Prokrastination bekämpfen: 3 Tools gegen Aufschieberitis
Warum Meditationen Software Updates sind, gute Taten mehr Aufmerksamkeit verdienen und wie du Aufschieberitis endlich besiegst.
Einleitung
Prokrastination bekämpfen ist eine der wichtigsten Fähigkeiten, die erfolgreiche Menschen von weniger erfolgreichen unterscheidet. In dieser Episode von Project Mindset spricht Reza Mehman über drei kraftvolle Tools, die dir helfen, Aufschieberitis ein für alle Mal zu überwinden. Doch bevor es ans Hauptthema geht, teilt er zwei spannende Denkanstöße: Warum Meditationen wie Software Updates und Workouts wie Hardware Updates für unseren Körper sind, und warum wir kulturell viel zu selten über die guten Dinge sprechen, die wir tun. Das Prinzip „Tue Gutes und sprich darüber“ könnte unsere Gesellschaft nachhaltig verändern. Die drei Prokrastinations Tools, die Reza aus seiner Erfahrung mit echten Machertypen ableitet, sind sofort umsetzbar und erfordern kein perfektes Timing. Wer aufhört, auf perfekte Konditionen zu warten, und stattdessen ins Handeln kommt, wird den Unterschied schnell spüren.
Zusammenfassung
In einem Satz: Reza Mehman erklärt, warum es keine perfekten Konditionen gibt, warum Gefühle kein Maßstab für Aufgabenplanung sein sollten und warum „done is better than perfect“ der Schlüssel gegen Prokrastination ist.
In drei Sätzen: In dieser Episode teilt Reza zunächst zwei inspirierende Gedanken: Meditationen als Software Updates für den Geist und die Notwendigkeit, kulturell mehr über gute Taten zu sprechen. Das Hauptthema Prokrastination wird anhand von drei konkreten Tools behandelt: nicht auf perfekte Konditionen warten, Aufgaben unabhängig von der eigenen Stimmung erledigen und Perfektionismus zugunsten von Fortschritt aufgeben. Die Erkenntnisse stammen aus Rezas eigener Erfahrung mit Machertypen, die in Meetings sofort handeln, statt Aufgaben aufzuschieben.
In fünf Sätzen: Reza Mehman widmet sich in dieser Episode drei Themen, wobei Prokrastination den Schwerpunkt bildet. Er startet mit dem inspirierenden Vergleich, dass Meditationen wie Software Updates und Workouts wie Hardware Updates wirken. Anschließend reflektiert er darüber, warum wir kulturell nur über schlechte Nachrichten sprechen, aber gute Taten wie Spenden verschweigen. Im Hauptteil präsentiert er drei Tools gegen Aufschieberitis: die Erkenntnis, dass perfekte Konditionen nie eintreten, dass Gefühle kein verlässlicher Indikator für den richtigen Zeitpunkt sind und dass „done is better than perfect“ gilt. Seine Botschaft: Wer wie ein Machertyp sofort handelt, befreit seinen Kopf und kommt schneller voran als jeder Perfektionist.
Kontext: Wer, Was, Warum
Wer spricht: Reza Mehman, Host des Podcasts Project Mindset, Unternehmer und Mindset Coach, der aus eigener Erfahrung im Berufsleben und aus seinem Netzwerk von Machertypen berichtet.
Worum geht es: Die Episode behandelt drei Themen: den Vergleich von Meditation und Workout mit Software und Hardware Updates, die kulturelle Schieflage beim Sprechen über gute Taten sowie drei praxisnahe Tools gegen Prokrastination.
Warum ist das relevant: Prokrastination betrifft fast jeden Menschen und ist einer der größten Produktivitätskiller. Die vorgestellten Tools sind sofort anwendbar und basieren auf realen Beobachtungen erfolgreicher Menschen. Gleichzeitig regen die Nebenthemen zum Umdenken in Bezug auf Selbstfürsorge und gesellschaftliches Engagement an.
Drei Kernfragen dieser Episode:
- Warum gibt es keine perfekten Konditionen und warum sollte man aufhören, darauf zu warten?
- Warum ist es ein Trugschluss, Aufgaben nur dann zu erledigen, wenn einem danach ist?
- Warum schlägt „erledigt“ immer „perfekt“ und wie verändert das den Umgang mit Aufgaben?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung – Worum es in dieser Episode geht
- Zusammenfassung – Die Episode in Kurzform
- Kontext – Hintergründe und Kernfragen
- Themen und Einordnung – Die drei Themenbereiche im Überblick
- Kern-Aussagen – Die wichtigsten Botschaften
- Häufig gestellte Fragen – Antworten auf zentrale Fragen
- Highlight-Zitate – Die besten Aussagen aus der Episode
- Transkript – Vollständiges Transkript der Episode
- Keywords – SEO-Tags und Schlagwörter
- Namen und Begriffe – Wichtige Referenzen
- Zitierfähige Passage – Zum Teilen und Zitieren
Themen und Einordnung
1. Meditation und Workout als Updates für Körper und Geist
Der Vergleich von Meditationen mit Software Updates und Workouts mit Hardware Updates verdeutlicht, wie beide Praktiken auf unterschiedlichen Ebenen wirken. Während körperlicher Fortschritt sichtbar ist, zeigt sich mentaler Progress eher im Umgang und der Ausstrahlung eines Menschen.
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2. Tue Gutes und sprich darüber
In unserer Kultur sprechen wir ausgiebig über schlechte Nachrichten, verschweigen aber gute Taten wie Spenden. Reza plädiert dafür, diese kulturelle Norm zu durchbrechen und durch offenes Sprechen über positive Handlungen andere Menschen zu inspirieren.
Keywords: Tue Gutes und sprich darüber, Spendenkultur, positive Nachrichten
3. Prokrastination bekämpfen mit drei konkreten Tools
Der Hauptteil der Episode widmet sich drei praxiserprobten Strategien gegen Aufschieberitis: keine perfekten Konditionen erwarten, unabhängig von Gefühlen handeln und „done is better than perfect“ als Leitmotiv verinnerlichen.
Keywords: Prokrastination bekämpfen, Aufschieberitis überwinden, done is better than perfect
4. Machertypen als Vorbilder
Reza beschreibt die Arbeitsweise von Machertypen in seinem Netzwerk, die in Meetings sofort zum Handy greifen, Informationen einholen und Aufgaben verteilen. Diese Menschen verkörpern das Gegenteil von Prokrastination.
Keywords: Machertyp, Produktivität steigern, sofort handeln
Kern-Aussagen
- Meditationen sind wie Software Updates für den Geist, Workouts sind wie Hardware Updates für den Körper.
- Wir sollten kulturell umdenken und über gute Taten wie Spenden offen sprechen, um andere zu inspirieren.
- Es gibt keine perfekten Konditionen, auf die man warten kann, bevor man eine Aufgabe erledigt.
- Aufgaben sollten unabhängig davon erledigt werden, ob man sich gerade danach fühlt oder nicht.
- „Done is better than perfect“ ist ein bewährtes Prinzip, um Prokrastination zu überwinden.
- Machertypen erledigen Dinge sofort, weil sie wissen, dass Warten keinen Mehrwert bringt.
- Wer eine Aufgabe sofort erledigt, hat den Kopf frei für andere Dinge.
- Perfektionismus ist einer der größten Feinde von Fortschritt und Produktivität.
- Jemand, der jeden Tag fünf Minuten übt, übertrifft langfristig jemanden, der einmal perfekt abliefern will.
- Wir leben in einer unperfekten Welt, daher macht Warten auf Perfektion keinen Sinn.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet „Meditationen sind wie Software Updates“?
Dieser Vergleich beschreibt, dass Meditation den Geist aktualisiert und optimiert, ähnlich wie ein Software Update ein Betriebssystem verbessert. Der mentale Fortschritt durch Meditation zeigt sich nicht visuell, sondern in mehr Entspannung, Zufriedenheit und einem ausgeglicheneren Umgang mit anderen Menschen.
Warum sollte man über gute Taten sprechen?
Reza Mehman argumentiert, dass offenes Sprechen über gute Taten wie Spenden andere Menschen inspirieren kann, ebenfalls Gutes zu tun. Kulturell sprechen wir vor allem über negative Ereignisse, was dazu führt, dass positive Handlungen unsichtbar bleiben und keine Nachahmung finden.
Welche drei Tools helfen gegen Prokrastination?
Die drei Tools sind: Erstens, nicht auf perfekte Konditionen warten, denn diese kommen nie. Zweitens, Aufgaben unabhängig von der aktuellen Stimmung erledigen. Drittens, den Perfektionismus ablegen und akzeptieren, dass „done is better than perfect“ gilt.
Warum gibt es keine perfekten Konditionen für Aufgaben?
Weil wir in einer unperfekten Welt leben, in der es immer etwas zu tun gibt. Wer im Berufsleben steht, Kinder hat, soziale Verpflichtungen und administrative Aufgaben bewältigt, wird nie einen Moment erleben, in dem alles ruhig ist und der Kopf komplett frei ist.
Was unterscheidet Machertypen von Prokrastinierern?
Machertypen erledigen Aufgaben sofort, oft noch während eines Meetings. Sie greifen zum Handy, holen Informationen ein und verteilen Aufgaben, anstatt sie aufzuschieben. Dadurch befreien sie ihren Kopf und können sich auf neue Herausforderungen konzentrieren.
Warum ist „done is better than perfect“ so wirkungsvoll?
Weil Perfektionismus dazu führt, dass Aufgaben gar nicht erst begonnen oder nie abgeschlossen werden. Wer regelmäßig kleine, unvollkommene Schritte macht, erzielt langfristig bessere Ergebnisse als jemand, der einmalig Perfektion anstrebt. Konsistenz schlägt Perfektion.
Wie kann man Aufschieberitis im Alltag konkret überwinden?
Indem man sich bewusst macht, dass weder perfekte Bedingungen noch die richtige Stimmung nötig sind, um eine Aufgabe anzugehen. Sobald eine Aufgabe ansteht, sollte sie sofort erledigt werden. Das befreit den Kopf und schafft Raum für neue Aufgaben.
Highlight-Zitate
„Meditationen sind wie Software Updates, Workouts sind wie Hardware Updates.“
– Reza Mehman
„Wenn man was Gutes tut, sollte man eigentlich die ganze Zeit darüber reden.“
– Reza Mehman
„Es gibt keine perfekten Konditionen, auf die man warten kann, bevor man eine Aufgabe erledigt.“
– Reza Mehman
„Ich achte auch gar nicht darauf, wann mir danach ist, eine Aufgabe zu erledigen, sondern wenn ich weiß, die Aufgabe muss erledigt werden, dann mache ich sie unabhängig davon, wie ich mich fühle.“
– Reza Mehman
„Done is better than perfect.“
– Reza Mehman
„Jemand, der ein Jahr lang jeden Tag etwas Kleines macht, ist im Endeffekt besser als jemand, der ganz lange für eine Sache trainiert hat.“
– Reza Mehman
„Wenn ich etwas sofort erledige, dann ist es weg von meiner To-do-Liste und ich habe den Kopf frei für andere Sachen.“
– Reza Mehman
Transkript
Das vollständige Gespräch
Hi zusammen und herzlich willkommen bei Project Mindset, der Kanal für all diejenigen, die ganz genau wissen, dass mit dem richtigen Mindset alles möglich ist. Bevor ich zum heutigen Thema Prokassination komme, habe ich zwei wirklich random Themen, die ich ganz kurz vorher ansprechen möchte. Random deswegen, weil ich sie jetzt erst tatsächlich vor kurzem irgendwie sind die mir über den Weg gelaufen. Das eine ist ein Zitat und das andere ist ein Gedankenprozess, den ich vor kurzem hatte. Zuerst zum Zitat.
Und zwar, das ging wie folgt, das habe ich glaube ich vor kurzem auf Instagram gesehen gehabt. Und zwar der Spruch bzw. der Zitat war, Meditationen sind wie Software-Updates, Workouts sind wie Hardware-Updates. Also ich finde das mega stark, das beschreibt exakt das, was eigentlich darunter liegt. Und zwar ich glaube wirklich, wenn man Workouts macht, also sportliche Workouts, dass die dabei helfen, zumindest das Level oder das Niveau zu halten, was man körperlich hat. Wenn nicht sogar und im meisten Fällen sogar das Level oder das Niveau, das man hat zu verbessern.
Ich finde auch körperlichen Progress sieht man meistens ja auch relativ schnell und zügig. Wenn jemand viel trainiert oder neu anfängt zu trainieren, dann merkt man ja, da entstehen gewisse Unterschiede körperlich. Wenn jemand lange schon trainiert, dann sieht man das ja auch, der ist ja ganz fit oder die ist ja ganz fit, muskulös und so weiter und so fort. Bei Meditationen sieht man den Progress ja erstmal nicht so stark visuell, würde ich behaupten. Sondern man merkt das eher, wie jemand sich ja anfühlt, sich nach außen gibt.
Also jemand, der viel meditiert, ist aus meiner Sicht in den meisten Fällen ein bisschen entspannter. Man hat den Eindruck, die Person ist auch ein bisschen glücklicher vielleicht im Leben. Man hat sein Leben im Griff, man ist mit sich selbst zufrieden und im Reinen. Und das merkt man jetzt nicht unbedingt visuell, sondern das ist eher so der Umgang, den man mit der einen Person hat. Wollte ich euch noch ganz kurz mitteilen, Meditationen sind wie Software-Updates, Workouts sind wie Hardware-Updates.
Finde ich mega stark. Der zweite Punkt, das war ein Gedankengang, den ich vor kurzem hatte. Ich finde es mega interessant, dass wenn was Schlechtes passiert, dass jeder sofort überspricht und man überall nur hört, was alles Schlimmes passiert ist, wie man sich verhalten hat zum Beispiel, was für dumme Aussagen gemacht worden sind und so weiter und so fort. Aber wenn jemand was Gutes macht, dann kriegt man davon gar nichts mit. Und das liegt meistens daran, dass die Person, die was Gutes macht, einfach nicht überspricht.
Ich finde es mega interessant und mir ist das vor kurzem bei dem Thema Spenden aufgefallen. Also wenn jemand Geld spendet, da spricht man einfach nicht drüber. Ich habe mich vor kurzem mit einer Dame getroffen von der Stiftung. Da ging es um das Thema Spenden und ich fand es super interessant. Es ging um Spendenaktionen für kranke Kinder. Also war auch sehr emotional für mich, was sie da erzählt hatte. Es war echt auch sehr traurig für mich, was ich da gehört habe. Und natürlich spricht man dann über das Thema Spenden und so weiter.
Und mir ist dann aufgefallen, ja krass, also die meisten Leute, also ich weiß im Grunde von niemandem, der irgendetwas spendet. Man kriegt es so mit, da war so ein unbekannter Spender, der hat zum Beispiel eine hohe Summe gespendet und so weiter. Aber das kriegt man ja meistens nicht mit, weil die Personen nicht übersprechen möchten. Und wenn man sich das mal irgendwie vor Augen führt, das ist ja kulturell bei uns etwas komplett kaputt, dass wir nur über die schlechten Sachen sprechen, aber nicht über gute Sachen sprechen.
Also ich erzähle auch nicht, muss ich zugehen, ich erzähle auch nicht, wenn ich das spende, weil ich habe dann auch das Gefühl, ja, das gehört sich nicht. Aber eigentlich müssten wir unsere Kultur komplett ändern und sagen, ne, sobald ich was spende, sobald ich was Gutes tue und so weiter und so fort, dann spreche ich darüber, weil es inspiriert ja auch andere Leute. Wenn ich jetzt weiß, dass mein bester Kumpel hier, zum Beispiel einer meiner besten Kumpels hier was spendet, ja, cool, habe ich mitbekommen, will ich auch machen.
Also ich finde, kulturell ist bei uns da irgendwie etwas schiefgeraten, gerade in diesem Bereich Spenden, was Gutes tun und so weiter und so fort. Weil man immer im Kopf hat, ja, man redet einfach nicht darüber und eigentlich müsste es ja genau umgekehrt sein. Wenn man was Gutes tut, sollte man eigentlich die ganze Zeit überreden. Also ich versuche auch hier gerade mein Mindset so ein bisschen zu verändern. Wenn ihr mal irgendwie jetzt von mir in den nächsten Podcast-Folgen hört, ich habe das und das jetzt gemacht und so, dann nicht um hier einen auf Angeber zu machen, sondern ey, vielleicht schaffen wir das, die Kultur so ein bisschen dahingehend zu verändern, dass wir was Gutes machen, darüber sprechen, andere inspirieren, was Gutes zu tun, irgendwas Gutes zu tun.
Fortsetzung
Und dann hätten wir auf jeden Fall einen Schritt in eine bessere Welt miteinander. So, das waren die zwei random Themen, die ich ganz kurz ansprechen wollte, bevor ich zum Hauptthema komme. Das Hauptthema ist Procastination. Ihr kennt wahrscheinlich diesen Begriff Aufschieberites oder auch Morgen ist auch noch ein Tag. Es gibt ja tausend Begriffe und Sätze, die man da sagen kann. Wenn es darum geht, die Arbeit, die anfällt, nicht jetzt zu machen, nicht jetzt zu tun. Ich bin auf das Thema vor kurzem gekommen, weil ich echt immer wieder in Meetings gerade mit so richtigen Machertypen, und hier beziehe ich natürlich auch Frauen mit ein, also Macherfrauen, Machermänner.
Mir ist aufgefallen, dass diese Machertypen, wenn wir was besprechen in den Meeting, die meistens sofort sogar in diesem Meeting zum Handy greifen, Informationen reinholen oder gewisse Sachen in die Wege bringen, gewisse Aufgaben verteilen, also das passiert dann instant in dem Meeting. Und das begeistert mich sehr, wirklich. Und ich weiß auch jetzt mittlerweile in meinem Netzwerk zum Beispiel, welche Leute ich ansprechen muss, wenn ich sofort etwas bewegt haben möchte. Also wenn es um die Veranstaltung geht oder um andere Sachen geht, die ich mache, dann weiß ich ganz genau, wenn ich diese Person anrufe, dann weiß ich, da wird sofort etwas gemacht.
Hier in diesen Fällen, und das ist ja genau das Gegenteil von Faszination oder auf Schiberitis, oder ich mache das morgen, wenn Zeit ist und so weiter. Und wenn ich über diese Person nachdenke, ist mir aufgefallen, also ich versuche auch in diesem Modus immer zu arbeiten, dass ich etwas sofort erledige, weil dann ist es nämlich weg von meiner To-do-Liste und ich habe mir den Kopf frei für andere Sachen. Aber bei diesen Personen, oder ich würde behaupten, ich arbeite auch so, ich weiß ganz genau, es gibt, und das ist der erste Punkt, wie man auf Schiberitis zur Seite schieben kann, es gibt keine perfekten Konditionen, auf die man warten kann, bevor man eine Aufgabe erledigt.
Also mit perfekten Konditionen, ich weiß nicht, was die Erwartungshaltung von vielen Menschen ist, ein ganz einfaches Beispiel, Sport machen gehen. Wenn wir das als Aufgabe für uns sehen, weil wir gesünder sein wollen, körperlich gesünder sein wollen, Stichwort Workouts sind die Hardware-Updates, dann gibt es aus meiner Sicht, wenn man voll im Berufsleben steht, wenn man Kids hat, wenn man Freunde hat, wenn man Family hat, wenn man einfach viele Sachen zu tun hat, private, administrative Aufgaben hat, also wann gibt es da perfekte Konditionen im Sinne von, wann habe ich mal Zeit, etwas zu tun, weil zu tun gibt es ja immer irgendetwas.
Also wenn jemand irgendwie erwartet, gerade jetzt ist ein bisschen weniger los mit den Kids, ein bisschen weniger los zu Hause, eine Arbeit habe ich gerade ein bisschen weniger zu tun. Deswegen habe ich jetzt den Kopf frei, um diese Aufgabe zu erledigen. Ich glaube da null dran an dieses Thema perfekte Konditionen. Also auch darauf warten macht ja gar keinen Sinn. Es kommt nie zu diesen perfekten Konditionen, weil wir einfach in einer, ich sage es mal, unperfekten Welt leben. Wann bin ich mal morgens aufgestanden, dachte, boah krass, heute habe ich gar nichts zu tun, ich muss mich um niemanden kümmern, ich habe einfach nur den ganzen Tag frei und habe dann auch Lust, die Aufgabe zu machen.
Das heißt aus meiner Sicht, dass einer der wichtigsten Mindsets bei dem Thema Prokrastination ist, es gibt keine perfekten Konditionen, dementsprechend warte ich nicht drauf und ich erledige es einfach jetzt. Die zweite Fallstrecke bei der Prokrastination ist, ich erledige Aufgaben dann, wenn mir danach ist. Also beispielsweise, ich habe jetzt gerade eine Aufgabe vor mir und ich fühle mich einfach gerade nicht danach, das zu tun. Ich habe ein bisschen Kopfschmerzen, mein Rücken tut weh oder irgendwas anderes passt gerade nicht so und ich mache das dann, wenn ich mich danach fühle.
Ich habe gerade einfach viel um die Ohren, das geht wieder in den Thema 1 rein, aber ich fühle mich einfach nicht danach und ich glaube, das ist auch so ein Trugschluss, den wir irgendwie beigebracht bekommen haben. Ich weiß nicht, ob das was Kulturelles ist, aber wenn einem danach ist, dann macht man das. Ich sehe das komplett anders. Ich finde, es muss einem nicht danach sein, um etwas zu erledigen, weil die Aufgabe muss einfach erledigt werden. Also ich kann mich an meine damaligen Studienzeiten erinnern, wann ist einem danach das langweiligste VWL-Buch aller Zeiten, sich durchzulesen, um sich für eine Klausur vorzubereiten.
Es gibt bestimmt ein paar VWLer jetzt, die sagen, ja, für mich war es total interessant, aber ich würde sagen, dem meisten war, also aus meinem Studiengang bin ich mir relativ sicher, Statistik und so weiter. Mir war nie danach, Statistik zu lernen, außer die Basics natürlich, damit ich die in meinem Leben irgendwie anwenden kann. Aber die ganz tiefen, komplexen Statistiken sagen, mir war nie danach das zu lernen. Und daher habe ich mir auch irgendwann angewöhnt zu sagen, ich achte auch gar nicht darauf, wenn mir danach ist, eine Aufgabe zu erledigen, sondern wenn ich weiß, die Aufgabe muss erledigt werden, dann mache ich sie unabhängig davon, wie ich mich fühle.
Der dritte Punkt, warum ich denke, dass viele Menschen dem Thema auf Schiberites verfallen sind, viele streben so eine Art Perfektionismus an. Wir wissen, alle Perfektion ist überhaupt nicht möglich, in keinster Form, aber viele denken, ich mache das, wenn ich weiß, dass der Outcome, den ich dabei produziere, quasi perfekt ist. Und hier gibt es einen super Spruch, der ist super simpel, und wahrscheinlich kennt den jeder, aber der ist richtig aus meiner Sicht wahr, dann ist better than perfect. Und das bedeutet, und das habe ich auch in meinen Teams gesehen gehabt, die Leute, die Aufgaben erledigt haben, die was vorangebracht haben, die Pairs auf die Straße gebracht haben, sind immer weitergekommen, als die Leute, die versucht haben, eine Aufgabe perfekt zu erledigen.
Fortsetzung
Es gibt tausend Beispiele, ich nehme mal jetzt ein Podcastbeispiel, weil wir jetzt gerade hier am Podcasten sind. Jemand, der fünf Minuten am Tag was ins Mikrofon reinquatscht, um sich zu verbessern. Und ich sage jetzt mal, fünf Minuten am Tag, das ein Jahr lang macht, also 365 mal fünf Minuten trainiert hat, ist mit ganz großer Wahrscheinlichkeit viel besser als jemand, der einmal im Jahr zum Beispiel eine Podcastfolge vorbereitet und nur auf dieses eine Mal hin arbeitet, damit es eine perfekte Podcastfolge ist.
Ist doch klar, dass jemand, der ein Jahr lang jeden Tag etwas kleines macht, im Endeffekt dann besser ist, als jemand, der ganz lange für eine Sache trainiert hat oder geübt hat vorher. Also nochmal ganz kurz zusammengefasst. Wenn wir über das Thema Aufschieberitis sprechen, über das Thema, ich habe jetzt keine Lust, die Aufgabe jetzt zu machen, oder ich habe gerade viel zu tun, viel um die Ohren, ich will das gar nicht tun, dann gibt es aus meiner Sicht drei Mindset-Tools, die wir alle anwenden können, und zwar das Erste, wir dürfen nicht auf perfekte Konditionen warten, sowas gibt es aus meiner Sicht gar nicht.
Also warten darauf, jetzt ist es gerade ein bisschen weniger Stress, es ist gerade ein bisschen weniger los, in der Arbeit ist es ein bisschen weniger zu tun, aus meiner Sicht gibt es keine perfekten Konditionen, sondern man macht das einfach jetzt, siehe Beispiels, was ich vorhin gesagt habe, mit diesen Machertypen, wenn ich in den Meetings mit ihnen sitze, dass sie dann sofort zum Telefon greifen und sagen, ich erledige die Aufgabe jetzt, oder ich hole mir die Information jetzt ein, oder was auch immer das dann sein mag, das ist das Erste Mindset-Tool.
Das Zweite, dieses Ding, ich erledige Aufgaben erst dann, gerade habe ich ein bisschen Kopfschmerzen, da kommt vielleicht eine Erkältung demnächst, ich fühle mich jetzt nicht danach, ich will diese Einstellung komplett zur Seite lassen, ich weiß nicht, wann es Tage gab, wo ich mich komplett, komplett, komplett gesund, ausgeschlafen, fit, nicht müde gefühlt habe, ich glaube, es ist der Normalzustand, dass man in irgendeiner Form vielleicht einen Ticken beeinträchtigt ist, weil man müde ist, weil die Kids einen nicht haben schlafen lassen, also wenn einem danach ist, das will ich komplett zur Seite legen, ich achte gar nicht drauf, wie mir danach ist oder ob mir danach ist.
Und der letzte Punkt, mein letztes Tool für heute, dann ist Better Than Perfect. Also erledigt ist besser, als etwas stundenlang, wochenlang vorbereitet zu haben, um dann irgendwie versuchen, Perfektion zu erreichen. Aus meiner Sicht, die Leute, zumindest aus meinem Unternehmernetzwerk, wo ich sehe, die am weitesten gekommen sind, die haben meistens einfach nur eine Aufgabe nach der anderen abgearbeitet, die wissen ganz genau, dass es keine Perfektion dahinter, keine Perfektion gibt und haben es auch nicht erwartet, dass sie perfekt handeln, sondern es ging ja darum, die Aufgaben zu erledigen.
Und diese Leute kommen dann tatsächlich aus meiner Sicht auch weiter. Super Leute, das war es für die heutige Folge, ich hoffe, sie hat euch gefallen, das ist der letzte Teil des Spotify, mir eine kleine Bewertung da zu lassen, denn nur so kann ProjectMindset weiter wachsen. Ich danke euch fürs Zuhören, wir hören uns bald wieder, Mindset ist alles.
Dieses Transkript wurde automatisch mit Whisper KI erstellt und kann vereinzelt Fehler enthalten.
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Zitierfähige Passage
Es gibt keine perfekten Konditionen, auf die man warten kann, bevor man eine Aufgabe erledigt.
Man muss sich nicht danach fühlen, um etwas zu erledigen, denn die Aufgabe muss einfach erledigt werden.
Done is better than perfect: Wer regelmäßig kleine Schritte macht, übertrifft langfristig jeden Perfektionisten.
Machertypen erledigen Dinge sofort und befreien damit ihren Kopf für das, was als Nächstes kommt.




