persoenliche Basislinie radikal gesenkt, von einer Millionaersvilla auf 60 Quadratmeter, um kleine Momente wieder intensiver erleben zu koennen.
Sein wichtigster Rat lautet: Halte deine Versprechen, denn genau das ist es, wofuer die erfolgreichsten Menschen der Welt bereit sind, viel Geld zu bezahlen.
Das Ziel sollte nicht sein, eine Milliarde zu verdienen, sondern in der Lage zu sein, eine Milliarde abzulehnen, wenn es falsch ist.






Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert