70. Antioxidantien und die positiven Effekte auf dein Körper & Mindset! Mit Prof. Dr. Wink!

Antioxidantien: Wirkung auf Körper und Mindset

Prof. Dr. Wink erklärt, wie Antioxidantien freie Radikale bekämpfen, warum Nährstoffe in Lebensmitteln sinken und welche Rolle Ernährung für dein Mindset spielt.



Einleitung

Die Wirkung von Antioxidantien auf unseren Körper und unser Mindset wird von vielen Menschen unterschätzt. In dieser Folge von Project Mindset spricht Reza Mehman mit Prof. Dr. Wink, Professor für Pharmazeutische Biologie an der Universität Heidelberg, über die faszinierende Welt der Sekundärstoffe und Antioxidantien. Gemeinsam klären sie, was freie Radikale sind, warum der Nährstoffgehalt unserer Lebensmittel sinkt und wie wir durch bewusste Ernährung unsere Leistungsfähigkeit steigern können. Prof. Dr. Wink bringt dabei jahrzehntelange Forschungserfahrung ein und erklärt komplexe biochemische Zusammenhänge verständlich und praxisnah. Diese Episode zeigt eindrucksvoll, dass Mindset und Ernährung Hand in Hand gehen. Wer seinen Körper mit den richtigen Vitalstoffen versorgt, schafft die Grundlage für mentale Stärke und nachhaltige Leistungsfähigkeit. Ob Grüner Tee, Superfoods oder Nahrungsergänzungsmittel: Hier erfährst du, was wirklich wirkt.


Zusammenfassung

In einem Satz: Prof. Dr. Wink erklärt, wie Antioxidantien als pflanzliche Abwehrstoffe freie Radikale neutralisieren und damit Körper und Geist schützen.

In drei Sätzen: Prof. Dr. Wink erläutert, dass Antioxidantien aus Pflanzen evolutionär entstandene Wirkstoffe sind, die uns vor freien Radikalen und oxidativem Stress schützen. Er warnt jedoch davor, Antioxidantien falsch zu dosieren oder zum falschen Zeitpunkt einzunehmen, da sie dann sogar schaden können. Die Episode zeigt, warum bewusste Ernährung mit frischem Gemüse, Grünem Tee und regionalen Lebensmitteln die beste Strategie für Gesundheit und mentale Stärke ist.

In fünf Sätzen: In dieser Folge erklärt Prof. Dr. Wink, Professor an der Universität Heidelberg, die Wirkung von Antioxidantien als pflanzliche Sekundärstoffe, die evolutionär als Abwehrmechanismen entstanden sind. Er beschreibt, wie freie Radikale im Körper durch Stoffwechselprozesse entstehen und warum Antioxidantien diese neutralisieren können. Gleichzeitig betont er, dass die Dosis entscheidend ist und Antioxidantien zum falschen Zeitpunkt sogar negative Effekte haben können. Das Gespräch behandelt auch den sinkenden Nährstoffgehalt moderner Lebensmittel, die Rolle des Mikrobioms und den Unterschied zwischen Superfoods und regionalen Alternativen. Reza Mehman ordnet die Erkenntnisse in den Kontext von Mindset und Leistungsfähigkeit ein und zeigt, dass gesunde Ernährung die Basis für ein starkes Mindset bildet.


Kontext: Wer, Was, Warum

Wer spricht: Reza Mehman, Host des Project Mindset Podcasts, im Gespräch mit Prof. Dr. Wink, Professor für Pharmazeutische Biologie an der Universität Heidelberg und Autor des Buches „Food Upgrade: Smarte Ernährung mit Vitalstoffen“.

Worum geht es: Das Gespräch dreht sich um Antioxidantien, ihre biochemische Funktion, ihren Nutzen für die menschliche Gesundheit und die Verbindung zwischen Ernährung, körperlicher Fitness und mentalem Wohlbefinden. Weitere Themen sind der sinkende Nährstoffgehalt von Lebensmitteln, Superfoods, Nahrungsergänzungsmittel und das Mikrobiom.

Warum ist das relevant: In einer Zeit, in der verarbeitete Lebensmittel dominieren und der Nährstoffgehalt von Obst und Gemüse nachweislich sinkt, wird bewusste Ernährung immer wichtiger. Antioxidantien spielen eine zentrale Rolle bei der Prävention von Krankheiten und der Erhaltung der Leistungsfähigkeit, doch viele Menschen wissen zu wenig über ihre Wirkung und richtige Anwendung.

Drei Kernfragen dieser Episode:

  • Was genau sind Antioxidantien und wie schützen sie unseren Körper vor freien Radikalen?
  • Warum sinkt der Nährstoffgehalt unserer Lebensmittel und wie können wir dem entgegenwirken?
  • Können Antioxidantien auch schaden, wenn sie falsch dosiert oder zum falschen Zeitpunkt eingenommen werden?

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung – Warum Ernährung und Mindset zusammengehören
  2. Zusammenfassung – Die Episode kompakt auf den Punkt gebracht
  3. Kontext – Hintergründe zum Gespräch mit Prof. Dr. Wink
  4. Themen und Einordnung – Die zentralen Themenbereiche im Überblick
  5. Kern-Aussagen – Die wichtigsten Erkenntnisse der Episode
  6. Häufig gestellte Fragen – Antworten auf die drängendsten Fragen zu Antioxidantien
  7. Highlight-Zitate – Die prägnantesten Aussagen aus dem Gespräch
  8. Transkript – Das vollständige Gespräch zum Nachlesen
  9. Keywords – Relevante Schlagwörter zur Episode
  10. Namen und Begriffe – Wichtige Personen, Orte und Fachbegriffe
  11. Zitierfähige Passage – Zentrale Aussagen zum Teilen und Zitieren

Themen und Einordnung

1. Antioxidantien und freie Radikale

Prof. Dr. Wink erklärt die biochemische Funktion von Antioxidantien als Schutzschild gegen oxidativen Stress. Freie Radikale entstehen als Nebenprodukt des Stoffwechsels und können Zellen schädigen, doch Antioxidantien neutralisieren sie wirksam.

Keywords: Antioxidantien Wirkung, freie Radikale, oxidativer Stress

2. Nährstoffgehalt moderner Lebensmittel

Der Nährstoffgehalt von Obst und Gemüse ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken. Ursachen sind lange Lieferketten, Massenproduktion und die Züchtung auf schnelles Wachstum statt auf Nährstoffdichte.

Keywords: Nährstoffgehalt Lebensmittel, Brokkoli Folsäure, Qualität Ernährung

3. Ernährung und Mindset

Reza Mehman zeigt die direkte Verbindung zwischen Ernährung, körperlicher Fitness und mentaler Stärke auf. Wer sich bewusst und vitalstoffreich ernährt, steigert seine Leistungsfähigkeit in allen Lebensbereichen.

Keywords: Ernährung Mindset, Leistungsfähigkeit, smarte Ernährung

4. Superfoods, Tee und Nahrungsergänzungsmittel

Das Gespräch behandelt kritisch den Hype um Superfoods wie Gojibeeren und Acaibeeren, vergleicht Schwarzen und Grünen Tee und beleuchtet den Sinn von Nahrungsergänzungsmitteln.

Keywords: Superfoods Wirkung, Grüner Tee Antioxidantien, Nahrungsergänzungsmittel

5. Sekundäre Pflanzenstoffe und Arzneipflanzen

Prof. Dr. Wink erklärt die evolutionäre Entstehung sekundärer Pflanzenstoffe und deren Potenzial als Arzneimittel gegen Entzündungen, Schmerzen und Infektionen.

Keywords: sekundäre Pflanzenstoffe, Arzneipflanzen, Heilpflanzen Wirkung


Kern-Aussagen

  • Antioxidantien sind evolutionär entstandene pflanzliche Abwehrstoffe, die in der richtigen Dosis unseren Körper vor freien Radikalen schützen.
  • Freie Radikale sind nicht grundsätzlich schlecht. Der Körper nutzt sie auch gezielt, etwa im Immunsystem zur Abwehr von Krankheitserregern.
  • Die Dosis macht das Gift: Auch gesunde Antioxidantien können in zu hoher Menge oder zum falschen Zeitpunkt schaden.
  • Der Nährstoffgehalt von Lebensmitteln sinkt durch lange Lieferketten, Massenproduktion und Züchtung auf schnelles Wachstum.
  • Frisches, regionales Gemüse vom Bauern um die Ecke enthält deutlich mehr Vitalstoffe als Supermarktware mit langen Lagerwegen.
  • Grüner Tee enthält signifikant mehr Antioxidantien als Schwarzer Tee, da beim Fermentationsprozess ein Grossteil der Wirkstoffe abgebaut wird.
  • Exotische Superfoods wie Gojibeeren sind nicht zwangsläufig besser als heimische Alternativen wie Heidelbeeren oder Johannisbeeren.
  • Das Mikrobiom im Darm spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit und wird durch ballaststoffreiche, pflanzliche Ernährung positiv beeinflusst.
  • Nahrungsergänzungsmittel machen nur dann Sinn, wenn ein nachgewiesener Mangel besteht oder die Ernährung nicht ausreichend Vitalstoffe liefert.
  • Mindset und Ernährung gehen Hand in Hand: Wer seinen Körper gut versorgt, schafft die Grundlage für mentale Stärke und nachhaltige Leistungsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Was genau sind Antioxidantien?

Antioxidantien sind biologisch aktive Substanzen, die hauptsächlich in Pflanzen vorkommen und als Sekundärstoffe bezeichnet werden. Sie neutralisieren sogenannte freie Radikale, die im Körper durch Stoffwechselprozesse entstehen und Zellen schädigen können. Bekannte Antioxidantien sind beispielsweise Polyphenole im Grünen Tee, Carotinoide in Karotten und Vitamin C in Obst und Gemüse.

Warum sinkt der Nährstoffgehalt in Lebensmitteln?

Der Nährstoffgehalt sinkt durch mehrere Faktoren: lange Lieferketten und Lagerzeiten, Züchtung von Pflanzen auf schnelles Wachstum und möglichst viel Masse statt auf Nährstoffdichte sowie die industrielle Massenproduktion. Laut Prof. Dr. Wink verlor beispielsweise Brokkoli innerhalb von zehn Jahren fast die Hälfte seines Folsäuregehalts. Frisches, regionales Gemüse vom lokalen Bauern ist daher die bessere Wahl.

Sind freie Radikale immer schlecht für den Körper?

Nein, freie Radikale sind nicht per Definition schlecht. Der Körper nutzt sie gezielt, etwa im Immunsystem, wo weisse Blutkörperchen freie Radikale erzeugen, um Krankheitserreger zu bekämpfen. Problematisch wird es erst, wenn ein Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien entsteht, was als oxidativer Stress bezeichnet wird und Zellen schädigen kann.

Können Antioxidantien auch schaden?

Ja, Antioxidantien können zum falschen Zeitpunkt oder in zu hoher Dosis negative Effekte haben. Prof. Dr. Wink erklärt, dass beispielsweise die Einnahme von Antioxidantien direkt nach dem Sport den positiven Trainingseffekt abschwächen kann, da der Körper nach dem Training gezielt freie Radikale zur Anpassung nutzt. Auch Carotinoide können unter bestimmten Umständen zu negativen Effekten führen.

Ist Grüner Tee besser als Schwarzer Tee?

In Bezug auf Antioxidantien ist Grüner Tee dem Schwarzen Tee deutlich überlegen. Durch den Fermentationsprozess bei der Herstellung von Schwarzem Tee wird ein Grossteil der enthaltenen Polyphenole und Catechine abgebaut. Grüner Tee enthält daher wesentlich mehr schützende Antioxidantien, insbesondere Epigallocatechingallat (EGCG).

Sind Superfoods wie Gojibeeren wirklich so gesund?

Superfoods wie Gojibeeren und Acaibeeren enthalten zwar wertvolle Inhaltsstoffe, sind aber nicht zwangsläufig besser als heimische Alternativen. Heidelbeeren, Johannisbeeren oder Holunderbeeren bieten vergleichbare Mengen an Antioxidantien und haben den Vorteil, dass sie frischer verfügbar sind und keine langen Transportwege hinter sich haben. Regionale Superfoods sind oft die smartere Wahl.

Was ist das Mikrobiom und warum ist es wichtig?

Das Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die unseren Darm besiedeln. Es spielt eine zentrale Rolle für die Verdauung, das Immunsystem und sogar die mentale Gesundheit. Eine ballaststoffreiche, pflanzliche Ernährung fördert ein gesundes und vielfältiges Mikrobiom, während verarbeitete Lebensmittel und Zucker die Darmflora negativ beeinflussen können.

Machen Nahrungsergänzungsmittel mit Antioxidantien Sinn?

Nahrungsergänzungsmittel können sinnvoll sein, wenn ein nachgewiesener Mangel besteht oder die Ernährung nicht ausreichend Vitalstoffe liefert. Grundsätzlich empfiehlt Prof. Dr. Wink jedoch, Antioxidantien über eine vielfältige, pflanzenreiche Ernährung aufzunehmen, da natürliche Lebensmittel ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Wirkstoffe bieten, das isolierte Präparate nicht ersetzen können.

Welche Lebensmittel enthalten besonders viele Antioxidantien?

Besonders reich an Antioxidantien sind Grüner Tee, Beeren (Heidelbeeren, Johannisbeeren, Holunderbeeren), Brokkoli, Kurkuma, Ingwer, dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil sowie Kräuter und Gewürze. Generell gilt: Je farbenfroher und vielfältiger die pflanzliche Ernährung, desto mehr verschiedene Antioxidantien nimmt man zu sich.

Wie hängen Ernährung und Mindset zusammen?

Ernährung und Mindset sind eng miteinander verknüpft. Wer sich vitalstoffreich und bewusst ernährt, versorgt sein Gehirn und seinen Körper optimal und schafft damit die Grundlage für mentale Klarheit, Energie und Leistungsfähigkeit. Umgekehrt kann eine ungesunde Ernährung zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und einer negativen Grundstimmung führen, die auch das beste Mindset nicht ausgleichen kann.


Highlight-Zitate

„Pflanzen können nicht weglaufen, wenn sie angegriffen werden durch Pflanzenfresser. Und Pflanzen haben kein Immunsystem, wenn es darum geht, sich gegen Bakterien, Pilz und Viren zu schützen.“

– Prof. Dr. Wink

„Von 400.000 Pflanzenarten, die es gibt, hat die Menschheit vielleicht ein paar hundert behauptet, in Nutzung genommen, nehmen können, weil alles andere ist viel zu giftig oder es enthält nicht genug Nährstoffe.“

– Prof. Dr. Wink

„Die Dosis ist immer entscheidend bei synthetischen Wirkstoffen, aber auch bei Pflanzen Wirkstoffen.“

– Prof. Dr. Wink

„Je länger Gemüse liegt, desto weniger Inhaltsstoffe sind dran.“

– Prof. Dr. Wink

„Wir können uns noch so viel mit dem Thema Mindset auseinandersetzen und uns weiterentwickeln, aber wenn unsere Leistungsfähigkeit bedingt durch falsche Ernährung eingeschränkt wird, dann hilft auch das beste Mindset nicht, uns besser zu fühlen.“

– Reza Mehman

„Pflanzen haben in 500 Jahren Evolution einen anderen Weg gewählt, in dem sie biologisch aktive Naturstoffe bilden. Und diese Naturstoffe nennen wir Sekundärstoffe.“

– Prof. Dr. Wink

„Man sollte bewusster seine Nahrung auswählen. Auf Qualität kommt es an.“

– Prof. Dr. Wink


Transkript

Das vollständige Gespräch

Hi zusammen und herzlich willkommen bei Project Mindset, der Kanal für all diejenigen, die ganz genau wissen, dass mit dem richtigen Mindset im Leben alles möglich ist. Nach fast 70 Project Mindset Folgen, ja, so lange gibt es Project Mindset schon, wurde es für mich Zeit, so ein bisschen den Content bzw. die Inhalte des Project Mindset Podcasts zu erweitern. Was ich damit meine? Also ich werde definitiv weiterhin, natürlich regelmäßig und häufig und auch sehr häufig sogar über das Thema Mindset sprechen, denn ich bin der völligen Überzeugung, dass mit dem richtigen Mindset alles möglich ist, aber ich denke, es ist genauso wichtig auch über die Themen Ernährung und körperliche Fitness zu sprechen.

Meistens geht nämlich das Thema Mindset Hand in Hand mit Ernährung und körperliche Fitness. Warum ich das glaube? Ich habe da zwei ganz einfache Beispiele. Ich gehe regelmäßig gerne Sport machen, es gibt aber natürlich auch Tage, wo ich nicht so Lust habe, Sport zu machen. Ich glaube, wir alle kennen das. Es gibt Tage, wo man einfach sagt, es ist einfach zu Hause zu bleiben, vor dem Fernsehen zu chillen, so ein bisschen einfach zu entspannen, anstatt jetzt dann noch mal abends seine Sachen zu packen, aufzustehen, auch nur beim schlechten Wetter irgendwie in Sport zu gehen.

Es gibt so Tage. Ich weiß dann ganz genau, wenn ich es einfach nur schaffe an solchen Tagen, dass mein Körper voranschreitet und dann irgendwie mit dem Sport irgendwie es schafft anzufangen, dass mein Geist dann irgendwann nachzieht, mir die Trainingseinheit auch Spaß macht und ich mich sicherlich gut danach fühle. Ich kann mich bestimmt an gar keine einzige Sportseinheit erinnern, wo ich danach gesagt habe, boah, nee, hätte ich mal bloß heute nichts getan. Also es ist immer ein Gegenteil der Fall, es war immer gut, auch wenn ich gar keine Lust hatte, dass irgendwie mein Körper vorangeschritten ist, ich dann doch Sport gemacht habe und mich danach einfach gut gefühlt habe.

Genauso fällts sich auch mit dem Thema Ernährung. Es ist natürlich in der heutigen Zeit super einfach und super günstig, leider auch, sich ungesund zu ernähren. Die Kartoffelchips-Tüte ist nicht weit weg, der Backofen hat relativ schnell meine Fertigpizza fertig und das ist am Ende auch noch alles super günstig, aber ich glaube, ihr wisst alle, was es bedeutet, dass alles seinen Preis hat. Natürlich kann ich mich erstmal kurzfristig nicht gut ernähren, aber langfristig kriege ich natürlich die Rechnung von meinem Körper in irgendeiner Form, dass man sich einfach eben nicht gut fühlt.

Daher war es für mich klar, dass wann immer ich es mal so eine Phase hatte, wo ich mich ungesund ernährt hatte, dann irgendwie ungeswitcht bin wieder auf gesunde Ernährung, dass mein Körper sich gut gefühlt hat und ich in allen anderen Bereichen meines Lebens auch besser performt habe zum Beispiel, wenn ich mich einfach besser gefühlt habe und schlussendlich ist es sogar auch so, ich als Vater möchte ja auch für meine Kinder immer positiv und stark und gesund da sein, dass das natürlich auch eine Vorbildfunktion hat.

Je besser ich mich fühle körperlich, desto besser kann ich diese Good Vibes oder Good Vibrations auch weitergeben. Ich habe mich dann vor einiger Zeit nochmal intensiver mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt, bin dann zufälligerweise auf ein Buch gestoßen von Herrn Prof. Dr. Wink Food Upgrade heißt das. Er lehrt an der Universität Heidelberg, smarte Ernährung mit Vitalstoffen. Das hat sich für mich interessant angehört, habe mir das Buch angelesen und hat dann gedacht, mit Herrn Prof. Dr. Wink möchte ich mal sprechen und so ist es auch geschehen.

Ich hatte die Möglichkeit mit ihm über eines der für mich sehr interessanten Themen zu sprechen in diesem Ernährungsbereich und zwar Antioxidantien. Ich hatte hier und da mal davon gehört gehabt, ja, es ist ganz gut gegen Entzündungen, gegen Schmerzen und so weiter, weil ab und zu vielleicht kennt ihr das, kleine Bewegchen, Knieschmerzen ein bisschen, da hat man so ein bisschen Probleme und Antioxidantien sollen da ganz gut helfen. Ich habe das nie ganz verstanden, warum, warum das überhaupt so ist.

Aber Herr Prof. Dr. Wink konnte mir das ganz gut erklären. Ich möchte jetzt auch nicht mehr lange drum herum reden. Ich wünsche euch nun viel Spaß mit dem Podcast. Herr Prof. Dr. Wink, vielen Dank für Ihre Zeit heute und herzlich willkommen im Project Mindset Podcast. Ja, herzlichen Dank, ich bin gerne dabei. Das ist sehr nett von Ihnen. Ich habe mich nämlich vor einiger Zeit in das Thema Ernährung ein bisschen mehr einarbeiten wollen, denn ich denke zum Mindset-Thema gehört definitiv auch das Thema Ernährung, wie man sich ernährt, welche Nährstoffe man zu sich nimmt, und Vitalstoffe man zu sich nimmt.

Und da bin ich auf einen Buch von Ihnen gestoßen, Food Upgrade, smarte Ernährung und Vitalstoffe. Und da standen super interessante Dinge drin, unter anderem auch zu dem Thema Antioxidantien, was ich komplett unterschätzt habe. Und ich habe mir einfach mal gedacht, ich schreibe sie an und frage sie höflich, ob sie Zeit haben. Deswegen freut es mich sehr, dass sie auch sich Zeit nehmen, um über gewisse, ja, sehr interessante, aber auch wichtige Themen zu sprechen. Bevor wir auch da tiefer einsteigen zu dem Thema Antioxidantien, ich habe etwas gefunden in Ihrem Buch.

Fortsetzung

Das war mir als Konsument, sage ich jetzt mal, gar nicht so bewusst, dass der Nährstoffgehalt unserer Nahrung in den letzten Jahren wirklich drastisch gesunken ist. Also Sie haben ein Beispiel aufgeführt. 100 Gramm Brokkoli enthielt 1985 47 Milligramm Vorsäure. Zehn Jahre später waren es knapp die Hälfte. Also ich sage es mal für mich als Laien war das komplett überraschend. Wie kommt das eigentlich dazu, dass so was passiert aktuell? Gut, diese Ausgabe ist natürlich sehr allgemein gehalten. Befrisches Gemüse gilt es im Wesentlichen nicht.

Dagegen, das meiste Gemüse, was wir kaufen, liegt ja schon zehn Tage irgendwo in einer Lieferkette oder im Supermarkt. Und in der Zeit werden natürlich sehr viele der Sekundärstoffe, die in Pflanzen drin sind, abgebaut. Das ist der eine Punkt. Der nächste Punkt ist, Pflanzen werden häufig gezüchtet auf schnelles Wachstum. Möglich viel Masse. Und bei dem Prozess werden auch weniger Sekundärstoffe gebildet, als wenn die Pflanzen langsam wachsen. Also sind es mehrere Prozesse, die dazu führen, dass in der Tat heute sein Gehalt an Antioxidantien oder an anderen Sekundärstoffen in unseren Nahrungsmittel reduziert ist.

Heißt das dann eigentlich auch im Unkehrschluss, dass ich jetzt mehr essen muss als früher, also Gemüse und Obst? Nein, andersrum. Man sollte bewusster seine Nahrung auswählen. Auf Qualität kommt es an. Das heißt, wenn Sie nach wie vor das Gemüse bei Ihrem Bauern um die Ecke kaufen, der wahrscheinlich nicht in Massenproduktion ist, haben Sie sehr wahrscheinlich frisches Gemüse, keine langen Lagerwege. Und das Zeug ist auch gut. Also unsere Aussage ist im Wesentlichen Supermarkt Food, was eben schon ganz lange unterwegs ist und schon lange gelagert ist.

Auch da gibt es natürlich Ausnahmen. Es gibt auch da frische Sorten, frische Varianten. Aber im Großen und Ganzen ist, je länger Gemüse liegt, desto weniger Inhaltsstoffe sind dran. Okay, kommen wir nun zu dem Teil, wo es vielleicht ein bisschen komplizierter wäre, zu den Definitionen, damit ich auch weiß, wovon wir eigentlich sprechen. Wir haben schon Antioxidantien gesagt. Wir haben Sekundärstoffe gesagt. Können Sie bitte kurz darauf eingehen? Erst mal vielleicht, was sind Sekundärstoffe und wie hängt das?

Immer klar. Sekundärstoffe ist ein Begriff, den wir in der Wissenschaft benutzen, mit dem kein Mensch was anfangen kann. Denn er ist ja nicht wertend gesehen. Also grundsätzlich ist es so, alle Pflanzen produzieren Primärstoffe. Das sind also Inhaltsstoffe wie Zucker, Fettsäuren, Nukleotide, die eine Pflanze braucht zum Leben. Also wie jede Zelle auch. Und dann haben Pflanzen ein weiteres Element, das mit ihrer Lebensbedingung zu tun hat. Pflanzen können nicht weglaufen, wenn sie angegriffen werden durch Pflanzenfresser.

Und Pflanzen haben kein Immunsystem, wenn es darum geht, sich gegen Bakterien, Pilz und Viren zu schützen. Denn die gibt es in der Natur auch. Und Pflanzen haben in 500 Jahren Evolution einen anderen Weg gewählt, in dem sie biologisch aktive Naturstoffe bilden. Und diese Naturstoffe nennen wir Sekundärstoffe. Also das ist dahinter. Also das heißt, wir reden über eine Wirkstoffgruppe, die evolutionär entstanden ist. Das heißt, die ist schon durch ganz viele Screenings gelaufen. Und das, was wir heute haben, ist das Ergebnis eines evolutionären Screenings.

Das heißt also, das, was wir vorfinden, ist meistens biologisch aktiv. Und innerhalb dieser großen Gruppe von Sekundärstoffen haben wir Gifte. Wir haben Substanzen, die das Nervensystem aktivieren, das Herz aktivieren und Leber haben wir auch einige, die als Antioxidantien funktionell wirksam sind. Darf ich ganz kurz nochmal nachfragen? Also Abwehrstoffe hört sich ja erst mal ein bisschen gefährlich an. Was ist denn für die Pflanze eine Frage von Überleben? Denn es gibt natürlich sehr viele Tiere und die Tiere sind heterotroph.

Das heißt, die brauchen organische Materie zum Leben. Das heißt, die müssen Pflanzen fressen. Und Pflanzen wollen natürlich überleben, wie alles andere auch und setzen dazu auf Abwehrstoffe auf. Das sind manchmal Substanzen, die nur schlecht riechen, manchmal auch nur schlecht schmecken, die zum Beispiel bitter sind oder scharf schmecken und einige sind auch richtig toxisch. Und wir Menschen kennen das Thema natürlich und haben im Zuge der Menschheitswertung Pflanzen gesucht, die wir essen können. Und von 400.000 Pflanzenarten, die es gibt, hat die Menschheit vielleicht ein paar hundert behauptet, in Nutzung genommen, nehmen können, weil alles andere ist viel zu giftig oder es enthält nicht genug Nährstoffe.

Das heißt also, wir haben uns das ausgewählt, wo Substanzen drin sind, mit denen wir umgehen können. Also grundsätzlich ist tatsächlich draußen in der Natur ein Kampf aufs Überleben. Nur sehen wir das nicht. Und die Pflanzen, die wir so im Garten haben, das meiste sind Giftpflanzen und überleben nur deshalb wunderschön in unserem Garten, weil sie natürlicherweise geschützt sind. Und jetzt muss man wissen, viele unserer Nahrungspflanzen, die haben wir als Pflanzenzüchter dahingehend verändert, dass die bitteren, scharfen Inlandstoffe weggezüchtet worden sind.

Fortsetzung

Mit dem Effekt ist, dass unsere Kulturpflanzen anfällig sind. Und das erlebt man draußen in der Landwirtschaft, über die wir uns ärgern. Es müssen jetzt neue Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden gegen die Pilze, gegen die Insekten. Ursprünglicherweise waren die Pflanzen resistent und das gilt auch für unsere Kulturpflanzen. Nur wir haben sie letztendlich so modifiziert, dass wir sie essen können, aber wir haben gleichzeitig auch die Feinde eingeladen. Das ist so das Dilemma, vor dem wir heute stehen.

So kommt das dann zustande. Also als sich das dann zum ersten Mal so einigermaßen verstanden hat, okay, es sind Abwehrstoffe, aber gewisse Stoffe tun uns auch gut. Und da kommen wir gleich zum Thema Antioxidantien. Das ist die andere Seite der Medaille. Ich habe gesagt, die Natur hat Wirkstoffe entwickelt. Wirkstoffe gegen Tiere, Wirkstoffe gegen Bakterien. Also man kann leicht erkennen, dass Wirkstoffe, die gegen Viren oder Bakterien wirken, auch interessant sind für uns, für menschliche Gesundheit, also für Infektionen.

Wie sieht es mit den anderen Substanzen aus, die im Tier wirksam sind, zum Beispiel an Jungenkanäle gehen oder Neurezeptoren aktivieren oder Enzyme inaktivieren oder DNA? Da kann es unter Umständen Substanzen geben, die in einer richtigen Dosis in einem Krankheitsgeschehen interessant sind. Aber da ist auch von vorne weg zu sagen, die Dosis ist immer entscheidend bei synthetischen Wirkstoffen, aber auch bei Pflanzen Wirkstoffen. Also in hohen Mengen sind auch gesunde Pflanzen, Inhaltsstoffe meistens giftig.

Also das sagt Gistmann manchmal, dass das also eine Frage der Empirie ist, welche Konzentration, welche Mengen uns gut tun. Wenn wir gar nicht später noch mal darauf zurückkommen, wenn die Menge an Antioxidantien geht, die wir zu uns nehmen sollten. Genau, Sie haben schon das Stichwort gesagt, Antioxidantien. Warum sind diese relevant für uns? Gut, zunächst einmal müssen wir wissen, wogegen brauchen wir Antioxidantien? Also da reden wir über die so genannten reaktiven Sauerstoffspezies oder Sauerstoffradikale.

Sauerstoff ist das häufigste Gas in unserer Umgebung und einer der häufigen Gase. Und Sauerstoff ist normalerweise etwas, was wir für die Atmung brauchen. Aber Sauerstoff kann innerhalb des Atmungsprozesses in den Mitochondrien aktiviert werden, z.B. zu H2O, zu Wasserstoffperoxid. Und das ist eine ausgesprochene, reaktive Sauerstoffspezies, Sauerstoffverbindung, die Proteine angreifen kann, Lipide angreifen kann, DNA angreifen kann. Und neben H2O2 gibt es auch noch Sauerstoffradikale, die besonders reaktiv sind.

Also es ist quasi ein Nebenprodukt der zellulären Atmung, sind die Radikale. Der Körper setzt diese Radikale auch ein, z.B. bei Infektionen, zur Bekämpfung von Bakterien, von Viren, aber auch von Tumorzellen. Da setzt der Körper Radikale ein. Also freie Radikale sind nicht per Definition schlecht? Nein, nein. Der Körper braucht sie. Und für viele Funktionen, auch das Immunsystem und andere, da werden sie benötigt. Also die Idee, die wäre nur schlecht, ist falsch. Nur ein Übermaß davon. Das ist das Thema, wo es auch mit Antioxidantien losgeht.

Darüber müssen wir reden. Denn wir wissen, dass der Körper selbst hat ein Gleichgewicht von reaktiven Sauerstoffspezies, hat nämlich z.B. Superoxidismutase ist ein Enzym, was H2O2 über die Sauerstoffradikale entgiften kann, hat die Katalase, die H2O2 entgiften kann und so weiter. Und es hat ein Antioxidantien, das Glutathion, was auch in der Lage ist, einen Überschuss der Radikale zu binden. Also normalerweise hat der Körper eine Möglichkeit, mit dem Problem klarzukommen. Jetzt gibt es aber die Situation, dass wenn wir unter Stress sind, das kann also Rauchen sein, das kann Umweltstress sein, das kann Radiation sein, das können auch Krankheiten sein, übermäßig Sport, alles Mögliche, die führen dazu, dass vermehrt Sauerstoffradikale produziert werden.

Und das ist dann das Thema, wo es anfängt, interessant zu werden. Denn ein Überschuss an Sauerstoffradikalen kann wichtige Makromoleküle in unserem Körper angreifen. Also sprich die Lipide, die können oxidiert werden. Die Proteine können inaktiviert werden. Und vor allen Dingen die DNA, unsere Erbsubstanz, kann oxidiert werden. Und das ist wahrscheinlich das allerwichtigste Thema. Wir wissen von der Molekularbiologie, dass es eine DNA-Base ist, das Guanosin, das sehr leicht umgewandelt wird von Guanosin in 8-Oxoguanusin.

Hört sich harmlos an, aber es hat weitreichende Konsequenzen. In der DNA liegen ja die Basen gepaart vor. Adenin mit Thymin und Guanosin mit Zytosin. Also die Basenpaarung, das ist das universelle. Wenn jetzt Guanosin, was normalerweise mit Zytosin sich paart, umgewandelt wird in 8-Oxoguanusin, dann fahrt es nicht länger mit Zytosin, sondern mit Adenosin. Das heißt, in Konsequenz wird eine Base in der DNA ausgetauscht und es kann dazu führen, dass die Gene, die codiert werden, plötzlich nicht mehr funktionieren oder falsch funktionieren.

Fortsetzung

Und wenn da ganz viele von passieren, solche Umwandlungen, dann kann es auch zu genetisch bedingten Krankheiten kommen. Zum Beispiel Tumorbildung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und alles mögliche an Organfunkten falsch funktionen. Also das wissen wir. Deshalb sind natürlich auch die Sauerstoffradikale oder der Sauerstoffstress oder der Stress an Sauerstoffradikalen. Oxidative Stress wird in Zusammenhang gemacht mit Krankheiten wie Krebs, wie Herz-Kreislauf und anderes mehr. Also das ist wichtig, das wird meistens so pauschal gesagt.

Antioxidantien helfen gegen Krebs. Die Grundlage ist, sie wirken, inaktivieren die Sauerstoffradikale, sodass die nicht mehr DNA schädigen können. Also das muss man verstanden haben, dass es hier um DNA Mutationen geht. Und ansonsten sind Mutationen natürlich gefürchtet. Wir versuchen, sich eigentlich über oder Mutationen auslösende Dinge überall zu vermeiden, in unseren Nahrungsmitteln, in unserer Umwelt, mit Chemikalien. Also das ist ganz wichtig. Aber hier haben wir eine inne Rente. Das macht das Ganze etwas zu kompliziert.

Eine natürlich vorkommende Substanz, die mutagen ist. Ich versuche das mal für mich zusammenzufassen. Und Sie sagen mir bitte, ob ich da richtig liege oder nicht. Also in den Mitochondrien. Ich weiß noch aus meiner Schulzeit die Kraftwerke des Menschen quasi. Die Zellkraftwerke gemacht. Genau, da wird ATP gemacht. Das weiß ich noch. Genau. Da kann es durch Prozesse zu so einer Art oxidativen Stress kommen. Und es ist gern oxidativer Stress, sondern eigentlich H2O2 wird als ein Nebenprodukt eines oxidativen Prozesses.

Den Zellarten ist eine Oxidation. Als Nebenprodukt entsteht H2O2 und es können Sauerstoffrandikale entstehen. Genau. Und so. Jetzt habe ich es richtig verstanden. Genau. Und jetzt kann durch Antioxidantien können gewisse schädliche Prozesse, die dadurch ausgelöst werden, sozusagen das Ganze wieder eingefangen werden. Gut, das habe ich halt gesagt. Es gibt natürlich Antioxidantien wie Sputation, aber auch natürlich Katalase als Enzyme, Superoxid. Disprutas. Das sind die natürlich. Jetzt gibt es natürlich eine ganze Reihe mehr an Radikalfängern oder Antioxidantien, die in der Natur vorkommen, in Nahrungsmitteln vorkommen.

Genau. Das berühmteste Antioxidant ist Vitamin C oder die Ascorbinsäure, die auch in ganz vielen Nahrungsergänzungsmitteln vorkommt, aber in auch vielen unserer Gemüse und Obstsorten und überall, wo Vitamin C vorkommt, heißt, ist besonders gesund. Und der Klanke ist, Vitamin C ist ein sehr potenter Radikalfänger. Jetzt habe ich in Ihrem Buch auch gelesen, dass man es zeitlich auch falsch sozusagen einplanen kann und vielleicht zu viel von einem gewissen Antioxidantien einnehmen kann und das sogar schädlich sein kann.

Können Sie kurz darauf eingehen, bitte? Ja, vielleicht sollte ich noch ein bisschen ausführen, weil die natürlich also den Antioxidantien in der Nahrung, die müssen natürlich erst mal in den Körper gelangen. Das heißt, sie müssen auch resorbiert werden, kommen mal an den Darm und müssen aufgenommen werden, über den Blut in die Organe verteilt werden. Und das gilt für einige Substanzen, aber nicht für alle. Auch da werden wir zum Beispiel beim Thema schwarzen Tee noch mal drauf zurückkommen. Das heißt, und es muss eine ausreichende Menge erzeugt werden, um tatsächlich in alle unserer vielen, vielen Milliarden Zellen anzukommen, wo es oxidativen Stress gibt.

Also zwei Dinge, damit Antioxidantien wirken können. Es muss eine ausreichende Menge da sein und sie müssen resorbierbar sein. Wir reden davon, dass die bio verfügbar sein müssen. Ja, jetzt ist natürlich die Frage, können zu viele Antioxidantien auch schaden? Und die Antwort heißt ja, und zwar immer dann, wenn der Körper selbst reaktive Sauerstoffspezies einsetzt, um seine Funktionen zu ermitteln. Zum Beispiel Infektionen oder zum Beispiel der Tumor Therapie. Denn die Wirkstoffe in einer Tumor Therapie, also in der Chemotherapie sind fast alles pro Oxidantien.

Also die wirken damit, indem sie durch oxidativen Stress Tumor Zellen umbringen. Wenn ich jetzt in dieser Phase und das passiert bei Patienten, die sagen, jetzt haben sie die Diagnose Krebs, jetzt wollen sie ganz so leben, sich mit Antioxidantien vollstopfen, dann inaktivieren sie die Chemotherapie. Wow. Also das ist deshalb der Hinweis darauf aus der Medizin. Es ist nicht immer sinnvoll, Antioxidantien zu nehmen oder auch wenn ich. Also ich muss also gucken, wenn ich eine Therapie habe, ob die mit pro Oxidantien arbeitet.

Wenn ja, sind Antioxidantien nicht das Mittel der Wahl. Das ist super interessant. Das heißt, wenn ich gar nicht weiß, dass in mir etwas schlummert, könnte es sogar gefährlich sein? Nein, dann vielleicht ja, vielleicht weniger. Aber im Großen und Ganzen ist es dazu in der Tat so, dass wir die Antioxidantien als präventive Maßnahme geben. Also gar nicht so im aktiven Krankheitsverlauf, sondern mehr präventiv. Und wenn man so die Maßgaben oder die Informationen vom Deutschen Krebsforschungszentrum, wie da heißt dann drin, es ist Brokkoli oder es gibt viel Gemüse, viel Obst zur Krebsprävention.

Fortsetzung

Der Gedanke ist häufig um die zum Antioxidantien die eben im Vorfeld die Oxidation der DNA, sprich die Mutationen, verhindert. Dagegen, wenn es einmal eingetreten ist, dann ist die Situation eine andere. Dann kann es auch eine gegenteilige Reaktion ausführen. Genau, genau. Gerade mit dem Karotin Beispiel aus ihrem Buch. Das hat mich tatsächlich sehr überrascht, dass quasi zum falschen Zeitpunkt was Negatives bewegt werden. Karotin, die Karotinoide sind natürlich Antioxidantien per excellence. Wir haben sie jetzt alle aus den Karotten, aus den Tomaten und aus vielen anderen Lebensmitteln auch.

Die setzt, die braucht der Körper. Einmal braucht die Karotinoide das Vorstück von Vitamin A. Letztendlich die Substanzen, die wir für den Sehvorgang benötigen. Aber sie sind auch Antioxidantien. Und auch da ist es wohl so, dass man zu viel davon auch nehmen kann. Aber jetzt ist das ein Sonderfall. Da gibt es eine Studie, die man in Finnland durchgeführt hat, mit Rauchern, die gleichzeitig die Präparate mit Karotinoiden bekam und stellte fest, die Raucher, die Karotinoide hatten, erlitten häufiger Tumoreerkrankungen als andere.

Ja, krass. Aber das ist etwas komplizier. Das liegt jetzt nicht an den Antioxidantien, sondern daran, dass die Karotinoide werden umgewandelt. Eine Substanz heißt Rectinolsäure. Und Rectinolsäure wirkt auf die Genexpression. Das heißt, sie steuert, welche Gene aktiviert werden. Und gerade bei Tumor entstehen werden viele Gene besonders reaktiv. Und der Zusammenhalt liegt wahrscheinlich darin, dass wenn ich zu viel dann noch Rectinolsäure habe und zusätzlich noch den Stress durch Nikotin und durch die Tärstoffe habe, dass dann Tumor und Gen leichter ausgemistet werden können.

Also das ist nicht unmittelbar das Antioxidantien, sondern es hat etwas mit den Karotinoiden zu tun. Sie haben schon ein sehr gutes Stichwort gegeben. Schwarzer Tee. Ich als Iraner, als Perser muss natürlich, also mir ist es in die Wiege gelegt worden, schon von klein auf schwarzen Tee zu trinken. Jetzt war ich mir beim Durchlesen Ihres Buches gar nicht mehr sicher, ob ich komplett switchen soll zum grünen Tee. Da sind natürlich auch relativ viele Antioxidantien drin, wenn es richtig zubereitet worden ist.

Haben Sie einen Tipp für mich als Iraner? Was soll ich jetzt tun? Vielleicht was sehr Gemeines. Viel der Getränke, die wir zu uns nehmen, sei es Kaffee, Tee, Kakao, Mate sind alles Tees mit die reichen Antioxidantien sind. Und wahrscheinlich eine Gründe, warum man sagt Tee trinken, Kaffee trinken, Kakao trinken ist gesund, liegt, dass wir täglich und das ist entscheidend täglich unsere Dosis Antioxidantien zu uns nehmen. Und dann gibt es natürlich bei Tee, Kaffee, Kakao noch die zusätzlichen Inhaltsstoffe, das Koffein und andere aktivierende Sachen, die letztendlich auch noch unsere Stimmung heben, unsere Energie verbessern.

Das sind ja auch Sekundärstoffe, die wir haben. Das sind auch Sekundärstoffe. Das ist also die Grundzeitgebase. Und der grüne Tee oder überhaupt der Tee ist ja einer der ältesten Kulturpflanzen überhaupt und der in Asien entwickelt worden ist. Und man hat relativ früh gemerkt, Tee trinken hat einmal eine belebende Wirkung. Man wird nicht so leicht müde. Man kann länger arbeiten. Zum anderen aber auch wohl indirekt gesehen diejenigen, die regelmäßig Tee trinken, wenn weniger krank und leben länger. Und das kann man so epidemiologisch zeigen.

Also die Tee trinker Länder, insbesondere die grünen Tee trinken, ist die Lebenserwartung höher als in anderen Gegenden. Ich vermute, Japan ist ja ein klassisches Beispiel. Das typische Beispiel. Nun ist natürlich der Lebensstil Japaner in vielen Stellen anders. Das heißt, es kann am Tee trinken liegen, aber es kann auch an der ganzen Lebensumgebung liegen. Aber dennoch, es gibt ein gutes Niveau drauf, dass es tatsächlich mit dem Tee trinken zu tun hat. Denn der Tee hat Gerbstoffe und das sind potenzielle Antioxidantien.

Also neben den Vitamin C, den Karotinoiden, die wir hatten, sind die Gerbstoffe, die Polyphenole, die in vielen Pflanzen vorkommen, die sehr, sehr starke Antioxidantien sind. Das gilt beim grünen Tee auch. Da gibt es Substanzen, die heißen wie Epigallocatechine-Galat, Epigc, also das ist die Standard-Substanz, die drin vorkommt und die in allen Testsystemen, wir haben uns selbst darüber mal wissenschaftlich gearbeitet, ausgesprochen gut wirkt. Die wird nämlich auch resorbiert. Das heißt, die kommt nicht nur im Magen-Darm-Trakt, sondern wird aufgenommen in das Blut und wird damit im ganzen Körper verteilt.

Das ist also wichtig, es kommt überall an. Das EGCG wirkt als Antioxidant, beeinflusst aber auch die Gene, die die Langlebigkeit regulieren. Und wie wir auch wissen, ist offenbar an Krankheitsprozessen wie neurodegenerativen Krankheiten eine positive Wirkung. Deshalb sind Tee wahrscheinlich so ein Zaubermittel. Das ist der grüne Tee. Das heißt, im grünen Tee ist er so, dass die Blätter nach der Ernte erhitzt werden, sodass keine oxidativen Prozesse stattfinden können. Lass ich den Tee liegen, dann fangen an, die Polyphenole zu outoxidieren.

Fortsetzung

Das heißt, die machen Komplexe. Und das ist das, was im schwarzen Tee eintritt. Also das EGCG macht dann plötzlich große Polymere. Das sind immer noch Antioxidantien, aber sie werden nicht mehr resorbiert. Das heißt, die bleiben im Magen-Darm-Trakt, insbesondere im Darm-Trakt sitzen. Damit sind sie weniger innerlich verfügbar als beim grünen Tee. Aber natürlich auch im Darm selbst haben wir eine Menge oxidative Prozesse, die gehemmt werden können. Oder wir haben Durchfallerkrankungen. All diese Prozesse, da hilft schwarzer Tee hervorragend.

Denn er ist auch antiviral, das ist auch ein wichtiges Thema. Das gilt auch für die Polymere. Er ist antibakteriell. Also insgesamt für Entzündungsprozesse, Infektionsprozesse im Magen-Darm-Trakt wird das schwarze Tee auch tun. Aber der grüne auch. Okay, gut zu wissen. Aber der Unterschied ist tatsächlich so, für die innere Aufnahme, für die Bio-Verfügbarkeit ist der grüne Tee besser. Okay, also ich muss nicht unbedingt wechseln, aber zwischendurch mein grüner Tee. Ich bin selbst viel in Asien unterwegs gewesen und in China trinkt man grünen Tee von morgens bis abends.

Und in China schmeckt mir der grüne Tee auch. Ich habe jedes Mal von meinen chinesischen Freunden große Pakete grünen Tee mitgenommen. Wenn ich das dann hier in Deutschland mache, nach einer Woche spätestens schmeckt er mir nicht mehr. Interessant, interessant, ja. Ich kann am Wasser liegen, an der Herstiegungsform, vielleicht an der Umgebung. Denn er schmeckt natürlich auch bitter. Und wir haben so ein gewisses… Bittere Substanzen sind in jedem Fall positiv. Also bei uns Iranern, das kann ich gerade von meiner Mutter tun, sie tut gerne auch Rosenwasser rein.

Das finde ich auch immer interessant. Das ist sicher zum aromatisieren. Genau, genau, richtig. Also das hat keine große Heilwirkung, sondern eine aromatisierende Wirkung. Genau, genau, ich mache das ungern. Und Sie haben auch viele schwarze Tees, die man kauft, die sind aromatisiert. Richtig, richtig. Mit Gasmin und was weiß ich alles. Richtig, richtig, richtig. Ich würde noch gerne auf die Unterschiede zwischen den Antioxidantien, also ich sage jetzt mal High-Level eingehen. Es gibt ja, ich habe gehört, Melatonin kann auch als Antioxidant angesehen werden.

Können Sie nur mal kurz bitte darauf eingehen. Unterschiede zwischen pflanzlich zugenommenen Antioxidantien, vom Körper selbst hergestellten. Gibt es da grundlegenden Unterschied? Gut, ich muss einfach sehen, wie das zum Beispiel das Glutathion ist in jeder Zelle drin. Das ist eine körpereigene Antioxidanz. Auch ein großer Menge. Das heißt, für den Normalfall reicht das aus. Auch andere in Körpervorkommensubstanzen, wie das Dopamin, das Serotonin, andere sind auch Antioxidantien. Aber die kommen natürlich nur lokal in gewissen Zellen vor.

Aber ich will ja manchmal einen generellen Antioxidantschutz haben, der für alle Zellen vorkommt. Magen, Darm, Leber, Niere, Hirn. Und da brauche ich neue Substanzen. Wie gesagt, die am meisten verwendete Substanze ist Vitamin C. Leicht verfügbar, gut herstellbar. Und wird eigentlich in vielen, vielen Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt. An der Stelle ein interessantes Beispiel. Mein ganz normaler Nobelpastträger, Linus Pauling, dass Sie das gehört haben, der hat ganz viel Vitamin C genommen, jeden Tag 10 Gramm.

Und hat damit postuliert, damit kann man Krebs verhindern. Er ist damals ausgelacht worden. Er hat gesagt, wie soll der Zusammenhang sein? Was soll denn so Vitamin C mit Krebs zu tun haben? Heute sind wir etwas schlauer, weil wir den Mechanismus der reaktiven Sauerstoffspezies kennen, die Mutation auslösen können. Er hat das also richtig verstanden. Gut, Pauling ist immerhin über 90 Jahre alt geworden, dann schließlich doch an Krebs gestorben. Aber er wurde so als Charlatan dargestellt, was aber nicht war.

Er war ein Biochemiker und hat den Zusammenhang ganz gut verstanden. Gut, Vitamin C. Wie gesagt, die weiteren Antioxidantien, die in fast allen Nahrungsmitteln vorkommen, sind die Polyphenol. Das sind Flagoneide, das sind Gerbstoffe. Die finden wir nahezu in allen unseren Nahrungsmitteln. Und alles, was ein Nahrungsmittel bräunliche Färbung aufweist, sind solche Polyphenol. Oder auch wenn Nahrungsmittel, wenn man sie anschneidet, braun werden, das ist übrigens ein Apfel, Banane, das ist alles Polyphenol, die oxidieren.

Dann gibt es noch weitere Nahrungsmittel mit Antioxidantien, zum Beispiel Zwiebel und Knoblauch. Also das Alizin da drin ist auch ein Antioxidantien. Dann haben wir bei den ganzen Kohlgewächsen, da sind die Senföle drin. Denkt an Brokkoli. Auch das sind Antioxidantien. Und schließlich noch die Karoteneide, über die wir schon geredet haben, die in die Tomate vorkommen, in der Gojibeere vorkommen, und nicht in die Karotten vorkommen und so weiter. Das sind auch wiederum sehr gut wirksame Antioxidantien.

Fortsetzung

Also die Natur ist reich an Antioxidantien. Und generell gilt in unserer Nahrung, es reicht damit. Vielleicht sollte man erwähnen, dass Chlorophyll, was in allen grünen Salaten ist, auch noch ein Antioxidantien ist. Das ist wahrscheinlich eine Gründe, warum grüne Salate so gesund gelten. Also unsere Nahrung, wie gesagt, ist natürlicherweise eine ausreichende Menge an Antioxidantien, wenn man sich, wie die Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, gesund ernährt. Gesund ernährt heißt, möglichst viel Gewöße, viel Obst täglich zu sich nehmen.

Denn dann habe ich genug von den natürlich vorkommenden Antioxidantien. Und dann sollte ich noch erwähnen, viele Getränke sind reich an Antioxidantien. Also insbesondere, wenn Sie farbige Getränke sehen, also Johannesbeersaft, Arona-Bärensaft, Granatapfelsaft, Kirschsaft, Rotrhoder Wein, alles das sind vollgepackt mit Antioxidantien. Und die werden ja häufig auch als besonders gesund angepriesen. Da ist die nächste Quelle, wo wir uns mit Antioxidantien versorgen. Also ich glaube, das ist natürlich einleuchtend, dass durch eine ausgewogene Ernährung, dass man da von allen Stoffen ausreichend hinzubekommt, kann es aber unter Umständen auch Sinn machen, Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen.

Wenn man weiß, ich bin jetzt auf Reisen, da kann ich jetzt nicht so gesund mich ernähren die nächsten Tage, kann man das irgendwie supplementieren oder ist das schwierig? Also ich bin nicht generell gegen Nahrungsergänzungsmittel. Also wenn die Ernährung nicht sehr einfallslos ist, aus welchen Gründen auch immer, beim Mensaessen oder im Krankenhaus oder was immer, dann ist es durchaus sinnvoll mit Nahrungsergänzungsmittel, das ist im Wesentlichen sind es Vitaminpräparate, aber auch sehr häufig Antioxidantien und ein paar Mineralstoffe dagegen zu steuern.

Da spricht eigentlich nichts dagegen. Generell sollte die Empfehlung sein, erstmal versuchen, sich zu Genuss ernähren und dann in der zweiten Linie Nahrungsergänzung. Aber tatsächlich spricht nichts dagegen, in Mangelsituationen dazu zu greifen. Jetzt kommt natürlich immer die Qualität an, das ist natürlich auch da entscheidend. Nicht jedes Präparat auf dem Antioxidant, da es drauf steht, ist, hat es auch. Da muss man etwas genauer hinschauen. Heute sieht man das am Preis. Also wenn alles zu günstig ist an Nahrungsergänzungsmittel, ist es schon verdächtig.

Okay, verstanden. Jetzt habe ich natürlich auch als Sportler ein paar Fragen. Also mich plagen ab und zu mal Knieschmerzen. Wenn Sie das jetzt so hören, gibt es natürliche Pflanzenmittel, die vollgepackt sind mit Antioxidantien, die genau in diesem Kontext, ist natürlich jetzt zu grob gesprochen, Knieschmerzen sehr allgemein, aber haben Sie da ein paar Sachen parat, wo Sie sagen, ja, das können wir nehmen? Das geht ja schon wieder ins Thema jetzt mehr über Arzneiflanzen und Heilpflanzen. Es gibt also eine traditionelle Arzneiflanze, die schon unsere Vorfahren eingesetzt haben bei Entzündung und Schmerzen, das ist die Weidenrinde.

In der Weidenrinde gibt es Substanzen, die ähnlich wirken wie Aspirin oder Vidiqlofenac. Also die inhibieren den Prozess, der zu Schmerzen und der zur Entzündung führt. Nur in der Weidenrinde sind es andere Substanzen, die weniger aggressiv sind und deshalb besser verträglich sind, also auch für die Langzeiteinnahme. Also als Sportler ich, kann durchaus sinnvoll sein, einen Tee zu kaufen, kann man Fertigpräparate kaufen, aus Weidenrinden hergestellt, der standardisiert ist. Damit hätte ich also sowohl einen Entzündungshemmer, denn die Schmerzen kommen meist durch die Entzündungsprozesse zustande und gleichzeitig auch den Schmerz selbst.

Das wäre zum Beispiel ein Mittel. Ein anderes Mittel kommt aus Afrika, das ist die Teufelskralle. Die macht sehr ähnliche Wirkung mit anderen Substanzen. Also in der Weidenrinde sind es Salicylsäure-Dirivate, also ähnlich wie bei Aspirin. In der Teufelskralle sind es sogenannte Iridoidglycoside, die aber ebenfalls am selben Target, am selben Ziel auch im Körper wirken. Super interessant. Und wenn Sie aktive Schmerzen haben, manchmal hilft auch Einreiben mit einer Creme aus Kapsaicin, also aus dem Paprika geworden.

Schafschmeckend Substanz. Aber gleich sehr auf der Haut aufgetragen wird, bis auch Schmerzhemmend und Entzündungshemmend. Auch noch eine Möglichkeit. Herr Wink, ich glaube, ich würde gerne nochmal über das Thema Heilpflanzen nochmal in einem separaten Podcast mit Ihnen sprechen, weil ich glaube, da kann man echt nochmal tief reingehen. Aber was ich mich trotzdem noch in diesem Kontext gefragt habe, wir haben ja diese ganzen Superfoods, die als Superfoods angepriesen werden, Gojibeeren und so weiter.

Was ich mich gefragt habe, wenn ich jetzt aus einem, ich sag jetzt mal, geografischen Kreis komme, wo solche Pflanzen, Obst und so weiter gar nicht in unserem, in meinem natürlichen Umfeld gewachsen sind und ich die auf einmal in Unmengen zu mir nehme, hat das Einfluss auf meinen Organismus? Jein. Also erst mal muss man sagen, die Wirkstoffe ist an meiner Assai-Bäre. Das sind Antuziane. Dieselben haben sie auch bei uns in der Blaubeere drin. Chemisch gesehen ist die Assai-Frucht nicht viel anders, als das wir bei uns auch haben.

Fortsetzung

Und auch bei der Goji-Wäre, die Chaotionide, ist nicht sehr viel anders, als das wir bei uns in der Hago Buddha auch hätten. Also chemisch gesehen ist das für den Körper nichts Neues. Also das macht glaube ich keinen großen Unterschied aus. Okay. Also nur die Frage ist, muss man unbedingt seine Nahrung irgendwo aus Südamerika oder aus China herbeischaffen, wenn wir das nicht aus China hätten. Denn zum Beispiel die Blaubeeren wachsen bei uns und die Brombeeren wachsen bei uns und die Kirschen und Granatäpfel sind europäisch.

Man könnte es auch damit genauso machen. Aber natürlich, die Lebensmittelindustrie will Umsätze generieren. Und immer was neu ist, gilt das interessant. Wenn es also heißt, wir haben da seine Palme aus Brasilien, von den Einheimischen, als besonders wirkungsreich genannt wird, hat das ein gutes Erfolgsverkaufsargument. Es wird aber nicht gesagt, Leute, es handelt sich um dieselben Wirkstoffe wie bei uns hier in der Blaubeere. Das verstehen Sie nicht. Und so ist es natürlich mit anderen Dingen auch. Die exotische, desto interessanter ist es für die Werbung.

Absolut. Wenn man dann genau nachschaut, was es denn ist, dann stellt man fest, es ist eigentlich keine besondere Innovation. Wir reden über dieselben Wirkstoffe. Und deshalb können Sie auch aus Olympia natürlich auch eine südamerikanische Pflanze essen. Aber die Frage, was können, vielleicht sollten wir noch kurz erwähnen, was können all diese Nahrungssubstanzen bewirken? Sie können nämlich unser Mikrobiom beeinflussen, also unsere Zusammensetzung der Mikroorganisten im Darm, die wiederum für viele Krankheiten oder Gesundheit entscheidend sind.

Das ist wahrscheinlich auch noch ein ganz wichtiger Angeln und Drehpunkt für viele der Inhaltsstoffe aus Pflanzen. Beeinflussung des Mikrobioms. Über das werden wir noch ganz wenig wissen. Aber es deutet sich an, als wäre das auch noch eine spannende Ecke. Denn natürlich sind diese Antioxidantien bewirken auch eine Selektion bei den Mikroorganisten im normalen Darmtakt. Denn viele von denen sind nämlich auch antibakteriell. Die wirken auch da ein wenig selektiv. Könnten Sie bitte noch mal ganz kurz auf das Thema Mikrobiom eingehen?

Ja, Mikrobiom. Wir wissen ja, wir leben nicht allein. Sondern wir beherbergen Hunderte von Milliarden Bakterien, Pilzen, Barbieren. Insbesondere unserem Darmtakt im Mitteldarm und Enddarm helfen diese Bakterien beim Abbau unserer Nahrung. Deshalb reden wir auch von Symbionten. Also von Helfern. Und ohne Bakterien könnten wir eigentlich nicht gescheit leben. Das heißt, die sind mitentscheidend dafür, dass es uns gut geht. Aber es gibt natürlich ganz viele Bakterienatme. Es gibt einige, die pathogen sind oder schädlich sind.

Wenn die Oberhand gewinnen, dann haben wir alle möglichen Magen-Darm-Erkrankungen. Andererseits gibt es einige, die als gut gelten. Also die Milchsäure-Bakterien, die für ein Gleichgewicht sorgen, die für die Verdauung wichtig sind und so weiter. Zum Beispiel Milchsäure-Bakterien bauen die Laktose ab und anderes mehr. Also es gibt eine Menge Dinge, die wichtig sind. Aber das ist ein ganz spannendes Feld, was gerade in den letzten zehn Jahren erst untersucht worden ist. Wir wissen jetzt überhaupt, welche Bakterien vorkommen können, in welcher Menge.

Und wir ahnen, dass sie an allen möglichen Gesundheitszuständen von Bedeutung sind. Ob wir uns wohlfühlen, ob wir eine Depression kriegen, ob wir krank werden. Also das ist ganz spannend. Und da kommt jetzt die Nahrung hinzu, die Sekundärstoffe, die wiederum darauf einwirken. Aber natürlich auch die Antibiotika, die wir regelmäßig nehmen, beeinflussen das Mikrobiom ganz entscheidend. Vielleicht in sehr negativer Weise. Verstanden. Herr Professor Dr. Wink, ich könnte mich noch lange unterhalten. Das Problem ist nur, ich kann mir nicht alles merken.

Ich muss den Podcast nochmal durchgehen, mir ein paar Notizen machen und dann werde ich mit Fragen, wenn es in Ordnung ist, nochmal auf dich zurückkommen. Ja, das ist super nett von Ihnen. Ich wollte eigentlich auch nochmal auf das Thema Heilpflanzen eingehen. Aber ich denke, das sprengt den Rahmen hier. Also wenn es in Ordnung wäre, komme ich da nochmal. Ja, ich würde sagen, das Thema Heilpflanzen ist nochmal ein Thema für sich selbst. Ja, die Oxidanzen ist ja nur ein Teilaspekt aus dem großen Rahmen.

Und wir haben ja schon mal eingeführt, hat alles damit zu tun, dass die Pflanze irgendwann angefangen hat, Wirkstoffe zu machen, um sich zu schützen. Und letztendlich ist die Kunst der Heilpflanzennutzung, diese Wirkstoffe gezielt einzusetzen. Das haben unsere Vorfahren gemacht. Da haben wir ganz viel empirisches Wissen, was bei welchem Bewegchen was macht. Und die Aufgabe des Wissenschafters, also das, was ich in meiner Forschung gemacht habe, ist herauszubekommen, wie geht das? Welche Substanz wirkt an welchem Ziel organell, an welchem Zielstruktur im Körper?

Fortsetzung

Und wie kann es den Körper beeinflussen, im Positive, im Negative? Also es wirkt hier ein sehr spannendes Thema. Ich habe 40 Jahre damit zugemacht und über 1000 Paper darüber geschrieben. Aber wir können das gerne vertiefen. Das ist super, das ist super. Ich habe da natürlich auch noch ein paar andere Fragen. Ich habe es Ihnen vorab gesagt. Ich wollte mal ganz kurz auf das Thema Safran, Berberritzen eingehen. Das sind so Sachen, die wir klassisch bei uns in der persischen Küche benutzen. Das können wir uns jetzt unterbringen.

Ja, genau. Safran kann ja unter Umständen giftig sein. Safran ist ein Thema der iranischen Küche. Ein Gewürz, hat vielen tausend Jahren bekannt. Ist auch ein Antioxidant. Es wirkt antiinfektiv. Das sind so die etwas eher banalen Punkte. Aber warum Safran so beliebt ist, es gilt seit altes Heres Aphrodisiakum. Das ist der Hauptgrund wahrscheinlich, warum es in allen Kulturen als besonders geschätzt wird. Und dann ist es sehr selten teuer herzustellen. Das müssen halt die entsprechenden Blättchen aus dem Krokus gesammelt werden.

Mühsam. Selbst der Weiterpunkt ist es teuer. Aber ich glaube, der Hauptpunkt, warum es so berühmt ist, es gilt in allen Ländern, insbesondere im Mittelmeergebiet, aber auch im Mittel und Osten als Aphrodisiakum. Ich habe nicht darüber geredet, aber das ist sicherlich ein Grund, warum man es einsetzt. Das glaube ich. Was ich aber in Ihrem Buch gelesen habe, was mich super überrascht hat, es ist sogar in größeren Mengen giftig. Also tödlich giftig sogar. Es ist tödlich giftig. In größeren Mengen wirkt es abortiv.

Das ist auch ein weit großes Thema als Neiflandenkunde. Früher hat man Familienplanung dadurch durchgeführt, indem man abortiver gegeben hat. Heute nicht mehr darüber geredet. Und Safran gehörte tatsächlich zu den Substanzen, die in höherer Dosierung zum Abort führen konnten. Wow, ok, krass. Da versteht man den Mechanismus relativ gut. Immer wieder eine Frage der Dosierung. Wenn ich zu viel davon gebe, kann es auch eine Zytotoxie, also eine Zelltöten-Eigenschaft aufweisen. Krass. Ja, wenn manches was harmlos klingt, ist es vielleicht doch etwas vielschichtiger.

Ja, ja, genau, genau. Das ist tatsächlich so. Ich hatte nach dem Durchlesen Ihrer Bücher eher den Eindruck, dass ich noch weniger verstanden habe. Also das meine ich gar nicht negativ, sondern wie viel eigentlich da Wissen noch lagert, was man erst mal durchdringen muss und verstehen muss. Ich meine, das ist das Tragische daran, dass Wissen über Arzneifflanzen, die Anwendung verschwindet. Weil wir alle in einer modernen Welt groß werden, indem wir nur noch in die Apotheke gehen und unsere Pillen kaufen.

Und gar nicht mehr wissen, was die Natur alles auf Lage hat. Das ist in unserem Kulturkreis. Wenn Sie nach Asien gehen, ist es noch ziemlich anders. Da ist man sich noch viel bewusster, dass es da noch vieles mehr gibt. Ayurveda-Medizin, die chinesische traditionelle Medizin, die kennen das Thema noch deutlich mehr als wir. Aber selbst auch in Mitteleuropa und auch im Mittleren Osten ist das Thema Arzneifflanzen immer noch da. Aber unser Wissen ist gering. Das ist ja mal schade. Und natürlich von der Wissenschaft her ist es ein sehr kompliziertes Thema.

Ich muss einmal ein Chemiker sein, um die ganzen Substanzen zu isolieren, die Strukturen zu bestimmen. Ich muss Pharmakologe sein, um deren Wirkung zu erkennen. Und jetzt kommt noch hinzu, in so einer Pflanze ist nicht nur eine Substanz drin, sondern viele Substanzen drin aus verschiedenen Klassen. Die machen also nicht nur eine Wirkung, sondern viele Wirkungen. Und manchmal steigern sich die Wirkungen. Wir sprechen von einem Synergismus. Und das sind so ganz spannende Themen, die wir mit solchen Multikomponentensystemen vorliegen haben, die aber noch erst so erforschen sind.

Denn traditionell weiß man, die Pflanze geht, funktioniert. Aber man weiß nicht weshalb. Und die Wissenschaft ist jetzt dabei herausfinden, warum, wenn man A und B zusammentut, warum gibt es dann mehr, als wenn ich nur eine Einzelsubstanz gebe. Denn in der klassischen Medizin, in der Schulmedizin, gibt man Einzelsubstanz im Regelfall und keine Gemische. Denn die Natur hat immer auf Gemische gesetzt. Also auch unterschiedliche evolutionäre Strategien im Hintergrund. Das sind alles Themen, die man behandeln muss, wenn wir über zwei Pflanzen reden.

Also ganz spannend. Also wenn man nicht nur sagt, die Pflanze X wirkt bei Kopfschmerzen, sondern die fragt, was ist da drin und welche Komponenten könnten denn jetzt funktionell von Bedeutung sein. Wir wollen ja rational zu erklären, dass das kein Hokus-Bokus ist, sondern wir wollen wissen, Substanz A greift an den Rezeptor B an oder an den Schmerzrezeptor. Und deshalb funktioniert das Ganze. Das ist das Ziel der Forschung. Super spannend und interessant. Ich komme da definitiv nochmal auf Sie zurück.

Fortsetzung

Ich denke, das ist wert, nochmal ein eigenes Thema zu behandeln. Herr Prof. Dr. Wink, vielen lieben Dank für Ihre Zeit. Ich habe ein paar Hausaufgaben, ich muss das nochmal durchgehen. Ja, viel Spaß. Wir sagen nochmal auf Sie zurück. Bis und nicht bald wieder. Vielen Dank. Gern geschehen.

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Namen und Begriffe

Prof. Dr. Wink, Reza Mehman, Universität Heidelberg, Pharmazeutische Biologie, Antioxidantien, Sekundärstoffe, freie Radikale, oxidativer Stress, Polyphenole, Catechine, Epigallocatechingallat (EGCG), Carotinoide, Folsäure, Brokkoli, Grüner Tee, Schwarzer Tee, Gojibeeren, Acaibeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Holunderbeeren, Mikrobiom, Darmflora, Nahrungsergänzungsmittel, Arzneipflanzen, Heilpflanzen, Safran, Kurkuma, Ingwer, Food Upgrade, Smarte Ernährung mit Vitalstoffen, Project Mindset, Pflanzenzüchtung, Pflanzenschutzmittel, Fermentation, DNA, Enzyme, Neurezeptoren


Zitierfähige Passage

Antioxidantien sind evolutionär entstandene Wirkstoffe, mit denen sich Pflanzen seit Jahrmillionen gegen Fressfeinde und Krankheitserreger schützen.
In der richtigen Dosis helfen sie dem menschlichen Körper, freie Radikale zu neutralisieren und oxidativen Stress zu reduzieren.
Doch die Dosis macht das Gift: Zum falschen Zeitpunkt oder in zu hoher Menge eingenommen, können selbst gesunde Antioxidantien negative Effekte entfalten.
Eine bewusste, pflanzenreiche Ernährung mit frischen, regionalen Lebensmitteln ist der beste Weg, den Körper mit schützenden Vitalstoffen zu versorgen und gleichzeitig die Grundlage für ein starkes Mindset zu schaffen.