Negativität filtern und die richtigen Ratgeber wählen
Warum negative Nachrichten dein Mindset sabotieren und wem du wirklich zuhören solltest, wenn es um Ratschläge geht.
Einleitung
Negativität filtern ist eine der unterschätzten Fähigkeiten, die dein Mindset nachhaltig stärken kann. In dieser Folge von Project Mindset spricht Reza Mehman über zwei Themen, die eng miteinander zusammenhängen: die allgegenwärtige negative Kommunikation in Medien und Gesellschaft sowie die Frage, wem wir eigentlich als Ratgeber zuhören sollten. Anhand eines konkreten Beispiels von tagesschau.de zeigt er, wie selbst Innovationsgeschichten in negativer Sprache verpackt werden und welchen Einfluss das auf unser Denken und unseren Mut hat. Im zweiten Teil der Episode geht es um authentische Ratgeber: Warum jemand, der 17 Jahre lang angestellt war, vielleicht nicht die beste Quelle fuer Entrepreneurship Tipps ist. Reza teilt seine eigenen Erfahrungen und Learnings, ohne den erhobenen Zeigefinger. Diese Episode ist ein Weckruf fuer alle, die bewusster mit Informationen und Ratschlägen umgehen wollen.
Zusammenfassung
In einem Satz: Achte darauf, welche negativen Informationen du an dich heranlässt, und prüfe kritisch, ob deine Ratgeber wirklich die Erfahrung mitbringen, die sie vermitteln wollen.
In drei Sätzen: Negative Kommunikation umgibt uns täglich, selbst wenn es um beeindruckende Innovationen wie den SpaceX Testflug geht, wird vor allem das Scheitern betont statt der Learnings. Wir sollten bewusst filtern, welche Informationen wir aufnehmen, und uns fragen, ob die Negativität uns mutloser macht. Gleichzeitig lohnt es sich zu hinterfragen, wem wir als Ratgeber vertrauen, denn echte Erfahrung und Authentizität sind entscheidend.
In fünf Sätzen: Reza Mehman zeigt anhand einer tagesschau.de Meldung zum SpaceX Testflug, wie negative Sprache in Medien selbst positive Leistungen kleinredet. Diese Negativität beeinflusst unterschwellig unser Mindset und kann gerade jüngere Generationen davon abhalten, mutig neue Wege zu gehen. Die Schamkultur, die viele von zu Hause kennen, verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Im zweiten Teil der Folge geht Reza auf das Thema Ratgeber ein und erklärt, warum jemand ohne eigene Erfahrung im Unternehmertum nicht unbedingt Entrepreneurship lehren sollte. Die zentrale Botschaft: Filtere Negativität aktiv heraus und wähle deine Ratgeber nach deren echter Lebenserfahrung aus.
Kontext: Wer, Was, Warum
Wer spricht: Reza Mehman, Host des Podcasts Project Mindset, Unternehmer und Mindset Coach, der seine eigenen Erfahrungen und Learnings aus dem Unternehmertum teilt.
Worum geht es: Die Episode behandelt zwei eng verknüpfte Themen. Erstens: Wie negative Kommunikation in Medien und Gesellschaft unser Denken beeinflusst. Zweitens: Wann und warum wir bestimmte Personen als Ratgeber akzeptieren oder ablehnen sollten.
Warum ist das relevant: In einer Welt voller negativer Nachrichten, Social Media und selbsternannter Experten ist es wichtiger denn je, bewusst zu filtern, was wir an uns heranlassen und wem wir zuhören.
Drei Kernfragen dieser Episode:
- Wie beeinflusst negative Medienberichterstattung unser Mindset und unseren Mut, Neues zu wagen?
- Welche Kriterien sollte ein authentischer Ratgeber erfüllen?
- Wie können wir Negativität aktiv filtern und stattdessen aus Fehlern Learnings ziehen?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung — Warum diese Episode zwei entscheidende Mindset Themen verbindet
- Zusammenfassung — Die Kernbotschaften kompakt auf den Punkt gebracht
- Kontext — Wer spricht und warum dieses Thema jetzt relevant ist
- Inhaltsverzeichnis — Überblick über alle Abschnitte
- Themen und Einordnung — Die zentralen Themenbereiche dieser Folge
- Kern-Aussagen — Die wichtigsten Botschaften zusammengefasst
- Häufig gestellte Fragen — Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Episode
- Highlight-Zitate — Die stärksten Aussagen von Reza Mehman
- Transkript — Die komplette Folge zum Nachlesen
- Keywords — Relevante Schlagworte zur Episode
- Namen und Begriffe — Wichtige Personen, Orte und Fachbegriffe
- Zitierfähige Passage — Die Kernbotschaft zum Teilen
Themen und Einordnung
1. Negative Kommunikation in Medien
Reza analysiert anhand einer tagesschau.de Meldung zum SpaceX Starship Testflug, wie Medien selbst bahnbrechende Leistungen in negativer Sprache verpacken. Begriffe wie „erfolglos“, „fehlgeschlagen“ und „zerstört“ dominieren, während Learnings und der Innovationsgeist komplett ausgeblendet werden.
Keywords: negative Nachrichten, Medienberichterstattung, Negativität in Medien
2. Schamkultur und gesellschaftlicher Einfluss
Die Episode beleuchtet, wie eine Schamkultur von Generation zu Generation weitergegeben wird und Menschen davon abhält, mutig Neues auszuprobieren. Sätze wie „Was sollen die anderen denken?“ prägen ganze Generationen und hemmen Innovation.
Keywords: Schamkultur, Angst vor Fehlern, gesellschaftlicher Druck
3. Die richtigen Ratgeber wählen
Reza stellt die Frage, wem wir als Ratgeber vertrauen sollten, und betont, dass echte Lebenserfahrung (Real Life Experience) die wichtigste Voraussetzung ist. Ein Angestellter, der Entrepreneurship lehrt, ohne je selbst Unternehmer gewesen zu sein, wirkt unauthentisch.
Keywords: Ratgeber wählen, Authentizität, Entrepreneurship Erfahrung
4. Mindset und Informationsfilter
Die Folge ruft dazu auf, bewusster mit aufgenommenen Informationen umzugehen. Statt Negativität unreflektiert aufzunehmen, sollten wir aktiv filtern und den Fokus auf Learnings und positive Aspekte legen.
Keywords: Mindset stärken, Informationen filtern, positive Kommunikation
5. Innovation und Mut zum Scheitern
Am Beispiel von Elon Musk und SpaceX zeigt Reza, dass Scheitern ein natürlicher Teil von Innovation ist und Respekt verdient statt Fingerpointing. Wer etwas Großes wagt, sollte gefeiert und nicht verurteilt werden.
Keywords: Innovation, Mut zum Scheitern, aus Fehlern lernen
Kern-Aussagen
- Negative Medienberichterstattung beeinflusst unser Mindset unterschwellig und macht uns mutloser, wenn wir nicht bewusst filtern.
- Selbst bahnbrechende Innovationsleistungen wie der SpaceX Testflug werden in negativer Sprache dargestellt, während die Learnings komplett ignoriert werden.
- Die Schamkultur, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, hemmt den Mut, neue Dinge auszuprobieren.
- Ein guter Ratgeber sollte echte Lebenserfahrung (Real Life Experience) in dem Bereich haben, zu dem er Ratschläge gibt.
- Es ist unauthentisch, Entrepreneurship zu lehren, ohne jemals selbst Unternehmer gewesen zu sein.
- Wir sollten als Gesellschaft mehr über Learnings aus Fehlern sprechen, statt nur das Scheitern zu betonen.
- Jeder sollte kritisch prüfen, welche Ratgeber er in seinem Umfeld akzeptiert und welche nicht.
- Ratschläge sollten immer als persönliche Erfahrungen formuliert werden, nicht mit erhobenem Zeigefinger.
- Wenn wir den ganzen Tag nur negative Nachrichten konsumieren, werden wir nichts Neues in unserem Leben wagen.
- Statt Fingerpointing bei Fehlern sollten wir Respekt fuer den Mut aufbringen, etwas Großes zu versuchen.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst negative Berichterstattung unser Mindset?
Negative Berichterstattung wirkt unterschwellig auf unser Denken. Wenn Medien selbst Innovationsleistungen nur durch die Brille des Scheiterns betrachten, entsteht der Eindruck, dass Fehler grundsätzlich schlecht sind. Das kann dazu führen, dass wir mutloser werden und weniger bereit sind, Neues auszuprobieren.
Wie kann ich Negativität im Alltag herausfiltern?
Achte bewusst darauf, wie Informationen verpackt sind. Frage dich bei jeder Nachricht: Was sind die Learnings? Was kann man positiv daraus mitnehmen? Versuche, Informationen objektiver zu betrachten und lass nicht zu, dass negativ formulierte Nachrichten deinen Mut und dein Selbstbewusstsein untergraben.
Woran erkenne ich einen guten Ratgeber?
Ein guter Ratgeber hat echte Lebenserfahrung in dem Bereich, zu dem er Ratschläge gibt. Er spricht aus eigener Erfahrung, teilt seine Learnings ehrlich und tritt nicht mit erhobenem Zeigefinger auf. Er sagt „So bin ich damit umgegangen“ statt „So musst du es machen“.
Warum ist die Schamkultur problematisch fuer Innovation?
Die Schamkultur vermittelt von Generation zu Generation die Angst vor dem Scheitern und davor, was andere denken könnten. Sätze wie „Was sollen denn die anderen darüber denken?“ hemmen den Mut, etwas Neues zu wagen. Das blockiert Innovation und persönliches Wachstum.
Was hat der SpaceX Testflug mit Mindset zu tun?
Der SpaceX Testflug zeigt beispielhaft, wie eine bahnbrechende Leistung in negativer Sprache dargestellt wird. Statt den Mut und die Learnings zu betonen, fokussieren die Medien auf das Scheitern. Das Beispiel macht deutlich, wie wichtig es ist, Informationen bewusst zu filtern und den Fokus auf die positiven Aspekte zu legen.
Kann jemand ohne eigene Erfahrung Entrepreneurship lehren?
Reza Mehman hält das fuer unauthentisch. Er vergleicht es damit, dass jemand, der nie geschwommen ist, an einer Hochschule Schwimmen lehrt. Zwar können auch theoretische Inhalte wertvoll sein, doch echte Glaubwürdigkeit entsteht durch eigene Erfahrung und gelebte Praxis.
Was kann ich tun, wenn mein Umfeld negativ kommuniziert?
Achte bewusst darauf, mit wem du dich umgibst und welche Informationen du aufnimmst. Versuche, in Gesprächen den Fokus auf Learnings und positive Aspekte zu lenken. Wähle deine Ratgeber sorgfältig aus und umgib dich mit Menschen, die dich ermutigen statt entmutigen.
Wie sollte man als Ratgeber Ratschläge formulieren?
Ratschläge sollten immer als persönliche Erfahrung formuliert werden. Statt „So musst du es machen“ ist „Das sind meine Erfahrungen und Learnings, aber jeder muss selbst wissen, wie er es umsetzt“ die bessere Herangehensweise. Authentizität und Demut sind dabei entscheidend.
Highlight-Zitate
„Wie häufig stand gerade in diesen wenigen Sätzen, dass etwas nicht funktioniert hat.“
— Reza Mehman
„Wie wäre es, man redet mehr darüber, dass jemand das was probiert hat, es nicht funktioniert hat, aber das sind die Learnings draus.“
— Reza Mehman
„Dieses Schamgefühl einfach so weiterzugeben von Generation zu Generation finde ich absolut falsch.“
— Reza Mehman
„Wenn ich jetzt den ganzen Tag nur solche Nachrichten lesen würde, dann würde ich, glaube ich, nichts Neues mehr in meinem Leben machen.“
— Reza Mehman
„Da macht eine Privatperson etwas, was wirklich crazy ist und wirklich auch Mut bedarf, das überhaupt zu probieren.“
— Reza Mehman
„Ich glaube, ein Ratgeber sollte immer erstens die Erfahrung in irgendeiner Form gemacht haben, also wirklich Real-Life-Experience in einem gewissen Bereich.“
— Reza Mehman
„Ich fand es völlig unauthentisch, dass er quasi über Entrepreneurship bespricht, ohne wirklich ein Entrepreneur jemals gewesen zu sein.“
— Reza Mehman
Transkript
Das vollständige Gespräch
Hi zusammen und herzlich willkommen bei Project Mindset, der Kanal für all diejenigen, die ganz genau wissen, dass mit dem richtigen Mindset alles möglich ist. Schön, dass ihr heute wieder mit dabei seid. Heute geht es bei mir in Podcast um zwei Themen. Einmal um das Thema negative Kommunikation und einmal um das Thema auf die richtigen Ratgeber hören. Und zwar mit dem ersten Thema negative Kommunikation. Ich habe vor kurzem auf tageschau.de etwas gelesen gehabt, was ich jetzt hier wiedergeben möchte.
Ich fand es super interessant. Die Meldung ist vom 14.3.2024 und da steht, dritter Testflug erfolglos, SpaceX meldet Verlust von Riesenrakete. Das ist die Headline. Dann geht es auch weiter. Ihr müsst mir jetzt auch ganz kurz zuhören, damit ihr auch wisst, worum es geht. Und zwar steht im Text, auch der dritte Testflug der gigantischen SpaceX Rakete Starship ist fehlgeschlagen. Offenbar wurde sie bei ihrem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerstört. Eines Tages soll sie Menschen zum Mond und Mars befördern.
Dann geht es weiter. Das größte jemals gebaute Raketensystem hat auch einen dritten Testflug nicht abschließen können. Das unbemannte Starship schaffte es nach dem Start vom SpaceX-Weltraumbahnhof Starbase im Boca Chica im US-Bundesstaat Texas II in den Weltraum. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wurde es aber zerstört, wie die Kommentatoren des Livestreams und so weiter gesagt haben. Also wie häufig stand gerade in diesen wenigen Sätzen, dass irgendetwas erfolglos, verlust, fehlgeschlagen, zerstört und so weiter und so fort.
Also wie häufig stand gerade in diesen wenigen Sätzen, dass etwas nicht funktioniert hat. Also von meiner Seite aus würde ich am liebsten gerne der ARD sagen, OK, wir haben es verstanden, da hat etwas nicht funktioniert. Aber wie wäre es, ihr berichtet ein bisschen mehr darüber, was für Learnings beispielsweise die kontrovers diskutierte Person Elon Musk, also der Mit-Eigner von SpaceX, was für Learnings hatte er, woran lag es, was kann er beim nächsten Mal besser machen, welche Informationen gibt der Preis, dass falls ein anderer Verrückter auch in den Weltraum fliegen möchte, da nicht die gleichen Fehler macht.
Und das ist das, was ich meine mit negativen Nachrichten um uns herum. Wir müssten glaube ich so ein bisschen darauf achten, dass diese Negativität einfach nicht überhand nimmt. Wenn ich jetzt zum Beispiel an meine eigenen Kids denke und die haben was wirklich riesengroßes vor, mal angenommen, die wollen auch irgendwas so auf dem Level machen, was Elon Musk macht, mit Raketen ins Weltall schießen, was ja typischerweise nur Regierungen machen, die mit entsprechend Kapital ausgestattet sind. Und da macht eine Privatperson etwas, was wirklich crazy ist und wirklich auch Mut bedarf, das überhaupt zu probieren.
Ich finde es einfach nicht richtig, dann so negativ darüber zu sprechen und es geht auch nicht nur, wie man darüber spricht, sondern auch, was sagt man eigentlich der restlichen Gesellschaft damit? Da hat einer etwas probiert, es hat nicht funktioniert und jetzt kommt das Fingerpointing und jetzt kommt, es war alles schlecht, erfolglos, zerstört, kaputtgegangen und so weiter und so fort. Wie wäre es, man redet mehr darüber, dass jemand das was probiert hat, es nicht funktioniert hat, aber das sind die Learnings draus.
Wenn ich jetzt an die jüngeren Generationen denke, die jetzt auch nachkommen werden, auch ihre eigenen Ziele haben, Visionen haben und so weiter und so fort, also ich glaube nicht, dass solche Nachrichten unbedingt eine Gesellschaft fördern, die neue Sachen mutig ausprobiert. Und das ist das, was ich mit negativer Kommunikation, die so auch so unterschwellig an uns herangebracht wird, ich meine immerhin, man liest Nachrichten, man hört Nachrichten überall, die sind sowieso zum allergrößten Teil leider sehr negativ und dann versucht auch jemand etwas wirklich komplett anderes zu machen und da geht es mal endlich nicht um das Thema Krieg und so weiter und so fort, sondern da geht es wirklich um eine Sache, wo jemand versucht, Innovation auch in irgendeiner Form voranzubringen und da wird so negativ drüber gesprochen.
Und ich finde, das sollten wir als Gesellschaft nicht so tun, ich finde eher, wir sollten diese positiven Vibes aussprühen und nicht diese negativen Vibes. Und ich denke da tatsächlich an meine Kids, auch an die anderen Kids, dieses Schamding, diese Schamkultur. Ich bin gebürtiger Iraner, ich kenne diese Schamkultur. Das wird mir quasi in die Wiege gelegt. Also ganz frühe Sätze waren immer, was sollen denn die anderen darüber denken, wenn etwas nicht funktioniert oder es ist nicht so schön, wenn du es machst, was, wenn es nicht klappt und so weiter.
Also dieses Schamgefühl einfach so weiterzugeben von Generation zu Generation finde ich absolut falsch. Und das hat mich jetzt ein bisschen traurig gestimmt, ehrlich gesagt, als ich die Nachrichten hier bei tageschau.de gelesen habe. Könnt ihr auch alles nachlesen, von 14.3. ist es, dass in den wenigen Sätzen so viel Negativität versprüht worden ist. Also täglich 0,0. Ich glaube, wir müssen ein bisschen darauf achten, was wir an uns ranlassen und was wir versuchen, auch vielleicht einen Ticken objektiver zu sehen.
Fortsetzung
Und auch wenn wir jetzt mit anderen Menschen darüber sprechen. Also ich sage eher, ja krass, da ist jemand, was ich vorhin gesagt habe, der probiert etwas, was normalerweise nur Regierungen, Riesenstaaten ausprobieren. Der macht das quasi als Privatperson mit seinem Unternehmen. Also das fordert mir eher Respekt ab, ehrlich gesagt. Also anstatt zu sagen, er hat es probiert und es alles war schlecht und so weiter und so fort. Das ist das eine, was ich euch auf den Weg geben möchte, ist achtet darauf einfach, wie ihr Informationen aufnimmt.
Manchmal sind Informationen so negativ verpackt. Die dienen eigentlich tatsächlich nur als Info, aber sind so negativ verpackt, dass sie eher dazu einbringen, etwas mutloser vielleicht durchs Leben zu gehen, statt mehr Mut eigentlich aufzubauen, mehr Confidence zu haben, mehr Selbstbewusstsein zu haben, neue Dinge anzupacken. Also wenn ich jetzt den ganzen Tag nur solche Nachrichten lesen würde, dann würde ich, glaube ich, nichts Neues mehr in meinem Leben machen, wenn ich ehrlich bin, weil ich dauernd denken würde, wenn ich was falsch mache, dann redet eigentlich jeder nur super schlecht darüber.
Das ist das eine, worüber ich heute sprechen wollte. Das andere ist zum Thema Ratgeber. Also ich bin in der Position, wo häufiger mal Menschen auf mich zukommen, mich nach Ratschlägen fragen. Ich bin auch immer sehr vorsichtig, genauso wie im Podcast, wenn ich Ratschläge gebe. Ich versuche auch immer darauf zu achten, zu sagen, das sind meine Erfahrungen, die ich gemacht habe, und das sind die Learnings, die ich daraus sehe. Aber ich will jetzt nicht mit erhobenen Fingern dastehen und sagen, hey, so ist es, so macht man das, so musst du es machen, und nicht anders da.
Und das ist der einzige richtige Weg. Ich glaube, ein Ratgeber sollte immer erstens die Erfahrung in irgendeiner Form gemacht haben, also wirklich Real-Life-Experience in einem gewissen Bereich, wo er sagen kann, das ist mir passiert, und so bin ich damit umgegangen. Ich habe hier und da mal im Podcast öfter mal über meinen Fail mit dem Start-up zum Beispiel gesprochen, da habe ich eine Menge Learnings daraus gehabt, die ich auch hier und da in den Podcast-Folgen wiedergegeben habe. Aber er ist auch nicht mit den erhobenen Fingern, ja, das war es so und so, sondern so bin ich damit umgegangen.
Das sind, glaube ich, meine Learnings, und das würde ich heute gerne weitergeben, aber jeder muss selber wissen, wie er es macht. Und ich war vor kurzem auf einem Vortrag, beziehungsweise auf einer Veranstaltung. Der Vortragende, das war so ein Mann mittleren Alters, hat dann den Vortrag geöffnet. Er hat sich auch so vorgestellt, dass er gesagt hat, damit ihr mir auch glaubt, was ich heute euch erzähle, hier sind so ein paar Infos zu mir, das hat alles Hand und Fuß. Ich bin seit 17 Jahren bei der und der Firma angestellt.
Ich werde jetzt im Podcast nicht sagen, welche Firma das war, aber es ist ein riesen DAX-Konzern. Er ist bei diesem DAX-Konzern angestellt seit 17 Jahren und seit, ich glaube, 7, 8 Jahren hat er, glaube ich, gesagt, er lehrt auch Entrepreneurship an einer Hochschule. Mein erster Gedanke war original, ja krass, wenn jemand quasi sein fast gesamtes Arbeitsleben, also ich weiß nicht, was er vor den 17 Jahren gemacht hat, aber wenn er sein gesamtes Arbeitsleben lang angestellt war, warum lehrt er an einer Hochschule das Thema Entrepreneurship?
Das war mein erster Gedanke, meine ich auch echt nicht böse. Der kann ja trotzdem in verschiedenen Bereichen vielleicht auch da Ahnung haben vor dem Thema Entrepreneurship. Aber es kam mir so ein bisschen unauthentisch vor. Ich habe auch versucht, ein Beispiel zu finden oder einen Vergleich zu finden. Ich bin da vergleichlich auch mit dem Sportthema eingefallen, wenn jetzt zum Beispiel noch nie geschwommen ist, aber an einer Hochschule das Thema Schwimmen lehrt, also ich finde das auch nicht so ganz authentisch, der Person dann auch zuzuhören, wie man denn eigentlich schwimmen kann und schwimmen sollte.
Was mich, glaube ich, ein bisschen mehr aufgeregt hat, dass er seinen Vortrag damit eröffnet hat, dass er gesagt hat, damit ihr mir auch glaubt, was ich hier euch erzähle, ich glaube, das hat mich ein bisschen mehr aufgeregt. Und dass er dann so etwas im Folgenden gesagt hat, also würde ich den jetzt als Ratgeber für meine Karriere als Unternehmer akzeptieren. Und darum geht es mir jetzt in diesem zweiten Teil, ich glaube, wir müssen alle unabhängig davon, was der Kollege da in dem Vortrag gesagt hat, waren auch natürlich ein paar gute Sachen mit dabei, waren auch vielleicht ein paar weniger gute Sachen mit dabei, aber das akzeptieren wir in unserem Umfeld als Ratgeber.
Das ist für mich immer eine ganz wichtige Rolle. Und ich habe diese Diskussion auch häufiger mit meiner Frau, wo es darum geht, wenn ich zum Beispiel einen Ratschlag bekomme. Ich frage gewisse Personen nach Ratschlägen, weil ich den Eindruck habe, diese Person ist an diesem Punkt, wo ich zum Beispiel gerne sein möchte oder hat diese Erfahrung gemacht, die ich gerne hätte. Diese Person hat wahrscheinlich diese Learnings und den Sachen gemacht und kann sie mir vielleicht mitteilen. Diese Person frage ich nach einem Ratschlag.
Fortsetzung
Ich würde eher weniger auf Personen zugehen, die zum Beispiel in diesem Bereich, wo ich jetzt gerne reingehen möchte, noch gar keine Erfahrung haben. Und ich glaube, das ist gerade in der heutigen Zeit, wir haben Social Media um uns herum, wir haben Podcasts um uns herum, um den Ratschlaggeber zu akzeptieren und wen wir vielleicht eher weniger akzeptieren sollten. Auch original für diesen Podcast, und das meine ich wirklich ernst. Wenn ihr den Eindruck habt, hier und da, der Reza erzählt gerade irgendeinen Quatsch aus irgendeinem Grund, der hat über einen Themenbereich gesprochen, wo er gar keine Ahnung hat, dann schreibt mir auch gerne, Reza.
Das war vollkommen Quatsch. Wieso erzählst du was über den und den Bereich im Podcast? Ich versuche wirklich darauf zu achten, meine Learnings weiterzugeben. Und jetzt nicht mit dem erhobenen Zeigefinger zu sagen, so und so macht man das, sondern das ist meine Erfahrung. Ich bin da und damit auf die Schnauze gefallen. Das würde ich gerne weitergeben wollen, aber ihr müsst selbst darauf achten, ob es für euch valid ist oder nicht. Das hat mich an dem Punkt bei dem Kollegen vor Ort gestört gehabt, was er erklären wollte, was wie ein Geschäftsmodell aufgebaut sein sollte.
Er hat doch vieles wahres natürlich gesagt über Kundenprobleme und dass man die lösen muss und dass der Kunde auch bereit sein muss, dafür zu zahlen. Ja, das stimmt alles, aber ich fand es völlig unauthentisch, dass er quasi über Entrepreneurship bespricht, ohne wirklich ein Entrepreneur jemals gewesen zu sein. Das möchte ich heute mitgeben, diese zwei Punkte. Achtet darauf, wie ihr Kommunikation um euch herum aufnehmt. Das Beispiel von der Tagesschau hat glaube ich gut gezeigt und ich bin eigentlich ein großer Fan von der Tagesschau, da mal die News zu lesen und so weiter.
Achtet darauf, wie ihr Kommunikation aufnimmt, dass ihr es auch erkennt, wenn es zu negativ das Ganze gestimmt ist, dass es unterschwellig auch diese Negativität auf euch Einfluss haben könnte, dass ihr vielleicht mutloser werdet in gewissen Sachen, was ihr schreiben wollt, das ist das eine. Und das andere, ich bin mir nicht sicher, ob jeder Ratgeber auch Rat geben sollte. Daher solltet ihr darauf achten, von wem ihr genau Rat annimmt. Super, das war es auch heute schon für den heutigen Podcast. Ich danke euch vielmals fürs Zuhören.
Ich hätte noch eine letzte Bitte an euch. Ich bitte euch zwar sehr häufig in letzter Zeit, aber hier auch noch einmal, wenn ihr über Apple Podcasts bewertet den Podcast, das würde mir sehr viel bedeuten, wenn ihr was mitgenommen habt, wenn ihr gelacht habt, wenn ihr Infos habt, die ihr teilen wollt und so weiter und so fort. Ich freue mich über jede Bewertung, über Kommentare, über E-Mails an halloweitprojectmindset.de. So macht mir auch die Interaktion viel mehr Spaß und auch diese Positivität von den Zuhörern tut mir auch extrem gut.
Ich danke euch vielmals fürs Zuhören. Und nicht vergessen bis dahin, mein Z ist alles.
Dieses Transkript wurde automatisch mit Whisper KI erstellt und kann vereinzelt Fehler enthalten.
Keywords
Tags: Negativität filtern, negative Kommunikation, Mindset stärken, Ratgeber wählen, Schamkultur, aus Fehlern lernen, Entrepreneurship, Innovation, SpaceX, Medienberichterstattung, positive Kommunikation, Selbstbewusstsein, Mut zum Scheitern, Learnings, Project Mindset
Namen und Begriffe
Reza Mehman, Project Mindset, Elon Musk, SpaceX, Starship, tagesschau.de, ARD, Boca Chica, Texas, DAX Konzern, Entrepreneurship, Real Life Experience, Schamkultur, Startup, Social Media, Hochschule
Zitierfähige Passage
Negative Kommunikation umgibt uns täglich und beeinflusst unser Mindset unterschwellig.
Statt über Learnings zu sprechen, betonen Medien vor allem das Scheitern und fördern damit eine Kultur der Mutlosigkeit.
Gleichzeitig sollten wir kritisch prüfen, wem wir als Ratgeber vertrauen: Nur wer echte Erfahrung mitbringt, kann authentisch Rat geben.
Die Schamkultur, die Fehler verurteilt statt aus ihnen zu lernen, muss durchbrochen werden.
Filtern wir Negativität aktiv heraus und umgeben uns mit Menschen, die uns ermutigen, Neues zu wagen.




