Vergleichen: Der erste Schritt zum Unglücklichsein
Warum wir uns ständig mit anderen vergleichen und wie du mit einfachen Mindset-Tools negative Emotionen vermeidest
Einleitung
Sich mit anderen vergleichen ist zutiefst menschlich, doch oft der Beginn negativer Emotionen und innerer Unzufriedenheit. In dieser Folge von Project Mindset spricht Reza Mehman offen darüber, warum Vergleiche so gefährlich werden können und welche Rolle der persönliche Kontext dabei spielt. Ob im Freundeskreis, unter Arbeitskollegen oder bei fremden Menschen in sozialen Medien: Vergleiche lauern überall. Das Problem liegt nicht im Vergleichen selbst, sondern darin, dass wir dabei unsere eigene Erfolgsdefinition aus den Augen verlieren. Reza teilt persönliche Erfahrungen, etwa wie er sich als Podcast-Anfänger mit erfahrenen Podcastern verglichen hat. Mit konkreten Mindset-Tools zeigt er, wie man Vergleiche erkennt, einordnet und sogar positiv nutzen kann. Diese Episode ist ein Weckruf für alle, die sich immer wieder im Vergleichskarussell wiederfinden.
Zusammenfassung
In einem Satz: Sich mit anderen zu vergleichen führt zum Unglücklichsein, weil jeder Mensch unterschiedliche Kontexte, Ziele und Erfolgsdefinitionen hat.
In drei Sätzen: Vergleiche mit anderen Menschen sind menschlich, werden aber problematisch, wenn sie negative Emotionen wie Neid und Unzufriedenheit auslösen. Der Schlüssel liegt darin, den eigenen Kontext zu verstehen: Unterschiedliche Startpunkte, Lebenssituationen und Ziele machen direkte Vergleiche unfair und sinnlos. Mit bewussten Mindset-Tools wie dem Erkennen des Vergleichsmoments, dem Hinterfragen des eigenen Neids und einer klaren Erfolgsdefinition kann man Vergleiche positiv nutzen oder ganz loslassen.
In fünf Sätzen: Sich mit anderen zu vergleichen ist vollkommen normal, kann aber schnell zum ersten Schritt ins Unglücklichsein werden. Reza Mehman zeigt anhand konkreter Beispiele aus seinem Umfeld, wie unterschiedliche Lebenskontexte Vergleiche verzerren. Ein Freund fühlt sich unterlegen, weil seine Bekannten Häuser besitzen, ein anderer beneidet Kollegen um deren Karrierefortschritte, obwohl er bewusst Familie priorisiert. Der entscheidende Punkt: Jeder definiert Erfolg anders, und äußerer Schein trügt oft. Mit einfachen Schritten, darunter das bewusste Erkennen von Vergleichen, das Reflektieren der eigenen Ziele und das Hinterfragen, was hinter dem scheinbaren Erfolg anderer steckt, lassen sich negative Vergleichsspiralen durchbrechen.
Kontext: Wer, Was, Warum
Wer spricht: Reza Mehman, Host des Podcasts Project Mindset, teilt seine persoenlichen Erfahrungen und die Geschichten von Bekannten zum Thema Vergleichen.
Worum geht es: Die Episode behandelt das Phaenomen, sich staendig mit anderen zu vergleichen, erklaert, warum das unglücklich macht, und liefert praktische Mindset-Tools, um Vergleiche einzuordnen oder positiv zu nutzen.
Warum ist das relevant: In einer Welt voller Social Media und staendiger Sichtbarkeit fremder Erfolge ist das Vergleichen allgegenwaertig geworden. Das Thema betrifft praktisch jeden und hat direkten Einfluss auf mentale Gesundheit und Lebenszufriedenheit.
Drei Kernfragen der Episode:
- Warum machen Vergleiche mit anderen unglücklich?
- Welche Rolle spielen persoenlicher Kontext und individuelle Erfolgsdefinition beim Vergleichen?
- Welche konkreten Mindset-Tools helfen dabei, negative Vergleichsspiralen zu durchbrechen?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung – Warum Vergleichen ein universelles Phaenomen ist
- Zusammenfassung – Die Episode in Kurzform
- Kontext – Wer spricht und warum es wichtig ist
- Themen und Einordnung – Die zentralen Themenbereiche
- Kern-Aussagen – Die wichtigsten Botschaften
- Haeufig gestellte Fragen – Antworten auf typische Fragen zum Vergleichen
- Highlight-Zitate – Die praegnantesten Aussagen der Episode
- Transkript – Vollstaendiges Transkript der Episode
- Keywords – SEO-relevante Schlagwoerter
- Namen und Begriffe – Wichtige Referenzen
- Zitierfaehige Passage – Zum Teilen und Zitieren
Themen und Einordnung
1. Die Psychologie des Vergleichens
Menschen vergleichen sich staendig mit ihrem Umfeld, sei es im Freundeskreis, in der Arbeit oder ueber soziale Medien. Vergleiche koennen sowohl positiv als Ansporn als auch negativ als Quelle von Unzufriedenheit wirken.
Keywords: Vergleichen, soziale Vergleiche, Neid
2. Individuelle Erfolgsdefinition
Jeder Mensch definiert Erfolg anders. Fuer manche ist es Karriere, fuer andere Balance, Dankbarkeit und die Freiheit, die eigene Zeit einzuteilen. Diese unterschiedlichen Definitionen machen direkte Vergleiche sinnlos.
Keywords: Erfolg definieren, Lebensziele, Balance im Leben
3. Kontext und Startpunkte
Vergleiche ignorieren haeufig die unterschiedlichen Ausgangssituationen und Lebensumstaende. Wer seinen Anfang mit dem Fortschritt eines anderen vergleicht, urteilt unfair ueber sich selbst.
Keywords: Kontext, unterschiedliche Startpunkte, Lebensumstaende
4. Mindset-Tools gegen negative Vergleiche
Bewusste Strategien wie das Erkennen des Vergleichsmoments, das Hinterfragen von Neid und das Reflektieren der eigenen Ziele helfen dabei, die negative Spirale zu durchbrechen.
Keywords: Mindset-Tools, Selbstreflexion, Dankbarkeit
5. Der Schein truegt: Aeusserer Erfolg vs. innere Realitaet
Was von aussen erfolgreich aussieht, muss es im Inneren nicht sein. Hinter dem Haus stecken vielleicht horrende Schulden, hinter der Karriere eine zerrüttete Beziehung.
Keywords: aeusserer Schein, innere Zufriedenheit, Realitaet
Kern-Aussagen
- Vergleichen ist menschlich, wird aber zum Problem, wenn es negative Emotionen wie Neid und Unzufriedenheit ausloest.
- Jeder Mensch hat einen anderen Kontext, andere Startpunkte und andere Lebensumstaende, was direkte Vergleiche unfair macht.
- Man sollte niemals seinen eigenen Anfang mit dem Fortschritt eines anderen vergleichen.
- Erfolg ist individuell: Fuer den einen bedeutet er Karriere, fuer den anderen Balance, Dankbarkeit und Zeitautonomie.
- Nur weil etwas von aussen gut aussieht, bedeutet das nicht, dass dahinter tatsaechlich Zufriedenheit steckt.
- Der erste Schritt gegen negative Vergleiche ist, bewusst zu erkennen, dass man sich gerade vergleicht.
- Im zweiten Schritt sollte man sich fragen: Wie definiere ich eigentlich meinen Erfolg? Bin ich auf dem Weg dorthin?
- Das Hinterfragen des eigenen Neids hilft zu verstehen, was man wirklich will und was man bereit ist, dafuer zu investieren.
- Dankbarkeit fuer das, was man hat, ist ein zentrales Gegenmittel gegen die Vergleichsspirale.
- Vergleiche koennen positiv genutzt werden, wenn sie als Ansporn dienen, sich selbst weiterzuentwickeln.
Haeufig gestellte Fragen
Warum vergleichen wir uns staendig mit anderen?
Sich mit anderen zu vergleichen ist ein zutiefst menschliches Verhalten. Wir orientieren uns an unserem Umfeld, um einzuordnen, wo wir im Leben stehen. Problematisch wird es erst, wenn diese Vergleiche negative Emotionen wie Neid oder Unzufriedenheit ausloesen, anstatt als Ansporn zu dienen.
Wie kann ich aufhoeren, mich mit anderen zu vergleichen?
Der erste Schritt ist, bewusst zu erkennen, dass man sich gerade vergleicht. Danach hilft es, ueber die eigene Erfolgsdefinition nachzudenken und den unterschiedlichen Kontext zu beruecksichtigen. Frage dich: Hat die andere Person die gleichen Startbedingungen, Ziele und Prioritaeten wie ich?
Was ist der Unterschied zwischen positivem und negativem Vergleichen?
Positives Vergleichen nutzt den Erfolg anderer als Inspiration und Ansporn, um selbst besser zu werden. Negatives Vergleichen fuehrt dazu, dass man sich unterlegen fuehlt, neidisch wird und mit dem eigenen Leben unzufrieden ist, ohne die unterschiedlichen Umstaende zu beruecksichtigen.
Warum sind Vergleiche oft unfair?
Vergleiche sind unfair, weil sie den unterschiedlichen Kontext ignorieren. Menschen haben verschiedene Startpunkte, Lebenssituationen, Prioritaeten und Ziele. Wer seinen Anfang mit dem Fortschritt eines erfahrenen Menschen vergleicht, urteilt unfair ueber sich selbst.
Was bedeutet Erfolg laut Reza Mehman?
Fuer Reza Mehman ist Erfolg eine Mischung aus Balance im Leben, Dankbarkeit fuer das, was man hat, und der Faehigkeit, die eigene Zeit groesstenteils selbst einzuteilen. Es geht ihm nicht primaer um Karriere oder materiellen Besitz, sondern um ein erfuelltes, ausgewogenes Leben.
Welche Rolle spielt Dankbarkeit beim Thema Vergleichen?
Dankbarkeit ist ein zentrales Gegenmittel gegen die Vergleichsspirale. Wer dankbar fuer das ist, was er hat, wird weniger anfaellig fuer Neid und Unzufriedenheit. Wie Reza es ausdrueckt: Wer mit seinem selbstgemachten Kaffee nicht gluecklich ist, wird es auch im Lamborghini nicht sein.
Was bedeutet das Zitat „Don’t compare your beginning to someone else’s middle“?
Dieses Zitat von Tim Hiller bedeutet, dass man seinen eigenen Anfang nicht mit dem Fortschritt einer Person vergleichen sollte, die schon viel laenger an etwas arbeitet. Es waere unfair, sich als Anfaenger mit jemandem zu messen, der bereits Jahre an Erfahrung gesammelt hat.
Wie kann man Vergleiche positiv nutzen?
Vergleiche koennen positiv genutzt werden, wenn man sie als Motivation und Ansporn versteht. Anstatt neidisch zu sein, kann man analysieren, was die andere Person anders macht, und daraus lernen. Der Schluessel liegt darin, den Vergleich als Informationsquelle zu nutzen, nicht als Bewertung des eigenen Wertes.
Highlight-Zitate
„Vergleichen ist quasi der erste Schritt zum Ungluecklichsein.“
– Reza Mehman
„Don’t compare your beginning to someone else’s middle.“
– Tim Hiller, zitiert von Reza Mehman
„Wenn du mit deinem Kaffee nicht gluecklich bist, den du dir selbst gemacht hast, dann wirst du auch mit deinem eigenen Kaffee in deinem eigenen Lamborghini nicht gluecklich sein.“
– Reza Mehman
„Nur weil von aussen etwas schoen oder gut aussieht oder fortschrittlich aussieht, heisst es auch nicht, dass es tatsaechlich so ist.“
– Reza Mehman
„In was fuer einem Kontext befinden wir uns denn gerade? Gehen wir vom gleichen Startpunkt aus oder ist die andere Person schon viel weiter als ich es bin?“
– Reza Mehman
„Ich kann ja nicht meinen ersten Schritt mit Podcasten mit jemanden vergleichen, der schon seit fuenf Jahren podcastet.“
– Reza Mehman
„Alles dauert halt ein bisschen, bis man dahin kommt, wo man hin moechte.“
– Reza Mehman
Transkript
Das vollständige Gespräch
Hi zusammen und herzlich willkommen bei Project Mindset, der Kanal für all diejenigen, die ganz genau wissen, dass mit dem richtigen Mindset im Leben alles möglich ist. Heute geht es um das Thema Vergleichen. Und zwar, ihr kennt es bestimmt auch, dass man sich hier und da mal mit anderen Leuten vergleicht, mit Freunden vergleicht oder auch entfernten, bekannten Leuten vergleicht. Ich glaube, es ist nicht ganz so unüblich, dass man dauernd irgendwie gefühlt in Wettbewerb mit anderen steht. Das Problem beim Vergleichen ist, es gibt eine positive Seite, und zwar dann, wenn man vergleicht, um selber besser zu werden, aber es gibt natürlich eine ganz große negative Seite daran, und zwar, wenn man vergleicht und anfängt unhappy zu werden, zu dem Zustand, in dem man sich einfach befindet.
Ich selbst gebe es zu, ich vergleiche mich auch hier und da mal, aber ich weiß ganz genau vom Mindset her, dass Vergleichen ja quasi der erste Schritt zum Unglücklichsein ist. Was ich damit meine, ich habe einen Bekannten, der mir vor kurzem erzählt hat, dass er, ja, wenn er sich seinen Freundeskreis mal anschaut, dass er Freunde, relativ viele Freunde hat, die mittlerweile schon ein eigenes Haus haben, relativ weit in der Karriere sind. Er geht auch davon aus, dass sie ganz ordentliches Geld verdienen, und er selber findet, er steht nicht so gut da wie die anderen.
Dann hat mir ein anderer Kumpel ungefähr im gleichen Zeitraum erzählt, dass er gerade karrieremäßig nicht weiß, wie er weitermachen soll. Und zwar hat er in seinem Job gewisse Kollegen, die, ich sage es mal gut, vorangekommen sind in dem Konzern und auch fleißig am Arbeiten sind, aber er denkt oder er weiß es sich sehr sicher, dass er vom Skillset her viel besser als die ist, nur er hat entsprechend nicht so viel Zeit, um in seine Karriere voranzukommen, weil er eben andere Sachen hochpriorisiert, wie zum Beispiel seine Familie, seine Freunde, seine Kinder und so weiter.
Ich glaube, beide Geschichten haben eins gemeinsam, es geht ums Vergleichen, das heißt, man guckt, wo sein Kollege sich befindet, wo sein Freund sich befindet, wo seine Freundin sich befindet und man schaut, wo man sich selbst gerade im Leben sieht und man sieht dann oder vergleicht sich dann quasi in sein eigenes Unglück hinein. Ich denke, Vergleichen ist gar nicht so unüblich, aber das Problem, was ich gerade schon gesagt habe, ist, man hat verschiedene Kontexte im Leben. Was ich damit meine, ist, man hat verschiedene Umstände.
Der eine hat Familie und zwei Kinder zum Beispiel und möchte ja entsprechend Zeit investieren in die Kinder und der andere hat das vielleicht auch, aber er investiert viel weniger Zeit in seine Kinder und dementsprechend hat er auch mehr Zeit, beispielsweise in eine Karriere zu investieren und dementsprechend, und so ist es leider nun mal, wer mehr Zeit, ob es effektiv oder nicht effektiv ist, in seine Karriere investiert, der wird tatsächlich langfristig auch weiterkommen. Ich denke, dass dieser Umstand ganz häufig komplett unterschätzt wird.
Also, in was für einem Kontext befinden wir uns denn gerade? Gehen wir vom gleichen Startpunkt aus oder ist die andere Person, mit der ich mich vergleiche, schon viel weiter als ich es bin? Es ist gerade mein erster Schritt, den ich mache und die andere Person hat schon zehn Jahre in eine gewisse Sache, in ein gewisses Thema reingesteckt und man kann sich ja oder darf sich ja nicht quasi vergleichen mit jemanden, der schon viel mehr Zeit oder einfach schon viel weiter mit einem Thema ist als einer selbst.
Da gibt es ein sehr schönes englisches Zitat, das besagt Don’t compare your beginning to someone else’s middle von Tim Hiller. Und da gebe ich absolut recht. Ich zum Beispiel, ich habe ein ganz anschauliches Beispiel von meiner Seite aus. Als ich mit dem Podcasten angefangen habe, dachte ich mir oder habe ich mir auch andere Podcasts angeschaut und habe dann gefunden, boah, die sind ja mega weit mit dem, was sie machen, was mir erst im Nachhinein gekommen ist. Ja klar, die machen es auch schon seit fünf Jahren.
Die müssen ja schon viel weiter sein als ich es bin und ich muss entsprechend auch Zeit investieren, wenn ich genau so weit kommen möchte wie die. Das heißt, ich kann ja nicht meinen ersten Schritt mit Podcasten, mit jemanden vergleichen, der schon seit fünf Jahren podcastet. Und das ist so im zweiten Schritt auch ein weiteres Problem. Und zwar, ich denke, viele vergleichen sich mit anderen Leuten, haben aber unterschiedliche Ziele im Leben oder definieren auch den Erfolg ganz anders für sich. Was ich damit meine ist, für mich ist Erfolg ganz grob, ich sag jetzt mal umrissen, ja, so eine Mischung aus, wie, welche Balance habe ich im Leben, wie dankbar bin ich mit den Themen in meinem Leben und kann ich meine Zeit größtenteils, nicht komplett, aber größtenteils selbst anteilen.
Das ist so für mich so eine grobe Definition von Erfolg. Ich glaube, ich mach mal eine separate Podcast Folge zum Thema Erfolgdefinition, aber für mich ist es tatsächlich Balance im Leben. Also kann ich genug Zeit in Themen einstecken, die mir wichtig sind, in Hobbys auch einstecken, habe ich genug Zeit für meine Familie, für meine Frau, für meine Kinder, für meine Eltern und so weiter. Diese Balance finde ich extrem wichtig, weil ich auch ganz genau weiß, wenn ich in eine Sache 100 Prozent reinstecke, da kommen andere Themen, die mir wichtig sind, viel zu kurz.
Fortsetzung
Auch das Thema Dankbarkeit kann ich oder bin ich für die Sachen, die ich im Leben habe, bin ich für die dankbar? Da gibt es auch diese Redewendung. Wenn du mit deinem Kaffee nicht glücklich bist, den du dir selbst gemacht hast, dann wirst du auch mit deinem eigenen Kaffee in deinem eigenen Lamborghini nicht glücklich sein. Ich glaube, da ist eine Menge Wahrheit dahinter. Also das Thema Dankbarkeit ist extrem wichtig für mich und auch das Thema Wie kann ich meine Zeit einteilen? Also habe ich komplette Macht darüber, wie ich wo viel Zeit investiere.
Meistens ist es ja so, dass man ja sehr fremd gesteuert ist. Ihr kennt das bestimmt auch. Gewisse Menschen im Leben haben vielleicht Einfluss auf die eigene Zeit, sei es der Arbeitgeber, sei es verschiedene andere Personen. Und mir geht es halt darum, auch dass ich größtenteils, nicht komplett, aber größtenteils meine eigene Zeit einteilen kann. Das sind so, wie ich das sind so meine Ziele und das ist so, wie ich Erfolg für mich definiere. Jetzt kann es aber sein, natürlich, dass mein Kollege jetzt ein Beispiel von meinen Bekannten zu bleiben, dass mein Kollege seinen Erfolg anders definiert oder seine Happiness anders definiert als ich.
Vielleicht ist seine Happiness, dass er möglichst viel Zeit und Energie in seine Arbeit reinstecken kann oder in sein Thema reinstecken kann. Vielleicht hat er gar nicht als wichtiges Ziel für sich, dass er sagt, ich möchte ausreichend Zeit mit Familien, Freunde haben. Und das meine ich auch gar nicht wertend. Es gibt Leute und tatsächlich auch nicht zu wenige. Es gibt Leute, die haben nicht so ein großes Interesse, Freundschaften zu pflegen. Die haben nicht so ein großes Interesse, auch viel Zeit mit der Familie zu verbringen.
Und das soll wirklich nicht wertend sein. Sie haben einfach andere Definitionen von dem, was ihnen wichtig ist. Und dann ist es natürlich nicht verwunderlich, wenn diese Person dann ganz viel Zeit in seine Arbeit reinsteckt, in sein Hobby oder was auch immer reinsteckt und dementsprechend auch viel weiter kommt. Wie kann ich mich also, also ich als persönlich, mich mit dieser Person vergleichen, wenn ich einen ganz anderen Kontext habe, wenn ich ganz andere Menschen vielleicht im Schlepptau habe, weil es mir wichtig ist, dass ich genug Zeit mit meinen Eltern verbringe, dass ich denen auch helfe, wenn sie mal Hilfe brauchen.
Das ist mein Schlepptau, mein Kontext ist einfach ganz anders als mit einer Person, die für sich ganz andere Ziele im Leben hat. Ich gucke natürlich auch, dass ich immer meine Mindset-Tools zurechtlege, wenn ich mich mal dabei erwische, dass ich mich vergleiche und auch anerbewerbe und ich habe es auch meinen Bekannten gesagt gehabt. Ich glaube, als allererstes ist natürlich wichtig zu verstehen, dass man sich gerade vergleicht. Das heißt eine Aussage dahinter. Oh Vorsicht, lieber Reza, ich vergleiche mich gerade wieder mit anderen Leuten.
Das ist der erste Schritt zum Unglücklichsein. Dann der zweite Schritt ist natürlich zu verstehen. Also es ist schwierig zu sagen, ich karte jetzt meine Gedanken, sondern man muss vielleicht mal auch über seine Gedanken selbst nachdenken. Warum habe ich denn diese Gedanken? Und wenn man dann wieder diesen Kontext bietet, wie definiere ich denn jetzt im zweiten Schritt mein Erfolg? Befinde ich mich gerade auf dem Weg dahin, was mir wichtig ist, oder befinde ich mich gerade nicht auf dem Weg dahin? Aber ich habe höchstwahrscheinlich eine andere Definition von Erfolg wie mein Kollege aus der Arbeit beispielsweise.
Dann im nächsten Schritt gucke ich mir auch an, warum beneide ich denn jetzt die andere Person? Um im Kontext von der Arbeit zu bleiben, hat er beispielsweise mehr Wissen in einem Thema und ich habe einfach nicht genug Zeit reingesteckt in dieses Thema, um genau dieses gleiche Wissen zu haben. Oder von meinem Bekannten zum Beispiel, der gesagt hat, dass seine Freunde und seine Bekannte alle schon Häuser haben, alle schon sehr weit in der Karriere sind. Ja, warum habe ich mich denn nicht um beispielsweise ein Haus gekümmert, um meine Immobilie gekümmert, dass ich sie kaufen kann?
Was kann ich denn daran ändern, dass das passiert? Und dann nicht darüber nachdenken, boah, das dauert jetzt alles so Ewigkeiten. Ja, das ist halt im Leben so. Alles dauert halt ein bisschen, bis man dahin kommt, wo man hin möchte. Aber ich finde es ganz wichtig zu verstehen, warum beneide ich jetzt gerade die andere Person? Dann darf man nicht vergessen, nur weil von außen etwas schön oder gut aussieht oder ich sage es mal sehr fortschrittlich aussieht, heißt es auch nicht, dass es tatsächlich so ist.
Vielleicht hat die andere Person ein Haus gekauft, eine Immobilie gekauft, hat aber horrende Schulden, hat Probleme, weil das Dach noch ausgebaut werden muss, kann abends nicht schlafen. Und da kenne ich tatsächlich Fälle, weil die Monatsrate so hoch ist. Also nur weil was von außen so gut aussieht, heißt es ja nicht, dass auch im Inneren was Tolles drin ist. Auch das Thema Karriere. Ich hatte in der frühen Podcast Folge mal darüber gesprochen gehabt. Ich habe einen Bekannten in der Arbeit gehabt, der war in seinem Thema ziemlich fit.
Fortsetzung
Muss ich wirklich zugeben. Und ich hatte auch das Gefühl, ich beneide ihn um sein Fachwissen. Er war auch karremässig, relativ weit. Und ich dachte mir auch, boah, krass, da möchte ich eigentlich auch mal hin. Dann waren wir in einem Meeting und der damalige Kollege hat dann das Telefon abgenommen. Fand ich ein bisschen, ich sage es mal unverschämt, in einem Meeting einfach so mal abruptes private Angelegenheiten zu kümmern. Aber okay, war seine Frau, die haben dann geredet gehabt und die haben so einen rauen Ton miteinander gesprochen, dass ich mir dachte, boah, krass.
Also so möchte ich jetzt nicht meine private Zeit mit meiner Frau verbringen. Also haben auch aufgelegt, ohne Tschüss zu sagen, alles drum und dran. Das fand ich extrem. Ja, für mich selber würde ich das extrem unbefriedigend finden. Und dann habe ich erst mal verstanden, hey, der hat vielleicht ganz andere Ziele als ich im Leben. Das vielleicht ist ihm gar nicht so wichtig. Ich sage jetzt mal liebevoll mit seiner Partnerin zu sprechen, sondern ihm ist erst mal wichtig, Fachwissen weiter anzuhäufen, weil das sein Ziel im Leben ist.
Das heißt, wenn ich mich hier vergleiche, da würde ich ja nur einen Punkt raus vergleichen. Ich kann ja nicht mein ganzes Leben mit ihm vergleichen, weil wir ja ganz unterschiedliche Ziele haben. Es gibt noch eine Sache, die man vergleichen, aber ehrlich gesagt auch gut ist, und zwar, wenn man so einen gesunden Neid entwickelt. Also einen gesunden Neid, das bedeutet für mich jetzt, dass ich zum Beispiel sage, okay, diese eine Person ist in dem Thema viel weiter als ich. Und das nehme ich jetzt als Ansporn, mich genau da weiter zu entwickeln, aber im Kontext von meinem Leben, im Kontext von meinen Zielen, im Kontext von dem, was mir wichtig ist, weil ich priorisiere auch anders mein Leben.
Genau, und für mich persönlich sind es so die Haupttools, die ich verwende, wenn ich mich denn tatsächlich mal mit jemandem vergleiche. Also ich versuche tatsächlich zu analysieren, warum tue ich es, also ich erkenne erst mal an, dass ich es überhaupt tue, diesen Vergleich, dann versuche ich zu analysieren, ja, in welchem Kontext heraus definiere ich meinen Erfolg, warum beneide ich überhaupt jemand anderen und kann ich vielleicht aus diesem Neid etwas Positives gewinnen, indem ich zum Beispiel sage, ich nehme das als Ansporn, um da in diesem Thema zum Beispiel besser zu werden.
Was ich aber auf jeden Fall weiß ist, ich habe tatsächlich, wenn ich jetzt über mein Leben nachdenke, ja, ich habe ganz andere Menschen im Schlepptau, die ich natürlich mitziehen möchte in meinem Leben. Also wenn ich mich weiterentwickeln möchte, ich auch, dass meine vier, fünf wichtigen Menschen im Leben, vielleicht sind es auch ein paar mehr, aber meine wichtigen Menschen im Leben, dass ich sie mitziehe. Das heißt, mein Schlepptau ist ein ganz anderer als zum Beispiel jemand, der vom Montags und früher aus meiner Beratungstätigkeit weiß ich das noch auf Projekten.
Montags sind teilweise die Kollegen dann angekommen auf Projekten und sind erst Freitag wieder zurückgefahren von den Projekten. Und in der Zeit haben sie beispielsweise ihre Kinder nicht gesehen, ihre Familie nicht gesehen. Wenn das aber ihr Ziel im Leben ist, dann ist natürlich völlig in Ordnung. Aber für mich ist es eben nicht mein Ziel im Leben. Ich habe einen ganz anderen Schlepptau an Menschen, die ich mitziehen muss. Deswegen kann ich mich nicht mit dem Erfolg dieses Menschen, der einfach fünf Tage komplett von seiner Familie weg ist, der zahlt einen ganz anderen Preis dafür.
Mit dem kann ich mich einfach nicht vergleichen. So Leute, ihr seht, ich glaube, das Thema Vergleichen ist bei vielen Menschen im Kopf drin. Das ist auch völlig normal. Ich glaube, gerade in Zeiten von Social Media ist es super einfach, die Highlights von einem selbst nach außen zu tragen, zu zeigen, hey, ja, bei mir läuft, bei mir ist alles gut. Aber zu jeder Geschichte gibt es da zwei Medaillen, zwei Seiten der Medaille. Es gibt immer Licht und Schatten. Und darüber bin ich mir mittlerweile völlig bewusst.
Kaum einer wird ja, ich sage es mal, seine Lowlights nach außen präsentieren. Ich mache das zwischendurch hier im Podcast, weil ich natürlich auch euch zeigen möchte, es gibt Lowlights, aber ich glaube, die allerwenigsten Menschen, die zeigen ihre Lowlights nach außen. Und ja, ich würde euch bitten einfach, wenn ihr euch vergleichen solltet, dass ihr das im positiven Sinne tut. Das heißt, guckt einfach, dass ihr einen Vergleich als Ansporn nimmt, in gewissen Themen besser zu werden. Aber seid euch vollkommen darüber bewusst.
Vergleichen ist wirklich der erste Schritt zum Unglücknis sein. Und man hat einfach vielleicht einen ganz anderen Kontext. Man hat eine andere Historie. Man hat andere Leute im Schlepptau. Man definiert Erfolg einfach anders. Und das muss einem wirklich bewusst sein. Denn alles im Leben hat seinen Preis. Das ist mir auch in den letzten Jahren aufgefallen. Wenn ich in ein Thema mehr investiere, ist es nur selbstverständlich, dass ich für ein anderes Thema weniger Zeit habe. Das ist einfach so. Der Tag hat 24 Stunden.
Fortsetzung
Ich kann nur x Stunden in beispielsweise das Thema Arbeit reinstecken. Ich kann nur y Stunden in meine Familie reinstecken. Und dann die Differenz davon kann ich wiederum in andere Themen reinstecken. Das hat alles einen Preis, den wir früher oder später dann entsprechend sehen werden. Super Leute, ich hoffe, die Folge hat euch heute gefallen. Wie immer, versuche ich ja Project Mindset relativ kurz zu halten. Heute ging es um das Thema Vergleichen. Ich hoffe, ihr konntet mitnehmen, was ich damit meine, dass man es im Idealfall nur tut, um positive Sachen rauszuziehen, also einen Ansporn drauf zu haben.
Aber ich glaube, es ist völlig menschlich, sich zu vergleichen. Ich hoffe, wir hören uns bald wieder. Und bis zum nächsten Mal. Nicht vergessen, Mindset ist alles.
Dieses Transkript wurde automatisch mit Whisper KI erstellt und kann vereinzelt Fehler enthalten.
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Zitierfaehige Passage
Vergleichen ist menschlich, doch es wird zum Problem, wenn wir unseren eigenen Kontext vergessen.
Jeder Mensch hat andere Startpunkte, andere Ziele und eine andere Definition von Erfolg.
Wer seinen Anfang mit dem Fortschritt eines anderen vergleicht, urteilt unfair ueber sich selbst.
Der Schluessel liegt in Dankbarkeit, Selbstreflexion und dem Mut, den eigenen Weg zu gehen.
Denn wer mit dem, was er hat, nicht gluecklich ist, wird es auch mit mehr nicht sein.




