Folge 1: Negative Gedanken loswerden: Die Macht des Mindsets

Wie du aufhörst, dich im Kreis zu drehen, und warum positives Denken nicht der erste Schritt ist.


Einleitung

Negative Gedanken loswerden ist der erste und entscheidende Schritt zu einem starken Mindset. In der ersten Folge von Project Mindset erklärt Reza Mehman, warum es vor positiven Affirmationen zunächst darum geht, das Negative im Kopf zu stoppen. Er teilt persönliche Erfahrungen aus dem Scheitern seines Startups, erklärt das Phänomen der selbsterfüllenden Prophezeiung und zeigt, wie negative Gedanken nicht nur die eigene Leistung, sondern auch das gesamte Umfeld beeinflussen. Mit konkreten Mindset-Werkzeugen und einem klaren Drei-Punkte-Fazit liefert diese Folge sofort anwendbare Impulse. Der Podcast richtet sich an alle, die emotional widerstandsfähiger werden wollen und ihr Denken aktiv gestalten möchten.


Zusammenfassung

1-Satz-Version: Reza Mehman zeigt in der Auftaktfolge von Project Mindset, warum das Stoppen negativer Gedanken effektiver ist als das Erzwingen positiver Affirmationen.

3-Satz-Version: In der ersten Folge von Project Mindset spricht Reza Mehman über die Macht negativer Gedanken und warum man zunächst aufhören sollte, negativ zu denken, bevor man versucht, positiv zu denken. Er erklärt das Konzept der selbsterfüllenden Prophezeiung anhand eigener Erlebnisse und verweist auf Erkenntnisse eines amerikanischen Football-Performance-Coaches. Als Fazit gibt er drei konkrete Handlungsempfehlungen mit, um negative Denkmuster dauerhaft zu unterbrechen.

5-Satz-Version: Reza Mehman startet mit Project Mindset eine neue Podcast-Serie rund um Mindset, Geisteshaltung und persönliche Entwicklung. In der ersten Folge erklärt er, warum positive Affirmationen allein nicht ausreichen und warum der erste Schritt das Stoppen negativer Gedanken ist. Er illustriert das Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung mit einem Basketball-Beispiel und berichtet von einem Football-Performance-Coach, der zeigt, dass negative Gedanken bis zu 40 bis 70 Mal mehr Schaden anrichten als positive Gedanken helfen. Aus eigener Erfahrung nach dem Scheitern seines Startups beschreibt er, welches Mindset-Werkzeug ihm damals wirklich geholfen hätte. Mit drei konkreten Empfehlungen rund um Gedankenstopp, Distanz zu negativen Einflüssen und das Vermeiden von Grübeln schließt er die Folge ab.


Kontext: Wer, Was, Warum

Wer spricht: Reza Mehman, Unternehmer, Podcaster und Veranstalter aus Heidelberg. Er betreibt neben Project Mindset auch den businessbezogenen Podcast „Innovation Mindset“ gemeinsam mit Professor Dr. Stefan Lacher.

Worum geht es: Um die Macht negativer Gedanken, deren Auswirkung auf Leistung und Umfeld sowie konkrete Strategien, um negative Denkmuster zu unterbrechen.

Warum ist das relevant: In einer Zeit, in der positives Denken und Affirmationen omnipräsent sind, fehlt oft der erste, realistischere Schritt: einfach aufzuhören, negativ zu denken. Das Thema ist universell anwendbar und besonders in schwierigen Lebensphasen relevant.

Drei Kernfragen der Folge:

  • Warum sind positive Affirmationen allein nicht ausreichend?
  • Wie wirken sich negative Gedanken auf Leistung und Umfeld aus?
  • Was kann man konkret tun, um negative Denkmuster zu stoppen?

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung – Überblick über den Podcast und die Kernthese der Folge
  2. Zusammenfassung – Die wichtigsten Aussagen auf einen Blick
  3. Kontext – Wer spricht, worum es geht und warum es relevant ist
  4. Themen und Einordnung – Thematische Verortung und Keywords
  5. Kern-Aussagen – Die prägnantesten Botschaften der Folge
  6. Häufig gestellte Fragen – Konkrete Antworten auf typische Fragen zum Thema
  7. Highlight-Zitate – Die stärksten Aussagen aus der Folge
  8. Das vollständige Gespräch – Aufbereitetes Transkript mit Zwischenüberschriften
  9. Keywords – SEO-relevante Schlagworte
  10. Namen und Begriffe – Glossar der wichtigsten Begriffe
  11. Zitierfähige Passage – Ein direkt verwendbarer Textausschnitt

Themen und Einordnung

1. Negative Gedanken und ihre Wirkung
Negative Gedanken kosten Energie, senken die Leistung und stecken das soziale Umfeld an.
Keywords: negative Gedanken, Gedankenspirale, Energie verlieren

2. Selbsterfüllende Prophezeiung
Was wir intensiv denken, beeinflusst unser Verhalten und die Wahrscheinlichkeit, dass es eintritt.
Keywords: selbsterfüllende Prophezeiung, Mindset, Gedanken und Realität

3. Positives Denken vs. Nicht-negatives Denken
Der Schritt vor positiven Affirmationen ist das Stoppen negativer Gedanken – realistischer und effektiver.
Keywords: positive Affirmationen, positives Denken, Gedankenstopp

4. Umfeld und soziale Ansteckung
Das eigene Umfeld beeinflusst die Gedankenwelt massiv; negative Menschen ziehen runter.
Keywords: soziales Umfeld, Durchschnitt der 5 Menschen, negative Einflüsse meiden

5. Mindset-Werkzeuge aus der Praxis
Konkrete Handlungsempfehlungen aus persönlicher Erfahrung und Erkenntnissen aus dem Leistungssport.
Keywords: Mindset-Werkzeuge, emotionale Resilienz, Grübeln stoppen


Kern-Aussagen

  • Der erste Schritt ist nicht, positiv zu denken, sondern aufzuhören, negativ zu denken.
  • Negative Gedanken wirken laut einem Football-Performance-Coach 40 bis 70 Mal schädlicher als positive Gedanken hilfreich sind.
  • Selbsterfüllende Prophezeiung funktioniert in beide Richtungen: Wer ständig an das Negative denkt, erlebt es häufiger.
  • Negative Gedanken kosten enorm viel Energie und führen dazu, dass man sich nur im Kreis dreht.
  • Man ist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen man am meisten Zeit verbringt.
  • Negativität aus dem Umfeld – Social Media, negative Bekannte, schlechte Nachrichten – kann auf einen selbst übergehen.
  • Grübeln über vergangene Situationen und Sorgen um die Zukunft bringen keinen Fortschritt, sondern kosten nur Kraft.
  • Das Einzige, was man wirklich kontrollieren kann, ist, wie man über Dinge nachdenkt.
  • Positiven Affirmationen zu glauben ist schwer, wenn man sie nicht wirklich meint – negative Gedanken stoppen ist der realistischere erste Schritt.
  • „The quality of your life depends on the quality of your thoughts.“ (Marcus Aurelius)

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen negativen Gedanken stoppen und positiv denken?

Positives Denken bedeutet, sich aktiv positive Gedanken einzureden, zum Beispiel durch Affirmationen. Das setzt jedoch voraus, dass man diese Gedanken auch wirklich glaubt. Negative Gedanken zu stoppen ist der vorgelagerte, realistischere Schritt: Man muss nicht positiv gestimmt sein, aber man sollte aufhören, aktiv negativ zu denken. Das ist leichter umzusetzen und sofort wirkungsvoll.

Was ist eine selbsterfüllende Prophezeiung?

Eine selbsterfüllende Prophezeiung beschreibt das Phänomen, dass das, woran man intensiv glaubt oder denkt, mit höherer Wahrscheinlichkeit auch eintritt. Wer also ständig an Misserfolg denkt, handelt unbewusst so, dass er ihn herbeiführt. Das gilt sowohl für positive als auch für negative Gedanken.

Wie kann ich negative Gedanken sofort stoppen?

Sobald man sich bei negativen Gedanken ertappt, sollte man sofort unterbrechen: an etwas Neutrales denken, zum Beispiel eine grüne Wiese, oder eine körperliche Aktivität machen, wie 10 Liegestütze. Die Hauptsache ist, die Gedankenspirale zu durchbrechen und den Fokus zu verlagern.

Wie wirken sich negative Gedanken auf das Umfeld aus?

Negativität ist ansteckend. Wer selbst negativ denkt und spricht, beeinflusst das Denken und die Stimmung der Menschen in seinem Umfeld. Genauso gilt: Wer dauerhaft von negativen Menschen umgeben ist, übernimmt deren Denkweise. Man ist laut einem bekannten Prinzip der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen man am meisten Zeit verbringt.

Warum sind positive Affirmationen nicht für jeden geeignet?

Positive Affirmationen funktionieren nur dann wirklich, wenn man sie auch innerlich glaubt. Wenn man sich gerade in einem emotionalen Tief befindet, klingen Sätze wie „Ich bin toll und schaffe alles“ oft hohl und unglaubwürdig. In solchen Momenten ist es realistischer und hilfreicher, zunächst einfach keine negativen Gedanken mehr zu haben.

Was sagt Marcus Aurelius über Gedanken und Lebensqualität?

Marcus Aurelius, der stoische Philosoph und römische Kaiser, formulierte es so: „The quality of your life depends on the quality of your thoughts.“ Das bedeutet: Die Qualität des eigenen Lebens hängt direkt von der Qualität der Gedanken ab. Wer seine Gedanken kontrolliert, kontrolliert sein Leben.

Was bringt Grübeln über die Vergangenheit?

Nichts. Wer sich im Nachhinein immer wieder vorstellt, was er hätte sagen oder tun können, dreht sich nur im Kreis. Man kann nicht wissen, ob die andere Seite noch an die Situation denkt, ob sie sich wiederholen wird oder wie sie ausgehen würde. Grübeln kostet Energie, ohne etwas zu verändern.

Wie viel schädlicher sind negative Gedanken im Vergleich zu positiven?

Laut einem Football-Performance-Coach aus den USA wirken positive Gedanken zehnfach positiv auf die Stimmung. Negative Gedanken hingegen wirken vier bis sieben Mal negativer als positive Gedanken positiv wirken. Das ergibt einen Faktor von 40 bis 70 Mal mehr Schaden durch negatives Denken im Vergleich zu positivem Denken.


Highlight-Zitate

„Mit dem richtigen Mindset ist eben alles möglich.“- Reza Mehman

„Negative Gedanken, die fressen super viel Energie bei mir auf.“- Reza Mehman

„Du musst nicht positiv denken, aber du darfst auf jeden Fall auch nicht negativ denken.“- Reza Mehman

„Du bist der Durchschnitt der 5 Leute, mit denen du abhängst.“- Reza Mehman

„The quality of your life depends on the quality of your thoughts.“- Marcus Aurelius, zitiert von Reza Mehman

„Das Einzige, was wir wirklich beeinflussen können, ist, wie wir darüber nachdenken.“- Reza Mehman

„Ich achte auch darauf, dass Negativität auch nicht an mich herankommt.“- Reza Mehman


Das vollständige Gespräch

Willkommen bei Project Mindset: Die Idee hinter dem Podcast

Reza Mehman:

Hi zusammen, hier ist Reza Mehman und ihr hört meine erste Podcast-Folge von Project Mindset. Ich freue mich sehr, dass ihr heute mit dabei seid.

Die Idee hinter dem Project Mindset Podcast ist, dass man mit dem richtigen Mindset, also mit der richtigen Geisteshaltung, quasi alles im Leben erreichen kann. Sei es der richtige Umgang mit Höhen und Tiefen im Leben, sei es ein ausbalanciertes oder glückliches Leben, oder sei es einfach, dass man neue Herausforderungen angehen möchte im beruflichen oder privaten Bereich. Mit dem richtigen Mindset ist eben alles möglich.

Über das Thema Mindset habe ich mich das erste Mal so richtig auseinandergesetzt, als ich mit meinem damaligen Startup trotz viel Blut, Schweiß und Arbeit gescheitert bin. Ich war – ich kann mich auch sehr gut daran erinnern – in einem sehr tiefen emotionalen Loch und musste erstmal lernen und verstehen, wie ich mit so einer Situation erstmal gedanklich umgehen kann. Und genau um solche Mindset-Themen geht es heute.

Drei Gründe für den Podcast

Reza Mehman:

Den Podcast habe ich aus drei Gründen gestartet, die ich ganz kurz nur erklären möchte, damit ihr auch wisst, ob ihr die richtigen Zuhörer für diesen Podcast seid.

Nummer 1: Ich möchte für diejenigen ein Mentor sein, die einfach keinen Mentor haben. Ich weiß, wenn man Fragen hat und niemanden in seinem Netzwerk hat, dem man die Fragen stellen kann, oder sogar, weil man gar nicht weiß, was für Fragen man genau stellen soll. Also gerade diese zwei Themen: Man kennt entweder niemanden, oder man weiß nicht mal so richtig, was man fragen soll, um aus dieser Situation rauszukommen.

Nummer 2: Ich möchte allen Interessierten quasi meine Mindset-Werkzeuge mit an die Hand geben, die man konkret in verschiedenen Situationen einsetzen kann, zum Beispiel um emotional resistenter zu werden. Also, wenn einem was Blödes, was Negatives passiert, dass man nicht direkt gleich aus der Bahn geworfen wird und nicht mehr seinem normalen Leben nachgehen kann, sondern dass man wirklich versteht: Das ist jetzt eine negative Situation, ich kann dieses Mindset-Werkzeug einsetzen und kann entsprechend mein Leben auch normal weiterleben.

Nummer 3: Ich finde es unglaublich wichtig, Wissen zu teilen. Ich finde es immer schade, wenn Menschen gewisse Ideen haben, Gedanken haben, Erkenntnisse haben und diese einfach nicht teilen, weil sie ein Geheimnis daraus machen wollen. Ich glaube, heute ist es wichtiger denn je, einfach seine Gedanken zu teilen, sein Wissen zu teilen. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen.

Vielleicht noch ein vierter, kleinerer Grund: Irgendwann zwinge ich meinen kleinen Jungen, dass er sich meine Podcasts anhört und so versteht, wie sein Vater, sein alter Papa, drauf ist. Aber das vielleicht noch als interne Motivation für mich, diese Podcast-Serie zu starten.

Allgemeine Hinweise und ein weiterer Podcast

Reza Mehman:

Vielleicht noch ein paar allgemeine Infos. Wichtig ist für mich, dass es keine einseitige Diskussion wird. Das heißt, dass nicht nur ich hier euch was sage und meine Sichtweise darstelle, sondern wenn ihr was challengen wollt, wenn ihr Feedback habt, schreibt mir einfach am besten eine E-Mail an hallo@projectmindset.de. Ich verspreche, ich werde auch relativ zeitnah antworten.

Im Laufe des Podcasts werdet ihr auch sehen, dass ich immer wieder auf gewisse Grundthematiken zurückkomme. Damit ihr die Übersicht da nicht verliert, werde ich auch auf projectmindset.de alles so ein bisschen strukturiert runter schreiben, damit ihr auch versteht, in welcher Podcast-Folge welches Thema behandelt wurde, damit jeder einfach eine Übersicht hat.

Und vielleicht noch der letzte Hinweis: Ich habe noch einen weiteren, eher businessbezogenen Podcast. Der heißt Innovation Mindset, den betreibe ich zusammen mit Professor Dr. Stefan Lacher. Da interviewen wir Gründer und Geschäftsführer von Startups und auch größeren Unternehmen zu ihren Geschäftsmodellen, wie sie es im Business geschafft haben, Innovationen reinzubringen. Ist aber wirklich businessfokussiert, und hier bei Project Mindset soll es tatsächlich nur um das Mindset-Thema gehen.

Das Hauptthema: Die Macht der negativen Gedanken

Reza Mehman:

So, kommen wir nun zum eigentlichen Hauptteil der ersten Folge, und zwar: die Macht der negativen Gedanken und wie man diese negativen Gedanken aus dem Weg räumt.

Ich persönlich habe für mich entdeckt, dass das Thema negative Gedanken viel seltener angesprochen wird, als wenn ich jetzt auf Blogs oder Webseiten schaue, das Thema von positiven Affirmationen. Vielleicht wisst ihr, was Affirmationen sind. Das sind so ganz kurze Sätze, die man sich sagt: „Hey, heute ist ein toller Tag, ich bin ein toller Mensch, ich werde das schaffen, was ich mir vorgenommen habe.“ Ich finde es an sich ganz gut, aber ich muss sagen, ich glaube, es ist nicht für jeden etwas. Zumindest ist es nicht was für mich, dauernd etwas Positives darzustellen oder über mich zu sagen, wenn ich nicht zu 100% daran glaube, weil ich vielleicht gar nicht im Modus gerade bin, einfach positive Sachen zu sagen.

Und ich habe mir Gedanken gemacht: O.k., was kommt eigentlich vor dem Schritt der positiven Affirmation? Und der Schritt für mich davor ist, dass man das Positive vielleicht erstmal weglässt, aber zumindest auch nicht das Negative im Kopf hat.

Ich beobachte mich selbst regelmäßig, wie oft ich negative Gedanken habe. Und das passiert super schnell, dass ich mich so im Kreis drehe mit einem gewissen Thema, wo ich mich aufrege über andere Menschen, wo ich mich aufrege über mein Verhalten, das ich zu einem gewissen Zeitpunkt an den Tag gelegt habe. Und diese negativen Gedanken, die fressen super viel Energie bei mir auf. Und genau das wollte ich verändern und habe mir überlegt, was kann ich denn tun, um diesen Kreislauf einfach mal zu unterbrechen und nicht mehr negativ zu denken.

Das Basketball-Beispiel und selbsterfüllende Prophezeiung

Reza Mehman:

Ich habe auch ein super interessantes Beispiel, das gut zu den negativen Gedanken passt. Es geht ein bisschen in Richtung selbsterfüllende Prophezeiung. Vielleicht habt ihr auch diesen Begriff mal gehört. Es geht darum, dass wenn du ganz stark an etwas glaubst, sei es positiv oder negativ, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das auch wirklich eintrifft.

Ich war vor kurzem auf dem Freiplatz und habe ein paar Körbe geworfen. Nach mehreren Würfen ist mir einmal aus Versehen der Ball so gelandet, dass er rechts daneben auf dem Beachvolleyballfeld gelandet ist, also in den Sand. Musste reinlaufen, hat mich geärgert, meine Schuhe waren voller Sand. Bin wieder rausgekommen, habe dann weiter geworfen, hatte aber im Kopf: „Boah, jetzt muss ich aber aufpassen, dass ich den Ball so werfe, dass er auf keinen Fall in den Sand fällt.“ Diesen Gedanken hatte ich vorher gar nicht, bevor das das erste Mal passiert ist. Und als ich genau daran die ganze Zeit gedacht habe, könnt ihr dreimal raten, was passiert ist: Der Ball ist immer und immer wieder in den Sand gefallen.

Und das meine ich auch mit selbsterfüllender Prophezeiung in diesem Fall mit negativen Gedanken. Ich habe mich so sehr mit diesem Negativen beschäftigt, dass genau das eingetreten ist. Fand ich für mich super interessant.

Was ein Football-Coach über negatives Denken weiß

Reza Mehman:

Ich habe mich auch weiter mit dem Thema auseinandergesetzt und bin auf einen Football-Performance-Coach in den USA gestoßen, von dem ich ein Interview gelesen habe. Der hat erzählt: Wenn er Profi-Footballspieler ausbildet, also nicht nur körperlich, sondern auch mental, dann achtet er nicht zuerst darauf, ihnen beizubringen, positiv zu denken, weil das ja auf jeden Fall die Leistung steigert. Sondern er achtet darauf, dass die ersten Schritte sind, dass die Spieler zumindest nicht negativ denken.

Was er damit meint: Mit negativem Denken ist allein schon gemeint, dass sie aussprechen: „Ah, das Wetter ist heute blöd“, „Ah, meine rechte Schulter tut heute weh“, „Oh, der Coach ist heute schlecht drauf.“ Allein das schon zu denken intensiviert das Verhalten, das man danach an den Tag legt. Und was auch viel schlimmer ist: Wenn man diese Gedanken sogar ausspricht, wirkt sich das auch auf die Mitspieler aus.

Da war auch ein ganz guter statistischer Vergleich von ihm dabei. Er hat gesagt, dass positive Gedanken sich zehnfach positiv auf das Gemüt auswirken, und negative Gedanken vier bis sieben Mal mehr negativ auswirken als positive Gedanken. Also 40 bis 70 Mal mehr negativ. Das sind natürlich krasse Zahlen, und da überlegt man sich schon allein aus Performance-Gründen, einfach keine negativen Gedanken zu haben.

Und das ist genau das, was ich auch am Anfang gesagt und gemeint habe wegen den Affirmationen: Es ist, glaube ich, viel schwieriger, diesen positiven Affirmationen erst mal zu glauben. Aber das, was ihr auf jeden Fall kontrollieren könnt, ist, dass ihr zumindest nicht die negativen Sachen im Kopf habt und sie aussprecht. Es hat auch Auswirkungen auf euer Umfeld, das dürft ihr auch nicht vergessen. Wenn ihr negativ drauf seid, ratet dreimal, was dann passiert: Auch euer Umfeld wird nach einer Zeit negativ drauf sein.

Das eigene Umfeld und die Kraft der fünf Menschen

Reza Mehman:

Bei mir ist es so: Ich achte persönlich sehr darauf, nicht negativ zu sein. Aber was noch hinzukommt: Ich achte auch darauf, dass Negativität nicht an mich herankommt. Was ich damit meine – ihr kennt es wahrscheinlich alle, zum Beispiel auf Facebook oder wo auch immer. Ich habe das Gefühl, das ist so negativ beladen, so negative Videos, negative Kommentare, diese Facebook-Warriors, die einfach negative Sachen schreiben und alles diskutieren und kommentieren wollen. Ich halte da völlig ab, weil ich ganz genau weiß, dass Negativität auch überschwappen kann.

So ist auch passiert, dass ich sogar bei Freunden, die negativ drauf sind, alle schlechtreden, da einfach weniger Kontakt habe zu denen. Also ihr kennt doch bestimmt den Spruch: Du bist der Durchschnitt der fünf Leute, mit denen du abhängst. Wenn diese fünf Leute negative Menschen sind, den ganzen Tag nur griesgrämig durch die Gegend laufen, den ganzen Tag nur alle Ideen schlechtreden oder den Progress, den ihr vielleicht macht, schlechtreden – nach einer Zeit seid ihr genauso drauf.

Also auch hier ein kleiner Hinweis, weil ich wirklich daran glaube: Ihr seid der Durchschnitt der fünf Personen, mit denen ihr abhängt. Sucht euch Menschen, die entsprechend positiv drauf sind, und ich garantiere euch, dass ihr euch von euren Gedanken her, von eurem Mindset her, von eurem mentalen Status her da anpassen werdet.

Rückkehr zum Startup-Scheitern: Das passende Mindset-Werkzeug

Reza Mehman:

Vielleicht auch noch mal auf mein Startup von damals zurückzukommen. Ich hatte gesagt, dass ich da gescheitert bin, trotz viel Arbeit, Blut und Schweiß, und das war so circa zwei bis drei Jahre nach dem Start. Also die erste Zeit lief es ganz gut, dann wurden leider, glaube ich, persönlich ein paar falsche Entscheidungen getroffen, und wir konnten am Ende dann auch nicht mehr so weitermachen.

Und als ich in diesem emotionalen Loch war, sind natürlich Freunde, Verwandte und Bekannte angekommen und haben versucht, mich aufzubauen. „Hey Reza, Kopf hoch, das wird wieder“, „hey, du hast zumindest die Erfahrung gemacht“, „sieh es positiv, du hast das und das gemacht“ und so weiter. Und ihr kennt das vielleicht auch: Wenn man in so einer Situation ist, wo erstmal eine Welt über einem zusammenbricht, bringt es einfach nicht viel, wenn jemand sagt: „Hey, Kopf hoch, du hast super viel Erfahrung gemacht“ oder „Dabei sein ist alles.“ Auch einer meiner Lieblingssprüche: „Dabei sein ist alles.“ Also, das hat in dem Moment null gewirkt bei mir.

Ich habe zwar versucht, das positiv zu sehen, und man macht natürlich Erfahrungen und so weiter. Aber in dem Moment – das kann ich jetzt erst im Nachhinein sagen – in dem Moment wäre es viel effektiver für mich gewesen, wenn jemand gekommen wäre und gesagt hätte: „Hey Reza, alles blöd gelaufen. Ja, du bist da gescheitert. Also wirklich, die Wahrheit auf dem Tisch: Es ist schief gegangen. Aber du musst jetzt nicht positiv gestimmt sein. Du kannst zumindest sagen, dass du keine negativen Gedanken mehr darüber im Kopf hast. Du drehst dich da sowieso nur im Kreis, das bringt dich nicht voran. Also du musst nicht positiv denken, aber du darfst auf jeden Fall auch nicht negativ denken.“

Und das wäre jetzt so im Nachhinein ein Mindset-Werkzeug, was mir damals sehr geholfen hätte, wenn es mir einfach mal jemand direkt gesagt hätte. Also jetzt vielleicht, wenn unter den Zuhörern jemand dabei ist, der gerade im privaten oder beruflichen Bereich ein Scheitern erlebt hat oder erlebt: Ich will nicht sagen „Kopf hoch, es geht weiter.“ Sondern: Hey, habt keine negativen Gedanken darüber. Setzt euch damit auseinander, mit dem, was passiert ist, aber dreht euch nicht im Kreis. Habt auf jeden Fall keine negativen Gedanken und sprecht sie auf jeden Fall auch nicht aus.

Das Grübeln und warum es in die Irre führt

Reza Mehman:

Auch dieses Im-Kreis-Drehen, jeder kennt das. Ich habe auch ein gutes Beispiel, das ich früher sehr häufig gemacht habe: Wenn ich mich mit Leuten in Diskussionen eingetaucht habe und da gestritten habe mit denen, und dann vielleicht im Nachhinein gedacht habe: „Oh ja, ich hätte noch das sagen sollen“ oder „Das und das hätte ich noch machen müssen“ oder „Beim nächsten Mal sage ich das und das.“ Lass diese Gedanken weg. Ganz ehrlich, man dreht sich nur im Kreis, das macht einen selber nur fertig, weil man denkt: In dem Moment war ich nicht schlagfertig genug, beim nächsten Mal sage ich ihm das und das. Woher willst du wissen, dass der andere, mit dem du den Streit hattest, genau die gleichen Gedanken hat? Ob es überhaupt wieder zu dieser Diskussion kommt? Und so weiter. Das heißt, man dreht sich dann nur im Kreis. Also lass es einfach weg.

Und hier passt auch ein super Zitat von Marcus Aurelius – vielleicht kennt ihr den oder habt von ihm gehört? Der hat mal gesagt: „The quality of your life depends on the quality of your thoughts.“ Finde ich super gut. Passt auch super aktuell nicht nur zu dem Thema von heute, die Macht der negativen Gedanken, sondern auch zum Thema des Lockdowns, in dem wir momentan leben. Ich glaube, wir alle haben gemerkt, wie ohnmächtig wir hier sind. Wir können außer unsere Gedanken quasi nichts kontrollieren. Die äußeren Umstände, die Kontaktbeschränkungen, die Aktivitäten, Sport und so weiter, die wir nicht so richtig machen können – darauf haben wir gar keinen Einfluss. Das Einzige, was wir wirklich beeinflussen können, ist, wie wir darüber nachdenken.

Fazit: Drei Handlungsempfehlungen

Reza Mehman:

Gut, jetzt sind wir auch schon fast am Ende der ersten Folge. Ich versuche, die Project Mindset Folgen relativ kurz zu halten und nur das Wichtigste zu sagen. Daher schon am Ende. Vielleicht eine kleine Zusammenfassung der heutigen Folge.

Nummer 1: Vermeidet es, negative Gedanken zu haben, und zwar um jeden Preis. Wenn ihr euch dabei erwischt, dann stoppt es sofort. Denkt an eine grüne Wiese, oder macht 10 Liegestützen, oder macht irgendwas anderes, was euch ablenkt. Aber die Hauptsache ist, dass ihr diese negativen Gedanken loswerdet.

Nummer 2: Habt eine gesunde Distanz zu negativen Menschen, Nachrichten oder Dingen einfach, die passieren können. Und nicht vergessen: Man ist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen man abhängt.

Und Nummer 3: Vermeidet das Grübeln über die Vergangenheit und vermeidet unnötige Sorgen um die Zukunft. Wie ich schon mehrmals gesagt habe: Man dreht sich dabei nur im Kreis, man weiß auch gar nicht, ob das überhaupt passieren kann oder passieren wird, was man sich im Geiste ausmalt.

Super, das war es auch schon. Wenn euch der Inhalt gefallen hat oder ihr zumindest eine Sache für euch mitnehmen konntet, lasst mir bitte ein Like da, abonniert den Kanal und erzählt euren Freunden und Bekannten davon. Das hilft mir auf jeden Fall, den Kanal wachsen zu lassen. Und wie gesagt, bei Fragen oder Feedback oder auch für persönliche Gespräche bin ich super offen. Schreibt mir einfach an hallo@projectmindset.de. Also Leute, euch noch einen schönen Tag, und bis zum nächsten Mal. Und nicht vergessen: Mindset ist alles.


Keywords

Tags: negative Gedanken loswerden, Mindset, positive Affirmationen, selbsterfüllende Prophezeiung, emotionale Resilienz, Grübeln stoppen, Project Mindset Podcast, Gedankenstopp, negatives Denken, Umfeld und Mindset, Durchschnitt der 5 Menschen, Startup scheitern, Marcus Aurelius Zitat, Football Performance Coach, emotionale Stärke, Reza Mehman, persönliche Entwicklung, negativen Gedanken Einfluss Leistung, Mindset Werkzeuge, positives Denken


Namen und Begriffe

Reza Mehman, Project Mindset, Innovation Mindset, Professor Dr. Stefan Lacher, Marcus Aurelius, Affirmationen, selbsterfüllende Prophezeiung, Mindset-Werkzeuge, Gedankenstopp, emotionale Resilienz, Performance-Coach, Grübeln, Negativitätsspirale, projectmindset.de


Zitierfähige Passage

Reza Mehman, Unternehmer und Podcaster aus Heidelberg, beschreibt in der ersten Folge seines Podcasts Project Mindset, warum positive Affirmationen allein nicht ausreichen.
„Du musst nicht positiv denken, aber du darfst auf jeden Fall auch nicht negativ denken“ – das ist für ihn der entscheidende erste Schritt zu einem starken Mindset.
Ein amerikanischer Football-Performance-Coach, auf den er gestoßen ist, belegt dies statistisch: Negative Gedanken wirken 40 bis 70 Mal schädlicher als positive Gedanken hilfreich sind.
Aus eigener Erfahrung nach dem Scheitern seines Startups weiß Mehman: In einem emotionalen Tief hilft kein „Kopf hoch“, sondern die klare Ansage, keine negativen Gedanken mehr im Kreis drehen zu lassen.
Seine Botschaft: Das Einzige, was man wirklich kontrollieren kann, sind die eigenen Gedanken – und der erste Schritt beginnt damit, sie nicht ins Negative abdriften zu lassen.


Negative Gedanken loswerden – Das ist das Thema der ersten Folge von Project Mindset mit Reza Mehman. In dieser Folge erkläre ich, warum positive Affirmationen allein nicht ausreichen und warum der erste Schritt zu einem starken Mindset das Stoppen negativer Gedanken ist. Mit einem Basketball-Beispiel, einer statistischen Einordnung aus dem Profi-Football und einem persönlichen Erfahrungsbericht nach dem Scheitern meines Startups zeige ich, wie mächtig negative Gedanken wirklich sind – und was man konkret dagegen tun kann. Das lernst du in dieser Folge: – Warum negative Gedanken 40 bis 70 Mal schädlicher sind als positive Gedanken hilfreich sind – Was eine selbsterfüllende Prophezeiung mit negativem Denken zu tun hat – Warum dein Umfeld dein Denken massiv beeinflusst – Drei konkrete Handlungsempfehlungen, um negatives Denken sofort zu stoppen Timestamps: 00:00 – Intro und die Idee hinter Project Mindset 01:11 – Drei Gründe für den Podcast 03:46 – Das Hauptthema: Die Macht der negativen Gedanken 05:59 – Das Basketball-Beispiel und selbsterfüllende Prophezeiung 07:14 – Was ein Football-Coach über negatives Denken weiß 09:00 – Umfeld und die Kraft der fünf Menschen 10:43 – Startup-Scheitern und das passende Mindset-Werkzeug 13:03 – Das Grübeln und warum es nicht hilft 14:47 – Fazit: Drei Handlungsempfehlungen Schreib mir bei Fragen und Feedback gerne an: hallo@projectmindset.de Mehr Infos und strukturierte Übersicht aller Folgen: https://www.projectmindset.de #ProjectMindset #NegativeGedanken #Mindset #Selbstentwicklung #RezaMehman #Podcast #Affirmationen #EmotionaleResilienz #Gedankenstopp #Motivation Was hilft wirklich, wenn man in einem emotionalen Tief steckt? Nicht „Kopf hoch“ und nicht „denk einfach positiv.“ In der ersten Folge meines neuen Podcasts Project Mindset spreche ich über die Macht negativer Gedanken und was der wirklich erste Schritt zu einem starken Mindset ist. Meine Erkenntnis: Der Schritt VOR positiven Affirmationen ist, aufzuhören, negativ zu denken. Klingt simpel. Ist es nicht. Drei Dinge, die ich in dieser Folge teile: – Warum negative Gedanken 40 bis 70 Mal schädlicher sind als positive Gedanken hilfreich sind – Wie das Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung im Alltag wirkt – Warum dein Umfeld dein Denken mehr prägt als du denkst Jetzt anhören – Link in den Kommentaren. #ProjectMindset #Mindset #NegativeGedanken #Selbstentwicklung #Podcast #Führung #Unternehmertum Positive Affirmationen – toll. Aber was ist, wenn man ihnen einfach noch nicht glaubt? In der ersten Folge von Project Mindset spricht Reza Mehman darüber, warum der erste Schritt zu einem starken Mindset nicht positives Denken ist, sondern das Stoppen negativer Gedanken. Mit einem überraschenden Befund aus dem Profi-Football und einer persönlichen Geschichte über das Scheitern eines Startups. Kurze Folge, klare Botschaft, sofort anwendbar – jetzt reinhören.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert