Folge 176: KI und Massenentlassungen bei Meta: Der Mensch wird nicht mehr gebraucht?

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Zusammenfassung

Meta plant, rund 20 Prozent seiner Mitarbeiter zu entlassen, nicht wegen schlechter Geschäfte, sondern weil KI-Entwicklung enorme Ressourcen verschlingt. Reza Mehman stellt die These auf, dass KI nicht einzelne Jobs ersetzt, sondern die gesamte Struktur verändert, auf der Gesellschaft aufgebaut ist. Karsten Kammholz betont, dass sich menschliche Intelligenz stets weiterentwickelt hat und plädiert für Rhetorik, vernetztes Denken und Diskursfähigkeit als Schlüsselkompetenzen der Zukunft. Beide diskutieren die Gefahr einer KI-hörigen Gesellschaft, in der Entscheidungen nicht mehr aus dem Bauchgefühl, sondern auf Basis von Algorithmen getroffen werden. Als Fazit fordern sie eine gesellschaftliche Debatte darüber, wie viel Macht wir der KI übergeben wollen, und welche menschlichen Fähigkeiten wir aktiv bewahren müssen.


Kurze Einleitung

KI und Arbeitsmarkt stehen vor einer historischen Zäsur: Meta plant, bis zu 20 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen, nicht aus wirtschaftlicher Not, sondern weil künstliche Intelligenz Ressourcen fordert, die bislang Menschen gehörten. In dieser Podcastfolge sprechen Reza Mehman und Karsten Kammholz über die gesellschaftlichen Folgen dieser Entwicklung und fragen, ob KI nicht Jobs, sondern die gesamte Gesellschaftsstruktur ersetzt. Sie beleuchten, welche Fähigkeiten der Mensch in einer KI-dominierten Arbeitswelt noch braucht und welche Risiken entstehen, wenn Menschen der KI blindlings vertrauen. Die Diskussion reicht von konkreten Beispielen aus dem Podcast-Alltag bis zu der provokanten Frage, ob eine KI die Bundesregierung besser regieren könnte als gewählte Politiker. Ein Gespräch über Kreativität, Umsetzungsstärke, Diskursfähigkeit und die Frage, wer in Zukunft noch Arbeit hat.


Kontext

Wer spricht: Reza Mehman, Podcast-Host, und Karsten Kammholz, Journalist und Gesprächspartner, sprechen in einer Folge des Podcasts Reza Mehman miteinander.

Worum es geht: Ausgangspunkt ist ein Medienbericht, nach dem Meta erwägt, rund 15.000 bis 16.000 Stellen zu streichen, nicht wegen schlechter Geschäfte, sondern um Ressourcen für KI-Entwicklung freizusetzen. Daraus entwickelt sich eine tiefergehende Debatte über den strukturellen Wandel der Arbeitswelt durch KI.

Warum es relevant ist: Die Entscheidung eines der größten Technologieunternehmen der Welt, hochqualifizierte Mitarbeiter zugunsten von KI-Investitionen zu entlassen, ist ein Zeichen dafür, dass der Systemwandel bereits begonnen hat. Das Gespräch macht deutlich, dass dieser Wandel weit über Effizienzfragen hinausgeht und das Menschsein selbst betrifft.

Drei Kernfragen: Ersetzt KI einzelne Jobs oder die gesamte Struktur, auf der Gesellschaft aufgebaut ist? Welche Fähigkeiten brauchen Menschen und ihre Kinder in einer Welt, die zunehmend von KI gesteuert wird? Wie viel Macht wollen wir der KI übergeben und was passiert, wenn wir aufhören, eigene Entscheidungen zu treffen?


Inhaltsverzeichnis

  1. Meta und die KI-Investition auf Kosten von Mitarbeitern
  2. KI und Automatisierung: Ein historisches Muster oder etwas grundlegend Neues?
  3. Welche Skills braucht der Mensch in der KI-Welt?
  4. Expertenwissen als Commodity: Was, wenn Wissen nichts mehr wert ist?
  5. Der Podcast als Beispiel: Wie KI kreative Berufe verändert
  6. Lee, der Videograf: Vom Dreimann-Team zum One-Man-Show
  7. KI-Avatare und die Zukunft des Podcastings
  8. Das Airbus-Argument: Technologie schafft mehr Jobs als sie vernichtet
  9. Die Götzen-These: KI als neue Gottheit
  10. KI-hörige Gesellschaft: Was passiert, wenn wir aufhören, auf unseren Bauch zu hören?
  11. Google Maps und die verlorene Orientierung: Ein Alltagsbeispiel
  12. Was geben wir unseren Kindern mit?
  13. Kreativität und Umsetzungsmacht als Schlüsselkompetenzen
  14. Könnte KI die Bundesregierung ersetzen?
  15. ChatGPT macht Fehler: Der Mensch als unverzichtbare Kontrollinstanz

Themen-Cluster / Einordnung

KI und Arbeitsmarkt: Die Entlassungspläne von Meta bilden den Aufhänger für eine breite Diskussion darüber, ob KI strukturell Arbeit und damit das gesellschaftliche Gefüge verändert, nicht nur einzelne Stellen kostet.

Menschliche Fähigkeiten in der KI-Ära: Beide Gesprächspartner fragen, welche Kompetenzen, von Rhetorik und Diskursfähigkeit bis zu Kreativität und Umsetzungsstärke, Menschen künftig unterscheidbar und wertvoll machen.

Technologievertrauen und gesellschaftliche Abhängigkeit: Das Gespräch beleuchtet die Risiken einer Gesellschaft, die der KI in immer mehr Lebensbereichen, von der Partnerwahl bis zur Politik, Entscheidungshoheit übergibt.

Generationenfrage und Erziehung: Reza und Karsten reflektieren, was sie ihren Kindern mitgeben können, wenn die Berufe der Zukunft heute noch nicht existieren.

Demokratie und Machtkontrolle durch KI: Die provokante Frage nach einer KI-regierten Bundesregierung öffnet den Blick auf die grundsätzliche politische Dimension der KI-Entwicklung.


Kern-Aussagen

KI ersetzt nicht nur einzelne Jobs, sondern verändert die gesamte Struktur, auf der Gesellschaft aufgebaut ist.

Meta entlässt 15.000 bis 16.000 Mitarbeiter nicht aus Profitabilitätsgründen, sondern weil KI-Infrastruktur Ressourcen fordert, die bislang Menschen zugewiesen wurden.

Der Mensch wird zunehmend zum Beiwerk eines Systems, das primär die KI am Laufen hält, nicht umgekehrt.

Wissen ist seit ChatGPT zur Commodity geworden: Der Vorteil durch Expertenwissen schwindet, weil nahezu jeder auf dasselbe Wissen zugreifen kann.

Diskursfähigkeit und vernetztes Denken sind die Kompetenzen, die den Menschen gegenüber der KI langfristig differenzieren können.

Kreativität allein reicht nicht: Entscheidend ist die Umsetzungsmacht, die Fähigkeit, Ideen tatsächlich in die Tat umzusetzen.

Die Gefahr einer KI-hörigen Gesellschaft liegt darin, dass Menschen aufhören, intuitiv zu entscheiden, und stattdessen der KI Lebensentscheidungen übertragen.

KI macht Fehler: ChatGPT hat falsche Daten geliefert und diese im Nachgang mit nicht vorhandenen Quellen belegt, was den Menschen als Kontrollinstanz unverzichtbar macht.

Berufe, die Kinder ergreifen werden, existieren heute noch nicht; deshalb sind menschliche Grundfähigkeiten wichtiger als berufsspezifisches Wissen.

Der Airbus A320 zeigt, dass Technologie, die den Menschen überflügelt, auch neue Berufe und Märkte schaffen kann, aber die Geschwindigkeit der KI-Entwicklung ist beispiellos.


Fragen & Antworten

Frage: Warum will Meta 20 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen? Antwort: Laut dem im Podcast zitierten Bericht nicht wegen schlechter Geschäfte, sondern weil KI-Infrastruktur so teuer ist, dass Ressourcen umgeschichtet werden müssen. Menschen werden damit zur Kostenstelle, nicht wegen fehlender Leistung, sondern wegen der Kapitalanforderungen der KI-Entwicklung.

Frage: Ersetzt KI einzelne Jobs oder die gesamte gesellschaftliche Struktur? Antwort: Reza Mehman vertritt die These, dass KI nicht nur Jobs ersetzt, sondern die gesamte Struktur verändert, auf der Gesellschaft aufgebaut ist. Der Mensch werde zum Beiwerk eines Systems, das primär die KI am Laufen hält.

Frage: Welche Fähigkeiten brauchen Menschen in einer KI-dominierten Arbeitswelt? Antwort: Karsten Kammholz betont Diskursfähigkeit, vernetztes Denken und Rhetorik. Reza Mehman ergänzt Kreativität und Umsetzungsstärke, also die Fähigkeit, Ideen nicht nur zu entwickeln, sondern sie auch umzusetzen.

Frage: Ist Expertenwissen in der KI-Ära noch werthaltig? Antwort: Reza argumentiert, dass Wissen seit ChatGPT zur Commodity geworden ist. Er nennt das Beispiel einer Markenanmeldung, die er ohne Anwalt mithilfe von KI vollständig selbst durchführte, und spart damit mehrere tausend Euro.

Frage: Was sollten Eltern ihren Kindern heute mitgeben? Antwort: Karsten Kammholz empfiehlt menschliche und kommunikative Skills, Selbstbewusstsein, Überzeugungsfähigkeit und vernetztes Denken. Reza ergänzt Kreativität und die Fähigkeit, eigene Ideen mutig umzusetzen, weil die Berufe, die Kinder ergreifen werden, heute noch nicht existieren.

Frage: Könnte KI eine Bundesregierung besser regieren als Menschen? Antwort: Reza lehnt dies aus Bauchgefühl ab: Er kann einen Politiker einschätzen, eine KI jedoch nicht. Karsten ist vorsichtig optimistisch, dass KI in manchen Fragen rationale Perspektiven einbringen könnte, betont aber, dass wir gesellschaftlich diskutieren müssen, wie viel Macht wir der KI übergeben wollen.

Frage: Was ist das Risiko einer KI-hörigen Gesellschaft? Antwort: Karsten sieht die größte Gefahr darin, dass Menschen aufhören, intuitiv zu entscheiden, und stattdessen KI in Lebensfragen, von Partnerschaftsentscheidungen bis zur persönlichen Lebensführung, vertrauen. Das Menschsein verändert sich grundlegend, wenn eigene Urteile durch Algorithmen ersetzt werden.

Frage: Warum bleibt der Mensch als Kontrollinstanz unverzichtbar? Antwort: Reza zeigt an einem konkreten Beispiel, dass ChatGPT falsche Informationen geliefert und diese nachträglich mit nicht existierenden Quellen belegt hat. Karsten schlussfolgert daraus, dass Menschen vernetzter denken als KI und deshalb als Kontrollinstanz immer gebraucht werden.

Frage: Wie verändert KI kreative Berufe wie das Podcasting? Antwort: Reza beschreibt, wie Tools inzwischen automatisch Clips aus Podcasts extrahieren, diese mit Captions versehen, nach Viralitätspotenzial ordnen und posten, was früher manuelle Arbeit mehrerer Personen war. Er skizziert ein Szenario, in dem in fünf Jahren KI-Avatare komplette Podcast-Episoden generieren.

Frage: Schafft KI per saldo mehr oder weniger Jobs? Antwort: Karsten verweist auf das historische Muster, dass Technologiesprünge, wie etwa der Taschenrechner oder der Airbus A320, langfristig mehr Jobs geschaffen haben als sie vernichteten. Reza hingegen betont, dass die Geschwindigkeit der KI-Entwicklung diesmal eine andere ist und besonders Berufseinsteiger sowie ältere Arbeitnehmer besonders hart treffen wird.


Highlight-Zitate

„KI ersetzt nicht Jobs, sie ersetzt die gesamte Struktur, die Gesellschaft aufgebaut wird.“

„Wir müssen schon in den Schulen die Menschen, die jungen Menschen ausbilden, vor allem in Rhetorik, in Diskursfähigkeit.“

„Kostenstelle Mensch gab es schon immer, das ist meine spontane Reaktion.“

„Ich kann meinen Kindern keine Berufe empfehlen, weil die Berufe, die sie ergreifen werden, heute noch nicht existieren.“

„Die KI braucht uns ja, damit sie besser und stärker wird.“

„Wenn wir unsere Intuition aufgeben, weil wir der KI vertrauen, weiß ich nicht, ob das uns gut tut.“

„Sie ist schneller als wir und nie wieder so langsam wie heute.“

„Wir werden eine Gesellschaft, hochqualifiziert und arbeitslos.“

„Hierzu gibt es keine Quellen, ich hab aber das und das dort gelesen, daraus hab ich für mich beschlossen, das ist die am nächsten liegende Antwort.“

„Du wirst immer feststellen, dass du in manchen Aspekten vernetzter denkst als die KI.“


Keywords

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Unterüberschriften

Meta, Entlassungen und die KI als Kostentreiber KI verdrängt nicht nur Arbeit, sie verdrängt Struktur Expertenwissen als Auslaufmodell Lee und der Videograf: Ein reales Beispiel aus dem Podcast-Alltag KI-Avatare und die Zukunft des Podcastings Das Airbus-Argument: Technologie schafft auch neue Berufe Die KI als neue Gottheit: Systemwandel statt Jobwandel Die KI-hörige Gesellschaft: Wenn der Bauch schweigt Was geben wir unseren Kindern mit? Kreativität, Umsetzungsmacht und die Angst vor Fehlern Könnte KI die Bundesregierung ersetzen? ChatGPT lügt: Der Mensch als unverzichtbare Kontrollinstanz


Namens- und Begriffs-Klarheit

Karsten Kammholz, Reza Mehman, Meta, ChatGPT, KI (künstliche Intelligenz), Fly-by-Wire, Airbus A320, OMR Festival, Philipp Westermeier, DPMA (Deutsches Patent- und Markenamt), Google Maps, Nintendo Switch, WhatsApp, Cem Özdemir, Baden-Württemberg, Quantencomputer


Zitierfähige Passage

„KI ersetzt nicht Jobs, sie ersetzt die gesamte Struktur, die Gesellschaft aufgebaut wird.“ Reza Mehman bringt es auf den Punkt: Während auf LinkedIn über Work-Life-Balance diskutiert wird, fragen Unternehmen bereits, ob sie überhaupt noch Menschen brauchen. Das Beispiel Meta verdeutlicht einen Systemwandel: Nicht Profitabilitätsdruck, sondern der Ressourcenhunger der KI-Infrastruktur bestimmt, wie viele Menschen ein Konzern beschäftigt. Karsten Kammholz ergänzt: „Sie ist schneller als wir und nie wieder so langsam wie heute.“ Beide sind sich einig, dass wir als Gesellschaft dringend eine Diskussion führen müssen, wie viel Macht wir der KI übergeben wollen, bevor diese Entscheidung uns überholt.

Transkript

Reza Mehman: Karsten, ich bin in dem Thema KI so ein bisschen drin und ich muss sagen, kaum ein Thema macht mir mehr Angst als unsere Entwicklung oder die Geschwindigkeit der Entwicklung im Kontext von KI. Ich hab den heutigen Podcast quasi auf einen Artikel aufgebaut, den ich jetzt gelesen habe. Meta denkt darüber nach, 20% der eigenen Mitarbeiter zu entlassen, nicht weil das Geschäft schlecht läuft, sondern weil künstliche Intelligenz so teuer ist, dass Menschen plötzlich zur Kostenstelle werden. Was bedeutet das für unsere Arbeitswelt und sind wir gerade am Anfang einer Entwicklung, die viel größer ist als Meta selbst?

Und meine These ist für heute: Wir sprechen immer darüber, dass KI Jobs ersetzt, und mittlerweile habe ich das Gefühl, KI ersetzt nicht Jobs, sie ersetzt die gesamte Struktur, die Gesellschaft aufgebaut wird. Bevor ich da weitermache, vielleicht hast du so einen initialen Gedanken dazu.

Karsten Kammholz: Also, Kostenstelle Mensch gab es schon immer, das ist meine spontane Reaktion. Und Personalabbau aus Gründen gab es immer. Also, Automatisierung hat auch Jobs gekostet. Aber es sind auch immer wieder neue Jobs entstanden und das ist jetzt die spannende Gesellschaftsfrage. Also, wie sehr wird KI Jobs vernichten und wird ganze Arbeitsorganisationen so verändern, dass vielleicht Arbeit, wie wir sie bisher kannten, gar nicht mehr von Menschen gemacht wird. Und wenn es noch Arbeit gibt, welche Arbeit wird von Menschen gemacht? Das ist die spannende Gesellschaftsfrage der Zukunft und da erleben wir auch wieder eine Beschleunigung. Wir erleben wieder, dass die Dinge doch schneller gehen, als wir dachten, und mal gucken, wie wir da in zwei, drei Jahren schon als Gesellschaft dastehen.

Reza Mehman: 100% und ich glaube auch, du stellst die richtigen Fragen. Ich bin mir aber gar nicht bewusst, ob in der Gesellschaft diese Fragen diskutiert werden. Also, wenn ich mir meinen LinkedIn Feed anschaue, da diskutieren wir quasi in jedem zweiten Post über Work-Life-Balance, während Unternehmen sich fragen, ob sie überhaupt noch Menschen brauchen. Also ich les tatsächlich, die Hälfte meiner Postings, die ich auf LinkedIn sehe, die mir angezeigt werden, ist dass jemand über Remote Arbeit spricht, Work-Life-Balance spricht und so weiter und so fort, wo ich mir denke: Leute, es kann sein, dass wir in drei, vier Jahren, also die allermeisten von uns vielleicht, gar keine Jobs mehr haben.

Karsten Kammholz: Ja, ich hab mal eine Veranstaltung vor einiger Zeit moderiert, da war ein Arbeitsmarktforscher und der hat über Skills gesprochen, die es braucht in einer Welt, in der wir uns in Automatisierung und KI irgendwie zurechtfinden müssen. Und er hat gesagt, wir müssen schon in den Schulen die Menschen, die jungen Menschen ausbilden, vor allem in Rhetorik, in Diskursfähigkeit. Also, wenn KI ganz viel an faktischer Kommunikation, zum Beispiel an Hinweisen, an Arbeitsanweisungen, oder selber Arbeitsschritte am Ende sogar vollzieht. Also, wenn KI ganz viel übernimmt, was bisher menschliche Kommunikation gebraucht hat, dann müssen wir überlegen, wie geht denn menschliche Kommunikation eigentlich künftig? Also, welche Stärken braucht denn der Mensch künftig? Und seine These war, der Mensch muss noch mehr lernen, vernetzt zu denken als bisher. Er muss in der Lage sein, sich so rhetorisch aufzuladen, dass er in Entscheidungswege gehen kann, um die KI zu challengen. Also, er muss diskursfähiger sein als die KI, sonst wird der Mensch am Ende immer verlieren. Und das ist echt ein verändertes Menschsein.

Reza Mehman: 100%, ich bin auf jeden Fall bei dir. Ich bin mir aber nicht sicher, und das hört sich jetzt komisch an, ob das tatsächlich der Skill ist, den wir brauchen. Ich geb dir ein Beispiel. Also, ich dachte auch immer Rhetorik, also wie ich kommuniziere und so weiter, das ist das, was uns Menschen noch bleibt. Und das wär auch gleich das Erste, was ich meinen Kindern empfehlen würde: hey, gut vor Menschen zu sprechen, gut zu präsentieren und so weiter. Also Sachen, wo die KI vielleicht heute noch gar nicht kann.

Aber ich hab mir in letzter Zeit, auch bedingt durch den Podcast, viele Gedanken gemacht, wie sich auch das Podcasten, zum Beispiel, entwickeln wird. Und momentan, Stand heute, ist es so: Ich hab den Lee seit Tag 1 mit dabei, mein treuer Begleiter, wenn es um das Thema Podcast geht. Er schneidet für mich die Podcasts, nimmt sie auf und so weiter. Und vor circa einem Jahr, vor eineinhalb Jahren ungefähr, haben wir erst mal manuell Clips aus diesem Podcast extrahiert, zusammen mit mir gemacht, Captions drunter gesetzt und so. Es war ein riesenlanger Prozess und mittlerweile gibt es Tools dafür. Ich hab dir die mal erzählt: Du fügst einfach nur den YouTube-Link da ein, der macht dir 30 Clips drauf mit Captions, ordnet die sogar nach Viralität, und zum Teil stimmt es sogar, was die KI mir sagt. Diese werden dann automatisch gepostet, das heißt, dafür hab ich dem Lee früher Geld gegeben. Der hat das editiert, bearbeitet, mir zugesendet, ich hab es gepostet, und das ist komplett weggefallen.

Karsten Kammholz: Aber Lee arbeitet immer noch hier, das find ich sehr schön.

Reza Mehman: Genau, und da bin ich auch ganz froh drum. Aber wenn ich die nächsten Jahre mir anschaue: Es gibt ja gute Avatare, die man sich zulegen kann, die sehen dann so aus wie ich beispielsweise. Ich muss dann kurz reinsprechen, die haben dann auch meine Stimmlage und so weiter. Und ich hab mal so ein Trainingsvideo gesehen, es sieht noch ein bisschen stockig aus, aber man könnte fast meinen, da spricht fast ein Mensch zu mir. Der spricht dann, bewegt sich, hat bisschen Mimik, bisschen Gestik, alles mit dabei. Jetzt lass diese Entwicklung mal zwei, drei Jahre weitergehen oder sagen wir mal fünf Jahre. In fünf Jahren kann ich mir vorstellen, wenn ich immer noch Podcaster sein sollte, dass ich der KI einfach nur sage: Das Thema ist heute A, B, C, mein Gast ist der Karsten. Ich möchte ihn in die Enge treiben mit meinen Fragen und so weiter. Spiel mal alles ein und am Ende sag ich dir vielleicht, ob das gut oder schlecht ist, aber nimm einfach mal deine Prioritätenliste nach Viralität. Das heißt, schneide es für mich zusammen. Also das heißt: zwei Avatare sprechen miteinander, die grob herausgefunden haben, wenn ich das sage, könnte das viral gehen, wenn er das antwortet, wär das super, und das wird dann gepostet online, und dann haben wir einen fertigen Podcast. Das heißt, ich hab kaum noch einen Job als Podcaster, mein Videograf hat keinen Job mehr, und viele andere Menschen drumherum, auch vielleicht die Kameraleute, weil Kameras vielleicht auch nicht mehr gebraucht werden, weil das alles mit Chips und so weiter generiert wird. Das kann alles passieren und es wird auch passieren. Mark my words.

Karsten Kammholz: Ja. Willst du dir Videos angucken von Avataren?

Reza Mehman: Stand heute nicht.

Karsten Kammholz: Okay.

Reza Mehman: Aber du kennst doch die KI-Influencer, wie erfolgreich die stellenweise sind auf Social Media.

Karsten Kammholz: Ja, aber sie sind nicht die Mehrheit bisher. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie die Mehrheit werden. Menschen wollen schon auch noch Menschen sehen und vielleicht ist genau das das Mittel, um den Mensch in der KI-Welt weiterhin in Berufen zu halten, ihn sichtbar zu halten. Also, Lee wäre hier noch vor zehn, zwanzig Jahren möglicherweise mit einem Tonmann noch dabei hierhergekommen. Er wäre möglicherweise dann noch zu einem Cutter gerannt und hätte gesagt: Bitte mach das mal schön, dieses Video. Das heißt, aus dreien wurde Eins. Und jetzt hast du gerade gesagt: Okay, das, was Lee noch vor einem Jahr gemacht hat, das kann ich jetzt in Teilen mit Software machen, aber wir brauchen noch Lee für ganz elementare Dinge.

Das Gute ist, Lee ist nicht blöd, der wird sich gut überlegen, in welche Nische er als nächstes gehen kann, wo er unersetzlich ist, wo er möglicherweise Menschen wie dich und mich noch mehr beraten kann, wo er mit seinen menschlichen Qualitäten uns überzeugt, dass wir sagen, wir finden das, was du machst, wichtiger als das, was die KI mir anbietet. Das heißt, die menschliche Intelligenz muss sich auch weiterentwickeln. Das hat sie bisher immer gemacht, sie hat sich in der Wirtschaft immer weiterentwickelt. Ich bin so optimistisch gerade, dass ich sage: Ja klar, ganz viele Jobs wird es künftig nicht mehr geben. Aber vielleicht wird es ganz viele Jobs geben, an die wir noch gar nicht denken.

Reza Mehman: Also ich seh das eher anders als du. Lee ist auf jeden Fall intelligent, da sind wir meiner Meinung. Aber was ich anders sehe ist: Wie einfach oder schwer, als offene Frage, ist es heute beispielsweise als Sechzigjähriger, einen vernünftigen Job zu finden? Denkst du, einfach oder schwer?

Karsten Kammholz: Hängt davon ab, in welcher Branche du bist, eher schwer insgesamt.

Reza Mehman: Und genau deswegen denke ich auch, das wird sich fortführen. Auch für Fünfzigjährige wird es in Zukunft schwer sein. Es wird für Biographen schwer sein, es wird für Softwareentwickler schwer sein, es wird für viele Menschen schwer sein.

Karsten Kammholz: Ich bin bei dir. Bestes Beispiel, Reza: Berufseinstieg. Ja, es gibt Berufseinsteigerjobs, die brauchst du eigentlich gar nicht mehr.

Reza Mehman: Ja, genau, also darauf will ich hinaus. Also, ich bin mir sicher, dass natürlich neue Jobs entstehen werden. Ich hab mal damals so eine Geschichte gehört: Als Taschenrechner rauskamen, dachte man, dass viele Mathematiker arbeitslos werden. Nein, ganz und gar nicht, es wurden sogar mehr Jobs für Mathematiker. Oder Schreibmaschinen sind weggefallen, durch Computer ersetzt worden, da sind viele Jobs weggefallen und natürlich sind neue Jobs entstanden. Die Frage ist, da komm ich wieder auf diesen Eingangspunkt: Ich finde deswegen die Headline so interessant, dass Meta darüber nachdenkt, 20% der eigenen Mitarbeiter zu entlassen, nicht weil das Geschäft schlecht läuft. Und das war bis jetzt eigentlich immer der Grund, Menschen als Kostenfaktor zu sehen und zu entlassen, oder die Profitabilität.

Karsten Kammholz: Ja, aber das stimmt nicht. Also, es war wirklich immer auch eine Frage von technologischer und industrieller Entwicklung, dass man immer wieder neu überlegt hat, wie viele Menschen brauchen wir in einem Unternehmen.

Reza Mehman: Korrekt, aber jetzt wird gesagt, die Entwicklung der KI ist so teuer, von der Energieinfrastruktur und so weiter, wir wollen und können gar nicht mehr diese Menschen beschäftigen. Vielleicht brauchen wir sie sogar, vielleicht. Wir müssen alles draufsetzen auf dieses Pferd, dass wir da in der KI-Welt mitsprechen.

Karsten Kammholz: Aber auf diese Story von Meta würd ich jetzt echt nicht reinfallen, Reza. Also, 20.000 Mitarbeiter oder wie viel waren das, 20%?

Reza Mehman: Hier steht 15 bis 16.000.

Karsten Kammholz: Okay, sogar noch weniger. 15 bis 16.000, das sind, wenn du dir die Umsätze und die Gewinne von Meta anschaust, echt ’n Klacks. Also diese Story ist echt ’n total schönes Märchen für Investoren, aber entspricht nicht der Realität. Natürlich könnte Meta diese 15.000 bis 16.000 noch irgendwie mitschleppen.

Reza Mehman: Aber Karsten, worauf ich hinausmöchte: Diese 15 bis 16.000 ist eine aberwitzig große Zahl an Menschen. Und ich hab sogar einen Kumpel, der ist ganz schlau. Ich weiß gar nicht, ob er noch bei Meta ist, aber da arbeiten viele schlaue Menschen. Das mögen die 15.000 bis 16.000 vielleicht nicht die Allerbesten dort sein, aber es sind garantiert im Schnitt sehr gut ausgebildete Menschen, und die werden gerade entlassen. Darum geht es mir und deswegen sage ich, das sind keine harten Low Performer, wo man sagt, hey, das macht jetzt keinen Sinn. Die Einstiegshürde, bei Meta reinzukommen, ist schon eine andere als bei der Deutschen Bahn reinzukommen, ohne dass das… Du verstehst, worauf ich hinausmöchte.

Karsten Kammholz: Nee, ich will es mal verstehen, weil sagst du jetzt: Wir werden eine Gesellschaft, hochqualifiziert und arbeitslos? Oder was ist dein Szenario?

Reza Mehman: Das ist das Szenario, auf das ich quasi anspielen möchte. Ich glaube nämlich, ich hab vor kurzem, ich weiß gar nicht, ob wir im Podcast drüber gesprochen haben: Ich hab eine Marke anmelden wollen und typischerweise gehst du zum Markenanwalt, lässt dich beraten und so weiter. Das hab ich jetzt durch KI gemacht, die Markenanmeldung, die Warenklassen und so weiter, was so drin stehen soll, wurde mir alles erstellt. Ich hab mich auch noch mal abgesichert mit einer freundlichen Dame beim DPMA, passt das soweit? Ja, perfekt, hab es eingereicht, alles gut. Das heißt, ich hab früher einen Experten dafür gebraucht, einen Markenanwalt, der mir da sagt, was zu tun ist. Das mögen jetzt vielleicht nur 2.000 bis 3.000 Euro sein, aber ich hab sie mir gespart. Das heißt, ich hab Expertenwissen nicht gebraucht, und das geht ja durch alle Berufsfelder hindurch.

Und ich glaube, warum zum Beispiel, ich weiß gar nicht, sind es Kardiologen, irgendein Berufsfeld in dem Kontext: Die lesen ja ganz viele Röntgenbilder und so weiter, und es ist völlig klar mittlerweile, dass die KI viel besser solche Bilder auswerten kann als Menschen. Meine Mutter hatte vor, ich glaub, ein, zwei Jahren so einen Fall, da wurde sie gefragt: Hey, wenn du zusätzlich durch die KI dein Röntgenbild gecheckt haben möchtest, kostet 50 Euro, absolute Empfehlung, das zu tun, weil tendenziell die KI besser Röntgenbilder lesen kann als der Mensch. Das heißt, wir haben die hochbezahltesten Menschen, die weniger zu tun haben. Darum geht es mir, nicht mit Struktur.

Karsten Kammholz: Ja, das stimmt, und natürlich kannst du sagen: Oh Gott, oh Schreck, hochbezahlte und hochqualifizierte Menschen sind auf einmal auf der Straße. Nüchtern betrachtet: Sie sind nicht mehr hochqualifiziert, weil die Welt sich gedreht hat. Sie sind jetzt in der Pflicht, sich anders zu qualifizieren, damit sie in einer veränderten Welt, in der wir mit KI leben und arbeiten und denken, damit sie da stattfinden können, damit sie dort wieder Arbeit finden können.

Ich geb dir mal ein anderes Beispiel, weshalb ich in diesen Panikgesang nicht einstimmen will. In den 80er Jahren gab es einen Flugzeugbauer, der hieß Airbus, war relativ frisch am Start. Es gab einen Airbus A300, es gab einen Airbus A310, und man hat eine Nische bespielt. Das war politisch gewollt von Europa, dass man gegen die großen Hersteller Boeing und McDonald Douglas irgendwie auch eine Antwort haben kann. Und dann haben sich Ingenieure etwas einfallen lassen, nämlich den Airbus A320, Fly-by-Wire. Auf einmal hat man ein Flugzeug gebaut, das eine Botschaft sendet: Lieber Pilot, wir vertrauen dir nicht. Das Flugzeug ist intelligenter als du. Wir haben so viele Abstürze in der Vergangenheit gehabt, aus vergangenen Jahrzehnten zusammengerechnet, wo wir einfach wissen: Das größte Problem im Flugzeug, wenn es abstürzt, ist der Pilot. Wir bauen jetzt ein Flugzeug, das intelligenter ist als der Pilot.

Dieses System hat sich durchgesetzt. Hat es am Ende Pilotenjobs gekostet? Nein, es hat die Luftfahrt revolutioniert, es hat die Luftfahrt sicherer gemacht, es hat Luftfahrt weiter demokratisiert. Noch mehr Menschen fliegen als je zuvor. Piloten werden in unserer Welt mehr gebraucht als je zuvor. Und das, obwohl es eine Flugzeugrevolution gab, bei der man sagte, der Pilot ist jetzt nicht mehr das entscheidende Element im Flugzeug, es ist die Software. Es ist ein Beispiel für Entwicklung.

Reza Mehman: Ich bin prinzipiell bei dir, ich bin auch eigentlich sehr technologieaffin. Ich blicke normalerweise positiv in die Zukunft. Was mir tatsächlich große Sorgen macht, ist das eine Thema rund um Expertenwissen: Wissen ist ja quasi zur Commodity geworden, spätestens seit ChatGPT. Du hast jetzt keinen großen Vorteil mehr, nur weil du ein bisschen was mehr weißt als jemand anderes. Klar, es geht ums vernetzte Wissen, das miteinander vernetzt ist, dass ich A und B miteinander vernetzen kann. Aber da ist es auch nur wahrscheinlich eine Frage der Zeit, bis uns da eine KI wahrscheinlich ein bisschen mehr überlegen ist.

Wo ich meine Probleme habe, muss ich jetzt wieder ein ganz anderes Beispiel nennen, damit du verstehst, worauf ich hinausmöchte. Kennst du das OMR Festival in Hamburg? Ich war da vor zwei, drei Jahren. Ich find das Event ganz cool, ich find auch den Philipp Westermeier ganz cool, ich hab mich auch mal mit dem getroffen, ein gutes Gespräch. Ich hab mir so ein paar Infos reingeholt, wie ich mein Event ein bisschen besser machen kann. Richtig cooler Kerl. Und ich war vor drei Jahren auf einem Event, dort hab ich jemanden kennengelernt, sehr interessanter Mann, wo wir im Nachgang auch Kontakt hatten. Und ich hab ihn gefragt: Wie hat dir das OMR Festival gefallen? Der meinte: Überhaupt nicht. Ich so: Okay, warum, weil ich fand das ganz cool eigentlich? Der meinte: Ich hab mich ausgenutzt gefühlt. Ich war Teil des Events, das Event hat mich gebraucht, damit das Event funktioniert, aber das Event war nicht für mich da. Das Event hat mich benutzt, damit es funktioniert.

Weit hergeholt, ich übertrage das jetzt auf das KI-Beispiel: Mittlerweile lese ich aus der Meta-Headline, die K.I. braucht uns ja, damit sie besser und stärker wird. Und diese Meta-Headline drückt genau das für mich aus. Wir allokieren jetzt Infrastruktur, Kapital, lassen Menschen weg, nicht aus Profitabilitätsgründen, sondern einfach: Die KI braucht mehr Ressourcen, der Mensch ist egal. Die KI braucht das. Das heißt, ich will es nicht übertreiben, aber vielleicht steuern wir auf eine neue Gottheit zu, was auch immer das heißen mag. Die KI braucht Ressourcen, deswegen lassen wir mal 20% weg, und Meta ist ja nur ein Beispiel. Das heißt, wenn Meta das tut, wird ja in fünf Jahren, macht das auch in Deutschland, in drei Jahren, darum geht es mir, das mein ich mit Systemwandel.

Also, es geht jetzt nicht mehr darum, wie der Mensch so arbeitet. Halt, ja, wir werden immer Klempner brauchen, wir werden Handwerk brauchen, wir werden Verkäufer brauchen und so weiter und so fort. Aber ich hab mittlerweile das Gefühl, das System braucht uns dann also als Beiwerk, damit es funktioniert.

Karsten Kammholz: Ja, total spannende Gedanken, also auch diesen religiösen Aspekt, den du da gerade einbringst, der ist nicht unerheblich, weil die KI natürlich auf alles eine Antwort hat. Und wenn du die KI bittest, steuert sie dich. Also der Mensch macht sich im Umgang mit KI natürlich ganz oft klein und vertraut der KI in echt in großen Lebensfragen auch schon, und vertraut ihr möglicherweise in manchen Aspekten mehr als einem Menschen.

So, und darüber müssen wir aber diskutieren, und dann komm ich wieder zu meiner Urthese zurück: Wir müssen im Grunde eine Sprechfähigkeit, eine Diskursfähigkeit in einer Gesellschaft finden, die mit KI auch lebt, und darüber haben wir noch gar keinen Konsens gefunden. Wer sind denn wir als Gesellschaft, wenn wir sagen, KI ist immer Teil unserer Gesellschaft? Das kriegen wir noch gar nicht hin.

Reza Mehman: Genau, aber das Problem ist auch, dass wir KI gar nicht verstehen. Das ist meine völlige Überzeugung. Ich hab vor drei Jahren, glaube ich, ungefähr, einen Podcast geführt mit einem sehr, sehr guten Entwickler, also Programmierer, Softwareentwickler, der Chefarchitekt von einem Softwareunternehmen. Ich nenne jetzt mal keine Namen, und wir hatten vor drei Jahren, da war ChatGPT noch gar nicht präsent. Ihr habt wahrscheinlich ChatGPT vor zwei Jahren das erste Mal gehört. Und er hat vor drei Jahren schon gesagt, was sehr interessant ist: Die meisten seiner Entwickler wissen gar nicht, was in den Algorithmen drin ist, weil da werden ja Bibliotheken, sogenannte Libraries, benutzt. Die eine Library kann das, die andere kann das, und keiner von denen weiß, was genau in diesen Libraries drin ist. Das heißt, da sind Algorithmen, und die meisten können auch keine eigenen Algorithmen mehr schreiben. Das hat er mir vor drei Jahren gesagt. Das heißt, die meisten verstehen auch gar nicht, was da genau passiert, und ich bin mir auch sicher, dass dieser Prozess sich jetzt noch verstärkt hat. Das heißt, du willst eine Diskussionsfähigkeit in einer Gesellschaft haben, wo wir gar nicht mehr verstehen, worüber wir eigentlich diskutieren?

Karsten Kammholz: Ja, aber ich will auch eine Diskussion darüber haben, wie viel Macht wir formal der KI geben. Also das ist ja gar nicht Teil unseres Diskurses momentan. Ich hab eher manchmal das Gefühl, dass Unternehmen und Menschen fast schon im Verborgenen mit KI hantieren, aber es irgendwie gar nicht zugeben. Oder es teilweise ja sogar als Makel gesehen wird, wenn man mit KI ein Thema möglicherweise löst.

Reza Mehman: Das macht gar keinen Sinn. Also ich bin absolut dafür. Ich verstehe, was du meinst. Also gerade in großen Unternehmen tun ja viele so, als ob die nicht mit KI arbeiten und so weiter. Also wenn ich mit Leuten zusammenarbeite und mitbekomme, dass sie nicht mit KI arbeiten, sage ich denen: Sag mal, spinnst du? Natürlich musst du das jetzt benutzen, ist so viel effizienter. Also als ob ich jetzt sage: Nee, die Clips, diese Podcast-Clips, lass ich mir nicht mit KI bauen, weil ich finde, das muss ich jetzt selbst machen. Also das ist auch so ein kleiner Widerspruch, den ich auch in mir habe. Auf der einen Seite habe ich da ganz große Befürchtungen, wir erschaffen uns eine neue Gottheit, wir ordnen uns komplett drunter. Auf der anderen Seite weiß ich, dass ich, wenn ich da mithalten möchte in diesem Wettbewerb, diese neue Gottheit auch nutzen muss.

Karsten Kammholz: Ja, aber deswegen müssen wir den zweiten Teil der Diskussion nicht vergessen, und der lautet: Was macht der Mensch in Zukunft, damit wir als Gesellschaft weiterhin funktionieren? Wofür wollen wir den Menschen bezahlen? Für welche Dienstleistungen, für welche Fähigkeiten wollen wir den Menschen bezahlen? Diese Debatte, die kommt jetzt schneller als gedacht. Wir werden über das Thema Pflege noch mal neu sprechen, weil es auch Pflegeroboter möglicherweise im großen Stil bald geben wird. Oder ist die Pflege aus menschlicher Hand doch noch mal wichtiger? Aber wie bezahlst du diese menschliche Pflege künftig? Und wir werden über andere Berufe immer wieder neu diskutieren müssen. Also insofern ist es eigentlich eine Neuvermessung von Gesellschaft, die da stattfindet.

Reza Mehman: Gibt es irgendeinen Punkt, der dir da Angst macht?

Karsten Kammholz: Ja, ich hab schon Angst, dass wir irgendwann eine Gesellschaft werden, die komplett KI-hörig ist. Also die nicht mehr intuitiv und im menschlichen Vertrauen miteinander agiert, sondern nur das tut, was die KI will. Ja, wenn wir unsere Intuition aufgeben, weil wir der KI vertrauen, wenn wir nicht mehr sagen, eine Bauchentscheidung war mir wichtig oder ich hab auf meinen Bauch gehört, sondern ich hab auf die KI gehört. Ich weiß nicht, ob das uns gut tut.

Reza Mehman: Super spannende Frage, also gerade im medizinischen Kontext wird wahrscheinlich die KI überlegen sein, wahrscheinlich wenn es um Befunde und so weiter geht. Wenn ich dann entscheiden müsste als Patient, hör ich auf die Bauchentscheidung des Arztes, oder der Arzt soll nicht nach…

Karsten Kammholz: Der Arzt soll eben nicht, also ich möchte jetzt auch nicht, dass der eine Bauchentscheidung fällt, sondern den Arzt betrachte ich eigentlich als eine wissenschaftliche Person, die durch fachliches Wissen das Richtige entscheidet. Aber es geht mir um menschlichen Umgang miteinander, um unsere gesellschaftliche Ethik, um ein Gefühl. Also ich kann mir vorstellen, dass wir eine Gesellschaft werden, in der zum Beispiel Beziehungsentscheidungen vielleicht gar nicht mehr mit dem Herzen getroffen werden, sondern wir die KI fragen: Soll ich mit diesem Menschen zusammen sein? Soll ich das mit diesem Menschen versuchen? Ich sag dir mal ein paar Attribute, liebe KI, von dieser Person. Meinst du, die passt zu mir? Wenn wir ganz, ganz viel von dem, was uns als Mensch ausmacht, abschneiden, abschalten und auf die KI übertragen und sagen: KI, du wirst mir das schon alles wahrscheinlich richtig sagen, dann haben wir ein Problem.

Reza Mehman: Ich bin völlig bei dir. Auf der anderen Seite ist doch, glaub ich, völlig normal und klar, dass viele Fähigkeiten, die wir früher hatten, wir heute gar nicht mehr haben. Also, so blöd das klingt: Ich war vor kurzem im Auto unterwegs, andere Stadt, und das GPS hat nicht ganz auf dem Handy funktioniert, und ich hatte null Orientierung. Ich hatte 0,0 Orientierung, was ich jetzt tun soll, nicht mal ansatzweise. Zum Glück hat es dann wieder alles funktioniert und so weiter.

Karsten Kammholz: Hast du auch das Gefühl, dass irgendwas mit Google Maps nicht stimmt? Also ich werde in Straßensperrungen geführt, in Staus, auf Wege, die ich absurd finde, und auf einmal stelle ich fest: Moment mal, wenn ich mich auskenne, sage ich: Nee, Maps, vergiss es, das mache ich nicht, diesen Quatsch den du von mir willst, den mache ich nicht, ich fahr andersrum.

Reza Mehman: Witzig, also die letzten Wochen war es bei mir auch ein bisschen problematisch mit Maps. Vielleicht ist es genau das, was du sagst, dass man hier und da mal doch seine eigene Entscheidung trifft.

Also ich mache vielleicht auch jetzt die Meta-Headline, die ich gerade vorgelesen hatte, ein bisschen zu groß, zu wichtig. Für mich war das in meiner Lesart so: Wir werden langsam aber sicher zum Beiwerk. Es geht gar nicht mehr um uns. Das war meine Lesart. Es werden 20% entlassen, weil die KI das braucht. Das war die Kommunikation. Das darf man nicht verwechseln mit Profitabilität oder was auch immer.

Karsten Kammholz: Ja, und Meta will diese Botschaft aber auch ganz bewusst so setzen, weil Meta natürlich auch den Herrschaftsanspruch hat, die digitale Welt zu regieren, alles kommunikative Verhalten miteinander auch zu kontrollieren. Meta hat massiv Einfluss auf unser aller Leben, jetzt schon. Und die sagen jetzt mit so einer Entscheidung: Das wird noch mehr. WhatsApp, lieber Mensch…

Reza Mehman: Vielleicht eine meiner letzten Fragen jetzt: Was du deinen Kindern beibringen möchtest oder empfiehlst?

Karsten Kammholz: Ja, das haben wir im Vorgespräch kurz gehabt. Die Fragestellung: Welche Berufe würde ich meinen Kindern eigentlich empfehlen? Ich kann meinen Kindern keine Berufe empfehlen, weil die Berufe, die sie ergreifen werden, heute noch nicht existieren. Das ist die Wahrheit. Das heißt, was gebe ich ihnen mit? Ich gebe ihnen menschliche Skills mit, kommunikative Skills mit, Selbstbewusstsein, eine Haltung, eine Lebensfreude, kommunikative Fähigkeiten, dass sie auf Menschen zugehen können, dass sie überzeugend sein können, dass sie in der Lage sind, vernetzt zu denken. Das muss ich den Kindern doch heute mitgeben. Alles andere kann ich nicht kontrollieren und wird sich auch im Zuge der nächsten Jahrzehnte völlig anders entwickeln, als ich es ansatzweise voraussehen kann.

Und du, was gibst du den Kindern mit?

Reza Mehman: Also, du hast sehr, sehr valide Punkte gesagt. Ich denke auch viel drüber nach, tatsächlich. Das Thema Kinder ist für mich extrem relevant, weil ich sie natürlich möglichst auf die Zukunft vorbereiten möchte. Und eine Sache, die ich glaube, extrem wichtig sein wird, ist das Thema Kreativität: kreative Ideen zu entwickeln und sie umzusetzen, diese zwei Sachen. Also ich möchte natürlich, dass sie auch gut sprechen können und jemanden überzeugen können. Aber ich glaube, wir verlernen so ein bisschen auch, was das Thema Umsetzung anbelangt. Also viele haben ganz große Ideen, man kann auch seinen Ideenmotor oder Ideenmuskel ganz gut trainieren. Ich hab auch von einem anderen Podcaster gehört, der schreibt sich jeden Tag 20 Geschäftsideen auf. Ich hab das mal eine Zeit lang probiert und du wirst tatsächlich kreativer mit der Zeit. Wenn du das übst, kommst du auf 20 neue Geschäftsmodelle jeden Tag. Hab ich ein paar Wochen lang gemacht, irgendwann wurde es dann langweilig. Aber das mein ich mit Ideen entwickeln: Das glaube ich ist wichtig. Kreativ sein ist wichtig, aber auch das Umsetzen. Dazu gehört, sich trauen, es umzusetzen.

Was ich damit meine: Ich bin fast in einem Modus, dass ich viele meiner E-Mails erst mal durch eine KI laufen lasse, die korrigiert Rechtschreibfehler, Grammatik und so weiter. LinkedIn Post sowieso, geb ich offen und ehrlich zu. Ich geb die Grundidee, wandel es noch ein bisschen ab, finaler Check und dann wird es gepostet. Ich trau mich da fast schon gar nicht mehr, so zu schreiben, mal einen Fehler zu machen, ein Komma nicht richtig gesetzt. Ich trau mich das gar nicht mehr zu machen. Also ich hab hier Umsetzungsmacht verloren. Und ich wüsste jetzt gar nicht, ob ich jetzt jemals wieder einen Post ohne ChatGPT beispielsweise machen würde. Und diese Umsetzungsmacht versuche ich beizubehalten, weil ich glaube, wenn du hier ein bisschen Umsetzungsmacht verlierst, da ein bisschen Umsetzungsmacht verlierst, das wirkt sich auf dein komplettes Leben aus.

Deswegen ist einer der Punkte: Nicht nur kreativ sein, sondern auch das, was du im Kopf hattest, das auch umzusetzen. Weil ich glaube, da wird sich in Zukunft so ein bisschen das spalten: Menschen, die, ich sag jetzt mal, nur über Ideen nachdenken, und Menschen, die auch mal was umsetzen, machen, Fehler machen und so weiter. In der heutigen Welt ist es ja verpönt, Fehler zu machen, also gerade in Deutschland, wo ich denke, das Wichtigste ist ja eigentlich, Fehler zu machen. Wie viele Menschen setzen was um? Das sind so Themen, wo ich versuche, meinen Kindern einzutrichtern: Probier es aus. Mein Kleiner hatte eine Idee, der wollte vor ein paar Tagen irgendwas von mir ausgedruckt haben, damit er sich so eine Nintendo Switch auf Pappe bauen kann. Müssen wir sofort machen, das ist Umsetzung. Er hat eine kreative Idee, müssen es direkt umsetzen. Ich möchte, dass er das weiterträgt. Das ist das Einzige, quasi was ich meinen Kindern definitiv mitgeben möchte.

Karsten Kammholz: Noch mal ein Gedanke zu deinem Posten, dass du da mit Hilfe von KI das machst: Das finde ich total normal, dass du das machst. Und auch da, du hast das Umsetzungsmacht genannt, bist du intelligent unterwegs, weil du siehst: Früher muss ich das noch selber alles schreiben, jetzt kann das die KI schreiben und ich kontrollier nur noch. Und das sollte niemandem unangenehm sein.

Als du das erzählt hast, hab ich gerade dran gedacht: Wie haben denn die Menschen früher sich das Fleisch, das sie essen wollten, zubereitet? Ja, irgendwann haben sie angefangen, Fleisch zu essen, das war vielleicht roh, hat nicht so gut geschmeckt. Dann haben sie es über dem Lagerfeuer irgendwie bekömmlich hinbekommen. Heute schmeiß es in die Pfanne oder die Mikrowelle, und du denkst nicht: Eigentlich müsste ich ja erst mal ’n Lagerfeuer machen, um das Fleisch drüber zu hängen. Bullshit, musst du nicht mehr. Und genauso kannst du mit deiner Intelligenz wissen, was muss ich eigentlich selber nicht mehr machen, und überlegen: Was mache ich denn stattdessen mit meiner Zeit? Dass du sagst: Ich hab ’n Effizienzgewinn durch KI, super, ich kann weiter nachdenken.

Reza Mehman: Aber es werden nicht viele das tun, Karsten.

Karsten Kammholz: Ach doch, auch.

Reza Mehman: Also, wir haben doch gerade dieses Thema Social-Media-Verbot, Doomscrolling und so weiter. Ja, also viele, da bin ich der Überzeugung, werden, weil die Gesellschaft so momentan aufgebaut und strukturiert ist, zu Konsumenten von Content, beispielsweise digitalem Content, Doomscrolling und so weiter. Es ist ein reales Problem aus meiner Sicht. Ich glaube nicht, dass wir, weil uns jetzt viele Jobs abgenommen werden, viel Arbeit abgenommen wird, dass wir dann sagen: Okay, jetzt kann ich aber kreativ nachdenken.

Karsten Kammholz: Okay, ich hab ’ne perfide Frage an dich. Mal angenommen, du würdest die komplette Bundesregierung durch KI ersetzen, wer würde uns besser regieren?

Reza Mehman: Das ist wirklich ’ne sehr, sehr interessante Frage, wenn ich ehrlich bin. Mein Bauchgefühl sagt, da muss ’n Mensch noch da sein. Das sagt mein Bauchgefühl. Weil ich den Menschen besser einschätzen kann als die KI. Also, wenn ich es kurz zu Ende denke: Wir hatten gerade die Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Ich kann den Cem Özdemir wahrscheinlich ein bisschen einschätzen, so vom Typ her, was das ist. Ich bin ganz ehrlich: Die KI, die wir heute verwenden, kann ich überhaupt nicht einschätzen. Ich weiß auch nicht, was vielleicht auf einer anderen Ebene, wo ich gar keinen Zugriff drauf hab, was diese KI bereits kann. Und wenn wir Quantencomputer haben, wird ja auch alles völlig eskalieren, was Geschwindigkeit anbelangt. Also rein vom Menschlichen her hätte ich jetzt gesagt: Ich möchte lieber in einer Umgebung leben, wo ich den Gegenüber einschätzen kann. Das ist immer noch stand heute ein Mensch. Deswegen würde ich deine Frage so beantworten: Stand heute würde ich die Regierung eher nicht durch die KI ersetzen lassen. Was würdest du tun?

Karsten Kammholz: In manchen Fragen würde ich mir wünschen, dass KI zumindest sehr rational auf Wirtschaft und Gesellschaft blickt und irgendwie zumindest Ideen mitvermitteln kann, die Politiker vielleicht nicht haben. Ich bin da echt mega vorsichtig, aber ich stelle diese Frage aus einem anderen Grund. Wir müssen diskursfähig werden im Umgang mit KI, denn die Frage ist gar nicht so ungehörig: Kannst du nicht auch einen Staat mit KI regieren? Das ist nicht absurd, aber deswegen müssen wir uns überlegen, in welcher Gesellschaft wollen wir eigentlich mit KI arbeiten, wie viel Macht geben wir dieser KI. Denn sie ist schneller als wir, sie ist immer schneller als wir und nie wieder so langsam wie heute.

Reza Mehman: Vielleicht ein Abschlussgedanke zu genau dieser Frage. Ich hab vor kurzem etwas erstellen lassen durch die KI, hab das nicht kontrolliert, hab da nicht weiter recherchiert, hab dann im Nachgang mit anderen Personen herausgefunden, die Daten sind falsch, und bin dann noch mal in den gleichen Chat reingegangen, ChatGPT war das. Den gleichen Chat: Hey, du hast mir die und die Antworten gegeben, gib mir bitte die Quellen dazu. Ich wollte gucken, wie er auf diese falsche Information reagiert, die er mir gegeben hat. Dann stand da längeres Nachdenken, macht er ja ab und zu, und sagt: Hierzu gibt es keine Quellen, ich hab aber das und das dort gelesen, das und das dort gelesen, daraus hab ich für mich beschlossen, das ist die am nächsten liegende Antwort.

Karsten Kammholz: Ja, und die war falsch. Und deswegen wird es den Menschen immer brauchen, immer. Du wirst immer feststellen, dass du in manchen Aspekten vernetzter denkst als die KI. Und deswegen wird es auch immer Berufe geben, in denen der Mensch mit KI arbeitet, aber der Mensch die Kontrollinstanz ist, weil der Mensch vernetzter denken kann als die KI momentan.

Reza Mehman: Ja, wir müssen gucken, wie das Ganze in zehn, zwanzig Jahren ist. Ich glaube, soweit in die Zukunft können wir Stand heute gar nicht mehr schauen, da bin ich mir 100% sicher.

Karsten Kammholz: Wir können die nächsten zwei Jahre überhaupt nicht prognostizieren.

Reza Mehman: Also zu sagen, es bleibt spannend, wär viel zu wenig. Es wird mehr als interessant aus meiner Sicht, und vielleicht gebe ich der Meta-Headline gerade zu viel Gewicht. Aber ich fand das dennoch zumindest erwähnenswert, dass der Mensch da komplett untergeordnet wird. Das fand ich auf jeden Fall erwähnenswert. Karsten, vielen Dank für deine Zeit.

Karsten Kammholz: Danke, Reza.

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