53. Du musst authentisch sein! Lara Busch über Social Media, Influencer und Personal Branding!

Authentisch sein auf Social Media

Lara Busch über Influencer Marketing, Personal Branding und die richtige Geisteshaltung fuer Social Media Erfolg


Einleitung

Personal Branding auf Social Media ist laengst kein optionales Hobby mehr, sondern ein strategisches Werkzeug fuer Karriere und Unternehmertum. In dieser Episode von Project Mindset spricht Reza Mehman mit Lara Busch, einer Expertin fuer Influencer Marketing und Social Media Positionierung, die aktuell ihre Dissertation zu diesem Thema schreibt. Lara hat selbst eine grosse Followerschaft auf Instagram aufgebaut, beratet Unternehmen und betreut den LinkedIn Kanal einer Vorstaendin aus der Automobilindustrie. Gemeinsam klaeren die beiden grundlegende Fragen: Ab wann ist man Influencer? Was unterscheidet Personal Branding von Influencer Marketing? Und warum ist Authentizitaet der wichtigste Erfolgsfaktor auf Social Media? Dieses Gespraech liefert sowohl fachliche Einordnung als auch praktische Tipps fuer alle, die ihre eigene Positionierung auf sozialen Netzwerken aufbauen oder verbessern moechten.

Zusammenfassung

In einem Satz: Lara Busch erklaert, warum Authentizitaet der Schluessel zu erfolgreichem Personal Branding und Influencer Marketing auf Social Media ist und wie man sich strategisch positioniert.

In drei Saetzen: Lara Busch unterscheidet im Gespraech mit Reza Mehman klar zwischen Personal Branding als bewusstem Positionierungsprozess und dem Influencer Dasein als Wahrnehmungsphaenomen im eigenen Netzwerk. Sie betont, dass Authentizitaet, Glaubwuerdigkeit und klare Zielsetzung die wichtigsten Grundlagen fuer den Aufbau einer Social Media Praesenz sind. Ausserdem gibt sie Einblicke in Influencer Marketing Strategien fuer Unternehmen und erklaert, warum langfristige Kooperationen mehr bringen als einmalige Aktionen.

In fuenf Saetzen: Lara Busch, Doktorandin an der Universitaet Leipzig und ehemalige Influencerin, teilt im Gespraech mit Reza Mehman ihre Expertise zu Social Media, Personal Branding und Influencer Marketing. Sie erklaert den Unterschied zwischen Personal Branding als strategischem Prozess und dem Influencer Status als Wahrnehmung durch das Netzwerk. Authentizitaet sei dabei der zentrale Erfolgsfaktor, denn nur wer ehrlich zu sich selbst ist, wird langfristig Vertrauen bei seiner Community aufbauen. Fuer Unternehmen empfiehlt Lara langfristige Influencer Kooperationen statt einmaliger Kampagnen, da nachhaltige Beziehungen mehr Glaubwuerdigkeit und Wirkung erzeugen. Abschliessend gibt sie Einblicke in ihre persoenliche Priorisierung und ihr Mindset, das auf Qualitaet statt Quantitaet und bewusste Entscheidungen setzt.

Kontext: Wer, Was, Warum

Wer spricht: Reza Mehman, Host von Project Mindset, im Gespraech mit Lara Busch, Doktorandin an der Universitaet Leipzig, Social Media Beraterin, ehemalige Influencerin und Gruenderin einer eigenen Textilmarke.

Worum geht es: Das Gespraech dreht sich um die Unterschiede zwischen Personal Branding und Influencer Marketing, die Rolle von Authentizitaet auf Social Media, Strategien fuer Unternehmen im Influencer Marketing und die persoenliche Entwicklung hinter einer Social Media Karriere.

Warum ist es relevant: Social Media ist aus dem beruflichen und privaten Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Frage, wie man sich authentisch positioniert und Social Media als strategisches Werkzeug nutzt, betrifft Freelancer, Unternehmer, Fuehrungskraefte und jeden, der seine Karriere oder Marke voranbringen moechte.

Drei Kernfragen der Episode:

  • Was unterscheidet Personal Branding von Influencer Marketing und ab wann ist man Influencer?
  • Warum ist Authentizitaet der wichtigste Erfolgsfaktor auf Social Media?
  • Welche Influencer Marketing Strategien sollten Unternehmen verfolgen?

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung – Worum es in dieser Episode geht
  2. Zusammenfassung – Die Episode in Kurzform
  3. Kontext – Wer spricht, was ist das Thema und warum ist es relevant
  4. Themen und Einordnung – Die zentralen Themenbereiche der Episode
  5. Kern-Aussagen – Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick
  6. Haeufig gestellte Fragen – Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Personal Branding und Influencer Marketing
  7. Highlight-Zitate – Die praegnantesten Aussagen aus dem Gespraech
  8. Transkript – Das vollstaendige Gespraech zum Nachlesen
  9. Keywords – Relevante Suchbegriffe zur Episode
  10. Namen und Begriffe – Alle wichtigen Personen, Organisationen und Fachbegriffe
  11. Zitierfaehige Passage – Eine kompakte Kernaussage zum Teilen

Themen und Einordnung

Personal Branding als strategischer Prozess

Lara Busch erklaert, wie Personal Branding als bewusster Positionierungsprozess funktioniert und warum klare Ziele der Ausgangspunkt jeder Social Media Strategie sein sollten.

Keywords: Personal Branding, Positionierung, Social Media Strategie

Influencer Marketing und die Rolle der Authentizitaet

Das Gespraech beleuchtet, warum man nicht einfach Influencer „werden“ kann, sondern vom eigenen Netzwerk als Meinungsfuehrer wahrgenommen werden muss, wobei Glaubwuerdigkeit und Authentizitaet entscheidend sind.

Keywords: Influencer Marketing, Authentizitaet, Meinungsfuehrer

Social Media als Karriere Werkzeug

Reza und Lara diskutieren, wie Social Media von einem reinen Konsummedium zu einem strategischen Tool fuer Karriere und Business werden kann, wenn man es bewusst einsetzt.

Keywords: Social Media Karriere, LinkedIn, Reichweite aufbauen

Influencer Strategien fuer Unternehmen

Lara gibt Einblicke in erfolgreiche Influencer Marketing Strategien, erklaert den Unterschied zwischen einmaligen Kampagnen und langfristigen Kooperationen und warnt vor haeufigen Fehlern.

Keywords: Influencer Kooperation, Unternehmensstrategie, Kampagnenplanung

Mindset und Priorisierung

Lara teilt ihre persoenliche Herangehensweise an Priorisierung und erklaert, warum ein klares Mindset mit Fokus auf Qualitaet und Authentizitaet den groessten Einfluss auf ihren Erfolg hat.

Keywords: Mindset, Priorisierung, Erfolgsfaktoren

Kern-Aussagen

  • Personal Branding ist ein bewusster Positionierungsprozess, waehrend der Status als Influencer von der Wahrnehmung des Netzwerks abhaengt.
  • Authentizitaet ist der wichtigste Erfolgsfaktor auf Social Media: Nur wer ehrlich zu sich selbst ist, wird langfristig Vertrauen aufbauen.
  • Man kann nicht einfach „Influencer werden“, sondern wird es durch kommunikative Staerke, Glaubwuerdigkeit und Meinungsfuehrerschaft im eigenen Netzwerk.
  • Social Media kann als strategisches Werkzeug genutzt werden, um die eigene Karriere oder das eigene Business voranzubringen.
  • Bevor man mit Personal Branding beginnt, sollte man sich fragen: Wer bin ich eigentlich und was moechte ich erreichen?
  • Langfristige Influencer Kooperationen sind fuer Unternehmen deutlich wirkungsvoller als einmalige Marketing Aktionen.
  • Erfolg auf Social Media sollte nicht nur an Followerzahlen gemessen werden, sondern an Engagement, Reichweite und den eigenen Zielen.
  • Negative PR ist nicht automatisch gute PR: Im Influencer Marketing kann sie nachhaltig das Vertrauen der Community zerstoeren.
  • Die Unterscheidung zwischen LinkedIn und Instagram liegt vor allem in der Zielgruppe und der Art des Contents, den man dort teilt.
  • Qualitaet geht vor Quantitaet: Lieber weniger, aber dafuer hochwertigen und authentischen Content veroeffentlichen.

Haeufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Personal Branding und Influencer Marketing?

Personal Branding ist ein bewusster Prozess, bei dem man sich strategisch positioniert, um als Experte wahrgenommen zu werden. Influencer zu sein ist dagegen eine Wahrnehmungssache: Man wird vom eigenen Netzwerk als Meinungsfuehrer anerkannt, vor allem durch kommunikative Staerke und Glaubwuerdigkeit. Die Begriffe ueberschneiden sich, sind aber nicht identisch.

Ab wann ist man Influencer?

Man kann nicht einfach entscheiden, Influencer zu werden. Laut Lara Busch wird man Influencer, wenn das eigene Netzwerk einen als Meinungsfuehrer wahrnimmt und man durch Glaubwuerdigkeit und kommunikative Staerke die Meinungen und sogar Kaufentscheidungen anderer beeinflussen kann.

Warum ist Authentizitaet auf Social Media so wichtig?

Authentizitaet ist entscheidend, weil die Community sofort merkt, wenn jemand sich verstellt. Nur wer ehrlich zu sich selbst ist und seine tatsaechlichen Staerken zeigt, baut langfristig Vertrauen auf. Lara Busch betont, dass Inhalte nie ueberzeugend wirken, wenn die Person dahinter nicht glaubwuerdig ist.

Wie misst man den Erfolg beim Aufbau einer Personal Brand?

Erfolg laesst sich durch verschiedene Kennzahlen messen: Followerzahlen, Engagement Rate, Reichweite und Interaktionen. Lara Busch betont jedoch, dass man sich vorab klare Ziele setzen sollte und den Erfolg nicht nur an quantitativen Metriken, sondern auch an qualitativen Ergebnissen wie Netzwerkqualitaet und Expertenwahrnehmung festmachen sollte.

Sollte jeder auf Social Media eine Personal Brand aufbauen?

Nicht zwingend. Lara Busch empfiehlt, sich zuerst zu fragen, welches Ziel man verfolgt. Fuer Freelancer, Start-up Gruender und Fuehrungskraefte kann eine bewusste Positionierung sehr sinnvoll sein. Wer in einer Rolle agiert, die an eine Unternehmenskommunikation gebunden ist, muss jedoch die Rahmenbedingungen beachten.

Was sind die groessten Fehler im Influencer Marketing?

Zu den groessten Fehlern gehoeren mangelnde Authentizitaet, das Veroeffentlichen von unglaubwuerdigem Content und das Setzen auf einmalige Kampagnen statt langfristiger Kooperationen. Auch die Annahme, dass negative PR besser sei als keine PR, kann im Influencer Marketing nachhaltig Schaden anrichten.

Welche Influencer Marketing Strategie empfiehlt Lara Busch fuer Unternehmen?

Lara Busch empfiehlt Unternehmen, auf langfristige Kooperationen mit Influencern zu setzen statt auf einzelne, kurzfristige Aktionen. Langfristige Beziehungen schaffen mehr Glaubwuerdigkeit und staerkere Bindung zur Zielgruppe. Zudem sollten Unternehmen darauf achten, dass die Werte des Influencers zur eigenen Marke passen.

Was ist der Unterschied zwischen LinkedIn und Instagram fuer Personal Branding?

LinkedIn und Instagram unterscheiden sich vor allem in der Zielgruppe und der Content Art. LinkedIn eignet sich besonders fuer professionelle Positionierung, Netzwerkaufbau und fachlichen Austausch. Instagram ist staerker visuell gepraegt und wird haeufig fuer Lifestyle, Mode und persoenlichere Inhalte genutzt.

Highlight-Zitate

„Du kannst nicht von heute auf morgen sagen, ich moechte jetzt ein Influencer werden, sondern das ist auch eine Wahrnehmungssache, ob du eben von deinem Netzwerk als Influencer wahrgenommen wirst.“

– Lara Busch

„Das Wichtigste, egal wer man ist, ob man gross oder klein ist oder wie man sich positionieren moechte, ist, dass man sich selbst fragt, wer bin ich eigentlich und sich auch dessen bewusst wird.“

– Lara Busch

„Das wird nie authentisch sein und das wird dir nie jemand abkaufen, wenn du nicht in die Kamera sprechen kannst und es trotzdem versuchst.“

– Lara Busch

„Social Media kann entweder gesund oder ungesund genutzt werden. Man kann als Creator das Tool so verwenden, dass man selbst vorankommt.“

– Reza Mehman

„Ich habe sehr lange dafuer gebraucht zu verstehen, dass es um die Reichweite geht. Und genau deswegen ist es ein Mindset Thema fuer mich geworden.“

– Reza Mehman

„Ein Influencer zeichnet sich vor allem durch persoenliche Eigenschaften aus, die du in einem Personal Branding Kontext nicht unbedingt haben musst.“

– Lara Busch

„Was ist das Ziel? Das sollte man sich immer fragen, wenn wir von einer bewussten Positionierung sprechen.“

– Lara Busch


Transkript

Das vollständige Gespräch

Hi zusammen und herzlich Willkommen bei Project Mindset. Ich habe nur ein, zwei kleine Anmerkungen zu machen. Ich durfte nämlich wieder ein Interview führen mit der Lara Busch. Das war ein super interessantes Interview. Wir haben über das Thema Social Media gesprochen. Jetzt kann man sich natürlich fragen, was das Thema Social Media mit dem Thema Mindset zu tun hat. Ich denke, in der heutigen Zeit hatte es sogar eine ganze Menge damit zu tun. Social Media kann entweder gesund oder ungesund genutzt werden.

Ich denke, ungesund kann man es vielleicht nennen, wenn man dieses übermäßige, ja, dieses Konsumieren von Social Media im Sinn hat. Das heißt, man scrollt den ganzen Tag oder einen halben Tag durch die ganzen sozialen Netzwerke. Ihr kennt die Apps und verschwindet eine ganze Menge Zeit in diese Netzwerke, statt zum Beispiel selber sich vorzubilden, Zeit woanders zu investieren, zum Lesen zum Beispiel zu verwenden. Und ich denke, da ist auf jeden Fall Social Media schlecht genutzt als Ressource und als Tool.

Wenn man es aber gut nutzen möchte, sozusagen im positiven Sinne, kann man von sich aus zum Beispiel sagen, ich nutze das Tool Social Media, um beispielsweise mit meiner eigenen Karriere voran zu kommen oder mit meinem Unternehmen voran zu kommen oder was für Ziele man auch immer hat. Man kann nämlich als Creator auf Social Media sozusagen das Tool oder die Ressource so verwenden, dass man selbst voran kommt. Und genau deswegen ist es nämlich ein Mindset-Thema für mich geworden. Ich habe, ich sage es auch im Interview später, ich habe früher gar nicht verstanden, warum jemand so viel Zeit zum Beispiel damit verbringt, Fotos zu veröffentlichen, Freunde anzusammeln.

Damals, ihr wisst noch, auf Facebook 4.000, 5.000 Freunde. Ich habe gar nicht verstanden, man kennt doch die ganzen Leute gar nicht, warum macht man das, bis ich dann irgendwann verstanden habe, ah ok, es geht um die Reichweite. Und genau darüber sprechen wir heute in dem Interview. Ich fand es sehr interessant, wir haben natürlich nicht nur über das Fachliche von Social Media gesprochen, sondern auch über den Menschen hinter dieser Expertise, also über die Lara Busch selbst. Sie macht auch eine Menge interessante Sachen.

Sie schreibt aktuell ihre Doktorarbeit über dieses Thema Social Media und Influencer Marketing. Sie hat ihr eigenes Beratungsunternehmen rund um Social Media. Sie ist parallel noch Dozentin zu dem Thema, hat ihre eigene Textilmarke und hat auch sonst noch sehr viele interessante Aktivitäten. So, nun genug gequatscht und viel Spaß mit dem Interview. Lara, 1000 Dank, dass du heute mit dabei bist. Danke für die Einladung. Ja, sehr gerne. Ich weiß, es ist wirklich zu schätzen, dass du dir Zeit genommen hast, extra.

Ich weiß, dass du einen vollen Terminkalender hast, ganz viel zu tun hast, aber dass du dir Zeit genommen hast, dass wir heute über ein sehr spannendes Thema sprechen. Also unter anderem Social Media, Influencer Marketing. Ich finde, wir leben irgendwie in einer verrückten Welt. Irgendwie war ich bei einem Anfängen von Social Media mit dabei. Damals mit Facebook oder wer kennt B in Studio VZ. Und ich habe mich damals immer gefragt, warum haben die Leute 4000 Freunde, 5000 Freunde, die kennen sie doch gar nicht.

Bis ich dann immer gemerkt habe, ah, okay, es geht um die Reichweite. Also ich habe sehr lange dafür gebraucht, das zu verstehen. Jetzt weiß ich aber auch, dass du, wir kommen gleich auch ein bisschen zu deinem Lebenslauf, dass du natürlich auch so eine ehemalige Influencerin bist, kann man so sagen. Wie bist du dazu gekommen, ich sage es mal so früh, so schnell, so aktiv zu sein auf Social Media? Tatsächlich hat sich das bei mir so ein bisschen entwickelt. Also erst mal nochmal vielen Dank für die Einladung, ich freue mich sehr, hier zu sein.

Und zu deiner Frage, es hat sich bei mir basierend auf meinem Studium so entwickelt. Also während des Bachelors, also ich habe Kommunikationswissenschaft studiert und während des Bachelors hat man damals noch sehr viel mit Blogs auch gearbeitet. Also ich hatte mal einen Praxisseminar über Blogs und irgendwie hat mich das auch ein bisschen interessiert. Und ich habe dann, ich bin so eine Hauruck-Aktion nach selbst ein erstellt, aber nur für mich eigentlich. Und parallel dazu kam halt Instagram auch so wirklich gerade richtig auf und war auch bei super vielen sehr beliebt.

Und ich war eher so, ich habe das privat genutzt. Also ich habe dann meine privaten Fotos geteilt und irgendwie 30 Likes gehabt, so damit war ich voll fein. Dann bin ich aber durch den Blog auch so ein bisschen selbstbewusster geworden und habe auch mal irgendwie ein bisschen modischere Sachen ausprobiert und hatte dann so fancy Schuhe mit Glitzer drauf. Und die habe ich auf Instagram gepostet und zum ersten Mal so Hashtags wie Fashion benutzt und irgendwie, ich weiß nicht, Schuhe und so, also ich bin so ein bisschen internationaler geworden und habe überhaupt verstanden, was Hashtags sind.

Fortsetzung

Und dann hatte ich plötzlich 60 Likes und das war für mich so, oh Gott, was ist passiert über Nacht? So fremde Leute, mit denen ich noch nie was zu tun hatte, sind mir plötzlich gefolgt. Und ja, dann habe ich das immer mehr gemacht. Dann habe ich so ein bisschen mein Hobby später irgendwann zum Beruf gemacht. Also ich habe viel über Mode gebloggt, war oft auf Fashion Weeks, bin viel rumgereist. Und ja, das konnte ich dann während meines Studiums, nach dem Bachelor auch während des Masters, noch weiterführen, intensivieren.

Und irgendwann musste ich mich enthalten, verdiene ich damit Geld oder lasse ich es als Hobby weiterlaufen. Hab dann damit Geld verdient und jetzt habe ich mich dazu entschieden, es auf der beratenden Ebene für Unternehmen zu machen. Also ich dachte immer, ich bin busy, aber ich habe das Gefühl, du bist super busy. Wenn ich ganz kurz mal so ein bisschen zusammenfassen darf, also ehemalige Influencerin, also auf Instagram sieht man eine riesen Follower- schaft, die du hast. Du hast ein eigenes Social Media Beratungsunternehmen.

Du schreibst einfach noch mal parallel deine Dissertation an der Universität Leipzig und es ist quasi so eine Industrie-Promotion, genau zusammen mit Mercedes-Benz, wo du einen Vorstandskanal auf LinkedIn auch noch begleitest. So habe ich es verstanden gehabt. Genau, also offiziell bin ich Doktorandin. Das heißt, ich bin Vollzeit bei Mercedes-Benz angestellt in Kooperation mit der Universität Leipzig und treffe da meine Doktorarbeit. Und nach meinem Master habe ich mich selbstständig gemacht und mit einer Unternehmensberatung und da habe ich auch zwei Mitarbeiter.

Da ziehe ich mich aus dem operativen Geschäft raus. Die führen das noch weiterhin, genau. Ich beobachte das unter anderem sehr stark auf LinkedIn, das Thema, ich sage jetzt mal, die eigene Vermatung von einem selbst. Das betreiben ja unglaublich viele Leute. Denkst du, es ist heute irgendwie unabdingbar, sowas zu machen? Gehört das einfach dazu, dass wenn man in einem Vorstand von einem Unternehmen sitzt oder wenn man ein Unternehmen leitet, dass man das unbedingt machen muss? Ich denke, es kommt immer darauf an, was man verfolgt.

Also was ist das Ziel? Das sollte man sich immer fragen, wenn wir von einer bewussten Positionierung sprechen. Also wenn wir davon reden, dass man sich selbst irgendwie zur Schau stellen möchte, mit seinen Kompetenzen glänzen möchte, dann ist das tatsächlich etwas, was in Richtung Personal Branding geht. Weil dann geht es ja darum, dass du dich positionieren möchtest, um innerhalb eines Netzwerks als Experte zu gelten, als eine Art Meinungsführer. Und wenn du das Ziel hast, dann ist das natürlich absolut sinnvoll.

Also was möchtest du erreichen? Wenn du jetzt ein Vorstand in einem Unternehmen bist, dann kannst du das natürlich nur in einem gewissen Maße, weil du ja auch immer noch in deiner Rolle agierst. Und das muss ja noch zur Unternehmenskommunikation und Philosophie passen. Deswegen muss man da immer ein bisschen aufpassen. Aber wenn du jetzt ein Freelancer bist oder ein Start-up CEO, wo einfach ein bisschen anderes Governance Board dahinter steht, eine andere CI, dann ist das total eine gute Möglichkeit, sich zu positionieren und auch eine größere Reichweite aufzubauen auf jeden Fall.

Können wir nochmal ganz kurz abgrenzen zwischen Personal Branding und ich sage es mal so das Thema Influencer. Ab wann bin ich Influencer? Ab wann habe ich eine eigene Personal Brand? Also ich blick da mit den Begriffen nicht so ganz durch. Kannst du da ein bisschen was dazu sagen? Ja, das ist auch tatsächlich definitiv gar nicht so leicht zu unterscheiden. Ich habe meine Masterarbeit über das Thema Influencer geschrieben und habe auch damals festgestellt, dass das halt genauso wie Personal Branding einfach ganz oft ein Passwort ist.

Also es wird einfach total rudimentär gebraucht und oftmals wissen die Leute gar nicht, was der Unterschied ist. Ich würde zum Beispiel sagen, also das ist nur meine Sichtweise, das muss jeder für sich selbst definieren. Personal Branding ist eine Art von Prozess, die du bewusst angehst. Wenn du sagen möchtest, ich möchte mich jetzt auf LinkedIn und Co positionieren, um eben mein Netzwerk aufzubauen, um innerhalb dessen als Experte zu gelten, dann betreibst du Personal Branding, dann bringst du deine Stärken heraus und schaust eben, dass du die bestmöglich vermarken kannst und wirst dann, wenn du gut bist und Glück hast, zu einer Personal Branding.

Aber das hängt immer davon ab, ob die Umgebung dich so wahrnimmt. Ein Influencer, du kannst das nicht werden, also du kannst nicht von heute auf morgen sagen, ich möchte jetzt ein Influencer werden, sondern das ist auch eine Wahrnehmungssache, ob du eben von deinem Netzwerk als Influencer wahrgenommen wirst. Und ein Influencer zeichnet sich eben vor allem auch durch persönliche Eigenschaften aus, die du in einem Personal Branding Kontext nicht unbedingt haben musst. Da glänzt du meistens durch deine Erfahrungen, durch deine Wissensstärke und das, was du bist im Prinzip, aber bei einem Influencer ist es eher so, dass der halt kommunikativ sein sollte und er muss vor allem auch glaubhaft sein.

Fortsetzung

Da sind schon Parallelen, also du kannst auch keine gute Personal Brand sein, wenn du nicht glaubwürdig bist, wenn die Leute dich nicht als Experte wahrnehmen. Aber ein Influencer kannst du meiner Meinung nach nicht werden, sondern du bist es halt durch deine kommunikative Stärke, durch deine Expertenwahrnehmung innerhalb des Netzwerks und weil du einfach ein Meinungsführer bist. Und dann kannst du basierend darauf tatsächlich dafür sorgen, dass deine Follower schafft, dein Umfeld dir glaubt und gegebenenfalls auch sogar dazu, was dann dazu führt, dass du vielleicht zum Beispiel auch deren Kaufentscheidungen beeinflussen kannst.

Aber das ist nicht die Idee einer Personal Brand, wobei du das so definitorisch gar nicht hundertprozentig unterscheiden kannst. Aber du hast natürlich ja Sachen, wie es sich überschneidet, ganz klar. Das Thema Personal Branding, ich musste mal ganz kurz darauf eingehen. Ich habe nämlich den Eindruck, dass viele an ihrer Personal Brand arbeiten wollen. Aber viele haben auch gleichzeitig das Problem, dass sie sich nicht trauen, vor die Kamera zu gehen oder Texte zu schreiben. Jetzt bist du ja in dem Feld sehr stark aktiv, machst ja unter anderem die Kanalbetreuung für den Vorstand oder für die Vorstände von Mercedes-Benz.

Was würdest du Menschen raten, die sagen, ich möchte gerne eine Personal Brand aufbauen? Weil das halt wichtig für mein Business ist, aber ich traue mich einfach nicht, Content zu veröffentlichen. Ich denke, das Wichtigste, egal wer man ist, ob man groß oder klein ist oder wie man sich positionieren möchte, ist, dass man sich selbst fragt, wer bin ich eigentlich und sich auch dessen bewusst wird. Also das wird nie authentisch sein und das wird dir nie jemand abkaufen, wenn du nicht in die Kamera sprechen kannst und es trotzdem versuchst.

Sondern was die Leute lieben und was sie sehen wollen, ist Authentizität. Und die kommt nur, wenn du das machst, was du kannst. Und wenn du niemand bist, der in die Kamera spricht, dann muss es ein anderes Format geben. Dann gibt es vielleicht gute Texte, die du schreiben kannst und wenn es die nicht gibt, dann gibt es etwas Drittes. Also nicht zu fragen, was ist die beste Methode, sondern wer bin ich und basieren darauf. Das machst du ja egal, wo du hingehst. Also wenn du ein Unternehmen bist und du suchst dir einen Social Media Channel raus, dann machst du das ja auch nicht, weil du sagst, ich will jetzt Instagram.

Das wird nie funktionieren, sondern du musst dir sagen, wer bin ich als Unternehmen, wo will ich hin, was ist mein Ziel? Und dann schaust du dir an, welche Hebel hast du, welche Maßnahmen und so sollte man das auch machen. Also ich würde nie jemandem überreden wollen, nicht authentisch zu sein oder ein Format zu nutzen, das er einfach nicht kann. Und wie misst man da, ich sage jetzt mal, die Erfolge, die man, also von den Aktivitäten, die man unternommen hat, wie misst man das? War man erfolgreich mit dem Aufruf der Personal Brand oder war man nicht erfolgreich?

Ja, da kommen wir jetzt natürlich so ein bisschen ins Reputationsmanagement, in die Reputationsmessung. Das ist halt eine eigene Wissenschaft für sich. Die Frage ist immer, was ist dein Ziel? Also wirklich, dein Ziel ist, messbar zu machen, dann wird es sehr, sehr wissenschaftlich. Dann musst du Befragungen durchführen, um zu schauen, okay, wie wirst du wirklich wahrgenommen? Weil was du ja machst, ist ja immer nur die Außenwirkung, also die Reputation zu stärken. Und wenn du dann in die Befragung, in die quantitative Forschung gehst, dann machst du Befragungen von Mitarbeitern oder von externen Leuten auf LinkedIn und kannst rausfinden, ob dein Format sinnvoll war, um deine Reputation zu stärken.

Aber das ist halt auch etwas, was du nur über einen sehr langen Zeitraum hinweg. Reputationsmessung ist auch ein sehr schwieriges Thema. Ich würde das eher versuchen, an qualitativen Faktoren zu messen, zum Beispiel zu sagen, ich merke es in meinem Umfeld, dass die Leute mir sagen, ich trete viel selbstsicherer auf oder dass sie mich vielleicht darauf ansprechen, dass ich ein bestimmtes Thema auf meinem LinkedIn-Kanal angesprochen habe. Also sowas zu versuchen, ist ein bisschen kleiner zu fassen. Aber es ist immer die Frage, was ist dein Ziel?

Möchtest du viele Follower? Dann kannst du es basierend darauf messen, dass die Leute dir folgen. Aber ob das sinnvoll ist, muss natürlich diskutiert werden. Es haben wir viel über die Rahmenbedingungen von Influencer-Marketing und Priced Branding gesprochen. Jetzt interessiert mich natürlich auch du als Person, wer du genau bist. Also wie misst du denn dein Erfolg jetzt, wenn du jetzt sag ich mal, du schreibst deine Dissertation, du hast dein eigenes Beratungsunternehmen, du hast nebenbei noch eine Textilmarke, wie ich gesehen habe.

Also du machst unglaublich viele Dinge. Was treibt dich denn eigentlich an so, ich sag jetzt mal, so intensiv deine Themen voranzutreiben? Das ist tatsächlich eine super spannende Frage. Ich bin halt ein sehr ehrgeiziger Mensch, weil für mich immer das Wichtigste war, das Beste aus mir für mich herauszuholen. Also nicht, ich brauch keine Anerkennung oder so, sondern ich muss abends einschlafen und sagen, okay, heute war ein guter Tag. Ich hab heute alles gegeben. Das ist mein Ziel gewesen. Ich hab’s erreicht, aber das hab ich gemacht.

Fortsetzung

Und das ist immer so mein Ansporn und mein Erfolg messe ich dann daran, ob ich sag, ich bin zufrieden, auch wenn das nicht unbedingt immer gut ist, weil ich glaube, ich werde nie zufrieden sein mit meiner Leistung. Aber ja, das ist der eine Erfolg und dann gibt’s natürlich auch ein Unternehmenserfolg. Klar, der ist dann irgendwie finanziell und auf Kundenseite. Ich hab zum Beispiel bis heute nie wirklich viel Werbung betrieben mit meiner Selbstständigkeit. Das läuft alles über Mundpropaganda. Und wenn du dann halt über Dreiecken hörst, ich hab gehört, du kannst mir mal helfen.

Also das ist natürlich viel mehr wert für mich als irgendwie eine Kaltakquise, ja. Und warum hast du jetzt, ich sag jetzt mal, ich hab bewusst ehemalige Influencerin gesagt, warum hast du mit dem, ich sag jetzt mal mit dem Social Media auf Instagram insbesondere dann aufgehört? Du warst ja auch sehr erfolgreich unterwegs. Also wie kam das, hast du dir das Switch von, ich stopp das jetzt und fokussier mich jetzt auf andere Dinge? Ich hab das sehr lang mitgemacht, fünf Jahre. Darüber hab ich meine Reichweite aufgebaut und ich hab großartige Sachen erlebt und unfassbar tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich bis heute befreundet bin.

Ich musste mich nur beruflich weiterentwickeln. Also für mich war der Doktor immer das Wichtigste. Das hab ich sehr, sehr lange Zeit sehr, sehr intensiv verfolgt, dass ich das überhaupt kann, dass mir das ermöglicht wird. Ich hab mir das alles selbst erarbeitet. Und der ist so intensiv, der frisst so viel Zeit für mich. Also ich möchte mich da zu 100 Prozent drauf konzentrieren können. Da muss ich einfach Abstriche machen. Und dann kommt noch dazu, dass ich halt durch die lange Zeit, die ich schon dabei bin, auch gesehen hab, wie sich dieser ganze Markt entwickelt.

Und für mich entwickelt er sich einfach negativ. Das ist eine Blase für mich, die einfach platzen wird, weil so viele Influencer auf diesen Zug aufgesprungen sind, die gar keine Influencer sind und so viele Unternehmen denken, dass die damit so viel Umsatz machen können, aber die Idee von Influencer-Marketing nicht verstehen. Und das wird crashen und da hab ich keine Lust mehr drauf. Das war mir zu nervig und das hat für mich zu viel Zeit gefressen, weil jemand, der das wirklich intensiv betreibt, das ist ein Vollzeitjob.

Und da musste ich halt Abstriche machen. Trotzdem auf LinkedIn, das betrachtest du wahrscheinlich nochmal anders als Instagram, würde ich sagen. Klar, LinkedIn ist ein B2B-Netzwerk. Also das ist eher ein Netzwerk, wo du halt im Businessbereich, im Business-Kontext auftrittst, wo du für einen Experten gehalten werden kannst, aber halt basierend auf deinem Wissen. Und bei Instagram ist das halt eher deine Persönlichkeit, die dann im Vordergrund steht. So war es zumindest bei mir. Ich glaube nicht, dass ich auf LinkedIn mit meinen Modekennnissen punkten könnte.

Das möchte ich aber auch gar nicht, weil ich mich ja jetzt weiterentwickele. Ich finde das super spannend. Also ich weiß auch selber nicht so genau, wie ich damit umgehen soll. Es gibt nämlich, ich veröffentliche meine Videos auch auf YouTube. Ich habe den Eindruck, das sind ganz andere Gesetze auf YouTube, wie auf Instagram, wie auf LinkedIn. Da weiß ich nicht so recht, wie positioniere ich mich. Ich glaube, das ist auch das Problem bei den meisten, die irgendwo gerne was kreieren wollen. Und der YouTube-Kanal von mir ist auch so eine, ich will ja was kreieren.

Ich will auch mal eine Information, die ich zum Beispiel von mir habe, nach außen trage. Aber ich weiß nicht so genau, wie das funktioniert, wie der Algorithmus tickt, wie ich größere Reichweite erreichen kann. Und da tue ich mich tatsächlich ein bisschen schwer damit. Wenn ich dich jetzt aber fragen darf, wie es bei dir denn weitergeht. Also irgendwann bist du dann fertig mit deiner Dissertation. Was möchtest du eigentlich danach machen? Das ist eine sehr gute Frage. Also ich kann dir vielleicht noch davor einen Tipp geben.

Also wenn du dich fragst, wie du dich positionieren kannst auf den Netzwerken. Das Sinnvollste ist immer zu fragen, was ist dein Ziel? Um dich dann zu fragen, was ist das Netzwerk, das ich nutzen kann. Jedes Netzwerk hat halt eine eigene Zielgruppe. Und eine LinkedIn-Zielgruppe funktioniert ganz anders als eine Instagram-Zielgruppe. Also viele Firmen machen auch den Fehler, dann auf denselben Content auf verschiedenen Social-Media-Channels teilen zu wollen, damit sie überall dabei sind. Aber dann fokussier dich lieber auf einen Channel und mach den basierend auf den Gesetzen, die dieser Channel dir vorgibt, anstatt dass du überall irgendwie drei halbe Sachen machst.

Das klingt blöd, aber es ist wirklich so, wie du schon sagst, YouTube hat seine eigenen Gesetze. Und die sind ganz anders als die LinkedIn-Gesetze. Und die sind auch anders als die Instagram-Gesetze. Und zu deiner Frage, also wohin ich möchte, weiß ich noch gar nicht genau. Also für mich war eigentlich immer klar, dass ich eher nicht in so eine Corporate-Welt möchte. Jetzt bin ich drin. Aber ich finde es natürlich auch super spannend, was für Möglichkeiten die einem ermöglicht. Nichtsdestotrotz sehe ich mich zum Beispiel auch langfristig in der Lehre.

Fortsetzung

Ich habe schon eine Dozententätigkeit und könnte mir dann auch vorstellen, irgendwann das nochmal anzugehen. Eine klassisch wissenschaftliche Karriere kann ich nicht mehr machen. Da müsste ich jetzt am Lehrstuhl sein. Aber vielleicht gehe ich auch mit meiner Beratungstätigkeit in drei bis acht Jahren, wenn ich fertig bin, noch offensiver. Mein Problem ist immer so ein bisschen gewesen durch die Selbstständigkeit. Ich war halt noch sehr jung, ich war gerade 25. Und in meinem Bereich hast du halt oft mit etwas gestandeneren Menschen zu tun, die du erst mal überzeugen musst.

Und da habe ich sehr lange gebraucht, bis ich das geschafft habe. Und so ein Doktor ist dann halt einfach nochmal ein gewisses Anzeichen für eine zugesprochene Fähigkeit zumindest. Freilich, so zu sagen. Ja, genau, das passt absolut. Und ich wollte das einfach irgendwie immer machen. Deswegen hoffe ich, dass das klappt. Also muss ich erst mal noch klappen. Ja mega, ich glaube, ich habe es schon unterschlagen, dass du auch noch Dozentin bist. Oh, also gut. Du hast aber etwas sehr Interessantes angesprochen, dass du wahrscheinlich mit Menschen zu tun hast, die wissen, dass es irgendwo wichtig ist, das Thema Influencer-Marketing, das Thema Personal Branding, aber damit noch keinen Kontakt hatten.

Wie gehst du ganz grob vom Prozess her vor? Wie überzeugst du die denn zu sagen, hey, das ist dein Problem quasi und das ist die potenzielle Lösung, die ich dahinter sehe? Glauben die dir das sofort? Oder musst du da Überzeugungsarbeit leisten? Ich hatte mal einen Großkunden, der mich engagiert hat, um im Bereich Influencer-Marketing zu unterstützen. Und ich hatte auch mal einen Kleinkunden, der dasselbe wollte. Und die beiden sind eigentlich ein gutes Beispiel dafür, wie es meistens läuft. Also entweder hast du jemanden, der eigentlich schon versteht, in welche Richtung es geht.

Oder du hast jemanden, der einfach sagt, mach mal, ich möchte mehr Umsatz. Und dann muss ich halt an beiden Sachen ansetzen. Das hat aber auch lange Zeit gedauert, während meiner Selbstständigkeit zu verstehen, was kann ich? Also wo ist mein Mehrwert für ein Unternehmen? Und der Mehrwert ist nur da, wenn das Unternehmen versteht, was Influencer-Marketing aus meiner Sicht kann. Und es kann nie ein reines Umsatzziel sein. Dann machst du was falsch. Also dann ist es nichts Langfristiges und kann deiner Marke schaden.

Das heißt, ich muss eigentlich als allererstes erst mal ansetzen und sagen, okay, ich verstehe Influencer-Marketing folgendermaßen. Das kann es ihnen bringen. Und dann aufzuzeigen, okay, das sind die Vorteile für sie, wenn wir das und das und das machen. Brand awareness-Steigerung. Conversion können wir auch steigern. Das ist was Langfristiges. Wir generieren Content. Und meistens überzeugt es die Leute dann, wenn man ihnen Zahlen vorlegt. Genau. Würdest du prinzipiell jedem empfehlen, sich dahingehend zu entwickeln?

Also warum ich frage, ich habe tatsächlich den Eindruck, es ist in der heutigen Zeit unglaublich wichtig, dass man irgendwo auch so eine Art Reputation hat, wenn man was verkaufen möchte. Wenn man ein Produkt hat, was man halt an den Markt bringen möchte, ist es halt natürlich viel einfacher, wenn ich eine gewisse Reichweite habe oder wenn die Leute zumindest mir glauben, dass ich weiß, wovon ich spreche. Würdest du es prinzipiell in der heutigen Zeit Arbeitnehmern, Unternehmern wirklich allen empfehlen, das zu machen oder sagst du, nee, muss nicht sein.

Also wenn jemand nicht nach außen gehen möchte, dann macht das einfach nicht. Also langfristig ist das, glaube ich, schon eine richtige Strategie, basierend darauf, dass die Grundidee von Influencer-Marketing ja eigentlich ist, dass man jemandem etwas abkauft, dem man vertraut, weil er eine Persönlichkeit ist. Meiner besten Freundin würde ich auch glauben, wenn sie mir eine Empfehlung gibt. Und diese Idee, dass man das auf wirklich echten Empfehlungen basieren lässt, funktioniert meiner Meinung für jedes Unternehmen, meiner Meinung nach für jedes Unternehmen.

Also ob ich jetzt ein Automobilhersteller bin, ob ich eine Kosmetikmarke bin. Wenn ich es schaffe, dass Menschen gut über mich sprechen, dann ist das ja immer ein sehr guter Erfolg. Das kannst du tatsächlich heutzutage aufgrund von Influencer-Marketing sogar messen. Aber dafür musst du Influencer-Marketing halt so betreiben, dass es authentisch ist. Und das ist ein langer Prozess, der anstrengend ist und auch nicht gleich Erfolge bringt. Der Return on Investment ist nicht immer gleich 100% oder positiv.

Der kann auch mal negativ sein, aber du musst es eingehen und dann kannst du langfristig schon dafür sorgen. Die Frage ist halt immer, wie viel Geld setzt du ein für eine große Influencer-Kampagne versus wie viel Geld setzt du ein für eine Plakat-Kampagne? Und was kannst du messen? Und meistens kannst du die Plakat-Kampagne nicht messen. Aber wenn du es gut machst, eine Influencer-Kampagne. Deswegen, ich glaube, das Wichtigste ist, dass das Unternehmen sich immer fragt, wo möchte ich hin? Und dann zu schauen, ist das ein Hebel, mit dem ich das erreichen kann?

Fortsetzung

Was sind absolute No-Go’s? Wenn ich jetzt an Social Media denke, an Personal Branding, an Influencer-Marketing denke. Was würdest du sagen? Bitte mach das nicht online. Ich glaube wirklich, dass das erste No-Go und dann kommen die anderen folgend ist, dass du sagst, ich möchte jetzt ein Instagram-Star werden oder ich möchte jetzt erfolgreich auf LinkedIn sein. Also die Idee, dass du sagst, ich suche mir einen Channel raus, obwohl der vielleicht gar nicht zu meiner Personal Brand passt, ist, glaube ich, der erste Fehler.

Und dann folgen die Folgefehler basierend darauf, dass man dann unauthentisch wird, dass man versucht, etwas zu sein, was man nicht ist oder dass man Versprechungen gibt, die man nicht halten kann. Also dass man einfach irgendwie Formate wählt, die nicht zu einem passen, dass man dann auch sagt, ich mache es halt mal als Hobby und nicht sieht, dass das auch ein Vollzeit-Job ist. Also man muss dranbleiben und dass man dann, also ich glaube selbst schlecht produzierter Content ist immer noch besser als unauthentischer, weil die Leute, wenn die dir das abkaufen, dass das einfach deine Art ist, irgendwie verbackelte Videos hochzuladen, dann feiern sie dich halt vielleicht dafür versus wenn du dann starr dastehst vor so einer Kamera und reinguckst, dann wird das nicht funktionieren.

Es ist super interessant, was du sagst. Also ich hab, ich folge jemanden auf LinkedIn. Ich nenne keinen Namen. Ach, mach los. Wo die Person bzw. die Firma hat eine Marketing-Aktion gestartet. Die fand ich völlig daneben, ehrlich gesagt. Ich gehe am besten nicht auf Detail sein. Aber das ist total unauthentisch für mich gewesen und das hat auch so einen so negativen Touch. Also ich persönlich hab da gar keine Lust, ehrlich gesagt, bei der Firma etwas einzukaufen, weil ich weiß, das war ja überhaupt nicht ok, was die gemacht haben.

Würdest du aber trotzdem behaupten, man sagt ja, eine negative PR ist besser als gar keine PR, dass das irgendwie verziehen wird irgendwann oder ist so ein potenzieller Schaden quasi super langfristig da? Die Frage ist immer, in was für einem Ausmaß? Also für große Firmen ist negative PR meistens gar nicht so schlimm, weil sie relativ schnell verfliegt und da eine Maschinerie dahinter steht, die das auffangen kann. Für eine kleine Firma, für eine Personal Brand kann das echt ausschlaggebend sein. Schau dir mal diese Influencer-Blase an, die während Corona geplatzt ist, weil Oliver Pocher sich über alle möglichen Leute lustig gemacht hat.

Viele dieser Menschen haben wirklich an der Reputation gelitten, weil sie unauthentisch geworden sind. Das waren sie schon vorher, aber vielen ist das noch nicht aufgefallen und das ist langfristig echt negativ. Also da kommst du auch nicht mehr raus. Deswegen, wenn du eine Personal Brand bist und für dich alleine stehst. Wir reden ja immer, Personal Branding ist ja nie ein Unternehmen, sondern immer nur eine Personenmarke, also immer nur eine eigene Person und dann kann das unfassbaren Schaden anrichten auf jeden Fall.

Hat das so einen großen Impact gehabt, was Oliver Pocher da gemacht hat? Auf jeden Fall. Also nicht nur für die Personal Brands selbst, also die Influencer, wie auch immer man das dann nennt, sondern auch für die Unternehmen. Also echt einen messbaren Negativ-Schaden auch fürs Unternehmen, weil die teilweise einfach die falschen Influencer ausgewählt haben und das hat sich auf beiden Seiten echt negativ gezeigt. Also klar, du hast dann die Leute, die hinter dir stehen und die dann auch klar irgendwann gesagt haben, okay, wir sind gegen diese Haste gerade, die er da irgendwie positionieren möchte.

Aber nichtsdestotrotz hast du ja gesehen, was das für Wellen geschlagen hat und jeder wurde angegriffen. Ich hatte wirklich Glück. Also mich hat es nicht getroffen. Ich glaube, ich hatte einmal eine negative Nachricht und that’s it. Aber weil ich mich immer rausgenommen habe, ich habe nie für Firmen Werbung gemacht, hinter denen ich nicht stehe und ich habe auch nie in 15 Sekunden versucht, ein Produkt zu erklären, weil das klappt ja nicht. Also das ist ja schon die Idee, dass man Story Lines bucht oder Story Sequenzen 3 bis 5.

Ich kenne keinen Menschen, der ein Produkt in 15 oder 45 Sekunden erklären kann. Und es ist authentisch. Aber vielleicht liegt es dann auch an mir. Ich bin halt jemand, das merkt man ja auch. Ich rede viel und gerne. Und deswegen konnte ich das nicht so. Aus Unternehmersicht oder Unternehmenssicht finde ich auch extrem schwierig zu bewerten. Was bringt mir überhaupt einen Influencer? Ich habe zum Beispiel ich hatte vor einiger Zeit den Case. Da habe ich erfahren, zum Beispiel für ein Posting will dieser Influencer mehrere tausend Euro haben oder für eine Story, die er auf Instagram postet, will er so und so viel tausend Euro haben.

Ich kann gar nicht beurteilen. Ehrlich gesagt, bringt es mir was? Also vor allem gehe ich davon aus, das einmalige Posten bringt mir wahrscheinlich erst mal wenig bis gar nichts, vermutlich mal. Du musst dich als allererstes fragen, was möchtest du? Was ist dein Ziel? Möchtest du Conversion? Möchtest du, dass ein Produkt abverkauft wird? Dann ist das ein anderes Ziel, wie wenn du möchtest, dass deine Marke einfach mehr Aufmerksamkeit bekommt. Dann darf man nicht vergessen, dass die Preise, die die Influencer meistens verlangen, sind nicht unbedingt.

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Also fürs Unternehmen ist das dann Return on Investment, den man damit berechnet. Sagt der hat mich 3000 Euro gekostet, 5000 habe ich eingenommen. Super. Für einen Influencer bezahlst du ja aber eigentlich die Arbeitszeit und die Leistung, die er erbracht hat, nicht unbedingt die Reichweite, die du einkaufst. Sonst siehst du das ganze Business wie eine Art Fernsehwerbung oder Plakatwerbung. Da kaufst du ja auch einen Slot und da wird prognostiziert, dass du so viel Reichweite bekommst. Und wenn du weißt, was dein Ziel ist, dann kannst du dir eine Strategie überlegen.

Und meistens ist das immer die Antwort, dass es was Langfristiges ist. Auch Conversion erzielst du in den seltensten Fällen bei einem einmaligen Posting. Außer es ist ein Produkt, was einfach in der Community total abgeht. Aber prognostizieren, egal was du berechnen kannst, heutzutage und willst. Ich finde, es ist der falsche Ansatz. Trotzdem, was würdest du grundlegend ein Unternehmen empfehlen? Also ich vermute eine Empfehlung für ein kleines Unternehmen ist wahrscheinlich anders als für ein großes Unternehmen, ob sie jetzt mit einem Influencer beispielsweise zusammenarbeiten sollen oder nicht.

Ist das erst mal richtig, so wie ich denke? Oder kann man doch sagen die Strategie, wenn die Strategie ist, zum Beispiel will mehr Produktabsatz haben. Ist es für ein kleines Unternehmen genauso wie für ein großes Unternehmen mit Influencern zu arbeiten oder würdest du es anders sehen? Ich denke, es hängt, wie gesagt, sorry, dass ich das immer wieder sage. Ich glaube, das erste ist das Thema Ziel. Wenn du sagst, mein Ziel oder mein Ziel ist es, mehr Conversion zu erreichen, dann fährst du eigentlich, egal für welches Unternehmen, die gleiche Strategie.

Nur hast du wahrscheinlich andere Hebel, um die umzusetzen. Also andere Maßnahmen, andere Budgets dahinter. Wenn du jetzt bei dem einen Unternehmen sagst, ich habe 100.000 Euro, dann wirst du natürlich ganz andere Influencer engagieren können versus 10.000 Euro. Nichtsdestotrotz können auch gerade Mikro-Influencer oder Nano-Influencer mit kleiner Reichweite für sehr, sehr gute Conversion sorgen. Bei beiden ist die Strategie und das Wichtigste, dass du dich ganz intensiv damit befasst, was das Unternehmen ist, für was es steht und die Influencer auch ganz intensiv dir unter die Lupe nimmst.

Also dass du nicht nur auf das Profil schaust und sagst, okay, der hat 10.000 Follower, das ist meine Benchmark. Ab dann kann ich ihn buchen, sondern dich wirklich mit den Personen beschäftigst, weil das sind alles kleine Personenmarken. Die haben eine Persönlichkeit und eine Individualität. Und dann kannst du ihnen nicht vorgeben, wie sie in drei Story-Slots zu sprechen haben oder was sie sagen. Der eine macht das mit einem grünen Hintergrund, der andere mit einem roten. Und du musst entscheiden, ob das zu deiner Marke passt.

Ich war vor kurzem habe ich von Unternehmer aus Mannheim mitbekommen, die haben, ich will nicht lügen, ich glaube 20 Leute allein in einer Abteilung mit 20 Leuten, die sich nur mit dem Thema Influencer-Betreuung auseinandersetzen. Also ich war total geflasht. Wirklich 20 Personen oder vielleicht waren es sogar mehr, sich nur darum kümmern, die Kommunikation mit den Influencern aufrechtzuerhalten, sich um sie zu sorgen und so weiter. Da wurde mir auch bewusst, das Thema wird ja auch wahrscheinlich immer größer.

Also man geht ja dann weg von klassischer Werbung, sage ich jetzt mal hinzu. Okay, wie bespiele ich meine Influencer? Siehst du das auch so weiterhin sich verstärken in diese Richtung? Also es ist ja super, dass es ein Unternehmen gibt, was sich dann wirklich so intensiv damit befasst. Weil meistens ist es so, dass das ein Teil einer Marketing-Abteilung ist, wo sich dann eine Person darum kümmert und Research betreibt. Aber wenn du das langfristig machen möchtest, ist die Influencer-Relation, also diese langfristige Zusammenarbeit super wichtig und essenziell für den Erfolg dieser Zusammenarbeit, auch fürs Unternehmen und den Influencer.

Weil wenn das klappt, tun sich ja beide was Gutes. Auf der einen Seite wird der Influencer immer authentischer für sich selbst, aber auch fürs Unternehmen. Und das steigert natürlich langfristig auch immer die Conversions. Also wenn ich als Follower weiß, die Person wirbt für XY und ich sehe das drei Jahre lang und dann weiß ich auch, sie trägt das immer noch und ich sehe das auch ohne, dass sie es bewirbt, dass sie die Sachen trägt, zum Beispiel Schmuck oder Klamotten, dann glaube ich der Person ja auch.

Und das ist für beide Seiten total sinnvoll. Aber dann muss man das auch mindestens so intensiv betreiben, weil alles, was darunter ist, außer es ist eine einmalige Aktion, aber dann ist es wahrscheinlich rausgeworfenes Geld. Du hast ja noch eine eigene Textilmarke. Ja. Genau. Was machst du da mit dem Thema Influencer-Marketing? Also das war eher so ein Hobby, das wir nebenbei mal auf den Markt gebracht haben und durch meine langjährige Tätigkeit in dem Netzwerk habe ich auch super viele Freunde, die uns da unterstützt haben, die selber Influencer sind, große Reichweiten haben und so konnten wir das natürlich auch zu Beginn sehr, sehr stark pushen.

Fortsetzung

Und es ist wirklich immer noch ein Herzensprojekt, aber leider fehlt mir einfach im Moment wirklich die Zeit, das nochmal weiterzubringen, obwohl wir wirklich coole Klamotten haben in einer tollen Qualität. Aber das war halt super hilfreich, dass ich da einfach Freunde hatte, auf die ich setzen konnte, weil da hilft man sich ja auch gegenseitig. Du sagst, was sehr wichtig ist, also aus meiner Sicht, dass du etwas quasi anders priorisiert hast, so ich es verstanden habe. Das ist auch ein Thema im Podcast, womit ich mich gerne beschäftige, das Thema Priorisierung.

Ich weiß teilweise nicht so genau, auf was ich mich eigentlich fokussieren soll, weil ich gerne sehr viele Dinge auf einmal mache. Ich glaube, das Problem haben wahrscheinlich viele Leute. Wie fokussierst du dich oder wie priorisierst du dich? Ich habe verstanden, die Dissertation ist unglaublich wichtig für dich. Ja. Deswegen hast du es hoch priorisiert. Aber ab welchem Zeitpunkt wusstest du denn genau, was du denn machen möchtest? Ich frage, weil ich selber Probleme habe mit dem Thema Priorisierung. Ja, es ist auch echt nicht so leicht.

Also für mich gibt es halt zwei Sachen. Das eine sind die essenziellen Dinge, also das Überlebenswichtige. Das ist wirklich was Finanzielles, was kapazitätsmäßig ist, was gesundheitsmäßig ist versus wo möchte ich hin und was sind meine Träume? Und ich habe halt mein ganzes Leben bisher wirklich immer nur auf dem Existenzthema gelebt, dass ich mir irgendwie eine Grundlage schaffen kann. Und weil ich das nicht hatte, also ich habe mich immer alleine finanziert und bin auch so aufgewachsen. Ich habe keinen Kontakt zu meinen Eltern.

Und dann hast du halt diesen Fokus so extrem in deinem Leben. Und ich hatte am Anfang des Jahres eine Lehre in mir drin, weil ich es geschafft habe, mich so zumindest grundmäßig finanziell auch abzudecken, um dann zu sagen, ok, daraufhin habe ich immer gestrebt, auch mit dem, was ich studiert habe und damit ich irgendwie einen guten Job bekomme. Und dann hatte ich das und dann war die Frage, was will ich dann? Und dann kam halt auf, na ja, ich möchte eigentlich noch weiter. Ich bin noch gar nicht fertig mit der wissenschaftlichen Seite.

Ich möchte mich noch weiter selber herausfordern. Und dann kam halt der Doktor, der war schon immer so ein bisschen im Spiel, aber da kam er halt dann wirklich so krass. Und dann habe ich mir irgendwann gedacht, also ich habe dann auch gemerkt, wenn ich jetzt nicht damit anfange, bin ich zu sehr raus. Mein Master ist zwei Jahre her. Ich muss jetzt weitermachen. Und dann hat sich halt eine Chance ergeben. Und dann war ganz klar, das ist jetzt einfach die Priorisierung. Ja, ich finde es toll, dass du das so geschafft hast, zu priorisieren.

Ich bin gesagt, ich struggle immer noch regelmäßig damit. Es macht das tut mir auch nicht gut. Also das sind auch so Sachen. Dann hast du dich entschieden, aber eigentlich denkst du dir, ah, ich würde das aber doch noch mal gerne machen. Und du musst dich, ich muss mich wirklich so oft immer wieder zurückholen und zu sagen Nein, das ist ich habe mir sorry, Arsch dafür aufgerissen, das zu erreichen. Und ich muss 100 Prozent dafür geben, weil ich kein Mensch bin, der irgendwas halbherzig macht. Und wenn es nicht klappt, dann muss ich auch erst lernen, so wie mit Instagram.

Ich kann das nur 100 Prozent machen oder nicht. Knallharte Entscheidung, ja. Es gibt witzige Weise, es gibt von, ich glaube, Boram Buffett, der hat mal gesagt, ich schreibe eine Liste von 25 wichtigen Punkten in deinem Leben. Und wenn du es dann gemacht hast, streich die unteren 20 weg und kümmere dich nur noch um die 5 oben. Und sei dir bewusst, jedes Mal, wenn du eins von den nicht 5 machst, dass du gegen diese 5 arbeitest. Und das sah für mich so OK, das hat mir ein bisschen geholfen, zu wissen, OK, wie fokussiere ich mich eigentlich richtig.

Weil sobald ich etwas nicht mache, was in meinem Fokusbereich ist, arbeite ich gegen diesen Fokusbereich sogar. Was mir zum Beispiel auch geholfen hat, ich habe da wirklich auch persönlich mit mir sehr gestruggelt, dass ich mir auch eine Hilfe gesucht habe. Also ich bin da ganz oft mit umgegangen. Ich bin auch bis heute noch in Therapie und rede auch über solche Dinge, weil mich das auch wirklich geistig und gesundheitlich echt an den Rand gebracht hat, zu unterscheiden, weil ich alles wollte. Aber das hat nicht geklappt.

Also meine Kappa war einfach nicht da und ich bin am Ende fast zugrunde gegangen, weil ich mich fast zu Tode gearbeitet habe wirklich. Weil ich alles wollte und dann das von jemanden externem auch noch mal zu hören und sich dazu befasst. Mir haben zum Beispiel sowas gemacht, dass ich die Sachen, die ich machen möchte, auf imaginäre Stühle gestellt habe und mir immer überlegt habe, ich muss irgendwas davon abgeben, weil sonst schaffe ich, ich kann körperlich nicht mehr. Und dann musste ich mich überall hinstellen und mir anschauen, OK, wie fühle ich mich denn, wenn ich das nicht mehr habe?

Fortsetzung

Und das hat mir das auch noch mal bewusster gemacht. OK, das, an dem ich am wenigsten hänge emotional, ist dann wahrscheinlich das, was ich leider abgeben muss, auch wenn ich es nicht will. Aber das heißt ja nicht, dass es gestorben ist, sondern dann macht man es halt vielleicht mal anders. Aber man muss halt mit seinen Ressourcen tatsächlich schonend umgehen. Ja, danke für die Offenheit erst mal. Ja, klar. So transparent überspricht. Viele haben, glaube ich, ähnliche Struggles, aber reden gar nicht darüber.

Und eine Sache, die ich gelernt habe, ist auf jeden Fall, es tut immer ganz gut mit, ich sage es mal auch, engen Verwandten, Freunden, mal einfach sich offen auszutauschen. Ja. Vielen Dank für diese Offenheit. Und ich würde sagen, ich habe extrem viel heute über das Thema Influencer, Influencer Marketing und Personal Brand gelernt. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich überhaupt in diesen Bereich gehen kann, sollte. Ich glaube, langfristig macht es natürlich Sinn, sich da zu etablieren. Ich finde es mega cool, dass du quasi das auf einem wissenschaftlichen Level untersuchst.

Wie gesagt, ich habe jahrelang auch das Thema oder diesen Themenbereich komplett unterschätzt. Ja. Früher nicht verstanden, warum hat jemand 4000 Freunde auf Facebook? Ganz dummes Beispiel. Oder die machen doch nur Fotos auf Social Media oder die schreiben doch nur ein paar Texte. Bis ich dann irgendwann gemerkt habe, das ist echt viel Arbeit dahinter. Also ich sage es mal, man will ja sich auch von der guten Seite zeigen. Das ist Aufwand dahinter. Und was ich halt spannend finde, ist, dass man das sogar wissenschaftlich als runterbrechen kann, messen kann, wie viel Erfolg dahinter ist und nicht Erfolg dahinter ist.

Ich habe von dir gelernt, dass Vorstände zum Beispiel sich auch mit dem Thema auseinandersetzen. Finde ich insgesamt vom Mindset super interessant. Und das Thema Mindset ist natürlich im Project Mindset Postcards extrem wichtig. Und bevor ich dir meine letzte Frage stelle zum Thema Mindset, wo kann man dich online finden, wenn man mit dir in Kontakt treten möchte, wenn man Fragen hat, wenn man dir followen möchte? Eigentlich am besten auf LinkedIn. Das funktioniert, glaube ich, am besten. Genau, einfach Lara Bush.

Genau, einfach Lara Bush. Ich bin die mit den roten Haaren. Super. Dann zur letzten Frage, die ich jeden Gast stelle. Welches Mindset hat für dich den größten und positivsten Impact gehabt in deinem Leben? Ich war auch basierend darauf, wo ich herkomme, einfach immer an einem Punkt, dass ich mich… Also ich konnte nie Sachen infrage stellen, weil das hätte mich selber auch irgendwie so ein bisschen zu Grunde gebracht. Sondern ich habe einfach irgendwann akzeptiert, dass alles einen Sinn hat. Also ich habe wirklich angefangen, daran zu glauben, dass alles, was ich mache, alles, was ich durchlebt habe, wo ich herkomme, was ich erlebt habe, dass alles einen Sinn hat.

Und auch besonders die schlechten Zeiten, dass die einen Sinn haben, weil sonst wäre ich heute nicht, wo ich bin. Und auch wenn ich heute immer noch fiese Zeiten habe, gehe ich zurück und schaue mir an. OK, das war eine andere fiese Zeit. Basierend darauf habe ich aber das und das gemacht. Und deswegen habe ich heute das und das erreicht. Also diese Idee, dass alles einen Sinn hat, ist für mich wirklich ganz elementar. Wow. Also so habe ich es noch gar nicht bis jetzt gesehen, aber das nehme ich definitiv mit.

Für mich ist das Thema Dankbarkeit immer sehr präsent. Aber ich glaube, dass man fest dran glaubt, dass es einen Sinn hat. Also vielen Dank erst mal für diese Perspektivverweiterung. Danke schön. Lara, 1000 Dank für deine Zeit. Ich hab zu danken. Es hat mir ganz viel Spaß gemacht. Mir auch. Und ich hoffe, wir bleiben weiter in Kontakt. Unbedingt. Vielen Dank. Danke dir. Danke auch. Tschüss.

Dieses Transkript wurde automatisch mit Whisper KI erstellt und kann vereinzelt Fehler enthalten.

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Namen und Begriffe

Lara Busch, Reza Mehman, Project Mindset, Mercedes-Benz, Universitaet Leipzig, LinkedIn, Instagram, Facebook, StudiVZ, Oliver Pocher, Personal Branding, Influencer Marketing, Content Marketing, Social Media Strategie, Meinungsfuehrer, Engagement Rate, Reichweite, Hashtags, Fashion Weeks, Unternehmenskommunikation, Doktorarbeit, Dissertation, Kommunikationswissenschaft, Textilmarke, Freelancer, Start-up, Corporate Influencer

Zitierfaehige Passage

Personal Branding ist ein bewusster Positionierungsprozess, waehrend der Influencer Status von der Wahrnehmung des eigenen Netzwerks abhaengt.
Authentizitaet ist dabei der zentrale Erfolgsfaktor: Nur wer ehrlich zu sich selbst ist, baut langfristig Vertrauen bei seiner Community auf.
Bevor man mit der eigenen Positionierung auf Social Media beginnt, sollte man sich immer zuerst die Frage stellen: Wer bin ich eigentlich und was moechte ich erreichen?
Fuer Unternehmen empfiehlt Lara Busch langfristige Influencer Kooperationen statt einmaliger Kampagnen, da nachhaltige Beziehungen mehr Glaubwuerdigkeit und Wirkung erzeugen.





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