Dankbarkeit als Mindset: So veränderst du dein Leben
Warum Dankbarkeit das Fundament eines glücklichen Lebens ist und wie du sie täglich praktizieren kannst.
Einleitung
Dankbarkeit als Mindset ist weit mehr als ein flüchtiges Gefühl beim Anblick von Leid anderer Menschen. In der fünften Folge von Project Mindset spricht Reza Mehman darüber, warum die meisten Menschen erst Not und Elend sehen müssen, bevor sie Dankbarkeit für ihr eigenes Leben empfinden. Er erklärt, wie er selbst lange Zeit nur in Ausnahmesituationen dankbar war und wie sich dieses Muster grundlegend verändert hat. Dabei geht es nicht nur um Dankbarkeit für die offensichtlich guten Dinge, sondern auch um die Fähigkeit, selbst in schmerzhaften Momenten eine dankbare Perspektive einzunehmen. Mit konkreten Beispielen, einer wissenschaftlichen Studie und persönlichen Tools zeigt Reza, wie Dankbarkeit zum Fundament eines positiven Mindsets wird. Diese Episode liefert praktische Impulse für alle, die Dankbarkeit aktiv in ihren Alltag integrieren wollen.
Zusammenfassung
In einem Satz: Dankbarkeit ist eine bewusste Haltung gegenüber allem im Leben, die durch tägliche Praxis wie Journaling und Reflexion zu einem positiven Mindset und mehr Lebensqualität führt.
In drei Sätzen: Reza Mehman erklärt, dass Dankbarkeit nicht nur bei offensichtlich guten Ereignissen möglich ist, sondern gerade in schwierigen Situationen durch einen Perspektivwechsel entsteht. Er stützt seine Erfahrungen auf eine wissenschaftliche Studie, die zeigt, dass Menschen, die täglich über dankbare Erlebnisse schreiben, optimistischer sind, weniger zum Arzt gehen und mehr Sport treiben. Als praktische Tools empfiehlt er Journaling, den bewussten Stopp negativer Gedanken und einen simplen Start mit einer 30 Tage Challenge.
In fünf Sätzen: In der fünften Episode von Project Mindset widmet sich Reza Mehman dem Thema Dankbarkeit als Grundlage für ein positives Mindset. Er beschreibt, wie die meisten Menschen Dankbarkeit nur situativ empfinden, etwa beim Anblick von Leid, und dieses Gefühl schnell wieder verlieren. Anhand persönlicher Beispiele wie dem Verlust eines geliebten Menschen oder einer Enttäuschung durch nahestehende Personen zeigt er, wie ein Perspektivwechsel Dankbarkeit auch in negativen Momenten ermöglicht. Eine wissenschaftliche Studie untermauert, dass regelmässiges Aufschreiben von dankbaren Erfahrungen messbar positive Auswirkungen auf Körper und Geist hat. Reza teilt seine eigenen Routinen, darunter Journaling und das bewusste Stoppen negativer Gedankenmuster, um Dankbarkeit im Alltag zu verankern.
Kontext: Wer, Was, Warum
Wer spricht: Reza Mehman, Host des Podcasts Project Mindset, teilt seine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse rund um mentale Stärke und persönliche Entwicklung.
Worum geht es: Diese Episode behandelt Dankbarkeit als bewusste Lebenshaltung. Reza definiert den Begriff, zeigt anhand von Beispielen, wie man selbst in negativen Situationen Dankbarkeit empfinden kann, stellt eine wissenschaftliche Studie vor und teilt seine persönlichen Routinen und Tools.
Warum ist das relevant: Viele Menschen erleben Dankbarkeit nur als flüchtiges Gefühl und schaffen es nicht, diese Haltung in den Alltag zu integrieren. Gerade in herausfordernden Zeiten wie dem Jahr 2020 zeigt sich, wie wichtig ein dankbares Mindset für das persönliche Wohlbefinden ist.
Drei Kernfragen dieser Episode:
- Was bedeutet Dankbarkeit wirklich und wie geht sie über ein flüchtiges Gefühl hinaus?
- Wie kann man selbst in negativen Lebenssituationen Dankbarkeit empfinden?
- Welche praktischen Tools und Routinen helfen, Dankbarkeit täglich zu praktizieren?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung – Warum Dankbarkeit mehr als ein flüchtiges Gefühl ist
- Zusammenfassung – Die Kernbotschaft in Kurzform
- Kontext: Wer, Was, Warum – Hintergründe zu Sprecher und Thema
- Themen und Einordnung – Die zentralen Themenbereiche der Episode
- Kern-Aussagen – Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick
- Häufig gestellte Fragen – Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Dankbarkeit
- Highlight-Zitate – Die prägnantesten Aussagen aus der Episode
- Transkript – Die vollständige Folge zum Nachlesen
- Keywords – Relevante Schlagworte zur Episode
- Namen und Begriffe – Wichtige Erwähnungen im Überblick
- Zitierfähige Passage – Zum Teilen und Zitieren
Themen und Einordnung
1. Definition von Dankbarkeit als Lebenshaltung
Reza definiert Dankbarkeit nicht als situatives Gefühl, sondern als grundlegende Haltung gegenüber allem, was einem im Leben widerfährt. Sie sorgt für innerlichen Frieden, Gelassenheit und weniger hohe Erwartungen.
Keywords: Dankbarkeit Definition, Lebenshaltung, innerlicher Frieden
2. Perspektivwechsel bei negativen Ereignissen
Anhand von Beispielen wie dem Verlust eines geliebten Menschen oder einer Enttäuschung zeigt Reza, wie ein bewusster Perspektivwechsel Dankbarkeit auch in schmerzhaften Situationen ermöglicht. Gerade in diesen Momenten liegt der Schlüssel zum Verständnis von Dankbarkeit.
Keywords: Perspektivwechsel, negative Ereignisse, positives Denken
3. Wissenschaftliche Grundlage: Studie zu Dankbarkeit
Eine Studie mit drei Gruppen belegt, dass Menschen, die täglich über dankbare Erfahrungen journalen, optimistischer sind, weniger Arztbesuche haben und mehr Sport treiben. Die wissenschaftliche Basis untermauert die persönlichen Erfahrungen.
Keywords: Dankbarkeit Studie, Journaling Wirkung, positive Psychologie
4. Praktische Tools und Routinen
Reza teilt seine persönlichen Methoden: Journaling, das bewusste Stoppen negativer Gedanken und der Einstieg über eine 30 Tage Challenge. Diese Tools machen Dankbarkeit alltagstauglich und praktisch umsetzbar.
Keywords: Dankbarkeit Journaling, 30 Tage Challenge, Dankbarkeit üben
5. Dankbarkeit im Kontext von 2020
Das Jahr 2020 dient als aktuelles Beispiel dafür, wie sehr man alltägliche Dinge als selbstverständlich betrachtet. Sport im Verein, Treffen mit Freunden oder der Weihnachtsmarkt wurden plötzlich zum Anlass für bewusste Dankbarkeit.
Keywords: Dankbarkeit Corona, Alltag wertschätzen, Selbstverständlichkeit
Kern-Aussagen
- Dankbarkeit ist eine Haltung gegenüber allem im Leben, nicht nur ein Gefühl in Ausnahmesituationen.
- Die meisten Menschen empfinden Dankbarkeit nur, wenn sie Not und Elend anderer sehen, und verlieren dieses Gefühl schnell wieder.
- Der Schlüssel zum Glücklichsein liegt darin, auch in negativen Situationen durch einen Perspektivwechsel Dankbarkeit zu spüren.
- Beim Verlust eines geliebten Menschen kann man neben der Trauer auch dankbar sein für die gemeinsame Zeit und die Prägung, die dieser Mensch hinterlassen hat.
- Dankbarkeit sorgt für innerlichen Frieden, Gelassenheit und hilft, hohe Erwartungen loszulassen.
- Eine wissenschaftliche Studie zeigt, dass tägliches Journaling über dankbare Erlebnisse zu mehr Optimismus, weniger Arztbesuchen und mehr sportlicher Aktivität führt.
- Dankbarkeit breitet sich wie negative Gedanken auf den gesamten Körper aus und beeinflusst das Wohlbefinden ganzheitlich.
- Praktische Tools wie Journaling und das bewusste Stoppen negativer Gedanken helfen, Dankbarkeit in den Alltag zu integrieren.
- Man sollte auch gegenüber dem Partner oder der Partnerin bewusst Dankbarkeit praktizieren und nichts als selbstverständlich betrachten.
- Eine 30 Tage Challenge kann ein guter Einstieg sein, um Dankbarkeit als tägliche Gewohnheit zu etablieren.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Reza Mehman unter Dankbarkeit?
Reza definiert Dankbarkeit als eine grundlegende Haltung gegenüber allem im Leben. Sie sorgt für innerlichen Frieden, Gelassenheit und die Fähigkeit, Dinge so anzunehmen, wie sie sind, und trotzdem das Gute darin zu sehen.
Kann man bei negativen Ereignissen wirklich dankbar sein?
Ja, durch einen bewussten Perspektivwechsel. Reza erklärt am Beispiel des Verlusts eines geliebten Menschen, dass man neben der Trauer auch dankbar sein kann fuer die gemeinsame Zeit, die Erfahrungen und die Prägung, die dieser Mensch hinterlassen hat.
Welche wissenschaftliche Studie wird in der Episode erwähnt?
Reza beschreibt eine Studie mit drei Gruppen: Eine Gruppe journalte ueber dankbare Erlebnisse, eine ueber unangenehme Erfahrungen und eine schrieb objektiv ohne Bewertung. Die erste Gruppe war deutlich optimistischer, hatte weniger Arztbesuche und trieb mehr Sport.
Wie kann man Dankbarkeit im Alltag praktizieren?
Reza empfiehlt Journaling, also das tägliche Aufschreiben von Dingen, fuer die man dankbar ist. Ausserdem hilft es, negative Gedanken bewusst zu stoppen und durch dankbare Gedanken zu ersetzen. Ein guter Einstieg ist eine 30 Tage Challenge.
Warum empfinden viele Menschen Dankbarkeit nur in Extremsituationen?
Laut Reza liegt das daran, dass die meisten Menschen erst Not und Elend sehen muessen, bevor sie dankbar fuer ihre eigene Situation sind. Sobald diese Bilder verschwinden, kehren eigene Probleme und negative Gedanken zurueck. Dankbarkeit wird nicht aktiv als Haltung praktiziert.
Was hat das Jahr 2020 mit Dankbarkeit zu tun?
Reza beschreibt, wie er durch die Einschraenkungen im Jahr 2020 gelernt hat, alltaegliche Dinge wie Sport im Verein, Treffen mit Freunden oder den Weihnachtsmarkt nicht mehr als selbstverstaendlich zu betrachten, sondern bewusst Dankbarkeit dafuer zu empfinden.
Was ist der Unterschied zwischen Dankbarkeit als Gefühl und Dankbarkeit als Mindset?
Dankbarkeit als Gefühl ist flüchtig und tritt oft nur in Momenten auf, in denen man das Leid anderer sieht. Dankbarkeit als Mindset hingegen ist eine bewusste, trainierbare Haltung, die man durch tägliche Praxis in jeder Lebenssituation aufrechterhalten kann.
Warum ist Dankbarkeit das Fundament eines glücklichen Lebens?
Weil Dankbarkeit laut Reza dafür sorgt, dass man innerlichen Frieden hat, Dinge gelassen angehen kann und nicht ständig hohe Erwartungen hat. Sie bildet die Basis für ein positives Mindset und wirkt sich ganzheitlich auf Körper und Geist aus.
Highlight-Zitate
„Das komische ist, dass viele Menschen erst mal Not und Elend sehen müssen, bevor sie dankbar für ihre eigene Situation im Leben sind.“
– Reza Mehman
„Dankbarkeit ist eine Haltung, eine Haltung gegenüber so ziemlich alles im Leben, was einem widerfährt.“
– Reza Mehman
„Ich glaube nämlich, bei genau diesen schlechten Dingen liegt der Schlüssel zum Glücklichsein.“
– Reza Mehman
„Wenn man Dankbarkeit gegen augenscheinlich erst mal negativen Ereignissen im Leben verspürt, dann hat man endlich aus meiner Sicht verstanden, was denn Dankbarkeit bedeutet.“
– Reza Mehman
„Es ist super unfair, weil ich hatte ja 15, 20, 25 Jahre lang so viel von diesen Menschen. Und dieses Positive einfach wegzuschieben ist super unfair.“
– Reza Mehman
„Dankbarkeit ist immer möglich bei jeder Sache und bei jeder Situation zu spüren.“
– Reza Mehman
„Was ich nämlich definitiv lange Zeit nicht verstanden habe, ist, dass Dankbarkeit oder das Spüren von Dankbarkeit das Fundament eines glücklichen Lebens für mich ist.“
– Reza Mehman
Transkript
Das vollständige Gespräch
Hi zusammen, hier ist Reza Mehman und Ihr hört die fünfte Podcast-Folge vom Project Mindset. Kennt Ihr die Werbung aus dem Fernsehen, wo Charity Organisationen um Spenden für Hungersnöte in der dritten Welt bitten oder Bilder von katastrophalen Zuständen aus Flüchtlingslagern oder Kriegen weltweit? Ich glaube jeder Mensch, der auch nur ein bisschen Empathie in sich trägt, dem brennt in diesem Moment das Herz, wenn er sowas sieht. Man spürt auf der einen Seite super Mitleid mit diesen Menschen und auf der anderen Seite sagt man sich, dass man mega dankbar sein sollte, dass man selbst eben nicht in so einer Situation ist.
Dann Fernseh aus oder Kanal gewechselt und dieses Gefühl ist vorbei. Aus den Augen, aus dem Sinn, wie man so schön sagt. Oder auch unabhängig vom Fernsehen. Vielleicht kennt Ihr das auch, wenn man einen schwerkranken Menschen auf der Straße vor einem sieht oder jemanden im Rollstuhl, dann hat man sofort wieder dieses Mitgefühl auf der einen Seite und fast schon gezwungenermaßen Dankbarkeit auf der anderen Seite, dass man selbst gesund ist und selbst nicht in so einer Situation ist. Das komische ist, dass viele Menschen erst mal Not und Elend sehen müssen, bevor sie dankbar für ihre eigene Situation im Leben sind.
Und ehrlich gesagt ging es mir auch so eine lange Zeit, ich hatte sogar ein schlechtes Gewissen, dass ich nur in solchen Momenten, also bei Not und Elend anderer, wenn ich sowas sehe, dankbar für alles bin. Waren diese Bilder erstmal aus dem Kopf, waren wieder meine eigenen Probleme, meine eigenen negativen Gedanken im Vordergrund. Und genau um dieses Thema Dankbarkeit, bzw. wie ich endlich die Sache mit Dankbarkeit, so glaube ich, verstanden habe, geht es heute. Was ich nämlich definitiv lange Zeit nicht verstanden habe, ist, dass Dankbarkeit oder das Spüren von Dankbarkeit das Fundament eines glücklichen Lebens für mich ist.
In den letzten Folgen habe ich ja viel über die Vermeidung von negativen Gedanken gesprochen, um zum Beispiel kein negatives Mindset aufzubauen, heute geht es aber um das Gegenteil, also in dem Fall, wie kreiere ich denn ein positives Mindset und heute mit dem Thema Dankbarkeit, also wie kreiere ich mit Dankbarkeit ein positives Mindset. Gut, folgende Bereiche möchte ich heute mit euch besprechen. Es sind vier in der Zahl. Nummer eins, ich würde ganz kurz gerne erst mal definieren, was Dankbarkeit überhaupt bedeutet, zumindest aus meiner Sicht, für mich bedeutet.
Nummer zwei, wie kann Dankbarkeit die Perspektive auf Geschehnisse und Ereignisse im Leben verändern? Wir werden sehen, es gibt gute und natürlich weniger gute Geschehnisse und Ereignisse im Leben und in allem kann man nämlich Dankbarkeit sehen. Dazu kommen wir dann. Nummer drei, ich möchte auch ganz kurz auf eine wissenschaftliche Studie eingehen, die belegt hat, was für positive Auswirkungen das Spüren von Dankbarkeit mit sich bringt. Und zum Schluss zeige ich euch meine Tools und meine Routinen, die ihr anwenden könnt, um Dankbarkeit aktiv zu praktizieren.
Ich habe damit sehr gute eigene Erfahrungen gemacht und will natürlich diese Tools, wie immer ich das auch in meinen Podcast Folgen sage, diese Tools mit euch teilen. Gut, fangen wir an. Was bedeutet Dankbarkeit? Aus meiner Sicht ist Dankbarkeit eine Haltung, eine Haltung gegenüber so ziemlich alles im Leben, was einem widerfährt. Dankbarkeit sorgt dafür, dass man innerlichen Frieden hat, dass man gewisse Dinge sehr gelassen angehen kann, dass man nicht immer und überall hohe Erwartungen hat. Ihr erinnert euch vielleicht über hohe Erwartungen habe ich in einer der letzten Podcast Folgen schon gesprochen und Dankbarkeit bedeutet nun mal, dass man alles so annimmt, wie es eben ist und trotzdem das Gute daran sieht.
Jetzt könnte man sagen, was ich vorhin erwähnt habe, ja, Dankbarkeit für gute Dinge habe ich verstanden. Ja, kann ich dankbar sein. Aber was ist mit den schlechten Dingen? Normalerweise ist man für diese wirklich außerordentlichen guten Dinge dankbar, zum Beispiel, dass man einen tollen Job bekommen hat oder wenn man ein gesundes Kind auf die Welt gebracht hat oder in einfachen Fällen, wenn man einfach ein Dach über den Kopf hat und was warmes zu essen hat. Aber warum Dankbarkeit gegen einen schlechten Ding im Leben?
Ich glaube nämlich, bei genau diesen schlechten Dingen liegt der Schlüssel zum Glücklichsein. Das klingt ein bisschen paradox und darauf gehe ich jetzt ein. Und zwar, wenn man Dankbarkeit gegen augenscheinlich erst mal negativen Ereignissen im Leben verspürt, dann hat man endlich aus meiner Sicht verstanden, was denn Dankbarkeit bedeutet. Ich gebe euch ein sehr konkretes Beispiel und zwar ein negatives Ereignis im Leben eines jeden Menschen, das irgendwann mal passieren wird. Der Verlust eines geliebten Menschen.
Die Emotionen, die man hat, sind klar. Trauer, Verlust, Gefühl, das Gefühl des Vermissens und natürlich viele andere schmerzliche Gefühle. Mir ging es ehrlich gesagt in so einer Situation auch nicht anders. Ich war so sehr mit Trauer und Verlust beschäftigt, dass ich an alles gedacht habe, aber nicht an das Thema Dankbarkeit. Ich hatte gar nicht gesehen, dass ich selbst in so einer traurigen Situation die Perspektive überhaupt ändern kann, um Dankbarkeit zu spüren. Und sind wir ehrlich, wenn man tot denkt, dann ist es auch schwierig gleichzeitig an das Thema Dankbarkeit zu denken.
Fortsetzung
Das Ganze hat sich für mich erst dann geändert, als verstanden habe, dass ich die Trauer in so einem Moment zulassen kann. Aber es von mir super unfair ist, gar nicht dankbar darüber zu sein, dass ich mit diesem geliebten Menschen all die Jahre in meinem Leben so viel Spaß hatte, so viel gelernt habe, dass ich so viel Zeit mit diesen Menschen hatte und dass dieser Mensch mich auch geprägt hat und zwar geprägt in dem Sinne, dass ich der der heutige Mensch, der ich bin, eben auch ein Teil davon dieser geliebte Mensch dazu beigetragen hat.
Also bitte nicht falsch verstehen. Es ist natürlich super in Ordnung oder man sollte natürlich auch traurig sein in so einem Moment. Aber auf der anderen Seite sollte man bedenken, dass man überhaupt diese Chance hatte, diesen Menschen in seinem Leben zu hatten. Viele hatten beispielsweise eben nicht diese Chance, vielleicht hatten vielleicht nicht einen großartigen, tollen Großvater, der viel Quatsch mit einem gemacht hat und wünschen sich eigentlich nichts anderes, als so einen Menschen im Leben zu haben.
Also ich habe für mich selber verstanden, wenn ich jetzt nur trauer spüre und nur traurig bin, dass jemand vor mir gegangen ist, dann ist es super unfair, weil ich hatte ja 15, 20, 25 Jahre lang so viel von diesen Menschen. Und dieses Positive einfach wegzuschieben ist super unfair gegenüber Menschen auch, die gar nicht so ein Gefühl im Leben hatten. Also ihr seht, so eine negative Situation kann man aus einer anderen Perspektive sehen. Ein anderes Beispiel, und da habt ihr bestimmt auch eure Erfahrungen gemacht, wenn man zum Beispiel von einem sehr nahestehenden Menschen auf einmal super krass enttäuscht wird.
Dieser Mensch hat dann sein wahres, sage ich das mal, ein Gesicht gezeigt, sein böswilliges Gesicht gezeigt. Man ist auch super verletzt. In dem Moment denkt man sich, boah, krass, all die Jahre quasi verumme gewesen und alles total blöd. Auf der anderen Seite kann man selbst hier wieder Dankbarkeit anwenden, wenn man die Perspektive ändert und sagt, OK, krass, jetzt habe ich das echte und das wahre Gesicht kennengelernt. Das muss ich nicht weiter in meine Zeit verschwenden und kann mich auf die Menschen fokussieren und konzentrieren, die mir wichtig sind im Leben und wo ich dann Energie reinstecken möchte.
Und ich muss nicht mehr in so einen verlogene Menschen oder böswilligen Menschen meine Energie reinstecken. Also auch hier Dankbarkeit in einer super krass negativen Situation allein aus dem Perspektivwechsel. Es waren jetzt natürlich zwei krasse Beispiele, um, ich sage jetzt mal, die Perspektive gegenüber gewissen negativen Situationen zu ändern und Dankbarkeit zu spüren. Aber passend zu diesem Jahr habe ich auch ein relativ normales Beispiel, würde ich sagen. Ich meine, das Jahr 2020 war, glaube ich, für jeden außergewöhnlich, ist, glaube ich, untertrieben zu sagen.
Und was ich von diesem Jahr definitiv mitgenommen habe, ist, dass ich dankbar sein sollte für das normale Leben. Was ich damit meine, vor 2020 habe ich einmal die Woche Basketball gespielt im Verein, in der Halle, Treffen mit Freunden, zum Essen, Kaffee, rausgehen mit der Partnerin, Veranstaltungen, Weihnachtsmarkt, den ich dieses Jahr unglaublich vermisst habe. Alles, was normal war vor 2020, habe ich dieses Jahr unglaublich vermisst. Und ihr könnt euch sicher sein, dass ich definitiv Dankbarkeit spüre, dass ich sowas früher mal erlebt habe und hoffentlich natürlich auch bald wieder erleben werde.
Ich sage jetzt mal ein ganz normales Beispiel von Dankbarkeit, nicht wie die krassen Ausnahmesituationen, die ich vorher genannt habe. Aber ihr müsst euch mal durch den Kopf gehen lassen. Dankbarkeit ist immer möglich bei jeder Sache und bei jeder Situation zu spüren, insbesondere auch, das kann ich euch definitiv auch mitgeben, gegen mal seinen Partner, gegen mal den oder Partnerin, gegen mal nachstehenden Menschen. Man darf auch nicht vergessen, es gibt, wenn man einen Partner oder eine Partnerin hat, es ist ein Mensch, der, ich sage jetzt mal, einen erträgt mit all seinen Macken, den man hat, all die Macken, die man hat, mit all seinen Fehlern oder auch guten Seiten, die man hat, die bereit ist, jeden Tag aufs neue Zeit mit einzuinvestieren, auch Zeit in einen zu investieren.
Und auch hier sollte man zu jedem Zeitpunkt auch Dankbarkeit spüren, es nicht als selbstverständlich annehmen oder voraussetzen, dass jemand überhaupt bereit ist, Zeit mit einem zu verbringen. Und wie ich schon gesagt habe, ich würde auch ganz kurz gerne auf eine wissenschaftliche Studie eingehen, die sich mit dem Thema Dankbarkeit auseinandergesetzt hat. Das war auch super interessant. In dieser Studie wurden drei Gruppen untersucht und diese drei Gruppen hatten folgende Aufgaben. Die erste Gruppe sollte ein Journaling führen, nur über Erfahrungen und Ereignisse, worüber sie wirklich dankbar sind.
Also Journaling, wirklich jeden Tag aufschreiben, einfach nur aufschreiben. Die zweite Gruppe sollte auch ein Journaling machen, aber nur über unangenehme Erfahrungen und Ereignisse, alles wirklich händisch runterschreiben, was es wirklich blöd gelaufen. Die dritte Gruppe sollte möglichst objektiv, also ohne Emotionen aufschreiben, also ohne Bewertungen aufschreiben, was für Erfahrungen und Ereignisse sie an diesem Tag gemacht haben. Jetzt könnt ihr natürlich dreimal raten, welche Gruppe positiver gestimmt waren und optimistischer in die Zukunft geschaut haben.
Fortsetzung
Natürlich die erste Gruppe, die über positive Ereignisse und Erfahrungen geschrieben hat. Was aber auch noch viel interessanter war, dass die erste Gruppe in diesem Zeitraum weniger Arztbesuche gehabt hat und auch mehr freiwillig Sport getrieben hat. Das heißt, diese Dankbarkeit hat sich wirklich auf den ganzen Körper ausgewirkt. Und wie ich auch in der ersten Folge mal gesagt habe, negative Gedanken können sich auf alle Zellen im Körper quasi ausbreiten. Genauso bin ich mir sicher, dass in dem Fall Dankbarkeit sich auch auf das gesamte Körpersystem ausbreiten kann.
Journaling ist ein sehr gutes Stichwort, denn ich wollte euch auch als vierten und letzten Punkt mitteilen, wie ich persönlich meine Dankbarkeit praktiziere. Und ich verwende auf der einen Seite das Thema Journaling, aber ich muss auch sagen, angefangen mit dem Thema Dankbarkeit habe ich einen relativ simplen Modus. Ich habe mir selber gesagt, ich mache mir das 30-Tage-Challenge, jeden Tag eine Zeit lang über Dankbarkeit nachzudenken. Ich muss zugehen, ich habe das die ersten ein, zwei Tage gemacht und dann irgendwann vergessen zu machen, und so ist es wieder sozusagen aus dem Sinn.
Und habe mir dann vorgenommen, okay, wieder 30-Tage-Challenge, aber diesmal mache ich mir Kalendereinträge in meinem Kalender, und zwar einer ist morgens um 7, also so kurz nach dem Aufstehen und einer ist gegen 23 Uhr abends und diesmal, wenn dieser Kalendereintrag kommt, nehme ich mir 2, 3, 4 oder 5 Minuten und denke über Dinge nach, für die ich dankbar bin. Mir ist am Anfang aufgefallen, dass ich sehr high-level über das Thema Dankbarkeit oder Themen nachgedacht habe, z.B. immer wenn ich den Kalendereintrag gesehen habe, bevor wir nicht heute dankbar, dass ich gesund bin, dass meine Familie gesund ist, dass es uns gut geht, dass wir warmes Essen haben.
Das ist fastbares Konkretes, sage ich jetzt mal. Mit der Zeit währt sich dann der eigene Kopf zu sagen, hey, das ist langweilig, ich will nicht nur so high-level sagen, sondern man denkt auch über einzelne Themen nach, wofür man auch dann dankbar ist. Z.B. wenn ein gewisses Wort gefallen ist in einer Unterhaltung, die man hatte und sagt, das hat mir so gut gefallen, dafür bin ich dankbar, dass die Person mir so etwas mitgeteilt hat. Bei mir war es sogar dann so weit, das war gefühlt nach 2, 3 Monaten sogar, dass ich über die kleinsten Dinge im Leben dann auch dankbar war.
Also so weit gekommen, dass ich nicht nur high-level Gesundheit, warmes Essen und so weiter, sondern auch wirklich, so blöd es klingt, ich bin dankbar, dass die Bettdecke gerade so weich ist. Oder dass sie so gut riecht. Oder ich bin dankbar, dass heute ich so viele gute Ideen hatte, wie ich in der Arbeit vorankommen kann. Oder ich bin dankbar, dass heute mein Auto besonders gut in der Kurve gelegen hat. Das ist zwar blöd, aber man kommt irgendwann zu dem Punkt, dass man sich nicht selber zufrieden gibt mit abstrakten Dankbarkeitsthemen, sondern wirklich ganz konkret wird, ich bin genau für diese Situation zu dem Zeitpunkt, bin ich genau zu dem dankbar gewesen.
Ich mach das einerseits nicht nur per Kalendereinträge und erinnere mich dann in den 2, 3, 4, 5 Minuten daran, wofür ich dankbar bin, sondern ich mach, wie ihr vielleicht in den letzten Podcastfolgen mitbekommen habt, ich betreibe auch ein Journaling. Ich schreib konkret auf, was mir am Tag so widerfährt, am Tag so passiert ist. Ich mach das nicht jeden Tag, ich würde schätzen so alle 2-3 Tage ungefähr, aber auch da nehme ich mir bewusst einen Platz, eine Sektion sozusagen, wo ich dann über Dankbarkeitsthemen schreibe.
Also die Kalendereinträge gepaart mit dem Journaling war im Grunde durchbruch bei dem Thema Dankbarkeit. Ich hab vorher immer viel davon irgendwo gelesen. Je dankbarer man ist, desto besser ist das Leben. Aber ich muss erst sagen, ich muss wirklich sagen, dass ich erst diese, als ich meine 2 Tools angewendet habe, erst dann habe ich endlich verstanden, was überhaupt Dankbarkeit bedeutet und dass man auch in allem und jeden Dankbarkeit sehen kann. Gut Leute, wie immer, ich versuche die Podcastfolgen relativ kurz zu halten.
Wir haben heute darüber gesprochen, was ist Dankbarkeit? Nummer 1. Nummer 2, wir haben darüber gesprochen, wie kann Dankbarkeit die Perspektive auf Geschehnisse und Ereignisse im Leben verändern, dass man auch in schlechten Dingen wirklich auch Dankbarkeit spürt. Nummer 3, wir haben ganz kurz über eine wissenschaftliche Studie gesprochen, die belegt, was für positive Auswirkungen das Spülen von Dankbarkeit hat und mit sich bringt. Und Nummer 4, zum Schluss habe ich euch meine Tools und meine Routinen gezeigt, die ich anwende, um Dankbarkeit aktiv zu praktizieren.
Ich hoffe, es hat euch gefallen, wie immer, wenn ihr zumindest eine Sache für euch mitnehmen konntet. So lasst mir ein Review da oder abonniert den Kanal, erzählt euren Freunden, Bekannten davon. Und wie gesagt, wie immer, bei Fragen oder Feedback oder auch persönlichen Gesprächen schreibt mir einfach an helloat projectmindset.de. Leute, ich wünsche euch noch einen schönen Tag und bis zur nächsten Woche. Und nicht vergessen, Mindset ist alles.
Dieses Transkript wurde automatisch mit Whisper KI erstellt und kann vereinzelt Fehler enthalten.
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Dankbarkeit ist eine Haltung gegenüber allem im Leben, nicht nur ein flüchtiges Gefühl in Extremsituationen.
Gerade in negativen Momenten liegt der Schlüssel: Wer auch beim Verlust oder bei Enttäuschung die Perspektive wechselt, versteht Dankbarkeit wirklich.
Eine wissenschaftliche Studie zeigt, dass tägliches Journaling über dankbare Erlebnisse zu mehr Optimismus, weniger Arztbesuchen und mehr Bewegung führt.
Dankbarkeit als Mindset lässt sich trainieren und bildet das Fundament für ein positives, erfülltes Leben.



