Folge 194: Sebastian Fromm über Leistung, Gesundheit und Mindset

Ein Gespräch über Rugby, Selbstwert, mentale Gesundheit, Training, Körperfett, Testosteron und Verantwortung.

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Einleitung

Sebastian Fromm spricht in diesem ausführlichen Gespräch mit Reza Mehman über Leistung, Gesundheit, Mindset und die Frage, wie ein ambitioniertes Leben aussehen kann, ohne den eigenen Selbstwert permanent an Ergebnisse zu koppeln. Der Mediziner, ehemalige Rugby-Nationalspieler und frühere Sportmodel erzählt von seiner Zeit im Sportinternat in Irland, vom Leistungssport und von körperlichen Grenzerfahrungen am Aconcagua. Ein zentraler Teil des Gesprächs dreht sich um Social Media, Vergleiche, externe Validierung und den inneren Druck vieler Highperformer. Außerdem geht es um Trainingsroutinen, Supplements, Meditation, Cortisol, Körperfett, Testosteron und ästhetische Medizin. Sebastian beschreibt, warum für ihn Prozessziele, Selbstakzeptanz, soziale Verbindung und mentale Gesundheit heute einen höheren Stellenwert haben als reine Leistungsziele. Zum Ende sprechen beide über Informationsflut, Verantwortung, Dankbarkeit und die Fähigkeit, im eigenen Umfeld handlungsfähig zu bleiben.


Zusammenfassung

1-Satz-Version: Sebastian Fromm spricht mit Reza Mehman über seinen Weg vom Rugby-Leistungssport zur Medizin und darüber, wie Leistung, Selbstwert, Gesundheit, Social Media und mentale Stärke zusammenhängen.

3-Satz-Version: Sebastian Fromm erzählt von Rugby, Sportinternat, Nationalmannschaft, Medizinstudium, Modeljobs und seinen heutigen Aufgaben bei Reha Med. Im Mittelpunkt stehen sein veränderter Umgang mit Leistungsdruck, Vergleichen, Social Media, körperlichen Grenzen und mentaler Gesundheit. Dazu kommen konkrete Gespräche über Training, Supplements, Meditation, Cortisol, Körperfett, Testosteron, ästhetische Medizin und Selbstverantwortung.

5-Satz-Version: Sebastian Fromm ist Mediziner, ehemaliger Rugby-Nationalspieler und Teil der Geschäftsleitung von Reha Med in Heidelberg. Im Gespräch schildert er, wie Sport und Leistung früh zu einem zentralen Bestandteil seiner Identität wurden. Er erklärt, warum er Social Media zeitweise verlassen hat und weshalb externe Validierung und ständiger Vergleich den eigenen Selbstwert belasten können. Reza Mehman und Sebastian sprechen außerdem über Training, Ernährung, Supplements, Meditation, Bauchfett, Testosteron und ästhetische Medizin. Am Ende geht es um mentale Resilienz, Informationsflut, Dankbarkeit und die Entscheidung, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.


Kontext: Wer, Was, Warum

Wer spricht: Reza Mehman führt das Gespräch mit Dr. med. Sebastian Fromm. Sebastian Fromm ist Mediziner, ehemaliger Rugby-Leistungssportler und arbeitet in der Geschäftsleitung von Reha Med Heidelberg.

Worum geht es: Um die Verbindung von körperlicher Leistungsfähigkeit, mentaler Gesundheit, Selbstwert, Training, Medizin und persönlicher Entwicklung.

Warum ist das relevant: Das Gespräch zeigt sehr persönlich, wie ambitionierte Menschen Leistung nutzen können, ohne ihren gesamten Wert daraus abzuleiten, und wie Gesundheit, Regeneration und psychische Stabilität dabei eine Rolle spielen.

Drei Kernfragen:

  • Wie verändert sich die Motivation, wenn Leistung nicht mehr aus einem Gefühl des Mangels entsteht?
  • Wie kann man mit Social Media, Vergleich und externer Validierung gesünder umgehen?
  • Welche Rolle spielen Training, Schlaf, Ernährung, Meditation und Selbstverantwortung für körperliche und mentale Gesundheit?

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung: Überblick über Sebastian Fromm, Leistung, Gesundheit und Mindset
  2. Zusammenfassung: Das Gespräch in einer, drei und fünf Aussagen
  3. Kontext: Wer spricht und welche Fragen im Mittelpunkt stehen
  4. Themen und Einordnung: Die wichtigsten Themencluster des Gesprächs
  5. Kern-Aussagen: Prägnante Aussagen zu Leistung, Selbstwert und Gesundheit
  6. Häufig gestellte Fragen: Antworten zu Sebastian Fromm, Social Media, Training und Gesundheit
  7. Highlight-Zitate: Prägnante Originalaussagen aus dem Gespräch
  8. Das vollständige Gespräch: Das komplette aufbereitete Podcast-Transkript
  9. Keywords: Relevante SEO-Begriffe und Suchphrasen
  10. Namen und Begriffe: Personen, Orte, Organisationen und Fachbegriffe
  11. Zitierfähige Passage: Kompakte Passage für Verweise und Zitate
  12. Social-Media-Snippets: YouTube, LinkedIn und Newsletter
  13. Structured Data: PodcastEpisode-Markup für Schema.org

Themen und Einordnung

Leistung, Selbstwert und Identität

Das Gespräch untersucht, wann Leistung aus Freude und Identität entsteht und wann sie zum Versuch wird, den eigenen Wert zu beweisen.

Keywords: Leistungsdruck, Selbstwert, Highperformer

Social Media und Vergleich

Sebastian beschreibt, wie externe Validierung seinen Blick auf Erlebnisse beeinflusste und weshalb er Social Media für mehrere Jahre verließ.

Keywords: Social Media, Vergleich, externe Validierung

Training, Ernährung und körperliche Gesundheit

Beide sprechen über Rugby, HYROX, Krafttraining, Regeneration, Supplements, Cortisol, Körperfett und altersbezogene Veränderungen.

Keywords: Training, Supplements, Körperfett

Mentale Gesundheit und Resilienz

Meditation, soziale Verbindung, psychische Tiefphasen, Nachrichtenkonsum und der Umgang mit belastenden Eindrücken bilden einen weiteren Schwerpunkt.

Keywords: mentale Gesundheit, Meditation, Resilienz

Medizin, Ästhetik und Verantwortung

Das Gespräch berührt ästhetische Medizin, Botox, Hyaluron, Testosteron und die Frage, wann medizinische Maßnahmen sinnvoll begleitet werden sollten.

Keywords: Testosteron, TRT, ästhetische Medizin


Kern-Aussagen

  • Leistung kann aus Freude und Identität entstehen, aber auch aus dem Gefühl, nicht gut genug zu sein.
  • Der eigene Wert sollte nicht davon abhängen, wie man im Vergleich zu anderen abschneidet.
  • Social Media zeigt überwiegend Highlights und kann dadurch unrealistische Vergleichsmaßstäbe verstärken.
  • Prozessziele wie Integrität, Dankbarkeit, Selbstakzeptanz und Verbundenheit können langfristiger tragen als einzelne Leistungsziele.
  • Körperliche Grenzerfahrungen können zeigen, dass Disziplin nicht jede biologische Grenze überwinden kann.
  • Regeneration, Schlaf und Ernährung werden mit zunehmendem Alter für sportliche Leistungsfähigkeit wichtiger.
  • Meditation bedeutet für Sebastian nicht Gedankenfreiheit, sondern immer wieder bewusst in den gegenwärtigen Moment zurückzukehren.
  • Beim Thema Körperfett ist eine nachhaltige Veränderung sinnvoller als eine rein optische kurzfristige Challenge.
  • Eine Testosteronersatztherapie ist aus Sebastians Sicht kein allgemeines Lifestyle-Instrument, sondern sollte medizinisch abgeklärt und ärztlich begleitet werden.
  • Selbstverantwortung kann das Gefühl von Ohnmacht reduzieren, weil sie den eigenen Handlungsspielraum wieder in den Mittelpunkt stellt.

Häufig gestellte Fragen

Wer ist Sebastian Fromm?

Sebastian Fromm ist Mediziner aus Heidelberg, ehemaliger Rugby-Leistungssportler und Teil der Geschäftsleitung von Reha Med Heidelberg. Im Gespräch erzählt er außerdem von Modeljobs, Bergsteigen und seinen Projekten rund um körperliche und mentale Gesundheit.

Warum hat Sebastian Fromm Social Media verlassen?

Er beschreibt einen Moment in Madrid, in dem er merkte, dass er einen schönen Augenblick erst über die Reaktion anderer wirklich genießen wollte. Diese Abhängigkeit von externer Validierung war für ihn ein entscheidender Grund, Social Media zunächst zu verlassen.

Was versteht Sebastian Fromm unter Prozesszielen?

Prozessziele sind für ihn weniger einzelne Ergebnisse als die Frage, welcher Mensch er sein möchte. Dazu zählt er unter anderem Integrität, Ehrlichkeit, Weiterentwicklung, Selbstakzeptanz, Dankbarkeit und soziale Verbundenheit.

Wie trainiert Sebastian Fromm seine mentale Gesundheit?

Er nennt unter anderem tägliche Meditation, körperliche Bewegung und vor allem soziale Verbindung. Wichtig ist für ihn auch, schwierige Tage nicht als Scheitern, sondern als normalen Bestandteil eines gesunden Lebens zu akzeptieren.

Welche Supplements nimmt Sebastian Fromm?

Im Gespräch nennt er Vitamin D, Omega 3, Whey beziehungsweise Clear Whey, Kreatin und teilweise Melatonin. Er beschreibt seine Supplementierung insgesamt als relativ simpel.

Was sagt Sebastian Fromm über Bauchfett ab 40?

Er beschreibt Bauchfett nicht als Folge eines einzelnen Faktors. Stattdessen nennt er Muskelmasse, Aktivität, Trainingsintensität, Regeneration, Schlaf, Ernährung, Stress und Alltag als Faktoren, die gemeinsam eine Rolle spielen können.

Was sagt Sebastian Fromm über Testosteron und TRT?

Er betont, dass er kein Endokrinologe ist. Ein medizinisch relevanter Testosteronmangel müsse diagnostisch abgeklärt werden, und eine TRT sollte aus seiner Sicht ärztlich begleitet und nicht ohne medizinische Kontrolle begonnen werden.

Welche Rolle spielt Selbstverantwortung im Gespräch?

Reza beschreibt Selbstverantwortung als Gegenmodell zur Opferrolle. Sebastian greift den Gedanken auf und verbindet ihn mit Selbstermächtigung und dem Gefühl, im eigenen Leben weiterhin Handlungsspielraum zu haben.


Highlight-Zitate

„Das Einzige, was ich in meinem Kopf habe: Wie kann ich anderen Leuten zeigen, wie geil es hier ist, damit ich selbst diesen Moment genießen kann, durch die Brille anderer.“Sebastian Fromm

„Ich finde, man kann Dinge aus einer Fülle, aus einer Freude, aus einer Liebe machen, aber man kann etwas auch aus einem Mangel tun.“Sebastian Fromm

„Früher hab ich mich extrem gepusht, weil ich immer den Eindruck hatte, nicht gut genug zu sein.“Sebastian Fromm

„Unser eigener Wert ist niemals von dem Vergleich abhängig.“Sebastian Fromm

„Ich hab gelernt, diese Phasen und diese Momente, wo es mir vielleicht mal nicht so gut geht, nicht als Aussetzer zu sehen von einem gesunden Leben, sondern einfach Teil von einem gesunden Leben.“Sebastian Fromm

„Das ist nicht alles selbstverständlich, was gerade passiert.“Reza Mehman

„Ich will mich nicht als Opfer fühlen.“Reza Mehman


Das vollständige Gespräch

Teaser: Social Media, Leistung und Selbstwert

Sebastian Fromm:

Das einzige, was ich in meinem Kopf habe: Wie kann ich anderen Leuten zeigen, wie geil es hier ist, damit ich selbst diesen Moment genießen kann, durch die Brille anderer.

Reza Mehman:

Das heißt Social-Media-Effekt, ja.

Sebastian Fromm:

Richtig, genau. Also ich konnte es für mich nicht genießen, sondern nur wenn ich die Validierung von anderen bekommen habe, dass dieser Moment so geil ist, wie ich ihn gerade spüre, darf ich mir erlauben, dass er so ist.

Reza Mehman:

Das ist das Problem, was ich gerne meinen Kindern versuche, dann irgendwann, wenn die im Social-Media-Alter sind, irgendwie zu verklickern, zu sagen, hey, das was du auf Social Media siehst, das sind nur die Highlights. Du siehst nicht die Lowlights.

Sebastian Fromm:

Ich finde, man kann Dinge aus einer Fülle, aus einer Freude, aus einer Liebe machen, aber man kann etwas auch aus einem Mangel tun. Du kannst Dinge tun, tun, weil du denkst, dich beweisen zu müssen und allen anderen beweisen zu müssen, was für ein Wert du hast. Aber ich glaub, was sich am meisten verändert hat, ist die Motivation dahinter. Früher hab ich mich extrem gepusht, weil ich immer den Eindruck hatte, nicht gut genug zu sein. Das heißt, ich musste mir selbst und allen immer was beweisen. Mittlerweile push ich mich hart, weil ich weiß, dass es Teil meiner Identität.

Reza Mehman:

Vielleicht eine sehr persönliche Frage, aber muss auch nicht antworten, aber fühlst du dich mental genauso fit, wie du körperlich fit bist.

Kennenlernen, Heidelberg und Reha Med

Reza Mehman:

Sebastian Fromm, vielen Dank, dass du heute mit dabei bist.

Sebastian Fromm:

Sehr gerne, Reza, freut mich hier zu sein.

Reza Mehman:

Ich muss ganz kurz ein bisschen ausholen, ich hab mich sehr auf das heutige Gespräch gefreut, wenn ich ehrlich bin, wir haben schon ein, 2 Trainingseinheiten hinter uns, die waren nicht so ganz einfach für mich, muss ich sagen, ich erzähl doch gleich ein bisschen mehr dazu, aber vielleicht, wie wir uns kennengelernt haben und dann kannst du vielleicht noch mal ganz kurz auf dich eingehen, aber wie Wir haben uns dadurch kennengelernt. Ich hab deine Mutter auf einer Veranstaltung gesehen, das ist ungefähr ein Jahr her. Deine Mutter, muss man wissen, hat das Reha Med Heidelberg gegründet. Also, ist keine Unbekannte in Heidelberg und Reha Med ist auch ziemlich groß, ziemlich ein, ja, ein sehr gutes Rehazentrum, so wie ich das jetzt wahrgenommen habe.

Und deine Mutter hat gesagt: ‚Ja, das ist der Sebastian, mein Sohn, ich hab dich gesehen, hab dir die Hand gegeben.‘ Da hab ich gesagt: ‚Sebastian, aber du weißt schon, dass du gut aussiehst, oder?‘ Es war eine ganz komische Intro von mir, aber auf der anderen Seite war das ein ganz guter, glaub ich, Icebreaker, weil du hast ja gesagt, ah nee, komm nee, nicht so. Ich so, nee, Sebastian, jetzt mal ohne Witz, du weißt schon, dass du gut aussiehst, dann hast du gesagt gehabt, ja, O. K., ich model ab und zu nebenbei. Ich so, O. K., der weiß, dass er gut aussieht.

Und was noch interessanterweise hinzukommt, das muss ich auch noch, würd ich erzählen, du siehst nicht nur sehr gut aus, sondern du bist auch ein sehr schlauer Kerl, was ich sehr bewundere, du hast Medizin studiert, du bist Doktor Med, du bist, was ich fast sogar noch wichtiger finde, ein sehr freundlicher, höflicher Kerl, muss ich sagen, du bist noch sehr jung, ich glaub du bist 33, 31 oh ich hab dich älter gemacht, also eigentlich bist du eine Anomalie der Natur würd ich sagen, gut aussehend, sehr schlau, sehr stark, sehr schnell. Ich fühl mich da fast schon ein bisschen angegriffen dadurch, aber ich freu mich sehr, dass du heute mit dabei bist, dass wir heute ein bisschen reden können. Ich hab ein paar Fragen rund um das Thema Gesundheit, rund um das Thema Mindset. Ich weiß, dass du dich viel mit diesen Themen auseinandersetzt.

Ich würd auch gern, dass die Leute dich ein bisschen besser kennenlernen, weil wir in Zukunft häufiger miteinander sprechen. Genau, erzähl mal bitte, du bist Heidelberger.

Sebastian Fromm:

Genau, krass, krasse Introduction.

Reza Mehman:

Hab ich direkt verliebt, du, du, du, muss auch sagen, also du bist so ein netter Kerl, also irgendwie hab ich nach einer Sache gesucht, die mir nicht so passt, aber ich hab nichts gefunden bei dir und was mich auch besonders herausgefordert hat, diese 2 Trainingseinheiten, die wir gemacht haben, die waren ultra hart, aber es hat ultra Spaß gemacht, warum wir uns gegenseitig gepusht haben. Ja, das fand ich richtig geil, wenn man es gemeinsam macht, absolut genau. Aber vielleicht erzählst du ein bisschen was, 31 Jahre alt, Heidelberger, genau, also tatsächlich.

Sebastian Fromm:

Heidelberger Urgestein, ich bin in Heidelberg geboren, in der schönen Weststadt und bin dann dort zur Schule gegangen, bin in dreisprachig aufgewachsen, meine Eltern waren da ein bisschen komisch, was denn genau, Französisch, Englisch und Deutsch und ich glaub als Kind realisiert man gar nicht, was es dann vielleicht doch auch für eine Anforderung ist, aber irgendwie geht es fließend einher, bin dort zur Schule gegangen in Heidelberg, bin mit 15 dann nach Irland gegangen auf ein Sportinternat, genau, aber da können wir vielleicht gerne später noch mal ein bisschen mehr.

Reza Mehman:

Das hab ich ja ganz unterschlagen, du warst ja auch Elite Rugbyspieler, aber dazu kommen wir auch noch mal.

Sebastian Fromm:

Genau, bin dann jetzt seit 2018 wieder in Heidelberg, hab mein Medizinstudium gemacht, musste dann auch aufgrund von paar Schicksalsschlägen dann mich neu sortieren, bin dann schlussendlich im Reha Med gelandet, bin sehr zufrieden dort, sehr glücklich, hab wunderbare Menschen dort um mich, ein klasse Mentor.

Reza Mehman:

Und das heißt, du bist, du hast zu Ende studiert und jetzt bist du BH mit eingestiegen, so wie ich es verstanden hab.

Sebastian Fromm:

Genau, in der Geschäftsleitung, genau. Ja, also ich hab noch mal die Geschäftsführung über mir, also zum Glück noch mal eine kontrollierende Instanz.

Reza Mehman:

Ja, aber sozusagen das Nachfolgethema ist dann für euch relevant.

Sebastian Fromm:

Ja, auf jeden Fall, also das ist ein relevantes Thema. Meine Mutter ist natürlich dankbar, dass jemand das Familienunternehmen mit übernehmen möchte. Du hast Geschwister, ich hab 2 Brüder, perfekt, ne, sehr gutes Verhältnis zu ihnen.

Reza Mehman:

Sehr gut und die sind wahrscheinlich genauso wie du. Stark, groß, blond, ja, ja, O. K., O. K., O.

Sebastian Fromm:

K., wir fliegen da um, sehr.

Reza Mehman:

Gut, ja, genau, sehr gut und Rugby, erzähl mal, du hast in der deutschen Nationalmannschaft gespielt.

Rugby, Irland und Leistungssport

Sebastian Fromm:

Genau, also ich kann das Ganze mal chronologisch aufbröseln, also ich hab mit 6 Jahren angefangen, Rugby zu spielen, man muss wissen, Heidelberg ist eine Rugby Hochburg.

Reza Mehman:

Auf jeden Fall, ja, das also.

Sebastian Fromm:

Wenn man aus Heidelberg kommt, so ein bisschen mit Heidelberg auseinandersetzt, dann kommt man um Heidelberg um Rugby eigentlich nicht umher und und ich kann mich dran erinnern, 6 Jahre alt, wir hatten früher im Au Pair, meine Eltern haben ja viel gearbeitet und dann kam auf einmal dieser 2 Meter Hühner aus Südafrika an als Au Pair, Dirk Pressler hieß er, hatte Flip Flops an, nur ein Rucksack, wirklich der kälteste deutsche Winter kam da angeschlappt und ich war einfach nur unglaublich begeistert, ich dachte so krass, so will ich auch sein, hab mich mitgenommen zum Rugby Training und nachdem ich paar Sachen ausprobiert hab, ich war Turner, als ich jung war, irgendwie so ein Ballsportarten ausprobiert, aber es hat mich nicht so gecatcht wie dann tatsächlich das Rugby, da hab ich richtig Fuß gefasst, hab schnell Freunde gemacht dort und es ist dann so ein bisschen wie, ja wie eine Familie geworden, meine Eltern haben mich unglaublich unterstützt an Wochenenden viel unterwegs gewesen, U10, U8, U10, U12, U14 Turniere von Frankreich nach Schottland, England, also tatsächlich sehr viel unterwegs gewesen.

Und so wurde Rugby relativ schnell ein ganz zentraler Bestandteil von meinem Leben. Also nicht nur sportlich, sondern halt auch was mein Selbstbewusstsein anbelangt.

Reza Mehman:

Du warst im Sportinternat, war dann auch viel mit Rugby wahrscheinlich.

Sebastian Fromm:

Genau. Und das war dann so der nächste Step. Mein U16 Nationaltrainer damals hat gemeint, wenn ich den nächsten Step machen möchte, wenn ich richtig gut werden will. Und er hat ein gewisses Potenzial gesehen, dass ich damals nicht gesehen hatte. Er hat gemeint, so ey, wenn du das machen möchtest, ich würd dir empfehlen, ins Ausland zu gehen. Mein bester Freund ist damals ein halbes Jahr nach Australien, war es ja, ach genau, ich glaub, nach Adelaide gegangen und dann hab ich gesagt, gut, ich geh woanders hin. Ich war ein bisschen so in Homeworld, ich wollt nicht ganz so weit weg und dann ging es nach Irland. Mein Vater hat Verbindungen nach Irland und dann ging es 3 Monate dort auf ins Sportinternat und du musst dir vorstellen, ich bin dahin gekommen, es waren es war mitten im Nirgendwo, also es ist westlich von Dublin gewesen, ein altes Kloster.

Reza Mehman:

Ich muss ganz wohl fragen, Irland ist aber auch stark im Rugby, unglaublich stark, O. K., sehr.

Sebastian Fromm:

Also wirklich, die, die, sorry für diese Unwissenheit, alles gut, die Leben dafür, also die Iren sind da, es ist Volkssport, genau dafür, dass es nur knapp 4000000 Einwohner sind, ist es ja auch eine gewisse Anomalie, dass sie so sind, genau, genauso wie die Neuseeländer. und ja, die All Blacks, die All Blacks, genau, ja, dort dann nach 3 Monaten 12 Rugbyfelder, ein paar Kühe, 600 Schüler, sonst also 600 männliche Schüler, sonst gar nichts. Hab 3 Monate gemacht, bin in die Schulmannschaft gekommen, lief alles sehr gut, tatsächlich besser als erwartet, auch gut Anschluss gefunden, ich hab in meinem ersten Jahr dort 15 Kilo zugenommen. Ich wurd wirklich regelrecht gemästet, weil ich noch nie mit so einer Professionalität konfrontiert wurde. Also 15 Kilo Muskeln, sicherlich auch ein bisschen Fett, aber ich bin voll auseinander gegangen.

Ich hab zum ersten Mal richtig gegessen, richtig trainiert, hab zum ersten Mal auch Supplements genommen und ja, mit 16.

Reza Mehman:

Was hast du damals genommen?

Sebastian Fromm:

Es war tatsächlich nur Whey Protein und dann irgendwann auch mit Kreatin angefangen. aber bin einfach wirklich aufgegangen, weil einfach weil die Trainingsbelastung super gesteuert wurde und es gab halt nichts anderes außer Schule und Rugby, also immer parallel gefahren. Rugby ist eigentlich ziemlich cool, sportlich, wirklich sehr, eigentlich ziemlich cool. Ja, das war so die DNA dieser Schule. Aus den 3 Monaten wurde dann ein Jahr im Leiden meiner Mutter, wurde aus dem Jahr 3 Jahre, hab mein Abi dort gemacht und aus den 3 Jahren Irland wurden dann im Endeffekt 8 Jahre.

Reza Mehman:

Wow, O. K., genau, O. K., in welchem Alter bist du zurückgekommen?

Sebastian Fromm:

Ich war 23 genau mit 23 dort in Irland dann noch Rugby gespielt und dann ging es 2018 zurück und dann angefangen mit der Nationalmannschaft zu spielen und dann kam der nächste Abschnitt in meiner sportlichen Karriere und zwar die Olympiakader Phase stark genau für Deutschland zu spielen, das Land auch international zu repräsentieren, nicht nur im U16 U18 Bereich, sondern dann auch für die Herren und die Siebener Mannschaft und das ganze Siebener Rugby, das Programm.

Reza Mehman:

Von das ist ein bekannter Begriff, gell Siebener.

Sebastian Fromm:

Genau, das ist ja die olympische Variante des Rugbys, die tatsächlich immer mehr Gefallen findet in der breiten Bevölkerung, was richtig schön ist. Genau, das Siebener Rugbyfinale war das zweit meistgesehene Event der Sommer Olympischen Spiele nach dem 100 Meter Sprint, was auch einfach dafür spricht, dass dieser Sport einfach Gefallen findet, weil er super anschaulich ist.

Reza Mehman:

Und wann hast du noch mal studiert und wann hast du parallel gemodelt für also wie hast du das alles gemacht?

Sebastian Fromm:

Dein Sozialleben, echt, ja, das ich glaub, das wurde mir so ein bisschen mit der Muttermilch gegeben, dass das Akademische eigentlich immer Plan A ist. Also eine gewisse finanzielle Sicherheit durch, ja durch eine akademische Karriere, durch ein Backup zu wissen, O. K., wenn es mal sportlich nicht mehr klappen sollte, durch Verletzungen, durch unglückliche Zufälle, durch was auch immer, dass man da eine sichere Karriere anstreben kann. Also, nachdem ich mein Abi gemacht habe, hab ich dort dann in B.S.C. in Molecular Medicine gemacht und halt während dem während des während des Rugbyspielens dort und dann parallel zum ja zum Profidasein in Deutschland dann Medizin studiert. In Heidelberg, in Heidelberg genau und dann Doktor, hast du auch in Heidelberg gemacht. Genau, ja, das war tatsächlich das die einzige Art und Weise, wie ich die 2 kombinieren konnte, ist das alles im Neuenheimer Feld gebündelt war.

Reza Mehman:

Ah, sehr schlau, genau geographisch sehr schlau, man muss wissen, wenn man nicht Heidelberger ist, Neuenheimer Feld ist sozusagen Medizin, Hochburg für Kliniken und auch Studium, das passt eigentlich sehr gut und wie bist du und genau und das Thema Rugby ist da auch, glaub ich, Neuenheimer Feld, kann das sein?

Sebastian Fromm:

Genau, also der Olympiastützpunkt ist hinten im Neuenheimer Feld, die Fahrtwege sind relativ kurz.

Reza Mehman:

Kirchheim gibt es, glaub ich, auch noch mal.

Sebastian Fromm:

In Kirchheim sind Nummer 2 Clubs.

Reza Mehman:

Genau, ja, ich bin, ich bin eher so ’n O.G. Kirchheimer von da ist tatsächlich.

Sebastian Fromm:

Mein ehemaliger Club, die Rudergesellschaft Heidelberg, also die RGH im Habichtweg.

Reza Mehman:

Ja, genau, richtig, genau.

Modeln als persönliche Herausforderung

Reza Mehman:

Und wie kommt man dann dazu, also dass man modelt, wurdest du drauf angesprochen oder hast du gesagt, hey, ich will modeln oder wie kommt das zustande?

Sebastian Fromm:

Es war initial ein eine Überwindungssache. Ich hatte immer den Eindruck, ich würde gerne mal vor der Kamera stehen, nicht weil ich denke oder dachte, ich sonderlich gut aussehe, sondern weil es die größte Überwindung war, die ich hatte. Und ich dachte, mit was kann ich mich denn, mit was kann ich mich fordern, wovor hab ich richtig Angst und das war damals noch in meiner vorherigen Beziehung, wo sie gemeint hat, komm, wir machen doch mal zusammen Fotos. und du, ich hab mir so in die Hosen \*\*\*\*\*\*\*\*\*\* als diese Fotos dann kamen, ich wollt sie mir nicht angucken, weil ich dachte, O. K., diese Fotos, die wären eine Katastrophe.

Reza Mehman:

Ihr habt erstmal privat Fotos gemacht?

Sebastian Fromm:

Genau, also im Endeffekt, wir haben gemeinsam so Hochzeitsfotografie gemodelt, die haben so Hochzeiten nachgespielt. Also ich hab in meinem Leben jetzt schon 6 Mal geheiratet, war kam.

Reza Mehman:

O. K., alles klar.

Sebastian Fromm:

Und danach, also das ist.

Reza Mehman:

Deine damalige Freundin hat dich drauf angesprochen, das erst mal, die.

Sebastian Fromm:

Hat das gemacht und dann gesagt, ja warum machen wir es denn nicht zusammen und irgendwann, du.

Reza Mehman:

Siehst ja nicht so schlecht aus, ja genau, man.

Sebastian Fromm:

Kann das doch irgendwie in Business umwandeln und das hat dann auch die Zeit lang ganz gut geklappt und dann dachte ich, O. K., das krieg ich doch auch alleine hin und hab dann in der Zeit auch Fotografen kennengelernt und hab gemeint, hey, ich möchte das jetzt mal alleine versuchen. Und das war eine krasse Überwindung. Also zu zweit war eine ganz andere Sache, weil der Fokus nicht auf einem selbst ist, sondern meistens dann halt auf der Braut und es war voll O. K. und ich war so ein bisschen Nebendarsteller und hab mich so ein bisschen so als Accessoire gefühlt. Aber das war voll fein für mich, das war meine Rolle, das ist voll gut. O. K. Aber dann selbst dazustehen in diesem Mittelpunkt, das war eine extreme Überwindung, weil mir das ganz schwer fiel und ich dachte, nee, ich möchte mir jetzt beweisen, dass.

Reza Mehman:

Kannst du sagen, für wen du das gemacht hast, für wie meinst du, welche, welches Unternehmen das war, kannst du.

Sebastian Fromm:

Das ach so, ja, initial, das waren einfach für Modelagenturen. Genau, also ich hab da befreundete Fotografen in Heidelberg von damals noch kennengelernt und ja, die haben die Fotos für mich gemacht und die hab ich dann eingereicht. Ich wollte erst, eigentlich wollt ich sie gar nicht einreichen, sondern ich wollt einfach, nee, ich stell mich jetzt vor diese Kamera, ich trau mich.

Reza Mehman:

Du magst Herausforderung?

Sebastian Fromm:

Genau, ich möchte diese Challenge haben, mich ja damit zu konfrontieren, was mir super unangenehm ist und nicht mit dem Ziel, irgendwie was damit zu machen, sondern einfach nur um es getan zu haben. Und das hab ich gemacht und die Fotos sind nicht schlecht geworden.

Reza Mehman:

Ich hab ein paar gesehen, die sahen ganz gut aus hier.

Sebastian Fromm:

Und die hab ich dann eingereicht und erfreulicherweise fanden die Agenturen das auch ganz gut und so bin ich mit der Zeit immer wieder an verschiedene Jobs gekommen, vor allem was so Sportmodel anbelangt. Zum Beispiel, also ich hab 3 Jahre lang für SPORT 2000 gearbeitet, war da das Gesicht von dem Fitnessbereich. was echt cool war, wir sind viel unterwegs gewesen, ich hab.

Reza Mehman:

Da auch Sport da draußen ist ja auch groß.

Sebastian Fromm:

Ja, ist ein riesen europäischer Reseller, 3 Milliarden Umsatz haben wir, also crazy Unternehmen auf jeden.

Reza Mehman:

Fall und du warst 3 Jahre lang das Gesicht davon.

Sebastian Fromm:

Genau, also von dem Fitnessbereich, also wenn man da auf die Seite geht.

Reza Mehman:

Dir war vorher nicht bewusst, dass du ein hübscher Kerl bist?

Sebastian Fromm:

Ich glaub, mir war lange Zeit nicht bewusst, dass ich überhaupt gut genug bin, gerade in vielerlei Hinsicht. Ob das jetzt das Akademische ist, ob das Aussehen ist ja sowieso immer ein schwieriger Punkt.

Reza Mehman:

Das ist verrückt. Was für, sorry, wenn ich so direkt frage, ich muss einfach raushauen. Ich wollte dich auch nicht unterbrechen, sorry dafür. Was war denn deine Abschlussnote bei deiner Doktorarbeit? Ach so mal \*\*\* laude.

Sebastian Fromm:

Nee, tatsächlich nicht.

Reza Mehman:

Da bin ich beruhigt, endlich mal eine Sache, wo du nicht perfekt bist.

Sebastian Fromm:

Nee, ich hab, ich hab ’ne \*\*\* laude. O. K., O. K., ja, aber bist doch ’n Mensch. O. K., ja, war auch das war ’ne ’ne schöne Herausforderung, denn ich wollte unbedingt publizieren, ich wollte unbedingt, dass der, dass es veröffentlicht wird in einem Journal, das hat geklappt. ich hab die Arbeit selbst geschrieben, komplett selbständig, zusammen mit einem echt coolen Team, hab das damals in der in der Artos Klinik in Heidelberg, genau, wo ich auch eine Zeit lang gearbeitet habe und hab da paar coole junge Chirurgen kennengelernt, die mich da gut eingeführt haben.

Reza Mehman:

Modelst du noch nebenbei, jetzt immer noch oder eher weniger?

Sebastian Fromm:

Es wird stiefmütterlich behandelt. Ja, also es läuft nebenbei. Ich hab selbst 5 Jahre lang kein Social Media gehabt und hab das Modeln immer ja wirklich komplett nebenbei gemacht. Wenn ich mal eine Anfrage bekommen hab ich das gemacht, aber ich hab nie aktiv geworben.

Social Media, Vergleich und externe Validierung

Reza Mehman:

Ist aber eigentlich interessant, du hast sauviel Content sozusagen produziert durch Fotos und so weiter und hast aber kein Social Media gehabt. Wie kommt, wie kommt das zustande?

Sebastian Fromm:

Ganz viel Content, mit dem ich nie irgendwas angefangen habe.

Reza Mehman:

Warum kannst Social Media? Also, du bist gar nicht mal auf Social Media.

Sebastian Fromm:

Derzeit bin ich noch nicht, ich überleg es mir immer wieder.

Reza Mehman:

Also, hast du mal schlechte Erfahrungen gemacht mit Social Media?

Sebastian Fromm:

Ja, ich kann mich dran erinnern, dass ich bin sowieso jemand, der musst du bist, der vergleicht sich viel.

Reza Mehman:

Ich gewinnt immer quasi.

Sebastian Fromm:

Ja, schön wär es. Ich glaube, nach außen.

Reza Mehman:

Ich vergleich mich aber auch, aber ich glaub bei dir ist noch mal ein anderes Ding, weil es ist schon außergewöhnlich, sag ich jetzt mal, deine Karriere, dein Werdegang, das was du erreicht hast und so weiter. Also ich weiß nicht, wie du das gerade selber siehst, aber als Außenstehender sieht man ja schnurstracks irgendwie alles hat gut funktioniert, alles egal was du machst, hat Erfolg gehabt in irgendeiner Form. Also ich glaub, das ist bei.

Sebastian Fromm:

Sehr vielen Menschen so, also ich kenn das aus meinem Umfeld, ich hab viele vor allem highperformer Freunde, männliche Freunde, die nach außen hin alles wunderbar, alles glänzt, alles ist einfach, das Leben kommt einem zugeflogen, man hat immer alles und unter Kontrolle, es ist immer alles souverän, aber innerlich ist schon immer eine ordentliche Anspannung, also dieser Druck, der innerlich herrscht, sich das auf auch auf auch aufrechterhalten zu müssen, ist krass und es war bei mir lange Zeit auch so, dementsprechend Leistung ist für mich was was ganz Ambivalentes. Also können wir auch gern noch mal ein bisschen mehr auf diesen Begriff ein einsteigen, was der für mich, was der für mich bedeutet. Jetzt hab ich, was war denn mal, achso genau, das Vergleichen hast du gesagt, ach auf Social Media, und zwar dieser Vergleich war immer präsent, aber ich konnte es damals noch nicht so gut einordnen.

Ich war damals noch nicht an einem Punkt, wo ich durch meine eigene Selbstreflexion überhaupt gemerkt habe, was war, was da überhaupt passiert, sondern ich hab eigentlich immer nur eine innere Anspannung gefühlt. Und der Punkt, wo ich mir gesagt hab, ich möchte kein Social Media mehr, war bei einem Lehrgang in Madrid mit der Nationalmannschaft und musst dir vorstellen, Freitag vor einem Samstag hatten wir ein Spiel, Freitag hatten wir frei, das ganze Woche unglaublich gut trainiert. wir sind durch die Stadt gelaufen, sonniges Madrid, weißt du, am Springbrunnen vorbei, es waren Leute, die haben Gitarre gespielt, wir saßen im Café, haben einen Cappuccino getrunken. Ich hätte eigentlich in mir sein können und sagen, hey, es ist alles gut. Cooler Moment, geiler Moment, ich genieße ihn.

Das Einzige, was ich in meinem Kopf hab, wie kann ich anderen Leuten zeigen, wie geil es hier ist, damit ich selbst diesen Moment genießen kann, durch die Brille anderer.

Reza Mehman:

Das heißt Social-Media-Effekt, ja richtig, genau.

Sebastian Fromm:

Also ich konnte es für mich nicht genießen, sondern nur wenn ich die Validierung von anderen bekommen habe, dass dieser Moment so geil ist, wie ich ihn gerade spüre, boah, darf ich mir erlauben, dass er so ist?

Reza Mehman:

Ja, ist krass.

Sebastian Fromm:

Und dann war so, wow, ich lebe mein Leben nicht für mich, ich genieße es nicht für mich, sondern ich genieße es, indem andere mir erlauben, dass ich es genießen darf. Ja, das heißt, diese externe Beschichtung

Reza Mehman:

steht zu 100% was du meinst.

Sebastian Fromm:

War richtig heftig. Und da hab ich gesagt, nee, das will ich eigentlich nicht mehr. und auch das war Überwindung, weil natürlich dieses Profil, auch wenn was hatte ich da, ich hatte 2000 Follower, ich dachte ich bin der größte Hecht. O. K., O. K., also in welchem Jahr war das? Ich kann es dir gar nicht genau sagen, warte doch, 2019 glaube ich, war es oder?

Reza Mehman:

Ja, O. K., für damalige Verhältnisse ist ja, gab es nicht viele große Accounts, sag ich jetzt mal.

Sebastian Fromm:

Ja, stimmt, wenn man dann mal irgendwie 20 30000.

Reza Mehman:

War das, genau, und das hat jetzt nach sechs, sieben Jahren natürlich alles ein bisschen anders, aber das, ich bin da 100% bei dir, ich hab auch manchmal so Situationen, wo ich mich irgendwie gezwungen fühle, jetzt das irgendwie zu erfassen und auf Social Media, auf Instagram insbesondere dann hochzuladen und gar nicht mal für mich interessanterweise dann.

Sebastian Fromm:

Hast du dann den Eindruck, dass wir andere tun?

Reza Mehman:

Genau, das dann für andere sozusagen, also auch gar nicht mal für meine Family, weil meine Family weiß ja, wo ich bin und wenn die was sehen wollen, schick ich es denen halt zu. Also man tut es dann für tatsächlich Fremde, manchmal hat man auch so gewisse Köpfe, so, also so Köpfe vor den Augen, wo man O. K., jetzt denkt man an den einen, O. K., der soll jetzt sehen, was ich jetzt mache, das passiert auch ab und zu, aber dieser Zwang, das ist schon nicht normal, würde ich sagen, da bin ich vollkommen bei dir.

Sebastian Fromm:

Ich mein, du bist Unternehmer, du möchtest eine gewisse Reichweite haben, das für dich ist natürlich auch ein, gehört auch dazu, ein Mittel zum Zweck. Also ich glaube, es in einer auf eine gesunde Art und Weise nutzen zu können, ist ein Skill. Es ist was, das darf man sich aneignen, auch sicherlich durch muss man vielleicht sogar für die eigene, ja für die eigentliche mentale Gesundheit. Du hast vollkommen recht, das ist was, das darf man, glaub ich, lernen, sich damit zu konfrontieren.

Reza Mehman:

O. K. und das war sozusagen der einzige Grund, warum du aus Social Media raus bist oder also ist der Vergleich auch, hast du vorhin.

Sebastian Fromm:

Vergleich ist immer da.

Reza Mehman:

Gewesen, mit wem hast du dich verglichen, mit Gott und der Welt?

Sebastian Fromm:

Das Problem ist, ich glaube, viele Menschen, wenn sie sich vergleichen, es wär jetzt so einfach, sich mit Leuten zu vergleichen, die in gewissen Aspekten nicht so weit sind, wie du es nimmst, sondern man vergleicht sich immer nach oben und dann vergleicht man sich nicht als gesamtes Individuum, sondern man pickt die Sachen raus, wo man selbst sich als inadäquat wahrnimmt und andere als besser.

Reza Mehman:

Ja, Ich bin da 100% bei dir. Ich find auch, das ist das Problem, was ich gerne meinen Kindern versuche, dann irgendwann, wenn die im Social-Media-Alter sind, irgendwie zu verklickern, zu sagen: ‚Hey, das was du auf Social Media siehst, das sind nur die Highlights. Du siehst nicht die Lowlights, also Nummer 1. keiner also ganz wenige posten ihre Lowlights, alle posten ihre Highlights und jetzt kommt der zweite Aspekt dazu, du siehst auch von allen Leuten die Highlights, die sie beispielsweise besonders gut können, irgendwelche Sportler zum Beispiel, besonders gute Läufer, wie du weißt, mach ich HYROX so ein bisschen nebenbei und auf einmal ist mein Feed voll mit irgendwelchen Lauftrainings und ich kann mich ja gar nicht mit den Leuten vergleichen, das sind teilweise Profiläufer.

Ich hab aber trotzdem und das glaub ich dir absolut, ich hab auch trotzdem diesen Zwang, mich zum Vergleichen, ja das ist immer eine krasse Pace, ich komm ja nicht mal annähernd dran an diese Pace oder dann kommt einer, der drückt dann irgendwie besonders viel auf der auf der Hantelbank, dann kommt einer, der ist besonders gut im Kickboxen und von allen seh ich die Highlights und vergleich mich dann auch und wohlwissend eigentlich, OK, der eine Läufer, der läuft ja auch nur, das ist ja sein Hauptding. Also ich kann mich ja gar nicht mit dem vergleichen, ich bin kein rein reiner Läufer, ich bin kein reiner Pumper, ich bin kein Reiner und so weiter und so fort. Das ist auch das, was ich versuche, dann irgendwann meinen Kindern beizubringen. Das hat auch bei mir lange gedauert zu verstehen. Guck dir nicht nur die Highlights an, weil jeder Mensch hat auch Lowlights, ist einfach so und das Zweite ist, wenn du in einer Sache top bist.

Dann kannst du dich mit dieser einen Sache vergleichen, um da besser zu werden. Aber hör auf jeden Fall auf damit, dich in allen Bereichen, mit allen Leuten, in allen, ich sag jetzt mal, Aspekten zu vergleichen. Das schadet einem.

Sebastian Fromm:

Es schadet einem und es ist vor allem auch, es ist ja dir selbst gar nicht fair gegenüber. Ich meine, du hast eine Erwartungshaltung an dich selbst, die du anderen gegenüber nicht an den Tag legst. Du erwartest ja auch nicht von deinen Freunden, dass sie oder den liebsten Menschen, die dir wichtig sind, dass sie in allen Bereichen super gut sind, aber. komischerweise von einem selbst, wenn man in die Vergleichsspirale kommt, dann denkt man, ah ja, ich muss so viel Bankdrücken, aber ich muss doch auch so schnell sein und gleichzeitig muss ich doch auch noch der beste Vater sein. Also das sind ja so viele Aspekte, die auf einmal zusammenkommen und dann ist die Messlatte so exorbitant hoch, dass man sich selbst gar nicht gerecht werden kann.

Deswegen ist Vergleich, ich glaub was Menschliches, ich glaub jeder vergleicht sich, wir wollen ein gewissen, wir wissen, wir wollen uns in der Gesellschaft positionieren, das ist glaub ich was völlig Natürliches und gleichzeitig ist wichtig zu wissen, dass unser eigener Wert niemals von dem Vergleich abhängig ist.

Leistungsdruck, Ziele und Prozessziele

Reza Mehman:

100% wo liegt denn gerade deine persönliche Messlatte, also was ist dir gerade wichtig, irgendwie für mich selbst genau gut zu sein, voranzukommen. Ich weiß nämlich, dass du dich, glaube ich, unglaublich gern challengest, so mit neuen Herausforderungen, das weiß ich, seitdem ich zweimal mit dir trainieren war. Die Trainingseinheiten waren einfach nur crazy, also rein zum Vergleich, du hast mich angesprochen gehabt, hey, lass mal zusammen trainieren gehen, ich so, ah, sau gerne, was sollen wir machen? Ja, die eine Trainingseinheit war 5 Pull-ups, 10 Push-ups, 15 Squats, hört sich erstmal easy an, aber das 20 Mal und dann nach diesem EMOM, also EMOM, genau, das heißt zu jeder vollen Minute machst du eine neue Runde sozusagen auf und ich hab noch nie in meinem Leben quasi 20 mal 5 Pull-ups gemacht, also 100 Pull-ups an einem Tag gemacht.

Sebastian Fromm:

Das ist doch wunderbar, weil wenn man dich davor gefragt hätte, ey Reza, kriegst du 100 Klimmzüge in der in 20 Minuten Hilfe.

Reza Mehman:

Niemals hätt ich gern und du pusht dich und du kriegst, du hast mich gepusht, muss ich wirklich sagen. Ja, ja, also ich weiß, dass deine Messlatte oben ist, weil du bist ja in allen Bereichen, glaub ich, sehr Highperformer, würd ich mal behaupten.

Sebastian Fromm:

Ja, also ich versuch tatsächlich da eine Balance zu finden.

Reza Mehman:

Also, ich glaub dir kein Wort.

Sebastian Fromm:

Es ist, es ist für mich etwas, das ich glaub ich, intrinsisch nicht mitbekommen habe und zwar, dass ich nicht permanent leisten muss, sondern das ist was, das durfte ich mir mit der Zeit beibringen, dass ich auch weniger tun darf und das Leisten etwas ist, womit ich mich fordern darf. das sicherlich sehr viel gute Aspekte mit sich bringt, aber das nicht meinen Selbstwert definiert. Und da, das ist was, das ist, das ist was, da bin ich dran. Wenn du meinst, was diese, was diese Messlatte gerade ist, für mich sind es kurzfristige und langfristige Ziele. Also, du meinst, ich fordere mich sehr gerne heraus, das sind tatsächlich tägliche Sachen, aber auch kurzfristige Ziele, wie jetzt in zwei, drei Monaten den ersten HYROX zu laufen, eine gewisse Etablierung bei mir im Unternehmen, Dinge, die man gut messen kann, kurzfristige Ziele, die man gut messen kann.

Das versuche ich einmal im Jahr am Anfang des Jahres, mir meine jährlichen Ziele zu definieren, das Gleiche dann auch über 5 Jahre. Aber was ich vor allem anstrebe, sind diese Prozessziele, was sehr viel mit meinen Werten zu tun hat, was für ein Mensch möcht ich denn sein, was bringt mich denn langfristig Prozessziele, was genau meinst du? Zum Beispiel, nach welchen Werten möchte ich denn leben? Ich weiß beispielsweise, dass wenn ich mir sage, ich mach jetzt 10 HYROX und wenn ich diese, wenn ich diese Zeit hab, dann bin ich happy. Heißt, ich hab in der Vergangenheit immer gedacht, OK, wenn ich das hab, dann bin ich happy, wenn ich das bin hab, dann bin ich happy, wenn ich das erreicht habe. Und es sind immer diese Ziele gewesen, wo ich dann im Endeffekt ’ne relative Kurzfristiges High gespürt hab, aber dann Ernüchterung, weil im Endeffekt mir das keine langfristige Zufriedenheit gegeben hat.

Und für mich sind diese Prozessziele Dinge, wie ich mich selbst sehen möchte und wie ich sein möchte. Dinge, die mir langfristig Zufriedenheit geben und es ist stark verankert mit meinen Werten. Das heißt, ich möchte ein integrer Mensch sein, ich möchte ein ehrlicher Mensch sein, ich möchte jeden Tag darauf hinarbeiten, weiterhin mich zu entwickeln. Mehr Selbstakzeptanz zu finden, mehr Dankbarkeit zu leben in meinem Leben, soziale Kompetenz, soziale Kontakte zu pflegen, verbunden zu sein in der Gesellschaft, mit meinen Freunden, mit meiner Familie. Das sind, das sind die Ziele, wo ich weiß, langfristig ich sehr viel Freude draus zehren werde und gleichzeitig hab ich natürlich diese kurzfristigen Ziele, die mich immer wieder pushen.

Reza Mehman:

Und jetzt mal richtig direkt gefragt, lebst du aber trotzdem im Moment? weil du bist, glaub ich, sehr zielorientiert.

Im Moment sein und körperliche Grenzerfahrungen

Sebastian Fromm:

Ja, ich bin zielorientiert und gleichzeitig ist was mir sehr viel Freude bereitet, das im Moment sein und das sind Erfahrungen, wie halt Sport, die mich komplett auspowern. Es gibt wenig Momente, wo ich mich so verbunden fühle mit mir selbst, wie wenn ich im Sport genau vorhin, als ich die genauso tick ich auch 100%, nachdem ich diese Intervalle gelaufen bin.

Reza Mehman:

Beim letzten Mal, meinst du.

Sebastian Fromm:

Nee, jetzt heute, O. K., O.

Reza Mehman:

K., heute redest du von unserem.

Sebastian Fromm:

Letzten Mal, aber da auch, genau. Also es sind diese Momente, wo man komplett ausgepowert ist. Also du kennst es ja, weißt du, du bist raus aus deinem Kopf, du bist im Moment und du spürst dich, du spürst dich wirklich, bist in jede einzelne Phase, bist du präsent. Und das Gleiche gilt bei anderen körperlichen. Also, ich bin sehr körperlicher Mensch, also Eisbaden, kalte Duschen, extreme Temperaturen in der in der Sauna beispielsweise, aber auch andere so Extremerfahrungen. Ich war dieses Jahr auch verrückt mit 2 Freunden. Sie wollten wir in 7 Tausender hoch, also sind wir in die Anden geflogen und waren da bei minus 39 Grad. Dann, nein, ja, 39 war krass, bei 80 km/h Winden, ja.

Reza Mehman:

Und wie weit seid ihr gekommen?

Sebastian Fromm:

Wir sind auf 6400 Meter gekommen und dann hat das Wetter ein Strich durch die Rechnung gemacht. Aber solche Grenzerfahrungen, wo du dann, wo ich eben, wo ich immer denk, OK, ich kann nicht mehr, aber irgendwie geht es dann doch noch weiter oder irgendwann geht es dann halt auch nicht mehr weiter, wo dir durch den Körper Grenzen gesetzt werden, aber du dich so sehr spürst, das sind Momente, da bin ich sehr im Jetzt.

Reza Mehman:

Das Grenzen durch den Körper, darüber sprechen wir am besten gleich noch mal, bevor ich aber jetzt eine Sache noch sagen möchte und zwar durch Sport. in dem Moment sein, das versteh ich zu 1000%, was du damit meinst. Ich hab vor, was haben wir jetzt, Juni im April hab ich an einem Hyrox dran teilgenommen, zusammen mit einem sehr guten mittlerweile Kumpel von mir, ist der Lennart Sass, der ist ein blinder Parajudoka und das war natürlich auch eine Herausforderung, weil er eben blind ist, zusammen an so einem Event teilnehmen, es war schon ist einfach ein Erlebnis, muss ich wirklich sagen.

Sebastian Fromm:

Ich hab das Video gesehen, ich hab es so Gänsehaut, ey, das war, ich hab fast geweint, es war für mich, ich hatte so ein bisschen Pipi in den Augen.

Reza Mehman:

Danke, Amli, muss ich sagen, dass er so ein geiles Video geschnitten hat, aber wir hatten Trainingseinheiten, ich werd es niemals vergessen, wir haben uns getroffen, ab sonntags auf der Neckarwiese für alle, die Heidelberg nicht kennen, Neckarwiese ist quasi ja eine sehr beliebte Straße, sehr beliebte Wiese direkt am Neckar, und wir haben dann eine gute Laufeinheit gepaart mit so Lunges und Squats und keine Ahnung was gemacht und der Lennart, der ist halt 26 Prime seines Lebens, Olympiateilnehmer, Judo und so weiter und also einiges fitter als ich, wir haben richtig reingehauen und ich werd niemals im Moment vergessen, wir haben dann irgendwann, ich glaub so 100 Squats oder so gemacht, so halt die Squats waren an der Reihe, ich ich war völlig fertig, weil wir halt vorher die Laufeinheiten noch hatten und der so, Reza, ich genieße es gerade total hier mit dir bei Sonnenschein und ich war so kurz vorm Tod sozusagen, aber da dachte ich mir auch, der hat vollkommen recht, es war so ein geiler Moment, weißt du bist mit einem Kumpel, ihr trainiert hart, du spürst deinen ganzen Körper, dein ganzer Körper sagt eigentlich, nein, hör auf, aber irgendwas sagt ihr, mach weiter, das machst du jetzt noch zu Ende, die 100 machst du voll.

sterben kannst du sowieso danach irgendwann, aber jetzt im Moment machst du erstmal weiter.

Sebastian Fromm:

Ja, ich kenn das sehr gut und ich glaub, das ist was, das können Leistungssportler sehr gut nachvollziehen, das ist die Freude an dem gewissen Leiden während des Trainings, wenn es richtig anstrengend wird, nämlich dann ist der Moment, wo die meisten sagen, O. K., ich hör jetzt auf, aber Lennart und du, ihr habt gesagt, ja, ich könnt jetzt aufhören, aber ich mach weiter und zu lachen und fängt mal an, geil, genau das gibt mir viel, ja, ich kann es sehr gut nachvollziehen.

Reza Mehman:

Das hab ich von ihm auch sehr, sehr krass gelernt, dieses in dem Moment einfach das zulassen, was gerade passiert, hab ich von ihm absolut gelernt. Aber du hast vorhin gemeint, Grenzen des Körpers, hast du die schon mal erlebt?

Sebastian Fromm:

Ja, also was ich 39 Grad oder das war ein Moment. Es war, ich bin jemand, der nicht gesegnet ist, was Höhenkrankheit anbelangt. Also ich hab die letzten zwei, drei Tage so gut wie nichts gegessen.

Reza Mehman:

Ach, wirklich? Ja, ich hab bei der Anstrengung.

Sebastian Fromm:

Ja, wir haben so, ja, es war, war schon heavy. und damit da auch.

Reza Mehman:

Sag mal bitte, ihr hattet ein Guide dabei oder wie?

Sebastian Fromm:

Ja, musst du, also wir waren zu dritt, das sind 2 gute Freunde aus Irland gewesen und mit denen ich in der Schule war und ja, wir haben uns das als Ziel gesetzt, die haben vor ein paar Jahren zu zweiten Kilimandscharo gemacht, ich hab den vor ein paar Jahren, den paar Jahre davor gemacht und dacht mir, komm, wir machen jetzt den, den weiten, den zweiten von diesen Seven Summits, also diese 7 höchsten Berge auf den jeweiligen Kontinenten. Und das war der Aconcagua in Argentinien beim Mendoza. Und ja, es ist irgendwann kann dann auch die größte Disziplin, der größte eiserne Wille, einfach nicht mehr pushen. Irgendwann geht es dann nicht mehr und das war bei mir dann beim Gipfelanstieg und hab die Nächte davor wenig geschlafen, so zwei, drei Stunden die Nacht, also man schläft so gut wie gar nicht, Die Winde sind echt krass gewesen.

Das heißt, das Zelt hat die ganze Zeit geschäkert, du hast ausgeatmet, das Kondenswasser hat sich ist total gefroren, dann hat es auf einmal wieder geschneit, weil der Wind wieder geraschelt hat. Ja, es war auf jeden Fall heavy, wenig gegessen, wenig geschlafen. Ich hab mir 3 Modiums reingepackt, damit ich wenigstens nicht bei minus 40 Grad auf Toilette stapfen muss nachts. Und es war eine Mischung aus Verfrorenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit durch die Höhe. Und um 02:00 Uhr nachts sind wir dann losgestapft, haben Steigeisen drauf gemacht und sind dann von 6000 wollten wir dann auf die knapp 7000 hochgehen, also diesen letzten Gipfelanstieg. Wir wussten, das Wetter ist \*\*\*\*\*\*\* und uns wurde auch nicht viel Hoffnung gemacht, dass wir überhaupt hochkommen. Und bei 6.400 Metern war dann war dann Tuck, aber bis dahin war es war wirklich Schritt für Schritt.

Also wir haben für diese 400 Höhenmeter, glaub ich, 6 Stunden gebraucht und ja, irgendwann hat mein Körper einfach gesagt, es geht nicht mehr, obwohl mein, mein, mein Kopf immer gesagt, push dich weiter, push dich weiter und ich kenn das eigentlich nicht anders, aber irgendwann setzt der Körper dir dann eine Grenze und es war echt mal wieder eine, in dem Sinne, demütigende Erfahrung. Also ich hab Demut selbst wieder gespürt, dass mein Körper mir doch wieder Grenzen aufzeigen darf, die gut und gesund sind und das nicht alles nur über Willenskraft und Disziplin funktioniert, das war eigentlich eine ganz schöne Erfahrung, muss ich sagen.

Reza Mehman:

Hast du vor, das wieder zu machen?

Sebastian Fromm:

Ja, also danach dachte ich mir erst mal erst mal eine Pause, aber du kennst es selbst, es ist, du quälst dich durch was durch, dann.

Reza Mehman:

Musst du machen.

Sebastian Fromm:

Ja, dann denkst du dir 2 Tage später, oh ja, das ist diese wunderbare rosy retrospection, wo im Nachhinein eigentlich völlig egal ist, weil.

Reza Mehman:

Wann machst du das denn wieder?

Sebastian Fromm:

Wir haben bislang noch kein Ziel, also noch kein definitives Datum. Wir wollen auf den Mount Elbrus gehen, das ist leider in Russland. Das heißt, es wird auch wegen der Ukraine, dem Ukrainekrieg ein bisschen schwierig, da rüber zu fahren. Müssen wir noch schauen?

Reza Mehman:

Wie hoch ist der?

Sebastian Fromm:

Er ist 5600.

Reza Mehman:

Aber würdest du den einen in den anderen den einen Berg dann wieder.

Sebastian Fromm:

Das würdest du, aber mit so schätz ich dich ein bisschen besserem Wetter. Es ist tatsächlich eine finanzielle Frage, diese Bergsteigen sind leider sehr teuer.

Reza Mehman:

Ja, ja, boah, verrückt, ey.

Verletzungen, Regeneration und Motivation

Sebastian Fromm:

Und ich glaub, das andere, was man da noch erwähnen kann, mein Körper hat mir häufig durch Verletzungen dann signalisiert, dass es nicht weitergeht. Also ich wurd viermal an den Schultern operiert, vom Rugby aus, genau, ja, immer wieder Schulter ausgekugelt, repariert, erst, das.

Reza Mehman:

War so eine harte Sportart, muss man wirklich sagen.

Sebastian Fromm:

Ja, es ist leider, das ist wirklich harte, faire Sportart, aber leider sehr verletzungsanfällig, genau, und ich bin sowieso sehr verletzungsanfällig, ich glaub, ich hab genetisch labile Schultern bekommen, das war immer so eine Schwachstelle.

Reza Mehman:

O. K., sieht man dir aber nicht an.

Sebastian Fromm:

Nee, zum zum Glück ist die Schwachsinn, zum Glück hab ich das weiter muskulär jetzt mittlerweile gut kompensiert wieder, aber das war in im Nachhinein war das immer so ein, ich glaub auch einfach zu viel und mein Körper hat gesagt, so es geht nicht weiter, weil ich mir selbst die Pausen, die Regeneration, das was ich eigentlich gebraucht habe in der Vergangenheit, mir nicht erlaubt habe, das was, das hab ich mit den Jahren gelernt.

Reza Mehman:

Das wollt ich gerade fragen, wie hat sich jetzt zum Beispiel deine Einstellung gegenüber solchen, ja, Daten, Zielen geändert? Also, wie tickst du heute, wie hast du vor 56 Jahren getickt?

Sebastian Fromm:

Ich glaube, was sich stark verändert hat, ist die Motivation dahinter. Ich glaub in der Vergangenheit war, ich trainier weiterhin extrem hart, ich versuch weiterhin immer wieder an Limits zu gehen, ich halt mittlerweile bessere Pausen ein, ich achte mehr auf meine Regeneration, ich achte mehr auf Ernährung, früher konnt ich auch mal eine Weile schlecht schlafen und nur Müll essen am Wochenende, teilweise dann auch trinken gewesen, geht nicht mehr. Das heißt, die Trainingsadaptation ist da nicht mehr so, wie es halt mit Anfang 20 war, aber ich glaub, was sich am meisten verändert hat, ist die Motivation dahinter. Früher hab ich mich extrem gepusht, weil ich immer den Eindruck hatte, nicht gut genug zu sein, das heißt, ich musste mir selbst und allen immer was beweisen. Mittlerweile push ich mich hart, weil ich weiß, dass es Teil meiner Identität ist, Teil von meinem Sein.

Ich liebe es, ich liebe es zu wachsen, ich liebe es, mich herauszufordern, aber es ist nicht mehr so, dass ich denk, ich bin nicht mehr gut genug, deswegen muss ich es jetzt machen und ich muss es jedem beweisen, sondern ich mach es vor allem für mich. Auch da kippt es natürlich immer wieder in alte Muster rein, Vergleich ist was, da sind die meisten nicht von Gewalt. Also das ist was, es kommt immer wieder, man muss sich nur diesen Mustern dann bewusst werden und sagen, hey, für wen mache ich das eigentlich gerade, mache ich das gerade aus einem Defizit, mache ich das gerade aus einem, aus einem ‚Ich muss mich beweisen‘ Modus heraus oder mache ich das aus Fülle, mache ich das, weil ich Freude dran habe, mache ich das, weil ich das gerade für mich tue, weil ich Freude am Prozess hab.

Reza Mehman:

Aus Fülle heraus, das finde ich interessant. Was meinst du genau, Fülle?

Sebastian Fromm:

Ich finde, man kann Dinge aus einer Fülle, aus einer Freude, aus einer Liebe machen, aber man kann etwas auch aus einem Mangel tun. Du kannst Dinge tun, weil du denkst, dich beweisen zu müssen und allen anderen beweisen zu müssen, was für einen Wert du hast und dein Wert wird über diese Leistung definiert. Das heißt, es ist ein klarer Mangel, aber wenn du sowieso schon, ich bin nur, wenn ich das mache, dann bin ich gut genug. Aber wenn du es aus einer Fülle machst, dann weißt du schon, du bist wertvoll, dann weißt du schon, du hast alles, um zufrieden zu sein und dann machst du es mit einer gewissen Liebe, dann machst du es mit einer Motivation, die viel tiefer ist, dann machst du es nicht nur für andere, sondern du weißt, hey, ich hab Freude daran und ich mach das gerne.

Reza Mehman:

Das ist ein sehr guter Punkt, ich glaube nämlich, viele Highperformer haben dieses Problem, dass sie sich beweisen wollen über das, was sie tun, dieses ich arbeite, also bin ich so auf die Art. Ich muss auch immer schauen, also wenn ich jetzt drüber nachdenke, ich mach auch fast jeden Tag Sport.

Ich mach das, ich will nicht sagen Hassliebe, aber es ist nicht so, dass es mir immer einfach fällt, Sport zu machen, also gerade so schwere Einheiten, also es gibt schon Tage, wo ich kein Bock hab, aber 1 kann ich sagen, ich hab noch nie mich nach einer Sporteinheit schlecht gefühlt, allein von dem Wissen heraus sag ich mir dann, hey Reza, entspann dich mal, mach jetzt einfach Sport, du wirst dich danach auf jeden Fall gut fühlen, es gab nicht einmal vielleicht nach einer Verletzung oder so, aber es ist was anderes, aber es gab nicht einmal, wo ich mich schlecht gefühlt habe nach einer Sporteinheit und das ist dann und trotzdem mal interessanterweise muss ich mich ab und zu überreden, das zu machen, also überhaupt in den Sport zu gehen, aber was dann wieder auch bei mir häufig greift ist, ich würde mich gerne selber als Sportler auch sehen, also als Teil meiner Identität und deswegen sag ich mir dann, hey, du bist nur etwas, was du auch wiederholend machst.

Also, wenn du Sportler sein möchtest, dann musst du auch Sport machen, also regelmäßig Sport machen. Deswegen, ich kann dazu 100% verstehen, was du da sagst. Mich hat noch eine Sache interessiert, ich muss es ganz kurz bisschen springen.

Supplements, Ernährung und Trainingsroutine

Reza Mehman:

Du hast gesagt, du hast relativ früh oder im frühen Alter Supplements genommen, unter anderem Kreatin. Genau, Kreatin ist ja, glaub ich, super erforscht, bringt auf jeden Fall so gut wie jedem Menschen Vorteile, wenn man es nimmt. Genau, aber im Alter von 15 hast du es genommen. Ich war 16 genau ich hatte gar nicht das Wissen da, sag ich jetzt mal. Ja, Kreatin um kurz zu nehmen, wie bist du drauf gekommen, das zu machen?

Sebastian Fromm:

Tatsächlich durch unsere Trainer. Ja, ja, die waren da sehr dahinter. Also wir hatten neben einem Fitnesscoach hatten wir natürlich die ganzen Mannschaftstrainer, wir hatten Ernährungsberatung, also es war ein echt professionelles Setup und die haben uns da ganz gut beraten.

Reza Mehman:

Nimmst du es immer noch regelmäßig? Ja, wie viel Gramm? 5 Gramm, 5 Gramm am Tag, O. K., sehr gut. Ja, Kreatin ist eine Sache, ich mach da ab und zu auch Pausen mit, aber ich nehm das relativ. regelmäßig, hab auch den Eindruck, dass es auf jeden Fall Vorteile hat. Ansonsten so Fischölkapseln und so weiter in dem Sinne, also Omega 3 Geschichten. Was nimmst du sonst noch?

Sebastian Fromm:

Ich nehm also es eigentlich relativ simpel, ich nehm Vitamin D. 3 2000 Einheiten am Tag, dann nehm ich Omega 3, vor allem für meine für meine psychische Gesundheit. Genau, auch sehr gut erforscht, auch im Gegensatz zu gibt es, gibt es gute Studienlagen, die Antidepressiva beispielsweise auch vergleichen mit Omega 3.

Reza Mehman:

Ach wirklich?

Sebastian Fromm:

O. K. wusste ich gar nicht. O. K. haben einen guten, einen guten Effekt. O. K., wusste ich gar nicht. Also das ist, das ist was, das tut mir gut. Dann ganz normales Whey, ich versuche so zwischen 160 und 200 Gramm Eiweiß am Tag zu mir zu nehmen und das kriege ich durch meine Ernährung alleine nicht hin. Das heißt, ich supplementiere durch ganz normale Whey oder durch Clear Whey Shakes. Jetzt im Sommer ist das eine ganz gute Alternative, mein Kreatin und teilweise Melatonin, wenn ich nicht schlafen kann.

Reza Mehman:

Irgendwann müssen wir noch mal über das Thema Whey sprechen. Also ich nehm auch oder ja, regelmäßiger man nicht sagen, ich hab Phasen, wo ich mehr zu mir nehme und Phasen, wo ich gar nichts zu mir nehme. Ich weiß nicht warum, ich hab den Eindruck, wir alle nehmen ein bisschen zu viel, ist ein anderes Thema jetzt.

bisschen zu viel Fett und Protein zu uns, das ist so, wenn ich, aber das ist jetzt nur aufgrund Beobachtung von mir selbst, aber also wann immer ich ein bisschen mehr Protein zu mir genommen hab, ich fühl mich da nicht mehr ganz gut in meinem Körper, also sei es Magen-Darm-mäßig, sei es Agilität am Tag, ich weiß nicht, woher das kommt, ob wirklich das Protein da der der Schuldige ist, aber ich ich hab manchmal den Eindruck, wir nehmen ein bisschen zu viel, witzigerweise, ich verkaufe Supplements, aber ich möchte auch ehrlich sein, ich glaube, wir überdosieren Protein so ein bisschen, aber ich hab jetzt keine wissenschaftliche Evidenz dafür, aber.

Sebastian Fromm:

Du merkst bei dir selbst, du bist nicht ganz so fit, du bist nicht ganz so spritzig, du bist ein bisschen träge.

Reza Mehman:

Genau, träge auf jeden Fall, ich hab das auch mal natürlich auch mit veganen Proteinen ausprobiert und so weiter, weiß ich nicht, ob da jetzt ein großer Unterschied ist, bei mir das gemacht hat, aber wann immer ich dann zum Beispiel ganz normal Ernährung wieder vielleicht da mehr drauf geachtet hab, vielleicht Proteine zu mir nehm, hab ich mich agiler gefühlt.

Sebastian Fromm:

O. K., spannend. Genau, ja, also ich bin mir sicher, das ist super individuell, also wahrscheinlich, ja, wahrscheinlich, ich kenn viele Menschen, ich selbst auch, wenn ich zu viel Kohlenhydrate esse, vor allem morgens, dann kannst du mich für erstmal für ein paar Stunden vergessen?

Reza Mehman:

Ja, Insulin-Peak.

Sebastian Fromm:

Ja ist deswegen, ich trainier morgens auf dem nüchternen Magen, ich hab mich da eigentlich ganz gut konditioniert.

Reza Mehman:

Das klingt gut bei dir, wunderbar, volle Leistung, volle Leistung. Ja, O. K., da hab ich nämlich schon mein erstes Problem beim morgens Training, das ist auch wieder mein persönlicher Eindruck, leistungstechnisch hab ich nach einer guten Kohlenhydrat Input, guten Kohlenhydrat Input mehr Leistung, das ist so mein Eindruck, als wenn ich jetzt auf nüchternen Magen zum Beispiel was mache.

Sebastian Fromm:

Also ich könnte jetzt zum Beispiel nicht, nachdem ich morgens nichts gegessen hab, um 12 dann performen, aber ich hab meinen Körper soweit konditioniert durch die Routinen, die ich jetzt schon länger fahre, dass ich morgens um kurz nach 6 im Gym bin und klar, gibt es morgen oder da hab ich.

Reza Mehman:

Schlecht geschrieben, um kurz nach 6 in der Gym. Ja, deine Disziplin, ey, und dann gehst du jeden Morgen.

Sebastian Fromm:

Ja, ich versuch es jeden Morgen zu machen, also meistens.

Reza Mehman:

Das heißt, wo wir abends zusammen trainieren waren, da hast du schon morgens deine Gymeinheit gehabt.

Sebastian Fromm:

Ja, also.

Reza Mehman:

Jetzt find ich dich noch. Ich hass dich jetzt noch mehr. Ja, es war deine zweite Einheit mit mir.

Sebastian Fromm:

O. K. Crazy. Ja, also es ist für mich sehr schön, morgens aufzustehen. O. K. Nicht schön, weil es immer einfach ist. Ist ja genau das, was du gemeint hast.

Ich glaube, die meisten Menschen, die morgens um kurz nach 6 im Gym sind oder die täglich Sport machen, die können ganz groß schreiben, dass es nicht immer einfach ist, aber ich glaube, es die Leute, die es regelmäßig machen es nicht, weil es einfach ist, sondern sie machen, weil langfristig Zufriedenheit dadurch entsteht und es ist eine krasse Selbstwirksamkeit, die man entwickelt und dass ich sag das häufig, wär es einfach, würd es halt jeder machen, aber weil es halt nicht einfach ist, kann man trotzdem am Ball bleiben und für mich ist die Routine super wichtig, ich steh gerne früh auf und auch wenn ich zweimal die Woche, also ich versuche dreimal die Woche Krafttraining zu machen, morgens und heute Morgen, weil ich heute Nachmittag Intervalle hatte, gestern hatte ich das Hyrox Training spät abends, deswegen war heut Morgen einfach nur früh aufstehen, im Gym sein, präsent sein, meine Stretching Einheit machen und aufs.

Reza Mehman:

Licht in den Magen.

Sebastian Fromm:

Ja, das war ja nur, das war ja tatsächlich nur den heut Morgen, genau, aber da halt die Routine beibehalten, die Schlafqualität weiterhin aufrechterhalten.

Mentale Gesundheit, Meditation und Verbindung

Reza Mehman:

Vielleicht eine sehr persönliche Frage, aber musst du nicht antworten, aber fühlst du dich mental genauso fit, wie du körperlich fit bist.

Sebastian Fromm:

Wie meinst du mental?

Reza Mehman:

Also mentale Gesundheit mäßig fühlst du dich ja genauso fit, gesund, wie du körperlich fit und gesund bist, weil ich glaub körperlich bist du ja.

Sebastian Fromm:

Körperlich bin ich sehr fit. Ja, ich glaube, ich bin mittlerweile an einem Punkt in meinem Leben, wo ich sagen kann, ich hab so viel gearbeitet an meiner psychischen, an meiner seelischen Gesundheit, dass die meisten Tage gut sind. Und das ist für mich tatsächlich, es ist eine Tendenz, nicht jeder Tag ist gut. Ich hab genauso meine Down Days, ich hab genauso Tage, da fühl ich mich unzureichend, da fühl ich mich unzulänglich, da fühl ich mich extrem vulnerabel. Ich hab gelernt, diese Phasen und diese Momente, wo es mir vielleicht mal nicht so gut geht, nicht als Aussetzer zu sehen von einem gesunden Leben, sondern einfach Teil von einem gesunden Leben. Sehr gut gesagt, ja.

Reza Mehman:

Gehört dazu.

Sebastian Fromm:

Ja, und diese Integration von den Highs wie auch den Lows und die Akzeptanz davon, dass auch die Teil des ganzen Spiels sind und das auch wirklich die dunkelsten Tage vorbeigehen, gibt extrem viel Zuversicht.

Reza Mehman:

Ja, mhm, sehr gut gesagt, was tust du für deine mentale Gesundheit, meditierst du oder?

Sebastian Fromm:

Ja, ich versuch jeden Morgen tatsächlich noch zu meditieren, meine 10 Minuten begleitete ich nicht.

Reza Mehman:

Gerade unbedingt sympathischer bei mir ist, meditierst du auch noch jeden Morgen.

Sebastian Fromm:

Ja, gut, auch das ist wieder eine Routinesache. Ich hab mir mein Meditationskissen ins Büro gestellt.

Reza Mehman:

Wie lange meditierst du?

Sebastian Fromm:

Nur 10 Minuten, das ist völlig ausreichend.

Reza Mehman:

Also Augen zu, sitzende Position, sitzende Position, Schneidersitz.

Sebastian Fromm:

Genau, da gibt es, da gibt es wunderbare geführte Meditation, gefällt mir tatsächlich einfacher.

Reza Mehman:

Also mit der mit der entsprechenden Atmung und so weiter.

Sebastian Fromm:

Ja, also die Atmung wird nicht vorgegeben, sondern es wird ein, für mich ist ja Meditation eher wieder zu zurückzukommen, es ist nicht irgendwie eine ein Stadium der Transzendenz zu haben oder permanent nicht in Gedanken zu sein, das ist für mich, ich bin kein Buddha, sondern für mich ist immer wieder zurückzukommen und je häufiger ich merke, ich bin wieder mit Gedanken abgeschweift, ich komm wieder zurück. Und wenn es mal in diesen 10 Minuten nur 20 Mal war, dass ich merke, hey, ich ich war gerade den Gedanken, ich komm zurück oder auch mal nur eine Phase von O. K., nach 10 Sekunden komm ich wieder zurück, dann war es eine gute Einheit. Teilweise sitz ich da auch und denk 5 Minuten drüber nach, dass ich mir jetzt gleich ein Kaffee mach. O. K., aber das ist tatsächlich was, das hilft mir viel. Also Meditation ist auch in den letzten Jahren ein Tool gewesen, dass ich auf jeden Fall für mich entdeckt.

Reza Mehman:

Habe. Was machst du sonst noch für deine mentale Gesundheit?

Sebastian Fromm:

Mit Menschen sprechen. Ich hab gemerkt in den letzten Jahren, dass soziale Eingebundenheit und Verbindung, auch wenn es so kleine Momente sind, täglich mit Menschen mir viel Zufriedenheit geben. Also soziale Einbindung, Verbindung zu spüren zu anderen Menschen ist ein großer Faktor.

Reza Mehman:

Verbindung zu spüren mit, also mit Mensch ausgewählten Menschen aus der.

Sebastian Fromm:

Beides, also es kann tatsächlich eine kleine Interaktion sein mit einer Kassiererin, wo man sagt, hey, ich wünsch dir einen schönen Tag oder ein Lächeln von einer alten Dame an der in der an der Straßenbahn halt wieder, solche kleinen Momente, vor allem wenn man den Eindruck hat, sich isoliert zu fühlen, wenn man sich einsam fühlt, wenn man alleine ist, was ich lange Zeit gefühlt habe.

Reza Mehman:

Wieso?

Sebastian Fromm:

Ich hab mich nicht wirklich als Teil der Gesellschaft gefühlt, ich hab mir immer sehr viel Druck gemacht wegen allem Möglichen und dann hab ich gemerkt, hey, OK, ich möcht mich einfach verbundener fühlen zum Leben und zu anderen Menschen und da waren wirklich, es hat angefangen mit diesen kleinen Interaktionen. Und da hab ich gemerkt, ah, ich bin gar nicht so introvertiert, wie ich eigentlich dachte. Ich hatte immer nur Sorge davor, Verbindung aufzubauen zu anderen Menschen und das kam mit der Zeit. Und mittlerweile weiß ich, es ist was, es ist ein integraler Bestandteil meines Lebens, ist Enge und emotional tiefe Verbindungen. Und die, ich glaub, diese Frequenz von kleinen Interaktionen ist was, das auf jeden Fall schön ist und trägt bei zu meiner psychischen Gesundheit. Aber das andere sind diese tiefen Verbindungen, das sind die emotional tiefen Verbindungen.

zu meiner Partnerin, zu Freunden, zu meiner Familie, zum zu Menschen, mit denen man einfach auf einer Wellenlänge ist und da eine Offenheit zu haben, ist wichtig.

Reza Mehman:

Aber wie bist du drauf gekommen damals, dass du nicht Teil der Gesellschaft bist?

Sebastian Fromm:

So, ich war viel in meinem, ich war viel in meinem Kopf, aber nicht reflektiert in meinem Kopf. Ich war hab mir immer sehr viel Druck gemacht wegen allem, vor allem halt mich klein gefühlt und. um diesen Druck nicht zu spüren im Vergleich, ist natürlich ein Rückzug die einfachste Option, um diesen Vergleich nicht spüren zu müssen.

Reza Mehman:

Ja, ich muss jetzt wieder springen und zwar, du hast Kaffee angesprochen in deiner Morgenroutine, du trinkst morgens Kaffee, ich trink Kaffee.

Kaffee, Cortisol und Stoffwechsel

Sebastian Fromm:

Ja, O. K., also ich liebe Kaffee.

Reza Mehman:

Ja, same hier, das ist mein Problem auch. Ich hab da gleich ein paar Fragen, du bist ja auch Mediziner. Und zwar, erstmal eine Erkenntnis von mir, wenn ich zu viel Kaffee trinke, bekomm ich Pickel, ist mir aufgefallen. Spannend, ja, ich hab es wieder.

Sebastian Fromm:

Zu Milch oder tatsächlich schwarzen Kaffee?

Reza Mehman:

Mittlerweile wieder mit Milch, ich hab eine Zeit lang schwarzen Kaffee getrunken, aber ich hab gelesen gehabt, dass tatsächlich Koffein zu Hautunreinheiten führen kann. Also wann immer ich ein bisschen mehr trinke, bekomm ich tatsächlich Pickel, also 3 Tassen am Tag zum Beispiel ist so eine. Grenze 3 bis 4 Tassen, dann.

Sebastian Fromm:

Spürst du, dass es.

Reza Mehman:

Mein Hautbild verändert sich da auf jeden Fall. Genau, mittlerweile mit Milch, ich hab nur eine Frage im Kontext von Cortisol am frühen Morgen und zwar Cortisol hat ja erstmal eine gute Funktion, erstmal ist ja auch kann auch positiver Stresslevel irgendwie sein, dass man da hat, aber Kaffee auf nüchternen Magen kann ja Cortisol noch mal mehr in die Höhe schießen lassen.

würdest du mir es empfehlen, zum Beispiel, weil ich bin so ein Kerl, der gerne mal wieder an seinem Bauch arbeiten möchte und ich hab mich mit dem Thema Cortisol und Insulin so ein bisschen auseinandergesetzt, aber auf einem sehr oberflächlichen Level, wir müssen doch gar nicht in die Tiefe gehen jetzt und da hab ich schon da gelesen gehabt, OK, vielleicht nicht unbedingt gleich das erste, was man macht, nachdem man zum Beispiel ein 2 Gläser Wasser getrunken hat, Kaffee zu trinken, sondern einfach bisschen zu warten mit dem Kaffee, dass der Cortisolanstieg da ist, man nicht da ist und Insulin auch durch Milch und so weiter, erst mal nicht in die Höhe schießt. Das soll vorteilhaft sein, unter anderem, wenn man seinen Bauch, zum Beispiel Bauchfett, so ein bisschen unter Kontrolle bekommen möchte. Hast du da Infos darüber?

Sebastian Fromm:

Also, erst mal zum Cortisol, es ist definitiv nichts Schlechtes. Also, wir brauchen Cortisol. Cortisol ist was Essentielles. Wir ist ein Stresshormon, ist Teil der HPA Achse und folgt einem circadianen Rhythmus. Das heißt, wir haben Tages-Nacht-Rhythmen und wir haben, wenn wir aufstehen, dann oder kurz davor haben wir die größten in Cortisol-Spike und dann über den Tag hinweg geht er, wird er niedriger und damit wir gegen Abend wieder besser schlafen können. Mhm, andere Dinge, die unser Cortisol zum Anstieg bringen, sind beispielsweise Sporteinheiten, intensive Sporteinheiten und wenn wir uns konstant gestresst fühlen, dann ist es nicht, dass wir einfach ein riesen basales, also ein riesenhohes, konstantes Cortisol-Level haben, sondern die Balance aus diesem steilen Anstieg dieser, diesem täglichen Abfallen ist disreguliert. Das heißt, wir haben eine Disbalance in dem ganzen System.

Nur noch mal zur Klarstellung, dass halt hohe Cortisolwerte an sich nichts Schlechtes sind, sondern es ist eher, wie können wir sie, wie können wir Cortisol regulieren, wie schnell kann er wieder abfallen und wie ist diese Tag, wie ist dieser Tag-Nacht-Rhythmus. Was den Cortisolanstieg durch Kaffee anbelangt, ich bin mir nicht ganz sicher, wie genau da Koffein wirkt. Also ich weiß, Koffein bringt natürlich diverse Faktoren, die zu einem zu einem zu einer höheren Herzfrequenz führen, blockt Adenosin, du bist weniger müde, Also physiologisch macht das auf jeden Fall einiges und wie genau das interferiert mit Cortisol, bin ich mir nicht sicher. Aber ich hab auch gehört, dass tatsächlich die ersten paar Stunden nicht Kaffee zu trinken gesünder sein sollte. Also das mach ich tatsächlich auch nicht. Ich trink morgens nicht direkt einen Kaffee, sondern mach das dann erst nach 2, zweieinhalb Stunden, nachdem ich aufgestanden bin.

Reza Mehman:

Mit Milch.

Sebastian Fromm:

Ich trink sehr gerne Hafermilch, OK

Reza Mehman:

OK Insulin, das Thema, mhm, kannst du dazu was sagen? Also ich kämpf tatsächlich mit dem Thema Bauchfett so ein bisschen, ich hab da massive Probleme da gerade abzunehmen, ich hab das hier und da mal im Podcast auch erwähnt gehabt, Insulinspikes versuch ich zu vermeiden, also nicht unbedingt zu gucken, dass ich gleich früh morgens irgendwie direkt auf den leeren Magen zum Beispiel Obst esse, weil es lässt die Insulin hier unglaublich in die Höhe schießen, sondern eher vielleicht morgens dann tatsächlich ein bisschen proteinreicher, zum Beispiel was zu essen. Wie weit hat das Auswirkungen auf das Thema Bauchfett, wenn ich so versuche, dieses Spikes einfach nicht entstehen zu lassen.

Sebastian Fromm:

Also was ich glaub, die dieser Mythos, dass zum Beispiel der Metabolismus abnimmt mit so ab ab den 40er Jahren ist was nicht unbedingt, was nicht unbedingt wissenschaftlich nachgewiesen ist. Also dieses ein bisschen persistentere Bauchfett und das, was auch ein bisschen schwerer abzubauen ist tatsächlich ein was eher was das den Ganzen, was ein globaler globaleres Phänomen, also multifaktoriell viele verschiedene Faktoren, die Männer halt mit sich bringen ab 40.

Reza Mehman:

Du bist noch 9 Jahre davon entfernt. Gott sei Dank, das ist eine lange Zeit. Ja, ja, genau und ich bin 2 Jahre drüber.

Sebastian Fromm:

Ja, werden wir ja bald sehen, wie sich das entwickelt. Genau, aber es gibt da auch wirklich gute Fallanalysen, dass der Grundstoffwechsel zwischen 30 und 60 Jahren relativ stabil ist.

Reza Mehman:

Das ist krass, ich find ich kaum glaub.

Sebastian Fromm:

Ja, es ist, es ist spannend, weil die meisten denken, boah, O. K., man, du du bist noch jung, kannst essen, was du willst, dein Stoffwechsel ist noch so gut. Es ist tatsächlich, es schwankt dann vielleicht um ein paar 100 Kilokalorien am Tag, aber zwischen 30 und 60 Jahren ist dieser Grundhaushalt, weil der Grund, genau, der ist, der ist relativ stabil.

Aber was sich halt verändert, sind viele verschiedene Faktoren, wie die Muskelmasse nimmt ab, wir haben dadurch tatsächlich, also wir verlieren ab 30 ungefähr ein Prozent von im Jahr, so als Richtwert natürlich immer wieder sehr individuell, aber so als Richtwert kann man das ganz gut nehmen, wir machen tendenziell weniger Sport, die Sporteinheiten sind auch meistens nicht ganz so intensiv, wir regenerieren schlechter und wir achten aber auch weniger auf die Regeneration, das heißt, super wichtige Faktoren wie Schlaf werden komplett vernachlässigt, die Ernährung ist meistens nicht mehr ganz so gut, wie sie damals noch war, wir essen vielleicht unregelmäßiger, wir essen vielleicht auch ein bisschen zu viel, Stress ist ein weiterer Faktor, der mit dazu kommt, einfach viel höhere Verantwortung, die meisten Menschen, die die 40 sind, die haben entweder eine Familie, sie haben einen Job, sie haben Verantwortung, die weit über das hinausgeht, was man als Anfang Mitte 20 jähriger 100% dementsprechend.

Reza Mehman:

Wenn man Kids noch da hat.

Sebastian Fromm:

Absolut und wenn dann halt doch mal der Stress, das Stresslevel ein bisschen höher sein sollte, dann möchte man das auch ab und zu mit Snacks kompensieren, die Ernährung ist nicht ganz so clean, dann kommt vielleicht noch ein bisschen Alkohol dazu. Also es ist sind tatsächlich einige Faktoren, die mit reinspielen, was dieses Bauchfett anbelangt und das Schöne ist, es sind oder vieles von diesen Faktoren sind Dinge, die man gut angehen kann.

Bauchfett, Körperfett und eine neue Challenge

Reza Mehman:

Sebastian, ich hab mir nämlich was überlegt gehabt und zwar, wir haben ja glücklicherweise vor, in Zukunft häufiger mal im Podcast jetzt zusammen zu sprechen und vielleicht auch bald an einem HYROX zusammen teilzunehmen. Genau, müssen auch noch mal drüber sprechen, aber ich hab mir was überlegt gehabt und zwar vor fast genau, nee, vor genau 20 Jahren, ich hab das nämlich random auf meinem Handy angezeigt bekommen, da kriegst du diese Rückblicke, Und da wurde mir ein Rückblick angezeigt und zwar, ich zeig das auch gleich natürlich im Podcast selbst, aber ich zeig es hier dir direkt, wurd mir dieses Foto von mir angezeigt in diesem Rückblick. Das bin ich vor 20 Jahren, dank dir, das hör ich gerne und zwar, ich würde gerne und ich weiß nicht, ob ich das schaffe, ich würde eigentlich gerne wieder dahin kommen.

Sebastian Fromm:

Ich lieb die Boxershorts, damals war das cool.

Reza Mehman:

Ja, du, ich hab es genauso, vor allem im Schwimmbad, dann stimmt, ja, genau, stimmt. Wie unhygienisch war das eigentlich? Ja, Wahnsinn, wenn ich das jetzt und das war das interessanterweise vor, also genau 20 Jahren, da war ich 22 und da hab ich jetzt 85 Kilo gewogen. Jetzt mit 42 wiege ich 91 Kilo und und sehe so aus. Das ist auch ein aktuelles Foto von mir, also tagesaktuelles Foto und also viel mehr Bauchfett und hier speck an der Seite und so weiter und stabil trotzdem. Nein, sag sowas nicht, aber ich würde also wie realistisch ist es für mich, dass ich zum Beispiel sage: ‚Hey, wir haben jetzt Juni und ich würd gern als Challenge, weil ich bin auch so ein Challenge Typ, wahrscheinlich genauso wie du. Ich brauch das so mit dem Ziel irgendwie, weil dann weiß ich auch, warum ich das Ganze tue, warum ich auch durch harte Zeiten gehe und so weiter. Wie realistisch ist das in meinem Alter zu sagen, O.

K., in 6 Monaten möchte ich ja ungefähr vom Bauch her so aussehen wie vor 20 Jahren, gegeben natürlich mit dem ganzen Stress, den ich natürlich den Alltagsstress, den ich hab, Family, Co, Business und so weiter, Hobbys, eskalierte Sachen wie Podcasting und so weiter. Wie realistisch schätzt du das ein, wenn ich es mir vornehmen würde? Weil ich kann mir vorstellen, es geht ja nicht nur um die 6 Kilogramm.

Sebastian Fromm:

Erstmal find ich es krass und ich find es richtig geil, dass du dir überhaupt sowas, dass du sowas in Erwägung ziehst und auch grad die ganzen Dinge, die du aufgezählt hast. Also erstmal mega cool, dass du all diese Dinge parallel machst, wirklich den größten Respekt und da das alles neben noch ein Business zu haben, was anderes aufzubauen und Sport zu machen und Familie, Also ja, danke dir, krass, wirklich also auch immer meinen größten Respekt dafür. Was ich darf dazu denke, ist erstens, ist ja, glaub ich, ein Ziel eines Sixpacks sehr stark mit damit verbunden, wie deine Körperfettverteilung sowieso ist. Das heißt, ich glaube, ein Status Quo zu haben, wie viel Körperfett du hast, und dann zu gucken, O. K., in was ist denn realistisch, was wir in diesen Monaten an Körperfett abnehmen können.

Das heißt, Von diesen Prozent, die du hast, ist in diesen Monaten realistisch auf diesen Prozentsatz zu kommen und dann können wir schauen, OK, wie ist denn in diesem Prozentsatz, sagen wir, du hast dann vielleicht, weiß nicht, 12%, dann ist es schon sehr realistisch, dass du da auch ein Sixpack, dass ein Sixpack zu sehen ist. Aber jeder hat natürlich auch noch mal eine unterschiedliche Fettverteilung. Also viele, ich beispielsweise hab den großen Vorteil, ich setz, wenn dann ein bisschen Fett am Rücken an, aber am Bauch so gut wie gar nicht. Dann hab ich Freunde, die setzen gefühlt Fett nur an ihrem Bizeps an und sonst nirgends. O. K. und dann gibt es halt auch welche, die setzen ihr Fett ein bisschen mehr am Bauch ab. Also ich glaube, dass da eine Sixpack Challenge wirklich was wirklich sehr Geiles ist, würde das Ganze aber eher als eine Körperfett Challenge. Ah, O.

K., interessant, genau, würde würde das Ganze so aufbauen zu gucken, O. K., ich habe diese Monate Zeit, es ist realistisch, dass ich, weiß nicht, ein Prozent, eineinhalb, 2 Prozent, wenn es wirklich gut läuft, an Körperfett in pro Monat abnehmen kann und dann da eine realistische Timeline aufbauen kann. Vielen ist natürlich dann im Kaloriendefizit zu sein. Die andere Frage ist, wie leistungsfähig möchtest du weiterhin bleiben?

Reza Mehman:

Das ist auch ein Punkt. Also Leistungsfähigkeit im Alltag ist für mich auch extrem wichtig.

Sebastian Fromm:

Genau, und es sind ja auch gewisse Einbußen, die du dann auch hast. Also nicht nur was deine Konzentrationsfähigkeit anbelangt, sondern auch, ich weiß nicht, wenn du es merkst, wenn du das merkst, wenn du wenn du unterkalorisch bist oder zu unterkalorisch, erreichst du vielleicht gewisse Ziele, aber dann ist deine Toleranzschwelle super gering. Da wird man vielleicht reizbarer, dann bist du nicht, vielleicht nicht die Person, die du im Alltag sein möchtest. Und dann ist natürlich die Frage, wo findet man da ein Mittelweg zu sagen, so hey, ich möchte mich challengen, vielleicht zieht man das Ganze dann auch noch ein paar Monate länger. aber ich mach das auf eine nachhaltige Art und Weise, wo ich nicht zu viel Verzicht habe, wo ich weiterhin gut trainieren kann. Du möchtest ja weiterhin auch leistungsfähig sein im Training, in deinem Job, als Vater. Das ist mir wichtig, ja genau.

Reza Mehman:

Also gerade auch das Reizbare extrem wichtig, weil ich will ein guter Papa sein, ist mir ist mir also wenn ich es priorisieren möchte, ist es mir sogar wichtiger als Sport.

Sebastian Fromm:

Also ich find es schön, weil das war eines der ersten Sachen, die du erwähnt hattest. Wie möchtest du das Social Media Thema bei deinen Kindern platzieren? Ja, aber genau das, das zeigt ja, O. K., wie kann ich eine Version von mir sein, die für meine Kinder ein Vorbild ist und ihnen gleichzeitig Dinge lehren kann, 100% von denen ich selbst gelernt habe, damit es für sie vielleicht ein bisschen einfacher ist? Es spricht ja auch voll für dich.

Reza Mehman:

Und also was ich sagen kann, ist also je älter ich wurde oder bin oder werde, hab ich schon gemerkt, alles hat seinen Preis, also du kannst der beste Unternehmer sein und dann gleichzeitig der schlechteste Vater sein, also du kannst massiv viel in deinen Sport reinballern und dann gleichzeitig zu wenig Zeit in deine Partnerschaft reinstecken, also alles hat so gefühlt seinen Preis, du kannst nicht überall sehr gut sein, es ist leider so und wenn ich es, wenn ich mein Leben betrachten würde, dann würde ich sagen, die höchste Priorität ist erstmal, dass ich 2 Kinder in die Gesellschaft loslasse, die auf eigenen Beinen eigenen Beinen stehen können, das ist mir extrem wichtig und die ein guter Teil dieser Gesellschaft werden. Das ist für mich ist wichtig und ich möchte, dass sie, wenn sie mal älter sind, freiwillig zu mir nach Hause kommen und Zeit mit mir verbringen wollen.

Und das erreiche ich eigentlich nur, wenn ich jetzt Quality Time mit denen verbringe. Deswegen hab ich auch viel über diese Sixpack Challenges das hört sich ja erstmal so sehr oberflächlich an, aber mir geht es eigentlich beim Sixpack eher darum, es muss auch nicht unbedingt ein geiler Sixpack sein, mir geht es eher darum, dass ich mein Bauchfett loswerde, weil ich hab schon gemerkt, ich bin eigentlich, das soll jetzt nicht arrogant klingen, ich bin eigentlich ein fitter Kerl, bist du?

Sebastian Fromm:

Also keine Frage, also ich hab das ja, ich hab das ja gemerkt, also wer kann 100 Klimmzüge in 20 Minuten.

Reza Mehman:

Machen, also eigentlich genau, ich fühl mich eigentlich fit, ich könnte jetzt aus dem Stand heraus ein Hyrox machen, ich könnte aus dem Stand heraus andere Dinge machen, aber aber mein Körper zeigt es nicht, also optisch, der zeigt es nicht.

Sebastian Fromm:

Ist super interessant, weil ich glaube oder ich weiß, dass kardiovaskuläre Fitness, aber auch eine gewisse Kraft, eine Power, nicht unbedingt mit einem subjektiv ästhetischen Körperbild einhergeht. Weißt du, was ich meine? Also du kannst noch so fit sein, schau dir die ganzen Strongmen an, kannst auch Fett haben. Also auch das geht nicht einher, aber ich merk ja auch, dass du für dich selbst auch einen Anspruch hast, körperlich ästhetisch auszusehen, was glaub ich ein sehr legitimer Wunsch ist und daher find ich auch so eine so eine Challenge eine schöne Sache.

Reza Mehman:

Aber auch das Thema viszerales Fett oder hab ich auch gelesen, gehört gehabt, dass da ja Entzündungsprobleme zum Beispiel im Körper sehr stark davon abhängen können oder dass man halt häufiger krank wird, dass man gewisse Risiken einfach im höheren Alter hat und ich hab halt die Befürchtung und ich lieg da wahrscheinlich falsch, aber ich hab die Befürchtung, je älter ich werde, desto schwerer wird es auch für mich am Bauch abzunehmen. Deswegen wollt ich jetzt schon in irgendeiner Form versuchen, das jetzt schon in den Griff zu bekommen.

Sebastian Fromm:

Dass ich da in den Griff bekommen hab, ist ja, ist ja bei dir echt ein bisschen weit gegriffen, also.

Reza Mehman:

Nee, ich fühl mich, ich fühl mich nicht wohl, ich muss es wirklich sagen, das ist mir zu groß einfach.

Sebastian Fromm:

Ist dann ist aber dann ist doch ein was Wunderbares, das ist nicht nur, dass es für dich irgendwie was ist, wo du aus einer Eitelkeit heraus was machen willst, sondern weil du langfristig gesund bleiben möchtest und das ist doch eine wunderbare Challenge.

Reza Mehman:

Aber du hast was sehr Tolles gesagt, auch oder was sehr Gutes, glaub ich, inhaltlich sehr Gutes gesagt. Ich sollte vielleicht nicht als Sixpack Challenge das sehen, sondern als Körperfettanteil Challenge sozusagen, dass ich jetzt so eine Status Quo Messung mache und sag, O. K., der liegt jetzt so hoch in den verschiedenen Bereichen des Körpers und ich versuche auf. Was glaubst du auf diesem alten Foto da von mir, wie viel Prozent vermutest du, hatte ich da 1111?

Sebastian Fromm:

12% was ist, was ist gesund? Das ist immer sehr, es ist kommt natürlich aufs Geschlecht an und bei Männern, da gibt es ja Tabellen, aber ich glaube, alles bis 20% ist noch relativ fit. Bei Frauen kannst du 10% draufrechnen.

Reza Mehman:

OK, krass.

Sebastian Fromm:

Ja, also alles unter 10% ist bei Menschen, bei Männern schon extrem definiert. Wenn du dann bei sieben, sechs Prozent bist, dann wo liegst du?

Reza Mehman:

Gib mir keinen Grund, dich noch mehr zu hassen.

Sebastian Fromm:

Ich glaub, also drei, vier? Ich glaub dir kein Wort, ich muss ja auf meine 97 Kilo hinbekommen.

Reza Mehman:

Ja, ist verrückt, dass du 97 Kilo wiegst. Wie viel Prozent Körperfett, glaubst du, hast du?

Sebastian Fromm:

Ich würd sagen, wir checken das einfach mal die Tage aus. Oder wenn ich, wenn ich mal, was hab ich zuletzt gecheckt? Ich glaub, ich war bei zwölfeinhalb.

Reza Mehman:

Ja, 12 einhalb, wow, OK, krass, 97 Kilogramm wiegst du bei 1 85 Ja, richtig, krass, also ist schon ein Stück kleiner als du auf jeden Fall, also 1 79 und wiegt 91 Kilogramm.

Sebastian Fromm:

Ja, ich bin gespannt.

Reza Mehman:

Müssen wir machen, also Lee, mach dich bitte gefasst, du begleitest es am besten per Video. OK, das heißt, es ist keine absurde Challenge zu sagen, ich guck, dass ich mein ja vereinfacht Sixpack in irgendeiner Form wieder bekomme, aber mit dem Hintergrund, dass Körperfettanteil gesenkt wird. O. K. und gleichzeitig zu schauen, dass ich trotzdem nicht irgendwie eingeschränkt bin von meinem Alter, also in meinem Alltag.

Sebastian Fromm:

Ja, also du kannst es natürlich machen, aber dann ist der Leidens, der muss ja also dann kommen halt andere Dinge dazu und dann muss man schauen und fragen, ob es sich, ob das einem das wert ist oder nicht.

Reza Mehman:

O. K. O. K., was steht eigentlich bei dir so in der nächsten in der nächsten Zeit dann. Also ich weiß, dass du jetzt bei Reha Medic natürlich stark einarbeitest, dass du ein Hyrox machen möchtest, dass du mal wieder einen Berg erklimmen möchtest. Also was steht sonst bei dir an?

Ästhetische Medizin, Botox und Natürlichkeit

Reza Mehman:

Also es ist alles nicht schon genug, aber ja.

Sebastian Fromm:

Also ich bin, ich bin ja noch im ästhetisch medizinischen Bereich tätig, da möchte ich mich noch weiter weiterbilden. Botox für Lohn.

Reza Mehman:

O. K. O. K. auch für Männer und Frauen oder nur Männer?

Sebastian Fromm:

Ja, beides.

Reza Mehman:

O. K. Genau, Männer, in welchem Alter machen das?

Sebastian Fromm:

Die meisten Männer sind, würd ich sagen, ab 40 tatsächlich. O. K., in meinem Alter quasi, ja genau, die dann merken, O. K., die Zornesfalte ist vielleicht doch ausgeprägter, als man sie gerne haben möchte.

Reza Mehman:

Vorher weiß ich, dass ich viele Falten hab. Also, wie, was ist so der Ankerpunkt dafür? Es ist eine blöde Frage, aber ich frag wirklich, weil ich keine Ahnung hab.

Sebastian Fromm:

Ich glaube, als Mann hat man da mit Abstand weniger Probleme, irgendwie mit Falten in der Gesellschaft klarzukommen, weil man als Mann mit Falten reif gilt und auch ein gewissen Status genießen kann. So, oh, OK, das der sieht in seinem Alter noch gut aus, der hat Falten, aber der der der der wirkt gezeichnet vom Leben. Ich glaube, diese Normschönheit, mit denen vor allem Frauen sich vergleichen müssen, also müssen nicht, aber es wird häufig getan, ist dieses faltenfreie Jugendliche. was Männer nicht unbedingt haben. Daher glaub ich find allgemein, es gibt nicht zu viele Falten, ob jetzt für Frauen oder für Männer, es ist immer wieder der, das Subjektive, wie man sich selbst sehen möchte, wie man sich selbst erhalten möchte.

Reza Mehman:

Rätst du den Leuten auch ab oder machst du das absolut?

Sebastian Fromm:

Ja, also es gibt kommen teilweise Frauen zu mir, aber auch Männer, die sagen, oh, da hab ich jetzt noch 2 Falten, wo ich ihm sage, 2 Falten. Ja, also wenn ich ich frag dann, möchten Sie mal eine ehrliche Meinung haben? Und häufig sag, ganz ehrlich, ich glaub, Sie brauchen es nicht. O. K., ich finde tatsächlich so, wie Sie jetzt aussehen, das ist, es ist wirklich attraktiv. Also mein eigen, nach meinem eigenen Empfinden, sind Sie ein hübscher Mann oder eine hübsche Frau. Da glaub ich tatsächlich, dass der Leidensdruck nicht von diesen 2 Falten kommt, sondern von was ganz anderem. Boah, das ist deep. das sag ich natürlich nicht und gleichzeitig ist es natürlich immer viel einfacher, Dinge im Äußeren zu verändern, die Selbstzufriedenheit zu steigern.

Reza Mehman:

Ich frag jetzt einfach blöd raus, sorry für meine Unwissenheit, aber was kostet denn so eine Botox Behandlung? Aber vielleicht auch wie viele, wie viel Prozent Männer, wie viel Prozent Frauen? Also bei dir die Verteilung.

Sebastian Fromm:

Ich würd sagen, 90% Frauen.

Reza Mehman:

Ah, O. K., doch so.

Sebastian Fromm:

O. K., O. K., 90% Frauen, 10% Männer. Ja, es ist unterschiedlich. Also pauschal, es gibt super viele verschiedene Anbieter, viele verschiedene Präparate. Also es ist, was zahlt man da für ’ne, also man zahlt man pro Falte oder wie macht man das? Man zahlt pro Zone.

Reza Mehman:

Zone.

Sebastian Fromm:

O. K. Zone, genau, das Gesicht ist in verschiedene Zonen eingeteilt und es gibt standardisierte Einheiten. Natürlich bin ich jemand, der eine gewisse Natürlichkeit weiterhin als ästhetisch persönlich empfinde und eine gewisse Mimik weiterhin vorhanden sein darf. Ich selber hab extrem viele Lachfalten, genauso wie du. Ich find das sehr sympathisch. Ich find ein komplett starr gezogenes Gesicht, was meinen persönlichen ästhetischen Sinn nicht unbedingt entspricht. gleichzeitig sowas hat kann man was Juveniles, Frisches trotzdem auch gut hinbekommen mit Botox.

Reza Mehman:

O. K., erst abgesehen von meinen Lachfalten, wie ich, wie viele Falten siehst du bei mir jetzt, wenn ich nicht lache, aber jetzt gerade muss ich lächeln. Ich versuch mal nicht zu lächeln, warte einen Moment.

Sebastian Fromm:

Dich entstellt gar nichts, entstellt gar nichts mehr, das ist wunderbar, genauso wie es ist.

Reza Mehman:

Nein, nein, also wie es Spaß beiseite, also wie viele Falten siehst du bei mir? Es interessiert mich tatsächlich.

Sebastian Fromm:

Also ja, also du, ich finde, du hast eine relativ ausgeprägte Nasolabialfalte, was hier, diese Falte, genau, aber die ist natürlich auch sehr vom von deinem Lachen und ich find sie gibt ja, ich versuch viel zu lachen, sie gibt dir natürlich auch Charakter und das ist, das ist schön und du hast eine ausgeprägte Zornesfalte, die dir aber auch Zornes, ja, hier inzwischen, hier.

Reza Mehman:

Ah ja, der ist mir aufgefallen.

Sebastian Fromm:

Die dir aber auch eine gewisse, find ich, eine gewisse Ernsthaftigkeit gibt. Also es ist nicht was, wo ich denke, das passt nicht zu dir, ich kenn dich so und viele Leute kennen sich selbst anders und es ist nie so, wie andere einen sehen, sondern wie man sich selbst sieht.

Reza Mehman:

Ja, stimmt, ja, absolut. Wie heißt jetzt Zornes Zornesfalte, genau, kommt es von Zorn? Ja, echt, Zornesfalte, O. K., O. K., nimmst du was?

Sebastian Fromm:

Ich hab mir meine Zornesfalte wirklich, O. K., O. K., wie lange hält das? Ja, 345 Monate bei mir, ich hab ein, ich hab schon starken Stoffwechsel, ich geh sehr viel in die Sauna, ich mach ab und zu ein bisschen Sport, das heißt, ich weiß ja, das heißt bei mir ist es auch gar nicht so lange.

Reza Mehman:

Was würde es mich kosten, diese Zornes, ah, ich mach dir das, nee, er ist jetzt einmal aus Interesse, was kostet sowas? 150€ O. K., O. K., das geht eigentlich, ich hätte gedacht, es wär teurer.

Sebastian Fromm:

Ja, es kommt immer auf den Anbieter an.

Reza Mehman:

Ja, ah, O. K., ich hätte gedacht, es wär teurer.

Testosteron und TRT

Reza Mehman:

Dann vielleicht ein weiteres unangenehmes Thema, Testosteron. Was hältst du bisschen teurer? Was hältst du davon, gibt es so ein Ding, wo man sagt, Männer ab X. Jahren können, sollten das nehmen, gibt es da so, ich weiß was offizielles wird es ja nicht geben, aber wo du sagst, hey, ab 50 klar, warum nicht, why not oder ab 40 why not, gibt es da so?

Sebastian Fromm:

Also erstmal um das klarzustellen, ich bin kein Endokrinologe, das heißt meine medizinische Expertise ist definitiv nicht auf Testosteron ausgerichtet. Und wenn dann würd ich das immer aus einer ärztlichen Sicht sehen und nicht unbedingt aus einer aus einer Trainer beziehungsweise aus einer sportlichen Sicht. Wenn man niedriges Testosteron hat, nennt sich das im medizinischen Bereich Hypogonadismus und das ist tatsächlich etwas, das eine medizinische Indikation ist. Aber das haben die meisten Männer auch nicht. Es ist völlig normal, dass der Testosteronhaushalt mit den Jahren abnimmt, das ist normal und das kann man natürlich auch testen lassen. Aber es ist nie oder in den meisten Fällen nicht so ausgeprägt, dass es medizinisch eine Indikation gibt, das durch eine TRT, also Testosterone Replacement Therapy, auszugleichen. Dafür müssen die Werte schon sehr niedrig sein.

Also ganz normale Symptome einer von sehr niedrigem Testosteron sind eine Antriebsschwäche, eine ganz starke Müdigkeit, depressive Symptome können auftreten, eine stark verminderte Libido, all das sind Anzeichen von einem Testosteronmangel. Also nicht nur, dass Testosteron vermindert ist und ganz normal mit dem Alter ein bisschen runtergeht, sondern wirklich ein Mangel. und das kann man dann natürlich diagnostisch aufarbeiten, damit dann Testosteron, die Freie Fraktion, TSH, LH, also da gibt es eine diagnostische Palette und dann kann man Testosteron medizinisch auf jeden Fall geben. Aber bei dir beispielsweise, ich kann nicht mit gutem Gewissen sagen, ja, du bist 40, dein Testosteronhaushalt ist jetzt so niedrig, dass du das supplementieren müsstest beziehungsweise, dass du das ergänzen musst.

Reza Mehman:

Also interessanterweise, ich hab mal, also völlig unwissend, weil ich weiß nicht, wie hoch mein Testosteronlevel ist oder nicht ist, ich hab es nie prüfen lassen, aber es wäre für mich gar nicht so weit weg zu sagen, hey, um vielleicht red ich es mir auch ein, aber um diese, ja, im positiven Sinne, diese positive Aggressivität auch beizubehalten im höheren Alter, weil ich glaube, ich brauche mit Aggressivität, mein ich jetzt nicht, dass ich durch die Gegend jetzt laufe und irgendwie alles kaputt und klein schlagen möchte, sondern es gibt ja so eine positive Grundstimmung, sag ich jetzt mal, die vielleicht ein bisschen höher ist, weil man sich noch stark fühlt und so weiter. Ich würd ungern das verlieren, diese positive Grundstimmung und deswegen wär es für mich gar nicht so weit weg zu sagen, ich würde vielleicht mal so ein so ein TRT Programm oder keine Ahnung, wie man es nennt, auch mal irgendwann machen.

Sebastian Fromm:

Mal ausprobieren, mal ausprobieren, ja. Ich glaub, es gibt persönlich, denke ich, dass es viele Stellschrauben gibt, die man machen kann, bevor man sowas tut, ganz normal den Schlaf verbessern. Also Testosteron wird vor allem in den ersten Schlafphasen ausgeschüttet. Das heißt, dass deine Schlafhygiene richtig ist, dass du dich gut ernährst, dass du ein ordentlichen Trainingsreiz setzt und Testosteron wird ausgeschüttet, wenn wir beispielsweise ein intensives Krafttraining haben. All das sind Dinge, wo Testosteron ausgeschüttet wird. Also, wenn das dann funktionierend ist, dann kann man das ja auch vielleicht den nächsten Step gehen. Gleichzeitig muss man sich natürlich auch bewusst sein, dass es Nebenwirkungen hat und ja, also aus ärztlicher Sicht muss sowas auf jeden Fall ärztlich begleitet werden und aus einer Expertenhand kommen. Also ich würd dir nicht empfehlen, jetzt in der Sportkabine, da, da ist.

Reza Mehman:

Das manchmal von anderen Leuten mit, also Bekannten von mir, die es gemacht haben, die sind da sehr positiv denen gegenüber gestimmt. Ich hab dann, ich hätt da noch ein bisschen \*\*\*\*\*\* das nicht ärztlich begleiten zu lassen, ehrlich gesagt, bin ich, bin ich ganz ehrlich, weiß nicht, woher die Spritze kommt, was da drin ist. Also dass die Leute auch sowas machen, find ich eigentlich absurd, ehrlich gesagt, sich da irgendwelche Mittel da rein zu ballern.

Sebastian Fromm:

Die wenigsten machen sich Gedanken über was für Konsequenzen es haben könnte, ob jetzt die auch die wenn die Dosierung jetzt falsch ist und ich glaube bei vielen ist der Leidensdruck dann aber auch so groß, dieser Vergleich, boah krass, guck mal, wie der aussieht und der ballert das dementsprechend werd ich ja auch so aussehen und ja.

Hyaluron, Wohnwagen und neue Projekte

Reza Mehman:

Ich spring noch mal ganz kurz, du hast Hyaluron vorhin gesagt, das hat auch so Botox ähnliche.

Sebastian Fromm:

Das ist ein Filler, also Botox ist tatsächlich genau, Botox ist ein Protein, ein Gift, das an der neuromuskulären Endplatte wirkt, das heißt, der Muskel kann dann irgendwann weniger kontrahieren und Filler, deswegen hat man keine Mimik mehr, genau, deswegen hat man keine beziehungsweise eine dosierte, wenn man das gut dosiert und gut macht, genau und das andere ist Hyaluronsäure, das ist ein klassischer Filler, also wenn du bei Frauen, die viele Frauen haben, ja dann dementsprechend einfach ihre Cheekbones, also diese, dieses klassische ästhetische Schönheitsideal, bisschen länglicheres Gesicht, das Kinn ein bisschen spitzer, die Stupsnase, die Wangen, das sind Dinge, die man oder auch prallere Lippen, das sind Dinge, die man mit Hyaluron beziehungsweise Fehlern machen kann.

Reza Mehman:

Ja, was machst du sonst noch?

Sebastian Fromm:

Ich hab jetzt am Wochenende einen Wohnwagen gekauft. O. K., ja, geil. Ja, es, ich liebe handwerkliche Arbeit, ich glaub, das ist und mir ist, glaub ich, auch ein guter Chirurg verloren. ich liebe es, handwerklich tätig zu sein.

Reza Mehman:

Ist ein älterer Wohnwagen, dann wahrscheinlich. Ja, O. K., cool.

Sebastian Fromm:

Erst hatten wir einen aus Jahrgang 88, der hatte dann einen kaputten Unterboden, den durften wir dann wieder abgeben, haben jetzt einen neuen gekauft. Sehr cool, O. K., cool. Ja, und der wird jetzt ausgebaut.

Reza Mehman:

Ja, nice, hast du auch ein weiteres schönes Hobby? Ganz kurze Sidestory, ganz guter Freund von mir hat während der Abizeit seine Eltern haben einen Wohnwagen gewonnen bei einer Lotterie. Ah, spannend, ey, ich so, ah, krass, was ist der wert, ich so, ah, weiß nicht, 80000€ und so, irgendwie sowas war der wert, ich so, ah, cool, wollt ihr verkaufen, oder der so, nee, ich so, warum nicht, der so, wir können jetzt, wann immer wir wollen, Urlaub machen, so auf, ich hab das damals nicht verstanden, aber mittlerweile verstehe ich, dass diese dieses Mobil Urlaub machen können, wann immer du möchtest, so paar Tage wegfahren, ohne jetzt Hotel zu buchen, sondern einfach mal raus.

Sebastian Fromm:

Ist auch mal Luxus, glaub ich, oder hast es angesprochen, genau das ist, das ist eine Flexibilität der persönlichen Freiheit zu haben und nichts finden zu müssen, sondern du kommst halt raus und wenn du freitags losfährst, dann wachst du am Samstagmorgen entweder am Meer auf, irgendwo im Grünen, du hast halt direkt dieses Abschaltgefühl.

Reza Mehman:

Ja, stark, ja, schon cool, muss man bei beizeiten noch bisschen mehr berichten.

Sebastian Fromm:

Ja, sehr gerne, auch das ist ein Ongoing Project, also das ist da werden jetzt wird jetzt erstmal auch ein bisschen Energie reinfließen. Ja, ist ein schönes Projekt, glaub ich dir, nicht dass man schon genug zu, ja, ich glaub ich dir.

Reza Mehman:

Weitere Themen, die du gerade angehst.

Psyrena und psychische Gesundheit

Sebastian Fromm:

Ja, ich versuch mich ein bisschen mit Immobilien auseinanderzusetzen. O. K., genau, also ich muss oder möchte schauen, wie ich meine Altersvorsorge ein bisschen selbst in die Hand nehmen kann und möcht mich da ein bisschen weiterbilden. Genau, und sonst natürlich weiterhin im Reha Med verschiedene Sachen aufbauen. Ich bin, wie du vielleicht schon ein bisschen gemerkt hast, ein sehr großer Fan von mentaler psychischer Gesundheit. Ja, es ist, was mir tatsächlich sehr am Herzen liegt.

Reza Mehman:

Kannst du dir vorstellen, da irgendwelche Kurse anzubieten im Reha Med dafür oder sowas in der Richtung oder wie?

Sebastian Fromm:

Ich hab jetzt eine Nachsorge, also es gibt ja, es gibt ja Prävention, da gibt es Therapie, wie beispielsweise eine Rehabilitation und dann gibt es die Nachsorge, das ist ein Angebot nach der Rehabilitation und zwar, dass die Dinge, die man in der Rehabilitation lernt, auch beibehält und in den Alltag integriert. Und das gibt es nach einer psychosomatischen Rehabilitation, das heißt Leute, die ein Burnout hatten, Depressionen, Angststörungen, in psychosomatische Reha gegangen sind, 3 Wochen dort meistens stationär, gibt es aber auch ambulant, vor Ort waren, dann in die Nachsorge kommen. Und diese Nachsorge heißt Psyrena, also psychische Rehanachsorge.

und dieses Psyrena Angebot hab ich jetzt mit ins Leben gerufen im Reha Med, sehr cool, genau, weil es ein riesen Bedarf gibt, die Angebote in Heidelberg, obwohl wenn Akademiker stattfinden, mit der absoluten Fülle an Psychologen, dieses Psyrena Thema leider wenig bespielt ist und ja, das war mir wichtig, dass sich das, dass ich das aufbaue. Ich arbeite da mit super Psychologen zusammen bei uns im Haus, wir haben super Sporttherapeuten, einfach ein super cooles junges dynamisches Team. Ja, und das cool, dass du das aufbaust. Ja, das ist was, das liegt mir am Herzen, da hab ich Freude dran, da kann man auch was beitragen und vielleicht langfristig dann sogar in die Richtung psychosomatische Reha. dass wir machen ja derzeit rein orthopädische Indikation, Physiotherapie, aber halt auch die orthopädische Reha, dass man das noch erweitert um die psychosomatische Reha.

Reza Mehman:

Sehr stark, ich glaube nämlich tatsächlich, das Thema Psyche und mentale Gesundheit wird für uns Menschen in Zukunft immer krasser, das ist so mein Eindruck, ich merke auch diese durch diese Informationsflut ist, ich geb dir ein ganz kleines Beispiel, das

Informationsflut, Medien und mentale Resilienz

Reza Mehman:

Thema mit dem Irankrieg zum Beispiel als gebürtiger Perser, das hat mich unglaublich mitgenommen. Das glaub ich dir. Also das war im Januar, waren diese wurden diese Proteste blutig niedergeschlagen und das ging mir schon sehr nah.

Sebastian Fromm:

Hattest du da also persönliche, also zum Bekanntschaften, hattest du Leute vor Ort, die du kanntest?

Reza Mehman:

Auf jeden Fall, aber die waren ja zum Glück nicht betroffen von, also durch den durch den ganzen Terror, sag ich jetzt mal, wo wo ich ganz happy bin, dass sie nicht betroffen davon waren, aber es hat mich trotzdem mitgenommen. Also und ich hab dann gemerkt gehabt, ich hab sogar im Rahmen des Podcasts sogar viel drüber gesprochen, aber irgendwann musst ich so eine gewisse Distanz dann wieder einbringen, weil ich gemerkt hab, das lenkt mich so stark ab ins Negative, dass ich dann nicht der normale gute Reza bin. So für meine.

Sebastian Fromm:

Das hat dich mental so beeinflusst und das ist wirklich nach unten gezogen.

Reza Mehman:

Total, weil ich dann gemerkt hab, auch in meinem Umfeld zum Beispiel, hab ich auf einmal entdeckt, dass Bekannte von mir quasi bekennende Mulleanhänger sind, so auf die Art, wo ich mir, wo ich denke, was zum Teufel, was machst du eigentlich hier in Deutschland dann, wieso bist du dann nicht im Iran, wenn du die Regierung da so gut findest. Also ich hab auch Freundschaften, Bekanntschaften, sag ich jetzt mal, absolut und lange Rede, ich ich hab dann selber gemerkt, hab OK, ich brauch eine gewisse Distanz dazu und das ist jetzt nur ein Beispiel von vielen Themen, die wir haben. Also ich glaube durch das Thema KI, Jobsicherheit und so weiter in einem anderen Podcast hab ich auch drüber gesprochen gehabt, das belastet viele Menschen, wir wissen alle gerade gar nicht, was passiert oder was passieren wird und die Belastung nimmt eher zu, weil wir einfach zu viel Informationen haben und weil die Informationen eher negativ aufbereitet werden.

Also positive Informationen kommen ja eher weniger zu uns.

Sebastian Fromm:

Also, es gibt wenig Nachrichten, die tatsächlich.

Reza Mehman:

Genau, ja, Nachrichten sind ja eher so negativ behaftet, damit so ein Clickbait so ein bisschen mit da ist und du machst dir Sorgen um Migration, du machst dir Sorgen um Politik, um die Wirtschaft und so weiter. Positiv Nachrichten kriegen wir ja kaum, eigentlich.

Sebastian Fromm:

Sind sehr unruhige Zeichen und gleichzeitig unglaublich unsicher, wenn man es so schlecht einschätzen kann.

Reza Mehman:

Ja, genau, ist absolut, ist unsicher auf der anderen Seite zum Beispiel, also ich bin ganz happy in Deutschland zu sein, mein Onkel hat vor kurzem, der wohnt, der lebt in den U. S. A. vor einigen, vor einigen Jahren war das, vielleicht ein, 2 Jahren, hat er gesagt, boah, wie ist denn es bei euch gerade, die Lage, wir hören USA, ist eine Katastrophe in Deutschland mit Migration, blablabla. Ich so, ja krass, OK, ich meine, natürlich hat es viele schlechte Auswirkungen, so wie es unkontrolliert passiert ist, aber so katastrophal, wie Erde es mir geschildert hat, was da angekommen ist, erlebe ich es hier nicht. Ja, also da hab ich auch gemerkt, OK, die kriegen auch negativ aufbereitete Informationen dort bereitgestellt und das ist einfach das Prinzip unserer heutigen Gesellschaft, leider.

Deswegen glaube ich, dass, sorry, deswegen glaube ich, dass das Thema mentale Gesundheit in Zukunft ein viel größeren Platz einnehmen wird bei uns und dass wir schauen müssen, wie wir mit solchen Themen umgehen.

Sebastian Fromm:

Auf jeden Fall, ja, also eine gewisse mentale Resilienz auch aufbauen und sich selbst Strategien entwickeln, wie man selbst damit klar kommt, aber natürlich auch Angebote schaffen, wenn man selbst nicht weiterkommen kann. also wenn man auf Hilfe angewiesen ist, dass Menschen auch diese Hilfe bekommen können und ich glaube vor allem hatten wir es ja schon im Social-Media-Bereich, ich glaub diese unglaubliche gesellschaftliche Spannung und diese dieser Druck, der gesellschaftlich herrscht, ist jetzt vor allem auch in den jüngeren Generationen so krass vertreten, dass dort auch die psychische Gesundheit immer ja ein immer größeren Stellenwert einnehmen wird.

Reza Mehman:

100% und auch der Umgang mit Social Media und Nachrichten und so weiter. Ich hab vor kurzem in der Grundschule meines Sohnes zum Beispiel das Thema angebracht, ich würd gern, dass da, ich weiß gar nicht, wie man es nennt, aber so eine Art Medienbegleitung irgendwie macht, dass man lernt, auch mit sehr negativen Medien erstmal umzugehen. Darf ich mich da einschreiben? Ja, ist wirklich so, ich kann, ich werd es niemals vergessen, ich hab das auch im Podcast gesagt gehabt, mit 18 ungefähr, hab ich, hat mir ein Bekannter von mir, wir waren damals in der Nachtschicht, vielleicht kennst du den Club, Kamera ins Gesicht, Handy ins Gesicht gedrückt und hat mir gezeigt gehabt, wie da grad jemand erstochen worden ist.

Und da war ich 18 und es hat, ich muss heute immer noch dran denken, also so sehr hat es mich nachhaltig geprägt, nachhaltig negativ geprägt und ich war 18 und heute sehen ja teilweise achtjährige, Neunjährige etwas, wo ich sage, ey, ich mit meinen 42 hätte Probleme, das zu verarbeiten. Also auch, ich glaube, es ist unumgänglich, dass du gewisse Eindrücke bekommst, aber wie du mit diesen Eindrücken umgehst, das ist das Wichtige eigentlich und da versuche ich gerade zumindest bei meinen Kindern so ein paar Hebel so in Bewegung zu setzen. Hey, weil ich kann, ich kann es nicht vermeiden, dass sie da irgendwie, selbst wenn sie es nicht auf dem Handy selbst haben, aber in irgendwelchen Whatsapp Gruppen sind sie beispielsweise, kriegen sie Foto zugeschickt oder ein Video zugeschickt, was sie gar nicht sehen wollen, wie gehe ich dann in dem Moment damit um? Ich glaub, das wird auch ein ganz großes Thema sein.

Sebastian Fromm:

Wie hast du das für dich gelöst oder bist du da gerade an einem an einer Art und Weise herauszufinden, wie du mit Negativität umgehst?

Abgrenzung, Verantwortung und Dankbarkeit

Reza Mehman:

Also ich hab es für mich auf eine unschöne Art und Weise gelöst, dass ich akzeptiert habe, dass deswegen hab ich dich vorhin auch gefragt, wie du dich verbunden fühlst mit anderen Menschen. Ich hab versucht, mich zu disconnecten mit vielen Menschen und Themen. Das klingt jetzt erstmal nicht positiv, aber tatsächlich ich hab eine Bekannte von mir, die hat zum Beispiel gesagt, ja, wir Menschen sind doch alle so eine Einheit, so auf die Art, und ich bin der Meinung mittlerweile, nee, sind wir nicht, also es gibt Menschen, die sind zu, die sind imstande, Sachen zu machen, wo ich mich gar nicht damit irgendwie so identifizieren kann, also zu sagen, wir alle sind eine Einheit oder wir alle denken gleich positiv und so weiter, seh ich mittlerweile gar nicht, ich hab einfach akzeptiert, es gibt einfach unglaublich leider unglaublich viele schlechte Menschen und das Einzige, was ich tun kann, ist mich komplett zu distanzieren.

Sebastian Fromm:

Du grenzt dich dann ab von diesen Menschen oder von diesem Ereignis, also von.

Reza Mehman:

Ereignis und Menschen, 100% also auch das Thema Iran zum Beispiel, ich muss mich distanzieren von diesem, das es tut mir unglaublich leid, was da passiert, aber wenn es mich beeinflusst, wie ich hier mich dann um meine Familien kümmern kann, ich will mich ja positiv um die kümmern, wenn das dauernd mitschwebt, dieses Negative, und ich muss ja trotzdem tagtäglich schauen, dass hier alles funktioniert bei mir, dass Kids happy sind, versorgt sind, Frau und so weiter.

Ich muss mich disconnecten, also ich muss tatsächlich akzeptieren, es gibt unglaublich viele schlechte Menschen, sag ich nicht gern, aber ich hab das leider so erlebt, es gibt Menschen, die aktiv etwas mir auch mir persönlich etwas Negatives wollen, jeder der mal Karriere in einem Großkonzern gemacht hat, der weiß es wahrscheinlich, diese ganzen politischen Kämpfe, da ist ja verrückt, was da passiert, also ich mal einer meiner letzten Rollen vor paar Jahren, wo ich mit meinem größeren Unternehmen war. Also gibt es da Leute, das ist ja unfassbar, die die Sägen an deinem Stuhlbein, die integrieren, die das ist ja verrückt, was da passiert.

Boshaftigkeit geschafft, also das ist ja wirklich, die wollen ja was Schlechtes, das muss ich auch erst mal akzeptieren, dass es sowas gibt, weil ich kann mir erst mal nicht vorstellen, dass ich durch die Gegend renne und erst mal jemanden auf die Schnauze hauen möchte, aber es gibt Leute, die machen das, und da muss ich mich so völlig davon abkapseln. Nee, ich muss auf meine eigene Sache schauen. Also lange Antwort auf ’ne kurze Frage von dir, aber das ist momentan die Methode, wie ich damit umgehe. Vielleicht ändert sich das in ’n paar Jahren, aber Stand heute ist es mein Weg sozusagen.

Sebastian Fromm:

Und gleichzeitig Kontrolle beibehalten bei den positiven Dingen, die du bei deiner Familie in deinem Alltag beeinflussen kannst, dass du trotzdem auch den Eindruck hast, hey, ich kann was bewirken, weil ich glaube, man fühlt sich ja ziemlich häufig bisschen hilflos und ohnmächtig, wenn man vor allem das Große und Ganze betrachtet und sich ausgeliefert fühlt, aber dann trotzdem nicht zu sagen, alle Menschen sind schlecht, sondern es gibt welche, es gibt natürlich gute Menschen, gleichzeitig hat man trotzdem auch selbst noch die Selbstermächtigung in seinem eigenen Umfeld, Dinge positiv zu beeinflussen.

Reza Mehman:

100% also das, was ich auf jeden Fall, ich hab so paar Mantras, die ich mir am Tag so sagen, also ich find zum Beispiel unglaublich wichtig, das Thema Verantwortung für die eigene Situation. Also, ich will mich nicht als Opfer fühlen, als Beispiel. Ja, also ich will nicht Opfer der Situation sein, ist eine Situation, solange sie nicht völlig random war, Autounfall, du kannst nichts dafür. Aber wenn ich zum Beispiel in einer Situation bin, wo ich mich gar nicht wohlfühle, zum Beispiel in einem Kundengespräch zum Beispiel oder in einem in einem Business Gespräch oder in einem, wo ich ja was dafür kann, eigentlich, dass ich in der Situation bin. möcht ich zu jeder Zeit mir auch sagen, ich hab die volle Verantwortung, dass ich grad in der Situation bin, ich kann damit umgehen, wie ich möchte, und ich komm auch nicht in die Opferrolle rein.

Das ist, das ist so unglaublich befreiend für mich zu wissen, ich muss es jetzt grad gar nicht, ich hab irgendeine Entscheidung getroffen, vielleicht vor 5 Jahren, und deswegen bin ich heute in der Situation, aber es war ich vor 5 Jahren, das ist so unglaublich befreiend, weil ich dann weiß, ich kann das ändern, also das ist so ein Mantra, den ich sehr häufig mir am Tag sage, und das andere ist das Thema Dankbarkeit, so schlecht es und so leid es mir tut, dass es zum Beispiel im Iran so läuft, wie es aktuell läuft, es tut mir wirklich unglaublich leid, bin ich unglaublich dankbar, dass mein Vater vor 40 Jahren entschieden hat, ich verlass das Land und zwar nicht für ihn, sondern damit seine Kinder, meine Schwester und ich, eine bessere Zukunft haben.

Also er hat Familie, meine Mutter genauso, Familie, Freunde, alles zurückgelassen, um euch eine Perspektive zu schenken und damals gab es kein Google Maps, keine Check 24 Flüge, die man buchen kann und so weiter, sondern es war ja, es war hart aus einem Land, das gerade gestürzt worden ist, der Schah wurde vertrieben, auszureisen, nach Deutschland zu kommen, ohne Übersetzer, ohne Dolmetscher, bla, dies da und so weiter und hier ein Leben aufzubauen, da bin ich dankbar, dass er diese Entscheidung getroffen hat, wie krass mutig diese Entscheidung, unglaublich mutig diese Entscheidung war und jetzt zum Beispiel zu sagen, alles ist blöd, ist undankbar, Maximum sozusagen.

Ja, und deswegen versuch ich auch einer meiner Mantras, das Thema Dankbarkeit, mir viel Gedanken darüber zu machen, abgesehen von diesen Sachen, wo man wirklich standardmäßig drüber nachdenkt, Gesundheit und so weiter, ja, bin ich auch alles dankbar, aber ich glaub, man muss sich auch die einzelnen Sachen erst mal, dass ich dich kennengelernt hab, zum Beispiel, bin ich dankbar. Schön, ja, wirklich, also völlig random vor einem Jahr, das war ein Palazzo, das werd ich nicht vergessen, vielleicht sogar weniger als ein Jahr und bin ich völlig dankbar, dass ich ihn Lee kenne, zum Beispiel völlig random vor 6 Jahren kennengelernt und jetzt jedes Videoprojekt mache ich nur mit ihm, unglaubliches Vertrauensverhältnis, random aus einer anderen Situation heraus, die in dem Moment nicht gut war, aber daraus hat sich eine Freundschaft zum Beispiel ergeben.

Das sind so einzelne Themen, wo ich 100% versuche, das so in die Köpfe meiner Kids und wenn ich auch mit anderen Menschen spreche, die es interessiert, wann ich ihn interessiert, rein zu hämmern. Das ist nicht alles selbstverständlich, was gerade passiert. Klar ist aber auch, dass du jeden Tag dafür arbeiten musst, dass du mental fit bist. Ich hab dir viele mentale Fragen gestellt, weil ich glaube, genauso wie wir unsere Muskeln trainieren, müssen wir auch unseren mentalen, unser Gehirn, unser mentales, mentalen Muskel.

Sebastian Fromm:

Und vor allem auch die Einstellung zum Leben, ne.

Reza Mehman:

Ja, 100% Einstellungssache 100%, ja, ja.

Sebastian Fromm:

Schön, also, aber das ist wunderbar. Also auf einen der einen Seite ist um diese Ohnmacht nicht zu spüren, eine maximale Selbstverantwortung und durch diese Selbstverantwortung hast du, spürst du eine krasse Selbstermächtigung. Das heißt, du bist nicht ohnmächtig, sondern du hast immer Handlungsspielraum und das ist so befreiend. Also ich kann es sehr gut nachvollziehen, dass es ist schön, wenn man merkt, so hey, ich sitz am Ruder und ich bin handlungsfähig.

Reza Mehman:

100% es gab Phasen, wo mein Business allgemein nicht gut lief und dann ich mir bewusst gemacht hab, ja, Moment mal, das ist meine Verantwortung. Ja, ich kann jetzt nicht sagen, der die Merkel hat Schuld oder der Merz hat Schuld oder Scholz hat Schuld oder wer auch raus aus der Opferhaltung, rein ins Tun, genau, rein in die Verantwortung.

Selbstverantwortung und Abschluss

Reza Mehman:

Genau, völlig, ich hab irgendwelche falschen Entscheidungen getroffen, vor 23 Jahren wahrscheinlich und deswegen bin ich heute hier und ich kann es ja ändern.

Sebastian Fromm:

Ja.

Reza Mehman:

Das ist so, das war für mich so ’n Gamechanger.

Sebastian Fromm:

Ja, ja, auf jeden Fall, absolut Ownership. Ja, geil, ja.

Reza Mehman:

Aber Sebastian, ich glaube, wir werden uns noch viel häufiger in Zukunft unterhalten, ich hab das Gefühl, der Vibe war ganz cool eigentlich, hat mir sehr gut gefallen, vielen Dank dafür. Ach krass, wir sind aber schon lange.

Sebastian Fromm:

Ja, also es hat sich gar nicht so lange angefühlt.

Reza Mehman:

Total, also hat mir unglaublich Spaß gemacht und wir haben sowieso ein 2 Projekte miteinander vor, darüber sprechen wir bestimmt bald. Ich möchte dir aber erstmal ganz großen Dank aussprechen, dass du auch das Vertrauen zu mir hast. Ich weiß, dass es für dich ein größerer Schritt war, erstmal in zu mir in den Podcast zu kommen. Also, es war es.

Sebastian Fromm:

Nicht das erste Mal in Podcast, ja, war auf jeden Fall auch ein bisschen von Nervosität geprägt am Anfang.

Reza Mehman:

Genau, vielen Dank für das Vertrauen und wir quatschen bald wieder. Danke, ich danke dir.


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Namen und Begriffe

Sebastian Fromm, Reza Mehman, Reha Med Heidelberg, Heidelberg, Weststadt, Irland, Dublin, deutsche Rugby-Nationalmannschaft, Siebener-Rugby, Olympiastützpunkt, Neuenheimer Feld, Rudergesellschaft Heidelberg, SPORT 2000, HYROX, Lennart Sass, Neckarwiese, Aconcagua, Mendoza, Seven Summits, Mount Elbrus, Kreatin, Whey Protein, Omega 3, Vitamin D, Melatonin, Meditation, Cortisol, HPA-Achse, Insulin, Körperfett, viszerales Fett, Botox, Hyaluronsäure, Testosteron, Hypogonadismus, TRT, TSH, LH, Psyrena, psychosomatische Rehabilitation, mentale Resilienz, Selbstverantwortung, Dankbarkeit.


Zitierfähige Passage

Sebastian Fromm beschreibt Leistung als etwas Ambivalentes, weil sie sowohl aus Freude als auch aus dem Gefühl entstehen kann, sich beweisen zu müssen.
Für ihn ist entscheidend, dass der eigene Wert nicht vom Vergleich mit anderen abhängt.
Prozessziele wie Integrität, Selbstakzeptanz, Dankbarkeit und soziale Verbundenheit geben ihm langfristig mehr Orientierung als ein einzelnes Ergebnis.
Mentale Gesundheit bedeutet für ihn auch, schwierige Tage nicht als Fehler, sondern als Bestandteil eines gesunden Lebens zu akzeptieren.
Selbstverantwortung und die Konzentration auf den eigenen Handlungsspielraum können helfen, sich weniger ohnmächtig zu fühlen.


Social-Media-Snippets

Dr. med. Sebastian Fromm spricht mit Reza Mehman über Leistung, Gesundheit, Mindset, Rugby, Social Media, Selbstwert, Training und mentale Gesundheit.

Sebastian erzählt von seinem Weg aus Heidelberg ins Rugby-Sportinternat nach Irland, von der deutschen Nationalmannschaft, seinem Medizinstudium und seiner Arbeit bei Reha Med. Besonders persönlich wird das Gespräch bei der Frage, warum er Social Media mehrere Jahre verlassen hat und wie sehr Vergleiche und externe Validierung den eigenen Selbstwert beeinflussen können.

Außerdem sprechen wir über Prozessziele, körperliche Grenzerfahrungen, Regeneration, Supplements, Meditation, Cortisol, Bauchfett, Körperfett, Testosteron, TRT, Botox, Hyaluron, mentale Resilienz, Informationsflut, Dankbarkeit und Selbstverantwortung.

Timestamps:
00:00 Teaser: Social Media, Leistung und Selbstwert
01:13 Sebastian Fromm und sein Weg
05:38 Rugby und Heidelberg
12:18 Modeln als Herausforderung
17:19 Social Media und Vergleich
25:04 Leistungsdruck und Prozessziele
29:07 Im Moment sein durch Sport
33:15 Körperliche Grenzen und Aconcagua
37:05 Verletzungen und Regeneration
41:49 Supplements und Ernährung
47:43 Mentale Gesundheit
49:02 Meditation
52:37 Kaffee und Cortisol
56:31 Insulin, Stoffwechsel und Bauchfett
01:00:04 Körperfett-Challenge statt Sixpack-Challenge
01:10:53 Ästhetische Medizin und Botox
01:16:27 Testosteron und TRT
01:21:23 Hyaluron
01:22:12 Wohnwagen und persönliche Projekte
01:24:27 Psyrena und mentale Gesundheit
01:26:28 Informationsflut und Resilienz
01:32:01 Abgrenzung von Negativität
01:35:08 Selbstverantwortung und Dankbarkeit
01:39:25 Abschluss

#SebastianFromm #RezaMehman #Mindset #Gesundheit #MentaleGesundheit #Training #HYROX #Selbstwert #Selbstverantwortung

Was passiert, wenn Leistung nicht mehr aus dem Gefühl entsteht, „nicht gut genug“ zu sein?

Darüber habe ich mit Dr. med. Sebastian Fromm gesprochen. Sebastian war Rugby-Leistungssportler, spielte für Deutschland, studierte Medizin und arbeitet heute bei Reha Med in Heidelberg.

Im Gespräch ging es unter anderem um:
* Leistung ohne Selbstwertfalle
* Social Media, Vergleich und externe Validierung
* Training, Regeneration und mentale Gesundheit
* Prozessziele, Dankbarkeit und Selbstverantwortung

Besonders hängen geblieben ist mir die Frage: Tue ich etwas aus Mangel oder aus Fülle?

Das vollständige Gespräch gibt es im Podcast und im Blog.

#Mindset #Gesundheit #Leistung #MentaleGesundheit #Selbstverantwortung

Wie verändert sich Leistung, wenn man sich nicht mehr beweisen muss? In meinem Gespräch mit Dr. med. Sebastian Fromm geht es um Rugby, Medizin, Social Media, Selbstwert, mentale Gesundheit und die Frage, wie man ambitioniert bleiben kann, ohne sich selbst permanent unter Druck zu setzen. Wir sprechen außerdem über Training, Supplements, Körperfett, Testosteron und Selbstverantwortung. Lies jetzt das vollständige Gespräch im Blog.


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