Vertrauen: 3.000 EUR an Fremde verliehen
Warum Vertrauen gegenüber Fremden manchmal das Beste ist, was man tun kann, und was 5 EUR dagegen verraten.
Einleitung
Vertrauen gegenüber Fremden ist eines der schwierigsten Themen im zwischenmenschlichen Miteinander. In dieser Folge von Project Mindset erzählt Reza Mehman zwei persönliche Geschichten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Einmal verlieh er einer wildfremden Studentin einen Boxsack im Wert von rund 3.000 Euro und einmal gab er einem Unbekannten in einer Tiefgarage 5 Euro. Beide Situationen hatten keinen gemeinsamen Track Record, keine Historie, kein Sicherheitsnetz. Doch das Ergebnis war erstaunlich gegensätzlich. Die 3.000 Euro kamen zurück, die 5 Euro nicht. Was diese Erfahrungen über Vertrauen, Intuition und den richtigen Umgang mit Risiko verraten, ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch eine wertvolle Lektion fuer den Alltag. Reza teilt ausserdem seine Begeisterung fuer italienischen Stil und die deutsche Sportgeraetemarke Berg.
Zusammenfassung
In einem Satz: Reza Mehman verlieh einer Fremden 3.000 Euro und einem Fremden 5 Euro und zeigt damit, dass echtes Vertrauen sich meist auszahlt, aber Intuition ein wichtiger Wegweiser bleibt.
In drei Saetzen: Reza erzaehlt, wie er einer Studentin einen Boxsack im Wert von 3.000 Euro fuer ihre Abschlussarbeit auslieh und dafuer nicht nur den Boxsack zurueckbekam, sondern auch einen professionellen Messestand als Bonus. Gleichzeitig verlieh er einem Fremden in einer Tiefgarage 5 Euro, die nie zurueckkamen. Die Episode zeigt, dass Goodwill und Vertrauen sich meistens lohnen, man aber auch auf seine Intuition hoeren sollte.
In fuenf Saetzen: In Folge 111 von Project Mindset spricht Reza Mehman ueber das Thema Vertrauen gegenueber Menschen, die man gerade erst kennengelernt hat. Er erzaehlt von seiner Beteiligung an der traditionsreichen deutschen Sportgeraetemarke Berg, deren Boxsack rund 3.000 Euro kostet. Eine Studentin bat per E-Mail darum, diesen Boxsack fuer ihre Abschlusspruefung ausleihen zu duerfen, und Reza entschied sich trotz des Risikos fuer Goodwill. Das Ergebnis war eine Win-Win-Situation mit hervorragenden Fotos und einem Messestand-Design als Gegenleistung. Die Gegengeschichte mit den 5 Euro in einer Mannheimer Tiefgarage zeigt hingegen, dass Vertrauen nicht immer belohnt wird, es aber trotzdem richtig ist, vertrauensvoll durchs Leben zu gehen.
Kontext: Wer, Was, Warum
Wer spricht: Reza Mehman, Host des Podcasts Project Mindset, Unternehmer und Mitinhaber der Sportgeraetemarke Berg.
Worum geht es: Das Thema Vertrauen, insbesondere gegenueber Menschen, die man zum ersten Mal trifft. Reza teilt zwei persoenliche Erfahrungen, die zeigen, wie unterschiedlich Vertrauen belohnt oder enttaeuscht werden kann.
Warum ist das relevant: Vertrauen ist die Grundlage jeder zwischenmenschlichen Beziehung, ob im Geschaeftsleben oder im Alltag. Die Frage, wann man einem Fremden vertrauen sollte, betrifft jeden Menschen taeglich.
Drei Kernfragen der Episode:
- Wie entscheidet man, ob man einer fremden Person vertrauen kann?
- Welche Rolle spielt Goodwill im geschaeftlichen und privaten Kontext?
- Kann Intuition ein zuverlaessiger Ratgeber bei Vertrauensentscheidungen sein?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung – Worum es in dieser Folge geht
- Zusammenfassung – Die Episode in Kurzform
- Kontext – Hintergrund zu Sprecher und Thema
- Themen und Einordnung – Die zentralen Themenbereiche
- Kern-Aussagen – Die wichtigsten Botschaften
- Haeufig gestellte Fragen – Antworten auf zentrale Fragen
- Highlight-Zitate – Die besten Aussagen aus der Episode
- Transkript – Vollstaendiger Wortlaut der Folge
- Keywords – Relevante Suchbegriffe
- Namen und Begriffe – Verzeichnis der Erwahnungen
- Zitierfaehige Passage – Zum Teilen und Zitieren
Themen und Einordnung
1. Vertrauen gegenueber Fremden
Reza beleuchtet, wie man Vertrauensentscheidungen trifft, wenn es keinen gemeinsamen Track Record gibt. Er zeigt, dass Goodwill und Risikobereitschaft sich oft auszahlen.
Keywords: Vertrauen aufbauen, Fremden vertrauen, Risikobereitschaft
2. Goodwill im Geschaeftsleben
Am Beispiel des ausgeliehenen Boxsacks wird deutlich, wie geschaeftlicher Goodwill zu einer Win-Win-Situation fuehren kann. Die Studentin bekam Hilfe, die Firma erhielt einen professionellen Messestand.
Keywords: Goodwill, Win-Win-Situation, Geschaeftsentscheidungen
3. Intuition als Entscheidungshilfe
Bei der Geschichte mit den 5 Euro beschreibt Reza, wie seine Intuition ihm bereits signalisierte, dass das Geld nicht zurueckkommen wuerde. Er nutzte die Situation bewusst als Test.
Keywords: Intuition, Bauchgefuehl, Menschenkenntnis
4. Die Sportgeraetemarke Berg
Reza erzaehlt von seiner Beteiligung an der traditionsreichen deutschen Marke Berg, die seit 1860 existiert und unter anderem 1936 offizieller Olympia-Ausstatter war.
Keywords: Berg Sportgeraete, Made in Germany, Tradition
5. Stil und Lebensenergie im Alter
Als Einstieg teilt Reza seine Beobachtung aelterer italienischer Maenner auf Sizilien, die mit ihrem stilvollen Auftreten eine besondere Energie ausstrahlen.
Keywords: Lifestyle, Stil im Alter, italienischer Style
Kern-Aussagen
- Vertrauen wird ueber Jahre aufgebaut, kann aber mit einer einzigen Handlung zerstoert werden.
- Bei Fremden gibt es keinen Track Record, deshalb muss man auf andere Signale achten.
- Wenn man helfen kann und hoeflich gefragt wird, sollte man Goodwill zeigen.
- Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus: Gutes Tun kommt oft zurueck.
- Intuition ist ein wertvoller Ratgeber bei Vertrauensentscheidungen gegenueber Fremden.
- Die Hoehe des Betrags sagt nichts darueber aus, ob jemand vertrauenswuerdig ist.
- Eine Win-Win-Situation entsteht oft dort, wo man bereit ist, ein kalkuliertes Risiko einzugehen.
- Stil und Auftreten sind ein Ausdruck von innerer Energie, unabhaengig vom Alter.
- Man sollte sich nicht von kleinen Enttaeuschungen davon abhalten lassen, weiterhin vertrauensvoll zu handeln.
Haeufig gestellte Fragen
Warum hat Reza Mehman einer Fremden 3.000 Euro in Form eines Boxsacks ausgeliehen?
Eine Studentin bat per E-Mail darum, einen Boxsack der Marke Berg fuer ihre Abschlusspruefung als Gestalterin fuer Visuelles Marketing ausleihen zu duerfen. Reza entschied sich trotz des finanziellen Risikos dafuer, Goodwill zu zeigen und der jungen Frau zu helfen.
Hat Reza den Boxsack zurueckbekommen?
Ja, der Boxsack wurde unbeschaedigt zurueckgegeben. Zusaetzlich erhielt Reza professionelle Fotos und das Angebot, den von der Studentin gestalteten Messestand kuenftig nutzen zu duerfen.
Was ist mit den 5 Euro passiert?
Ein junger Mann in einer Mannheimer Tiefgarage bat Reza um 5 Euro fuer das Parkticket. Obwohl die PayPal-Ueberweisung bereits vorbereitet war, drueckte der Mann nicht auf Absenden. Die 5 Euro kamen nie zurueck.
Was ist die Marke Berg?
Berg ist eine traditionsreiche deutsche Sportgeraetemarke, die 1860 von Caspar Berg gegruendet wurde. Sie war 1936 offizieller Ausstatter der Olympiade. Nach Managementfehlern in den 90er Jahren wurden die Markenrechte spaeter von einem Bekannten aus Heidelberg aufgekauft und wiederbelebt.
Was bedeutet Goodwill im geschaeftlichen Kontext?
Goodwill bezeichnet die Bereitschaft, jemandem entgegenzukommen oder zu helfen, ohne eine direkte Gegenleistung zu erwarten. Laut Reza sollte man Goodwill zeigen, wenn man helfen kann und hoeflich gefragt wird.
Welche Rolle spielt Intuition bei Vertrauensentscheidungen?
Reza beschreibt, dass er bei dem Mann in der Tiefgarage bereits ein ungutes Gefuehl hatte. Er testete seine Intuition bewusst, indem er die PayPal-Ueberweisung nicht selbst absendete. Seine Intuition behielt recht.
Was hat der Urlaub auf Sizilien mit dem Thema zu tun?
Der Sizilien-Urlaub dient als lockerer Einstieg in die Folge. Reza beobachtete dort aeltere italienische Maenner mit besonderem Stil und uebertraegt diese Beobachtung auf das Thema Lebensenergie und Auftreten.
Wer ist Bojan Widenow?
Bojan Widenow ist Dirigent und Gruender der Mannheimer Philharmoniker. Er war Gast in Podcast-Folge 101 von Project Mindset, in der es um das Thema Aura ging. Die Geschichte mit den 5 Euro entstand im Umfeld dieses Treffens.
Highlight-Zitate
„Vertrauen ist so eine Sache, die man ueber Jahre hinweg aufbauen muss, aufbauen kann. Aber mit einer ganz, ganz kleinen Kleinigkeit kann dieses Vertrauen auch wieder zerstoert werden.“
– Reza Mehman
„Wenn man helfen kann, dann sollte man helfen, vor allem wenn man super freundlich und auch wirklich hoeflich gefragt wird.“
– Reza Mehman
„Wie man so in den Wald hinein ruft, so schallt es auch heraus. Also wir haben was Gutes getan und uns wird was Gutes zurueckgetan.“
– Reza Mehman
„Manchmal hat man irgendwie so eine Art Intuition. Und bei dem hatte ich tatsaechlich so, ob ich die wirklich zurueckbekomme.“
– Reza Mehman
„Lasst uns, wenn wir aelter werden, uns ganz grosse Scheibe von alten italienischen Maennern abschneiden und genauso stilvoll durchs Leben rennen.“
– Reza Mehman
„In dem Fall hat man ja auch keinen Track Record. Also man weiss ja nicht, man hat keine Erfahrung, keine gemeinsame Historie.“
– Reza Mehman
Transkript
Das vollständige Gespräch
Hi zusammen und herzlich willkommen bei Project Mindset. Der Kanal für all diejenigen, die ganz genau wissen, dass mit dem richtigen Mindset alles möglich ist. Bevor ich zum eigentlichen Podcast-Thema Vertrauen heute komme, möchte ich eine ganz andere Geschichte erzählen. Und zwar, ich war nämlich vor kurzem mit meiner Familie ein paar Tage auf Sizilien. Wirklich tolle Zeit gehabt. Wir haben noch ein paar Sonnenstunden abbekommen, wir haben Freunde vor Ort besucht, wir hatten gutes Essen. Die Altstadt in der Stadt, wo wir da waren, war super nice.
Also eine richtig schöne Zeit gehabt. Und eine Sache ist mir direkt schon am Flughafen aufgefallen. Und zwar die älteren italienischen Männer vor Ort. Die hatten einen mega Style. Also es war für mich unglaublich. Und direkt am Flughafen habe ich, wie gesagt, ältere italienische Männer gesehen gehabt. Die hatten schön gemachte Haare, so ein bisschen nach hinten gegählt, ein schönes, schickes Hemd an, lässig die obersten zwei Knöpfe offen gehabt. Schöne Schuhe, Stoffhose. Es war sogar teilweise so, dass ich einen sogar fragen wollte, ey krass, wo hast du die Schuhe her?
Also so tip-top sahen die teilweise aus. Und auch Goldkette, Goldring und so weiter und so fort. Und mir ist dann aufgefallen, wenn ich jetzt hier zu Hause zu uns schaue, je älter man wird, desto farbloser ziehen sich ja teilweise hier die Menschen an. Was ich super schade finde, weil da habe ich jetzt ein Kontrastprogramm bekommen in Italien und gesehen, dass die älteren Leute da einfach diese Energie auch durch ihre Klamotten nach außen tragen. Natürlich haben die da auch mehr Sonnenschein. Ich denke, es hat eine ganz große Auswirkung auf dem Lifestyle, den man hat.
Aber an alle Männer, die mir gerade zuhören, lasst uns, wenn wir älter werden, uns ganz große Scheibe von alten italienischen Männern abschneiden und genauso stilvoll durchs Leben rennen, wie die das tun. So, aber in der heutigen Podcast Folge soll es nicht um das Thema alte italienische Männer gehen, sondern über das Thema Vertrauen. Wir alle wissen nämlich, Vertrauen ist so eine Sache, die man über Jahre hinweg aufbauen muss, aufbauen kann. Also wir haben Freunde, wo wir ganz genau wissen, der Person kann ich zu 100 Prozent vertrauen oder bei der Person, da wurde ich mal enttäuscht, da kann ich jetzt nicht mehr so vertrauen.
Also Vertrauen muss man über lange Zeit hinweg aufbauen. Aber mit einer ganz, ganz kleinen Kleinigkeit kann dieses Vertrauen auch wieder zerstört werden. Das alleine ist schon eine Podcast Folge für sich wert. Heute möchte ich über Vertrauen gegenüber Menschen sprechen, die man zum ersten Mal quasi getroffen hat, die man wirklich komplett neu kennengelernt hat. In so einem Fall hat man ja auch kein Track record. Also man weiß ja nicht, man hat keine Erfahrung, keine gemeinsame Historie. Man weiß einfach nicht, wie die Person gegenüber reagiert.
Und hier sind zwei kleine Begebenheiten in meinem Leben passiert, die ich heute mit euch teilen möchte. In der einen habe ich tatsächlich jemanden 3000 Euro ausgeliehen. Die Person kannte ich vorher wirklich nicht. Und in der anderen habe ich der Person fünf Euro ausgeliehen. Und bei einer dieser beiden Begebenheiten habe ich das Geld nicht zurückbekommen. Um zu erzählen, wie es dazu gekommen ist, muss ich ein bisschen ausholen. Also heute brauchen wir ein bisschen länger Zeit dafür. Und zwar ich habe ein ein Faible für Sportgeräte.
Das sage ich wirklich nicht nur so, sondern ich habe mir aufgefallen, mit den Jahren so eine kleine Sammlung aufgebaut. Meine halbe Garage ist zugestellt. Damit meine Frau hat sich schon beschwert, was ich eigentlich mit den ganzen Sachen mache. Ich trainiere natürlich nicht jeden Tag mit irgendeinem dieser Sportgeräte. Aber um so ein bisschen Abwechslung auch in mein Home Gym reinzubringen, verwende ich einfach unterschiedliche Sportgeräte. So ist es zufälligerweise dazu gekommen, dass ich vor einigen Jahren die Möglichkeit hatte, in eine Firma einzusteigen, die Sportgeräte made in Germany herstellt.
Die Firma heißt Berg und Berg hat eine riesen Historie. Die wurde ungefähr 1860 von Caspar Berg gegründet. Also true story kann man online alles nachlesen. Die wurde 1860 gegründet, ist dann mit den Jahren auch super groß geworden. Späre, Diskurs, Fußball, also Fußbälle und so weiter und so fort. Alles von der Marke Berg, auch Boxsäcke und viele weitere Sportarten wurden abgedeckt. Die waren sogar 1936 der offizielle Ausstatter der Olympiade. Also wirklich für mich mind blowing diese diese Historie und natürlich auch alles made in Germany.
Und irgendwann in den 90er Jahren gab es viele Management Fehler, die gemacht worden sind. Und die Marke wurde dann nach vielen Jahren, wo einfach der Profit nicht mehr so da war, eingestellt. Ein Bekannter von mir aus Heidelberg hat vor einigen Jahren dann die Markenrechte aufgekauft und versucht, seitdem die Marke wieder zum Leben kommen zu lassen. Und ich hatte vor einigen Jahren auch die Möglichkeit, dort einzusteigen. Und gerade mit meinem Sportgeräte-Fable war das für mich wie ein Paradies. Bin ich ganz ehrlich, nicht nur, dass ich da tolle Sportgeräte irgendwie aussuchen kann in irgendeiner Form, sondern auch beim Design mitentscheiden kann, wie das Ganze aussieht, die Qualität und so weiter und so fort ist für mich der Hammer.
Fortsetzung
Ich habe auch irgendwann mich natürlich auch gefragt, wie kommt es dazu? Warum bin ich eigentlich von Berg so begeistert? Und das soll wirklich keine Werbung für Berg sein, sondern ich erzähl wirklich hier nur aus meiner Perspektive, wie es dazu gekommen ist. Und mir ist dann irgendwann aufgefallen und vor lauter Bäumen habe ich den Walteinschein auch nicht gesehen gehabt. Also nicht nur, dass es so eine alte deutsche Historie hat, sondern auch, wie ihr vielleicht wisst, bin ich ein riesen Heidelberg-Fan.
Und erst vor kurzem, also völlig mind blowing für mich wieder, habe ich gemerkt, ja krass, in Heidelberg ist das Wort Berg auch drin. Und vielleicht habe ich deswegen so ein Fable auch für diese Marke entwickelt. Ich habe das all die Jahre, wo ich jetzt schon dran beteiligt bin, nicht bemerkt. Bis vor kurzem ist es mir in den Kopf gekommen, okay, warum ist mir nicht vorher aufgefallen? Aber es soll heute gar nicht um die um die Marke Berg so arg gehen, sondern einfach nur, dass wir tolle Sportgeräte hier in Deutschland herstellen und das Preis entsprechend hoch ist.
Also nicht vergleichbar mit anderen Konkurrenten, die in Fernost und so weiter produzieren. So ist es, dass unser Boxsack 3000 Euro kostet im Verkauf, also ungefähr 3000 Euro. Vor kurzem hat sich eine Dame, eine junge Studentin per E-Mail bei uns gemeldet und wollte so einen Boxsack für ihre Abschlussarbeit von uns ausgeliehen haben. Die E-Mail war auch super freundlich. Also so sehr geehrte Damen und Herren, ich bin in meiner Ausbildung Gestalterin für Visuelles Marketing und so weiter und Abschlussprüfung zum Thema Fitness und mit so einer Benisage am Ende, wo ein Produkt ausgestellt werden soll und dürfte ich so einen Boxsack von euch ausgeliehen haben.
Super freundliche E-Mail. Die Dame hat auch natürlich gesehen, dass der Boxsack bei uns relativ teuer ist. Und für mich war das super schwer zu entscheiden, wollen wir diesen Boxsack wirklich ausleihen oder nicht. Also am Ende reden wir tatsächlich über 3000 Euro. Und ich rede auch nicht davon, dass jetzt zum Beispiel der Boxsack geklaut wird oder irgendwie bei der Ausstellung geklaut wird oder was auch immer da passiert, sondern wenn er halt auch beschädigt wird, können wir ihn auch so nicht mehr verkaufen.
Und das ist natürlich dann so ein Totalschaden dann wiederum für uns. Das war wirklich schwierig zu entscheiden für mich. Und ich habe mit meinem Geschäftspartner lange darüber gesprochen gehabt und wir haben uns selber gefragt, wie reagieren wir darauf. Und prinzipiell aus meiner Sicht sollte man bei sowas Goodwill zeigen. Also einen guten Willen. Wenn man helfen kann, dann sollte man helfen, vor allem wenn man super freundlich und auch wirklich höflich gefragt wird. In dem Fall eine junge Studentin, die Hilfe braucht und man hat auch gemerkt, so eine Vision hatte, wie sie das Produkt darstellen wollte.
Und in dem Fall haben wir uns gesagt, okay, dann leihen wir das einfach aus und hoffen, dass da einfach das Beste dabei rauskommt und wir den Boxsack wieder zurückbekommen. So geschehen. Die Dame hat eine super tolle Abschlussnote bekommen. Sie hat uns seine Fotos zugeschickt und das war so eine Art kleine Messe stand, der sie da gemacht hat für den Boxsack. Das sah wirklich so gut aus, dass wir sie auch gefragt haben, ob wir den sogar ausgehen bekommen, wenn wir den mal brauchen. Und sie hat auch zugesagt.
Und da habe ich schon gemerkt, ja krass, allein dieser Messe stand, wenn wir den jetzt in Auftrag geben würden. Das würde uns ja auch schon drei, vier, 5000 Euro kosten, so ein Ding zu haben. Also das war dann für mich wieder so ein kleiner Beweis. Ja, cool. Wie man so in den Wald hinein ruft, so schallt es auch heraus. Also wir haben was Gutes getan und uns wird was Gutes zurückgetan. Also wirklich alles gut gelaufen und eine beidseitige Win-Win-Situation, was mich dann insbesondere sehr gefreut hat.
Kommen wir nun zur zweiten Begebenheit, wo ich jemanden wildfremdes fünf Euro ausgeliehen habe. Also natürlich ein ganz anderer Betrag, nicht vergleichbar mit den 3000 Euro, aber für mich mindestens genauso interessant. Und zwar vielleicht kennt ihr noch die Podcast Folge. Ich glaube, das war 101. Da hatte ich den Dirigenten und Gründer der Mannheimer Philharmoniker bei mir zu Gast. Das ist der Bojan Widenow, unglaublich interessanter Mensch, unglaublich sanfter Mensch vor allem. Also ihr müsst da unbedingt mal reinhören.
Da haben wir über das Thema Aura gesprochen und ob man so eine Aura von sich aus entwickeln kann oder etwas naturgegebenes ist. Und gerade bei Dirigenten wissen wir ja, wenn die einen Raum betreten, dann haben sie so eine Aura. Jeder schaut drauf, jede Fingerbewegung wird akribisch verfolgt. Und super interessant, was der Bojan zu dem Thema Aura gesagt hat. Das war Podcast Folge Nummer 101. Und witzigerweise in diesem Kontext. Ich hatte mich im Vorgespräch mit seinem Team getroffen gehabt, das war in Mannheim.
Fortsetzung
Und ich hatte zuvor dann in der Tiefgarage in Mannheim geparkt gehabt, wollte gerade rausgehen. Und da hat mich so ein junger Kerl angesprochen, ob ich ihm 5 Euro ausleihen kann. Er hat kein Bargeld dabei für das Parkticket und der Automat nimmt nur Bargeld an. Ich so, ja, kein Problem. Ich kann dir die 5 Euro geben. Du kannst mir sie ja direkt per Paypal dann überweisen. Der so, ja, können wir so gerne machen. Okay, 5 Euro gegeben. Und dann hat er gemeint, ja, hier ist mein Paypal, hat die App aufgemacht, gib einfach deine Adresse ein.
Ich hab dann meine Paypal Adresse eingegeben, den Betrag eingegeben. Und er hätte dann nur noch auf Absenden drücken müssen. Das war schon alles ready. Bevor er auf Absenden gedrückt hat, solange wollte ich nicht warten. Das ist auch ein bisschen awkward in dem Moment, zu gucken, drückt er jetzt drauf oder nicht. Hab ich dann gesagt, ja, okay, bedankt, viel Spaß. Und das war es dann auch in dem Moment. Und ihr könnt schon denken, die 3000 Euro hatte ich bekommen. Aber die 5 Euro habe ich dann nicht zurückbekommen, was völlig in Ordnung ist.
Ich hatte schon bei dem Kerl so ein bisschen das Gefühl, das ist nicht so ganz ernst gemeint von dem. Keine Ahnung. Manchmal hat man irgendwie so so eine Art Intuition. Und bei dem hatte ich tatsächlich so, ob ich die wirklich zurück bekomme, obwohl ich die ganzen Daten eingebe. Und ich hab es auch so ein bisschen testweise wirklich nicht auf Absenden gedrückt, um zu gucken, ob meine Intuition da recht richtig lag. Und tatsächlich, in dem Fall, der Kollege hat nicht auf Absenden gedrückt. Ich habe das Geld nicht bekommen.
Ist für mich völlig in Ordnung. Wegen 5 Euro will ich da jetzt nicht hinterherweinen. Mir geht es eher darum. Ich habe dann wirklich überlegt gehabt, würde ich dann in Zukunft, wenn so etwas wiederkommt, nicht helfen, weil ich mir sozusagen ganz klein Format hier die Finger verbrannt habe. Und darum geht es in der heutigen Podcast Folge. Ich möchte nämlich für mich nicht aufgrund von ein, zwei kleineren schlechten Entscheidungen oder Fehltritten oder Fehlgriffen in dem Fall sagen, ich helfe prinzipiell nicht mehr anderen Menschen.
Ich finde, es ist keine Option zu denken, OK, wenn ich das ein, zwei Mal daneben lag, dass ich prinzipiell niemandem mehr helfe. Also wenn wir alle diese Einstellung hätten, ich glaube, dann würden wir in einer Welt leben, wo wir einfach nicht mehr gut miteinander umgehen könnten, umgehen wollen, wo einfach die Zukunft einfach nicht so optimistisch ist, wie ich es gerne hätte. Ich habe hier und da mal in den verschiedenen Podcast Folgen auch gesagt gehabt. Ich glaube ganz fest an das Thema Karma. Alles kommt zu einem zurück.
Ich bin mir sogar bewusst, wenn ich zum Beispiel, das hatte ich auch in der anderen Podcast Folge erzählt gehabt, einer älteren Dame helfe, ihre Einkaufs Tasche zum Beispiel Treppen hoch trage oder was immer auch gerade ansteht. Ich helfe super gerne auch in der Hoffnung, dass wenn meine Großmutter, bei der ich zum Beispiel jetzt von der Distanz her nicht sein kann, dass auch meine Großmutter eine helfende Hand bekommt, wenn sie Hilfe benötigt. Und daher glaube ich ganz fest an das Thema Karma. Ich informiere mich immer auch und frage auch nach, ob ihr geholfen wird, meine Großmutter geholfen wird.
Sie sagt Ja, da gibt es Leute, die tragen dann die Einkaufs Tasche hoch bis vor die Wohnungstür und so weiter. Und das freut mich dann irre. Und ich denke, das hat ganz groß was mit dem Thema Karma zu tun. Und ich möchte mich nicht nur, weil ich hier und da mal ein, zwei schlechte, ja, schlechte Erfahrungen gemacht habe, jetzt mich so entscheiden, dass ich für immer und ewig sobald jemand Hilfe brauche, den ich nicht kenne, einfach sage Nee, ich habe da kein Vertrauen. Ich möchte es nicht machen. Ich glaube, da buddelt man sich so irgendwie so selbst ein.
Da hat man einfach keinen, keinen Lust mehr auf die Außenwelt. Und so mit diesem Mindset möchte ich nicht leben. Und darum ging es mir in der heutigen Podcast Folge als kleines Mindset Tool. Ich glaube, da muss ich wirklich nicht tiefer drauf eingehen. Karma, ich glaube, zu 100 Prozent dran ist real. So wie man in den Wald hinein ruft, so schaltet es auch aus. So Leute, das war es auch schon für die heutige Podcast Folge. Ich möchte mich ganz zum Schluss auch nochmal wirklich bei allen bedanken, die mir Feedback schreiben, die kommentieren, die mir Mails schreiben, die auf LinkedIn was schreiben.
Es ist also means the world for me, bin ich ganz ehrlich. Das tut mir extrem gut. Ich stecke viel Herzblut in diesen Podcast rein, versuche, viele Geschichten aufzuarbeiten, die mir widerfahren sind, um sie mit euch zu teilen, um ein, ja, wie soll ich sagen, um ein positiveres Mindset zu verbreiten. Ich glaube, wir haben super krass viel Negativität in unserer Welt, leider. Und ich glaube, da muss man so eine kleine Bewegung starten, um mit positiver Energie auch positive Vibes nach außen zu tragen.
Fortsetzung
Super Leute, danke fürs Zuhören. Wir hören uns bald wieder. Und nicht vergessen, bis dahin Mindset ist alles.
Dieses Transkript wurde automatisch mit Whisper KI erstellt und kann vereinzelt Fehler enthalten.
Keywords
Tags: Vertrauen, Fremden vertrauen, Goodwill, Intuition, Risiko, Win-Win, Mindset, Sportgeraete Berg, Made in Germany, Boxsack, Mannheim, Heidelberg, Sizilien, Stil, Aura, Project Mindset, Reza Mehman
Namen und Begriffe
Reza Mehman, Bojan Widenow, Caspar Berg, Mannheimer Philharmoniker, Berg (Sportgeraetemarke), Heidelberg, Mannheim, Sizilien, Olympiade 1936, PayPal, Gestalterin fuer Visuelles Marketing, Project Mindset, Goodwill, Track Record, Intuition, Made in Germany, Home Gym
Zitierfaehige Passage
„Vertrauen gegenueber Fremden ist immer ein Risiko, aber oft das richtige.“
„Reza Mehman verlieh einer wildfremden Studentin einen Boxsack im Wert von 3.000 Euro und bekam nicht nur das Produkt zurueck, sondern auch einen professionellen Messestand.“
„Die 5 Euro an einen Fremden in der Tiefgarage kamen nie zurueck, doch die Lektion war unbezahlbar.“
„Goodwill und Intuition sind zwei Seiten derselben Medaille: Wer helfen kann und hoeflich gefragt wird, sollte helfen, aber dabei auf sein Bauchgefuehl hoeren.“




