107. Über Dreistigkeit, handeln wie auf einem Bazar und Win-Win Situationen

Dreistigkeit beim Handeln: Win-Win statt Bazar

Warum kluges Verhandeln nichts mit Frechheit zu tun hat und wie du echte Win-Win-Situationen erkennst.



Einleitung

Handeln und Win-Win-Situationen schaffen: Wo liegt die Grenze zwischen cleverer Verhandlung und purer Dreistigkeit? In dieser Folge von Project Mindset erzaehlt Reza Mehman eine persoenliche Geschichte von einer Whisky-Messe, bei der ein Bekannter wegen 1,50 Euro um den Preis feilschte, obwohl der Verkaeufer die Gruppe zuvor 20 Minuten lang grosszuegig bewirtet hatte. Als gebuertiger Iraner kennt Reza die Bazar-Kultur aus erster Hand und hat das Handeln frueh von seinen Grosseltern gelernt. Doch er zieht eine klare Linie: Wer verhandelt, sollte immer auf eine Win-Win-Situation abzielen, bei der beide Seiten profitieren. Ausserdem teilt er seine ganz persoenliche Definition von Happiness und erklaert, warum Dankbarkeit fuer ihn der Schluessel zum Glueck ist. Eine Episode voller Lebensweisheit, Humor und ehrlicher Selbstreflexion.


Zusammenfassung

In einem Satz: Kluges Handeln bedeutet nicht Dreistigkeit, sondern das Schaffen von Win-Win-Situationen, bei denen beide Seiten fair behandelt werden.

In drei Saetzen: Reza Mehman erzaehlt von einem Erlebnis auf einer Whisky-Messe, bei dem ein Bekannter trotz grosszuegigem Entertainment durch den Verkaeufer wegen 1,50 Euro handelte. Als gebuertiger Iraner hat Reza das Feilschen frueh gelernt, betont aber, dass man bei einem fairen Preis nicht weiter verhandeln sollte. Die zentrale Botschaft: Verhandlungen sollten immer auf eine Win-Win-Situation abzielen, nicht auf einseitige Vorteilsnahme.

In fuenf Saetzen: In dieser Episode teilt Reza Mehman zunaechst seine persoenliche Definition von Happiness: echte Dankbarkeit spueren, etwa wenn seine Kinder ihm nach einem langen Arbeitstag in die Arme springen. Im Hauptteil erzaehlt er von einer Whisky-Messe, auf der ein Bekannter bei einem grosszuegigen Schokoladenverkaeufer wegen 1,50 Euro handelte. Reza empfand das als dreist, da der Verkaeufer die Gruppe zuvor 20 Minuten lang entertaint und alles probieren lassen hatte. Als gebuertiger Iraner kennt er die Bazar-Kultur und hat das Handeln auf Flohmaerkten von seinen Grosseltern gelernt, unterscheidet aber klar zwischen Gebrauchtware und fairen Geschaeften. Seine Kernbotschaft: Wer verhandelt, sollte stets eine Win-Win-Situation anstreben, bei der beide Seiten als Gewinner hervorgehen.


Kontext: Wer, Was, Warum

Wer spricht: Reza Mehman, Host des Podcasts Project Mindset, Unternehmer und Mindset-Coach mit persischen Wurzeln.

Worum geht es: Es geht um die Frage, wann Handeln und Verhandeln angemessen ist und wann es in Dreistigkeit umschlaegt. Anhand einer persoenlichen Geschichte von einer Whisky-Messe und Kindheitserinnerungen an Flohmarktbesuche mit seinen Grosseltern beleuchtet Reza die Kunst der fairen Verhandlung.

Warum ist es relevant: Verhandlungsgeschick ist eine Kernkompetenz im Beruf und Alltag. Doch die Grenze zwischen klugem Handeln und unangemessener Dreistigkeit wird selten thematisiert. Reza liefert eine praxisnahe Orientierung fuer jeden, der besser verhandeln moechte, ohne Beziehungen zu beschaedigen.

Drei Kernfragen der Episode:

  • Wo liegt die Grenze zwischen cleverem Verhandeln und Dreistigkeit?
  • Was macht eine echte Win-Win-Situation aus?
  • Wie beeinflusst Dankbarkeit unser persoenliches Gluecksempfinden?

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung – Worum es in dieser Episode geht
  2. Zusammenfassung – Die Kernbotschaft in Kurzform
  3. Kontext – Hintergrund und Relevanz der Episode
  4. Themen und Einordnung – Die wichtigsten Themenbereiche
  5. Kern-Aussagen – Die zentralen Botschaften
  6. Haeufig gestellte Fragen – Antworten auf wichtige Fragen
  7. Highlight-Zitate – Die besten Aussagen der Episode
  8. Transkript – Vollstaendiges Transkript der Episode
  9. Keywords – Relevante Suchbegriffe
  10. Namen und Begriffe – Wichtige Referenzen
  11. Zitierfaehige Passage – Zum Teilen und Zitieren

Themen und Einordnung

1. Verhandlung und Dreistigkeit

Reza unterscheidet klar zwischen legitimem Feilschen und unangemessener Dreistigkeit. Besonders bei fairen Angeboten und nach erhaltener Grosszuegigkeit ist weiteres Handeln fehl am Platz.

Keywords: Verhandeln, Dreistigkeit, Feilschen, fairer Preis

2. Win-Win-Situationen in Verhandlungen

Eine gute Verhandlung endet nicht mit einem Verlierer. Die Kunst besteht darin, einen Preis zu finden, bei dem beide Seiten zufrieden sind und sich respektiert fuehlen.

Keywords: Win-Win-Situation, Verhandlungsstrategie, Fairness

3. Bazar-Kultur und Handeln lernen

Als gebuertiger Iraner hat Reza das Handeln auf Flohmaerkten von seinen Grosseltern gelernt. Er teilt praktische Tipps, etwa dass die Tageszeit und das Gegenueber einen grossen Einfluss auf den Verhandlungserfolg haben.

Keywords: Bazar-Kultur, Flohmarkt handeln, Verhandlung lernen

4. Happiness und Dankbarkeit

Reza hinterfragt die klassische Duden-Definition von Glueck und kommt zu dem Schluss, dass wahre Happiness fuer ihn im Spueren von Dankbarkeit liegt, etwa in Momenten mit seinen Kindern.

Keywords: Happiness, Dankbarkeit, Gluecksdefinition, Mindset

5. Persoenliche Geschichten als Mindset-Lektionen

Statt abstrakter Mindset-Tools teilt Reza konkrete Erlebnisse aus seinem Leben und destilliert daraus praktische Weisheiten fuer den Alltag.

Keywords: Mindset, Lebensgeschichten, persoenliche Entwicklung


Kern-Aussagen

  • Dreistigkeit beim Handeln beginnt dort, wo man nach erhaltener Grosszuegigkeit noch um Centbetraege feilscht.
  • Echte Happiness entsteht nicht durch Besitz, sondern durch das Spueren von Dankbarkeit in besonderen Momenten.
  • Auf einem Bazar oder Flohmarkt zu handeln ist voellig normal und legitim, bei fairen Geschaeftspreisen jedoch unangemessen.
  • Eine Win-Win-Situation bedeutet, dass beide Seiten gewinnen und es keinen Verlierer gibt.
  • Wenn man einen fairen Preis zugesagt bekommt, sollte man nicht weiter nachverhandeln.
  • Die Tageszeit beeinflusst den Verhandlungserfolg: Abends sind Verkaeufer eher bereit, Preise zu senken als morgens.
  • Handeln bei gebrauchter Ware ist voellig in Ordnung, bei Produkten mit Produktionskosten und Service dagegen kritisch.
  • Wer staendig nur auf den eigenen Vorteil schaut, beschaedigt Beziehungen und wirkt respektlos.
  • Verhandeln ist eine Faehigkeit, die man frueh lernen kann, etwa auf Flohmaerkten.
  • Man kann es mit dem Spruch „Wer dreist ist, kommt weiter“ auch uebertreiben.

Haeufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen cleverem Handeln und Dreistigkeit?

Cleveres Handeln zielt auf eine Win-Win-Situation ab, bei der beide Seiten profitieren. Dreistigkeit hingegen bedeutet, den eigenen Vorteil auf Kosten des anderen zu suchen, etwa wenn man nach grosszuegigem Service noch um Centbetraege feilscht. Der Kontext entscheidet: Auf einem Flohmarkt ist Feilschen normal, bei einem Geschaeft mit festem Preis und vorherigem Service dagegen unangemessen.

Was bedeutet eine Win-Win-Situation beim Verhandeln?

Eine Win-Win-Situation beim Verhandeln bedeutet, dass beide Parteien mit dem Ergebnis zufrieden sind. Es gibt keinen klaren Verlierer. Der Kaeufer erhaelt die Ware zu einem Preis, den er fuer angemessen haelt, und der Verkaeufer erzielt einen fairen Gewinn. Laut Reza Mehman sollte man aufhoeren zu verhandeln, sobald ein fairer Preis erreicht ist.

Wie definiert Reza Mehman Happiness?

Fuer Reza Mehman ist Happiness gleichbedeutend mit dem Spueren von Dankbarkeit. Sein persoenliches Beispiel: Wenn er nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt und seine Kinder auf ihn zurennen und ihn umarmen. Er unterscheidet sich damit bewusst von der Duden-Definition, die Glueck mit dem Erlangen von Besitz oder Genuss verbindet.

Wann ist Handeln auf dem Flohmarkt angemessen?

Handeln auf dem Flohmarkt ist grundsaetzlich normal und gehoert zur Kultur des Gebrauchtwarenhandels. Reza empfiehlt, auf die Tageszeit zu achten, da Verkaeufer abends eher bereit sind, im Preis nachzugeben. Anders verhaelt es sich bei neuen Produkten mit Produktionskosten und vorherigem Service, wo Feilschen schnell als respektlos empfunden wird.

Warum erzaehlt Reza Mehman persoenliche Geschichten statt Mindset-Tools?

Reza wechselt bewusst zwischen Mindset-Tools und persoenlichen Geschichten ab, weil ihm das Erzaehlen von Erlebnissen gerade besonders Spass macht. Er glaubt, dass konkrete Geschichten aus dem echten Leben oft mehr lehren als abstrakte Methoden, da sie greifbar und nachvollziehbar sind.

Was hat die Bazar-Kultur mit Verhandlungsgeschick zu tun?

In der persischen Bazar-Kultur gehoert Handeln zum Alltag und wird schon frueh erlernt. Reza hat auf Flohmaerkten mit seinen Grosseltern gelernt, geschickt zu verhandeln. Diese Erfahrung hat ihm beigebracht, dass Verhandeln eine Faehigkeit ist, die man trainieren kann, aber dass man dabei stets Respekt und Fairness wahren sollte.

Stimmt es, dass wer dreist ist, weiter kommt im Leben?

Reza Mehman sieht diesen Spruch kritisch. Zwar kann ein gewisses Mass an Selbstbewusstsein beim Verhandeln helfen, doch Dreistigkeit kann auch Beziehungen beschaedigen und als respektlos wahrgenommen werden. Sein Rat: Lieber auf Win-Win-Situationen setzen als auf kurzfristige Vorteile durch Frechheit.


Highlight-Zitate

„Fuer mich ist die Definition von Happiness gleichgesetzt mit Dankbarkeit spueren. Also wenn man Dankbarkeit spuert, dann ist man aus meiner Sicht happy.“

– Reza Mehman

„Wenn ich zum Beispiel nach einem langen Arbeitstag nach Hause komme und meine Kinder auf mich zu rennen und mich umarmen. Also das kann man nicht beschreiben, was fuer ein Gluecksgefuehl das ausschuettet in einen.“

– Reza Mehman

„Ich bin gebuertig Perser, gebuertiger Iraner. Fuer uns ist Bazar-Life wirklich voellig normal. Wir handeln, was das Zeug haelt. Wird uns schon frueh in die Wiege gelegt.“

– Reza Mehman

„Win-Win bedeutet, dass beide gewinnen. Es gibt keinen Verlierer in dem Sinne. Und wenn man eine Win-Win-Situation hat, man kriegt eine Ware zu dem Preis, wo man denkt, das ist die wirklich wert, dann handelt man nicht mehr nach.“

– Reza Mehman

„Wenn man handelt, sollte man vielleicht darauf achten, dass man in so eine Win-Win-Situation reinkommt.“

– Reza Mehman

„Wegen einem Euro zu handeln, fand ich schon ein bisschen dreist. Vor allem, wenn wir schon 15 Minuten lang entertained worden sind, wirklich alles probiert haben, was er am Bestand hatte.“

– Reza Mehman

„Morgens ist schwieriger als abends. Abends wollen die Leute ihre Sachen loswerden.“

– Reza Mehman


Transkript

Das vollständige Gespräch

Hi zusammen und herzlich willkommen bei Project Mindset, der Kanal für all diejenigen, die ganz genau wissen, dass mit dem richtigen Mindset alles möglich ist. In der letzten Podcastfolgen habe ich ja weniger über Mindset Tools gesprochen, was ich typischerweise mache, sondern mehr über allgemeine Geschichten aus meinem Leben und das habe ich auch heute wieder vor, macht mir gerade extrem Spaß, deswegen heute wieder eine kleine Geschichte von mir. Bevor ich das tue, möchte ich noch eine ganz andere Sache erzählen.

Ich hatte vor kurzem eine längere Fahrt, da hatte ich so ein bisschen Zeit über verschiedene Themen nachzudenken und da sind auch meine Lieblingsthemen Happiness und Dankbarkeit in den Kopf gekommen. Und für mich ist die Definition von Happiness gleichgesetzt mit Dankbarkeit spüren. Also wenn man Dankbarkeit spürt, dann ist man aus meiner Sicht happy. Ich habe mich aber dann tatsächlich gefragt, wie denn zum Beispiel der Duden oder sowas in der Richtung Happiness definiert und da habe ich ein bisschen gegoogelt und da steht zum Beispiel, ich lese vor, der Duden definiert Glück als eine angenehme und freudige Gemütsverfassung, in der man sich befindet, wenn man in den Besitz oder Genuss von etwas kommt, was man sich gewünscht hat.

Interessant zumindest das aus meiner Sicht. Also ich bin mir nicht sicher, wenn man in den Besitz von etwas kommt, ob man da wirklich happy ist, vielleicht ganz kurz, wenn man sich irgendetwas kauft, was man lange haben wollte. Ja, dann ist man wahrscheinlich für 0,5 Sekunden happy und danach ja weiter geht’s in den Genuss von etwas kommen. Das verstehe ich schon eher, das geht auch eher in die Richtung, wo ich persönlich denke, dass da Happiness liegt. Ich habe mir auch ein ganz konkretes Beispiel überlegt gehabt.

Was macht mich denn eigentlich happy? Klar, wenn ich Dankbarkeit spüre, aber mir ist aufgefallen, wenn ich zum Beispiel nach einem langen Arbeitstag nach Hause komme und meine Kinder auf mich zu rennen und mich umarmen. Also das kann man nicht beschreiben, was für ein Glücksgefühl das das ausschüttet in einen. Also bei mir ist es das, ich würde sagen, die Definition für mich für Happiness, wenn so ein Moment genau so ein Moment erscheint, so bei mir im Leben. Wahrscheinlich hat jeder so seine eigene Definition, wie er das macht.

Ich fand es aber interessant, ich, obwohl ich mich jetzt schon so lange mit dem Thema Happiness auseinandersetze, Dankbarkeit auseinandersetze, habe ich nie nachgeschlagen, was es eigentlich bedeutet, sondern bin immer davon ausgegangen, ja, irgendwas mit Dankbarkeit. Aber wenn man sich ganz konkret vorstellt, was einem happy macht, ist mir tatsächlich das in den Kopf gekommen. Abends nach Hause kommen die Kinder springen los, freuen sich, wie als ob keine Ahnung was passiert ist und springen mir in die Arme.

Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. So jetzt aber zu dem eigentlichen Thema des heutigen Podcasts. Und zwar ich wollte schon seit einiger Zeit über das Thema Dreistigkeit oder oder frech sein sprechen. Es gibt nämlich so eine kleine Geschichte, die es vor einigen Jahren passiert. Und ich muss tatsächlich häufiger an diese Geschichte denken. Ich war mit ein paar Freunden von mir, wir waren eine größere Gruppe unterwegs auf einer Whisky Messe. Ein Kumpel von mir hat gefragt, hey, lass uns da hingehen.

Hast du da Bock drauf? Ja, okay. Also ich trinke zwar ab und zu Whisky, aber es ist nicht so unbedingt mein Getränk, aber in Ordnung. Wir sind hingegangen und einer der ersten Stände dort auf dieser Whisky Messe war auch super interessant. Riesen relativ groß aus meiner Sicht. Einer der ersten Stände dort war so ein Verkäufer Englisch Schokolade. Da war auch so ein Kerl am Stand, sah ziemlich gut angezogen aus. Typisch Englisch würde ich sagen, mit Schirmscharme und Melone. So richtig, so fast wie ein Adliger angezogen.

War ganz funny aus meiner Sicht. Und der hat dann diese Schokolade verkauft. Wir sind so ein bisschen ins Gespräch mit ihm gekommen. Dann hat er so erzählt, wo die Schokolade herkommt, was er sich dabei gedacht hat, die Geschmacksrichtung. Hat uns ein paar Anekdoten erzählt. Also war richtig interessant. Wir haben ein paar Witze zusammengerissen. Der hat uns wirklich jede Schokolade am Stand probieren lassen. Ich bin jetzt kein Schokoladenkenner. Ich fand es lecker, aber ich bin jetzt kein Koniseur, wo ich sage, boah ja, das war jetzt wirklich eine andere Qualität von Schokolade.

Also ich fand es lecker. Und auch meine ganzen Freunde, mit denen ich da war und Bekannte, mit denen ich da war, die haben auch probiert. Ich fand es ultra nett von dem Herrn, dass er uns da wirklich so 15, 20 Minuten lang da entertaint hat und probieren lassen hat. Also ich habe mich fast schon genötigt gefühlt, was zu kaufen. Habe es dann auch gemacht. Für ein paar Euro war gefühlt relativ teuer, aber in Ordnung. Ich meine, wir hatten eine gute Zeit. Und so hat jeder von uns ein bisschen was gekauft.

Fortsetzung

Ich glaube fast jeder von uns. Und die Beträge waren sehr unterschiedlich. Acht Euro, zehn Euro, zwanzig Euro, sowas um den Dreh. Bei einem Bekannten von mir war die Rechnung 16,50 Euro. Und er war der einzige von uns, der dann gesagt hat und handeln wollte. Er hat gesagt, ja, machst du 15 raus. Und du hast dann so richtig gemerkt, der Verkäufer hat sich dann so ein bisschen gewundert, hat ihn dann so angeschaut, hat dann gemeint. Ja, also wenn sie das glücklich macht, ja, dann können wir 15 Euro draus machen.

Für mich war das ultra peinlich, wenn ich ehrlich bin, weil wir haben Betrag von knapp einem Euro gesprochen. Also wegen einem Euro zu handeln, fand ich es schon ein bisschen. Ich weiß es nicht genau, was dem Bekannten da im Kopf vorging. Aber ich würde es tatsächlich nicht wegen einem Euro handeln, Euro 50 oder was auch immer. Vor allem, wenn wir schon 15 Minuten lang entertained worden sind, wirklich alles probiert haben, was er am Bestand hatte. Und er war wirklich großzügig. Und dann dachte ich mir krass.

Also ich bin ich bin gebürtiger Perser, gebürtiger Iraner. Für uns ist Bazaar live wirklich völlig normal. Wir handeln, was das Zeug hält. Wird uns schon früh in die Wiege gelegt. Aber wenn ein Euro 50, ich fand es ein bisschen dreist, wenn ich nicht nur ein bisschen. Ich fand es relativ dreist von dem Bekannten von mir. Und ich habe ihm sogar auch darauf angesprochen. Hey, also wegen Euro und Euro 50. Ich weiß nicht, ich hatte das nicht gehandelt. Das fand ich jetzt nicht so nicht so cool von dir. Der hat es null verstanden.

So auf die Art muss er auch schauen, wo er steht und wo er bleibt im Leben. Ist ja okay, wenn es seine Einstellung ist, dann dann was auch immer. Aber wenn ich jetzt daran denke, was für mich dreist ist, die Definition oder frech ist, dann ist genau das so eine Art Situation, wo das ganz gut beschreibt. Also ich habe ja schon gesagt, wir wie Iraner kriegen schon handeln früh beigebracht. Ich kann mich erinnern. Meine meine Großeltern, als sie uns früher besucht haben, war das dann so wir sind dann hier.

Also ich rede jetzt von 25, 30 Jahren oder so. Wir sind dann auf die Flohmärkte gegangen und dort habe ich tatsächlich Handeln von meinen Großeltern gelernt. Die war noch. Also ich fand, das ist jetzt eine anderes Art von Handeln, weil wir quasi irgendwo vor Ort sind. Und da geht es wirklich nur um den Preis. Da geht es gar nicht um, dass man entertainment probieren darf und so weiter und so fort. Und dort habe ich gelernt, richtig auf die auf die harte Tour meine meine Großeltern haben kein Deutsch gesprochen, haben dann gesagt z.B.

Was kostet die Tasche da? Also es war mir super unangenehm. Ich glaube aber tatsächlich, dass ich dabei relativ viel gelernt habe und da ist ein kleiner Unterschied für mich zu dem Thema Schokolade. Weil da geht es ja darum, da will ja jemand, hat ja jemand ein Geschäft, macht sich die Mühe und so weiter. Hat Produktionskosten und so weiter. Ist kein Gebrauchte, keine gebrauchte Ware. Ich finde bei gebrauchten Beidenen, die da sind, ist es nicht so. Ich finde, bei gebrauchten Beidenen anders zu handeln, finde ich schon in Ordnung.

Und bei dieser Story mit meinen Großeltern habe ich dann gelernt, tatsächlich kann man sehr gut handeln. Wenn es z.B. darum geht, auf zu welcher Tageszeit man handelt. Morgens ist schwieriger als abends. Abends wollen die Leute ihre Sachen loswerden. Es ist tatsächlich auch ein riesen Unterschied mit Frauen oder Männer zu handeln. Könnt ihr mir auch jedenfalls glauben. Könnt ihr gerne mal ausprobieren auf dem Flohmarkt. Es ist ein riesen Unterschied. Und da habe ich so ein bisschen so dieses Basar-Life kennengelernt.

Aber was ich tatsächlich unter anderem dann auch später von meinem Vater gelernt habe, ist, wenn man aber einen fairen Preis zugesagt bekommt und fair im Sinne von, da macht es keinen Sinn mehr zu handeln. Man will ja eine Win-Win-Situation haben. Win-Win bedeutet, dass beide gewinnen. Es gibt keinen Verlierer in dem Sinne. Und wenn man eine Win-Win-Situation hat, man kriegt eine Ware zu dem Preis, wo man denkt, das ist die wirklich wert, diese Ware, dann handelt man nicht mehr nach. Und das finde ich auch völlig in Ordnung.

Der Unterschied hier ist tatsächlich der Herr am Stand, der uns da wirklich so entertained hat usw. Es sind ja auch viele andere vorbeigekommen, die dann nicht was gekauft haben, weil wir ja den Stand quasi belagert hatten. Also von daher fand ich es ultra unangenehm, in dem Moment wegen 1,50 Euro zu handeln. Und ich bin mir gar nicht sicher. Es gibt bestimmt auch viele Zitate zu dem Thema. Wer dreist es, kommt weiter im Leben. Mir fällt das kein konkretes Zitat ein. Ich habe aber häufiger mal sowas in der Richtung gehört.

Fortsetzung

Man muss ja auch mal hier und da frech sein. Man muss schauen, wo man bleibt. Aber ich finde, man kann es auch übertreiben. Also meine Message im heutigen Podcast, jetzt nicht unbedingt ein Mindset-Tool, sondern wenn man handelt, sollte man vielleicht darauf achten, dass man in so eine Win-Win-Situation reinkommt. Und bei der Geschichte, wo ich es erzählt habe, also wegen Euro, weiß ich jetzt nicht genau. Super Leute, das war es auch schon für die heutige Podcast-Folge. Ich hoffe, sie hat euch gefallen.

Wenn dem so ist, so lasst mir bitte ein Like da. Abonniert den Kanal, denn nur so kann Project Mindset weiter wachsen. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Nicht vergessen, bis dahin, Mindset ist alles.

Dieses Transkript wurde automatisch mit Whisper KI erstellt und kann vereinzelt Fehler enthalten.


Keywords

Tags: Handeln, Win-Win-Situation, Dreistigkeit, Verhandeln, Bazar-Kultur, Flohmarkt handeln, Mindset, Happiness, Dankbarkeit, Verhandlungsgeschick, faire Verhandlung, Project Mindset, Reza Mehman, persoenliche Entwicklung, Selbstreflexion


Namen und Begriffe

Reza Mehman, Project Mindset, Whisky-Messe, Bazar, Iran, Persien, Duden, Happiness, Dankbarkeit, Win-Win-Situation, Flohmarkt, Verhandlung, Dreistigkeit, englische Schokolade, Grosseltern, Mindset-Tools


Zitierfaehige Passage

Handeln gehoert in vielen Kulturen zum Alltag und kann eine wertvolle Faehigkeit sein.
Doch Dreistigkeit beginnt dort, wo man trotz erhaltener Grosszuegigkeit um Centbetraege feilscht.
Wer klug verhandelt, strebt immer eine Win-Win-Situation an, bei der beide Seiten profitieren.
Wenn ein fairer Preis erreicht ist, sollte man aufhoeren zu handeln und die Vereinbarung respektieren.
Denn am Ende zaehlt nicht der letzte Euro, sondern die Beziehung und der gegenseitige Respekt.






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